Alle Artikel von Eloredana

Matira Curry / Wassermelonencurry

Dieses Rezept ist aus einem der ersten indischen Kochbücher, die mein Mann sich zugelegt hat. „Currys – Das Herz der indischen Küche“ von Camellia Panjabi. Wie ich sicher schon mal irgendwo erwähnt habe, unser Herz schlägt für indisches Essen, wir lieben Currys. Wir kochen sie aufgrund unserer WWerei nur nicht mehr ganz so oft, weil sie ja leider oft auch sehr gehaltvoll sind. *seufz* Aber dieses Rezept hier, dieses ist mal ein ganz besonderes. Und es ist sehr Figur freundlich (und WW konform). Ein Rezept, wo ich zunächst einmal dachte, ob das wohl schmecken kann? Es kann. Und wie. Und ganz besonders gut mit Reis, weil die Soße ganz köstlich ist und mit Reis ganz wunderbar harmoniert. Das Gericht ist sehr bekömmlich, man wird angenehm satt, ohne sich zu voll zu fühlen. Man hat etwas Warmes, das auch an heißen Tagen (oder gerade an solchen Tagen) gut genießbar ist. Wie es zu einem solchen Rezept kommt? Ich habe mir erlaubt, mal abzuschreiben, was Camillia Panjabi zu diesem Rezept schreibt, weil ich es total spannend finde, wie man auf die Idee kommen kann, aus Wassermelone ein Curry zu kochen. Also ran an die Melone, traut Euch, es lohnt sich. Versprochen. Übrigens, wir haben eine dieser riesigen Melonen gekauft, wie man sie aus Dirty Dancing kennt, als Baby sagte: Ich habe eine Wassermelone getragen… Ehm ja, das haben wir auch, das Schnuckelchen hatte geschmeidige 11,5 kg. 🙂

wassermelonen-curry-rajasthan

Camellia Panjabi schreibt folgendes zu dieser Köstlichkeit: Dieses Rezept stammt aus der unfruchtbaren Wüstenregion Rajasthan, wo die Temperaturen im Sommer fast 40 °C erreichen. Früher, als man nicht so leicht auf Nahrungsmittel aus anderen Teilen des Landes zurückgreifen konnte, mussten die Rajasthani mit dem vorlieb nehmen, was die Region bot. Wassermelonen, in Rajasthan matira genannt, gehörten zu den wenigen Früchten, die es im Sommer dort gab.
Sie sind die Hauptzutat dieses interessanten Currys, das einen scharfen, süß-sauren Geschmack aufweist. Die Schärfe kommt von der großen Menge verwendeten Chilipulvers – wobei die Chilis aus Rajasthan besonders scharf sind. Wer es milder mag, kann das Chilipulver teilweise durch Paprikapulver ersetzen. Das Curry kann als Hauptgericht mit Reis oder als Beilage serviert werden.

Für 2 Personen als Hauptgericht oder für 4 Personen als Beilage:

  • ¼ große Wassermelone
  • 1 ½ TL rotes Chilipulver
  • 1 Prise gemahlenen Gelbwurz (Kurkuma)
  • ½ TL gemahlener Koriander
  • 1 TL zerdrückter Knoblauch
  • Salz
  • 2 EL Öl
  • ¼ TL Kreuzkümmelsamen
  • Zucker (nach Belieben)
  • 2-3 TL Limonen- oder Zitronensaft

Zubereitung:

Die Wassermelone aufschneiden und die Samen so gut es geht entfernen. Die Frucht schälen und das Fruchtfleisch in 4 cm große Würfel schneiden. Etwa 170 g Fruchtfleisch abnehmen und im Mixer ganz fein pürieren. Chilipulver, Gelbwurz und Koriander, Knoblauch und Salz unterrühren und abschmecken.

Das Öl in einem Wok erhitzen und den Kreuzkümmel darin anbraten. Nach 20 Sekunden das Wassermelonenpüree unterrühren. Die Hitze reduzieren und etwa 5 Minuten köcheln lassen, damit die Gewürze ihre Aromen abgeben, anschließend die Flüssigkeit um ein Drittel einkochen lassen. Falls Zucker verwendet wird, jetzt zugeben, erst danach den Limonen- oder Zitronensaft einrühren und noch 1 Minute kochen lassen.

Die Wassermelonenstücke zufügen und bei niedriger Temperatur 3-4 Minuten durchziehen lassen, dabei vorsichtig wenden, bis alle Stücke, ohne dass sie zerfallen, gleichmäßig mit der Gewürzmischung überzogen sind.

Balkonien 2016

Es ist vollbracht, bis auf das neu streichen (verschieben wir einfach mal auf nächstes Jahr), ist unser Balkon renoviert und beblümelt. Mein Papa und mein Mann haben wunderbare Arbeit geleistet und eine ganz tolle Umrandung als Aufsatz für unsere Balkonbrüstung gebaut. Die Kästen stehen nun mit frischer Erde befüllt und ich habe einen freien Tag  Anfang des Monats genutzt, um auf Blumenjagd zu gehen, umzutopfen, zu verpflanzen, zu teilen, zu platzieren und ach ja, einfach zu buddeln.

Dieses Jahr ist alles anders, was die „Blümchendealer“ angeht. Familie Rimkus hat sich zur Ruhe gesetzt, was ich ihnen ehrlich gönne, ich persönlich aber als herben Verlust betrachte. Viele Jahre lang war ich Kundin bei Gärtnerei Fischer, doch so recht hat mich dieses Jahr nichts hingezogen. Weiß auch nicht. Vielleicht ist es mir dort einfach zu groß, zu „profi“, zu irgendwas geworden.
Dieses Jahr waren wir dann mal bei Tensmann, einer alteingesessenen Gärtnerei bei uns im Ort. Dort war das Angebot zwar deutlich kleiner, als z.B. bei Fischer. Wir waren unglaublich schnell fertig mit der Auswahl, aber ich muss auch sagen, wir sind deutlich günstiger weg gekommen. Neben Tensmann habe ich noch Frau Adameit und ihr Team besucht. Dort gibt es eine  sehr schöne Auswahl und auch gute Preise. Weiterhin bezaubert Frau Adameit selbst mit unglaublich viel Charme und Liebe zu ihrem Job und dem super-freundlichen Kundenumgang. Da kaufe ich einfach gerne ein. Wir haben hauptsächlich die Kräuter dort gekauft und die zwei Susannen. Ach, ich zähle einfach mal auf, was wir dieses Jahr so haben, wie immer.

Tensmann

  • 8 lachsfarbene (?) stehende Geranien
  • 8 Husarenköpfchen
  • 8 „Zauberschnee“ Euphorbia ‚Diamond Frost“

Adameit

  • 2 orangene Schwarzäugige Susannen
  • 3 Portulakrößchen
  • 6 Million-Bells Mini-Petunien
  • 1 Apfelgeranie, essbar (total süßes Pflänzchen)
  • 1 Erdbeerminze
  • 1 Grapefruitminze
  • 1 Mandarinenminze
  • 1 Thymian
  • 1 Zitronenthymian
  • 1 Krause Petersilie
  • 1 Schnittlauch (zur Verstärkung des „Teams“)
  • 1 Sedum
  • 1 Teppichflox in rosa-gestreift
  • 1 Bitterwurz (Lewisia Cotyledon)
  • 2 Tagetes
  • 1 Feigenbäumchen
  • 1 Colastrauch
  • 1 Limonadenpflänzchen
  • 1 blaue Hortensie (die habe ich aber schon länger)

Ich hoffe, ich habe nun nichts vergessen.

Generell ist der Status der Pflanzen derzeit sehr gut. Meine Geburtstagshortensie aus dem letzten  Jahr treibt munter neu aus. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr überhaupt blühen wird, da ich einen Rückschnitt der kaputten, verdorrten Ästchen vorgenommen habe und man diese Sorte wohl gar nicht schneiden muss, soll, darf(??). Aber wie auch immer, das kaputte Geäst musste weg.
Die Minzen aus dem letzten Jahr sind wieder da. Es wird also wieder reichlich zu verarbeiten geben in diesem Sommer. Das Oregano hat überlebt, ebenso Rosmarin und der Mini-Kugel-Thymian.
Total erstaunt haben mich die Erdbeeren aus dem letzten Jahr. Die haben den Winter tatsächlich überlebt, wo ich dachte, da wäre nichts mehr und ich muss entsorgen, spross im Frühjahr plötzlich etwas und jetzt blühen sie schon bzw. haben sogar bereits Fruchtansätze. Finde ich eine sehr gelungene Überraschung. Ebenso das Schälchen mit den Ablegern der Walderdbeeren, die ich von meiner lieben Kollegin Regina geschenkt bekommen habe. Die Pflänzchen passten einfach perfekt in die Etage Schale unserer Vertikalwand. Auch sie blühen bereits und ich finde das einfach klasse.
Bei den vorhandenen Kräutern habe ich zum Teil einfach mal die Töpfchen auseinander genommen und neu positioniert. In der Vertikalwand ist also auch viel, was schon irgendwie vorher da war. Der Blutampfer z.B. läuft in der Vertikalwand zu Höchstform auf. Ich hoffe, sie stecken die mickernde Petersilie, die ich aus dem Schnittlauchtopf geholt habe, auch etwas an. Die Pflanze sieht nicht so gut aus. Ja, ich habe dann mittlerweile auch gelernt, dass Schnittlauch vielleicht doch besser alleine steht…

Von meinen Schwiegereltern haben wir zu Ostern eine schöne Stiefmütterchen-Ampel geschenkt bekommen und die ist auch noch top in Schuss. Kaum Blattläuse bisher. Meine Stiefmütterchen aus der Herbstbepflanzung sind alle regelrecht gefressen worden zum Ende hin. Na ja, alles hat eben mal ein Ende.

Habe ich etwas vergessen? Hm, ich hoffe nicht. Ansonsten muss nur noch der kleine Brunnen aufgestellt und die Bewässerung wieder installiert werden. Und natürlich Chef, der muss auch wieder her. Ohne unseren Grill ist es ja so gar nicht Balkonien.

Wie immer ein paar Bilder zur Inspiration. Noch sieht es nicht sonderlich üppig aus, aber das wird noch. Ich hoffe jetzt einfach auf schönes Wetter, damit alles gut angehen kann und wir mal etwas Zeit auf Balkonien verbringen können.

Was mich übrigens seit 1-2 Jahren echt beschäftigt, wird man alt, wenn man plötzlich Geranien doch hübsch findet? Früher fand ich Geranien immer total spießig und langweilig. Als Kind fand ich sie sogar hässlich. Mittlerweile kann ich mich tatsächlich sehr für Geranien begeistern. Die Sortenvielfalt ist so enorm groß und sie sind so unglaublich dankbar und zicken nicht, obwohl es manchmal echt heiß auf unserem Südbalkon ist. Vielleicht ist es doch ein Zeichen dafür, wie sich im „Alter“ Geschmäcker ändern können…

Vegetarische Linsenbällchen – Mercimek Köftesi von Gourmandises végétariennes

Die Tage kullerten mir diese wundervollen Kügelchen bei Facebook quasi durchs Bild. Es gab einen wunderbaren Beitrag zu diesen türkischen Linsenbällchen, die den putzigen Namen Mercimek Köftesi tragen. Nach Sichtung des Rezeptes war für mich klar, das müssen wir ausprobieren. Gesagt und getan. Als Dipp haben wir einen Harissa-Joghurt mit Minze dazu gereicht. Harmoniert super. Die Bällchen schmecken am nächsten Tag sogar noch besser. Eine Aromaexplosion. Wir haben gleich die doppelte Menge gemacht und am heutigen Tage ein paar der Bällchen als leichten Mittagssnack genossen.

linsenbaellchen-mit-joguhrtsoße

Zutaten für eine Portion Bällchen als Hauptgang:

  • 150 g rote Linsen
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 70 g Köftelik-Bulgur
  • 1 kleine Zwiebel, gepellt und in feine Würfel gehackt
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikamark
  • 1/4 TL (oder mehr) frisch gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Biozitrone / Zitronensaft
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 Bund glatte Petersilie
  • 1 Romana-Salatherz
  • geröstete Sesamsamen (nach Bedarf)

Für den Dipp:

  • 250 g Bio-Joghurt 1,5 % Fett
  • 1 El Harissa-Paste
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft
  • Orientalische Würzmischung (z.B. Ras el-Hanout oder Baharat)
  • 1 Stengel fische Minze, fein gehackt

Zubereitung:

Die Linsen mit 350 ml Wasser, Salz und Lorbeerblatt in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Hitze garkochen. Dabei auf etwaigen Schaum achten und diesen, so gut es geht, abschöpfen. Bei uns war an dieser Stelle kaum Schaum, dies nur mal als Anmerkung. Den Topf vom Herd nehmen, den Bulgur hinzu geben und mit den Linsen vermischen. Dann abgedeckt zur Seite stellen und die Mischung quellen lassen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig andünsten. Dann den Kreuzkümmel hinzugeben. Wenn das Gewürz schön zu duften begibt, das Tomaten- und Paprikamark hinzugeben, kurz anrösten. Dann diese Mischung zur Linsen-/Bulgurmischung geben.

Den Saft einer halben Zitrone und Chiliflocken dazu geben und alles gut vermischen und abkühlen lassen. Wenn die Mischung genug abgekühlt ist, wird es Handarbeit. Nun alles mit den Händen gut durchkneten, bis eine homogene Mischung entstanden ist.

Nun die Petersilie und die Frühlingszwiebel waschen, abtupfen und ganz fein hacken. Dann zur Linsenmischung geben und alles mit etwa Salz und Zitronensaft abschmecken.

Kleine Bällchen rollen, diese durch etwas Sesam kullern und schön auf Salatblättern anrichten.

Nun noch Zitronenviertel dazu stellen oder wie bei uns – weglassen. Wir hatten genug Zitrone in der Mischung und unseren Dipp dazu, den wir ebenfalls leicht säuerlich abgeschmeckt haben.

Für den Dipp einfach nur alle Zutaten miteinander mischen, kurz ziehen lassen und dann zu den Bällchen servieren. Fein ist dazu auch noch etwas knuspriges Fladenbrot.

Möhren-Mandel-Gugelhupfe

Die Tage bin ich bei Alantura auf ein Rezept für kleine Gugelhupfe gestoßen. Schon länger habe ich zwei nette Silikonformen, mit außergewöhnlich schönen Hupf-Varianten. Viel benutzt habe ich sie bisher nicht und als ich das Rezept entdeckt habe, war klar, jetzt sind sie mal wieder dran. Zuckerguss muss ich noch üben. *seufz* War wohl etwas zu wenig Puderzucker drin, man hat das weiße kaum gesehen. Na ja, lecker waren sie trotzdem.

Zutaten für 12 Mini-Gugelhupfe:

  • 100 g Süßrahmbutter, zimmerwarm (oder wie wir, Deli-Halbfett)
  • 100 g Rohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 4 Eier
  • 100 g Karotten
  • 150 g Dinkelmehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Reinweinstein-Backpulver
  • Fett zum Ausfetten der Förmchen
  • 5 EL Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • Karottenraspel oder Zuckerstreusel zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Butter/Margarine cremig schlagen, den Zucker zugeben und alles gut aufschlagen.

Salz, Vanillezucker, Zimt und das 1. Ei  zufügen und gut rühren. Dann das nächste Ei beigeben und immer so weiter, bis alle Eier verbraucht sind.

Die Kartotten schälen und raspeln. Zum Teig geben. Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen und zum Teig geben. Alles gut mischen.

Die Förmchen ausfetten und den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teig in die Förmchen geben und gut 25-27 backen. Dann auf einem Gitter etwas auskühlen lassen und die Hupfe vorsichtig aus den Förmchen lösen. Weiter abkühlen lassen.

Aus Puderzucker und Zitronensaft eine Glasur herstellen und die Hupfe damit verzieren. Darüber ein paar Möhrenraspel oder Zuckerstreusel geben.

Birnen-Müsli-Muffins

Heute ist mal wieder so ein Tag, wo mir nach Kuchen war. Die Waage war sehr nett zu mir und das muss doch gleich mal gefeiert werden. 😉 Da ich derzeit fleißig Vorräte aufbrauche, habe ich überlegt, ich könnte „mal eben“ was backen. Nach Sichtung der Vorräte fand ich noch eine kleine Dose Birnen und da sind doch Muffins prima. Nicht viel Theater, schnell und immer lecker. Also habe ich mal mein altes Rezeptbuch von Jutta Renz aus dem Regal gekramt und bin nach etwas Blättern auch fündig geworden. Ich habe das Rezept wieder mal ein wenig unseren Vorräten angepasst und heraus gekommen sind dann diese Muffins, die ich Birnen-Müsli-Muffins nenne.

Birnen-haferflocken-muffins-gebacken2

Zutaten für ca. 12 normal große Muffins:

  • 45 g Alnatura Basis-Müsli (statt feiner Haferflocken, die ich nicht hatte)
  • 240 g Naturjoghurt (wir hatten selbstgemachten, 1,5 %, statt Buttermilch)
  • 90 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Dinkelmehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 Ei (wir hatten ein L-Ei)
  • 115 g brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 80 ml neutrales Pflanzenöl
  • 1 kleine Dose Birnen, abgetropft

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, fetten oder die Silikonförmchen an den Start bringen.

Zunächst den Joghurt und das Müsli mischen und gut 10 Minuten quellen lassen.

Die Birnen abgießen und in kleine Stücke oder Streifchen schneiden. Man kann sich überlegen, ob man sie zum Teig geben will oder einfach ein paar Stückchen oben auflegen möchte, ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Einfach oben drauf.

In einer Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron und Zimt) gut vermischen.

Mit dem Mixer oder der Küchenmaschine das Ei aufschlagen und den Zucker und das Öl untermischen. Dann das Müsli-Joghurt-Gemisch einrühren. Die trockenen Zutaten nun ebenfalls  dazugeben und nur so lange rühren, bis sie feucht und gerade so vermischt sind.

Nun die Förmchen zu 2/3 befüllen und Birnenstücke darauf verteilen.

Die Muffins in den Ofen schieben und je nach Ofen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen und noch mit etwas Puderzucker bestäuben.

Wir sind dann (fast) soweit, Sonne und Du?

Wo es gestern noch so schön war und auch in der Woche ein paar echt wunderschöne Tage waren, man in der Mittagspause die Sonne genießen konnte und auch nach Feierabend eine Runde um den Block spazieren konnte, ist es wie immer. Pünktlich zum Wochenende ist die Sonne weg. Irgendwo hinter dicken Wolken verschwunden, schafft sie es heute wohl nicht, sich durchzusetzen. Aber egal. Ich hatte einen Plan und den habe ich umgesetzt. Unser Balkon sollte frühlingsklar gemacht werden. Sprich, der kleine Kärcher-Dampfer und Papas Super-Reiniger kamen zum Einsatz. Ratzfatz habe ich ein paar Töpfchen hochgestellt, noch ein paar vertrocknete Ästchen hier und da abgeschnitten und einfach alles, was hin war, aus den Blumenkästen und Töpfchen geholt, um wirklich groß Reine zu machen. Das ging wirklich schneller, als ich dachte.

Statusbericht vorm großen Säubern: Die Blumenkästen sind jetzt ziemlich kahl, nur noch so ein kleines, grünes Puschelchen (wo ich ehrlich gesagt  noch nicht weiß, ob sie überleben) und Stiefmütterchen sind drin. Dafür haben wundersamer Weise unsere Erdbeerpflanzen vom letzten Jahr überlebt. Ob da wirklich was neu kommt und auch trägt. Ein paar Kräuter haben es ebenso geschafft. Mal sehen, was draus wird.
Was blöd ist, ich habe gesehen, dass unsere Umrandung, wo unsere Kästen drauf befestigt sind, jetzt echt auf sind und erneuert werden müssen. Das Holz hat wirklich sehr lange gehalten und jetzt muss vor der nächsten Bepflanzung wirklich was passieren. Es gammelt hier und da und das möchten wir natürlich nicht. Vor allem soll niemandem was so ganz überraschend auf den Kopf fallen. Und deshalb, bald  bist Du dran, Du Umrandung Du. Vielleicht gibt es auch einen neuen Anstrich für die „Wände“.  Mal gucken.

So, also alles fein abgefegt nach dem Rauszupfen und Geschnippel, ab in die Biotonne mit den Resten und dann ran ans Spielzeug. Der kleine Kärcher Dampfi ist echt Gold wert. Der macht nicht nur Badezimmer super schön sauber, nein, der ist auch für den Balkonboden einfach genial. Anfeuchten, Papas Spezial-Reiniger drauf, alles kurz einwirken lassen, mit einem Schrubber ein wenig anschubbern und dann goooooo. Dampf, Dampf, Dampf, ran besonders an die Fugen, Dampf, Dampf, Wasser drüber, abflitschen. Fertig. Trocknen lassen. Ich habe die Fugen sehr gut sauber bekommen und auch den Algen größten Teils den Rest gegeben. Jetzt kann ich mich auf die Lindenblüten und die vielen Pollen freuen… Dann darf Dampfi wieder ran.

balkon-2016

Als ich den Balkon dann fertig hatte, kam noch fix ein Anzuchthäuschen aus dem Keller hoch. Schön saubergemacht, durften darin Tomatensamen von Heinz an den Start gehen und sich von der Heizmatte den Popo wärmen lassen. Ich habe die Samen über Facebook geordert. Die gab es da kostenlos und ich dachte, einen Versuch ist es wert. Mal gucken, ob was draus wird. Auch wenn ich die Pflanzen definitiv nicht auf unserem Balkon packen kann, Mama und Papa haben sicher wieder ein Plätzchen im Garten frei. Chilis gibt es dieses Jahr keine selbst gezogenen. Ist mir irgendwie nicht so nach. Mal gucken, erst einmal die kleinen Tomaten hervorlocken.

tomaten-heinz-aussaat

 

 

Karottencremesuppe mit Linsen

Hier haben wir ein WW-Rezept, das uns total begeistert hat. Es geht super-schnell, ergibt eine üppige Portion sehr leckere Suppe und man ist tatsächlich gut satt.

Ich poste hier mal das Basisrezept, möchte aber sagen, ich habe deutlich mehr Möhren genommen, als die zwei, die im Rezept angegeben werden und auch Chili mit hinzugegeben. Außerdem haben wir stärker mit Kreuzkümmel abgeschmeckt, als im Rezept vorgesehen. Die Chili tut der Suppe sehr gut und der Kreuzkümmel schmeckt darin einfach super-gut. Auch das Kurkuma darf gerne mehr als 1/4 TL sein. Die Mengenangaben bei den Gewürzen sind manchmal echt der Knaller… Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, noch Ingwer beizufügen. Würde sich sicher auch gut machen. Werde ich bei der nächsten Runde versuchen.

Heraus kommt auf jeden Fall eine fröhliche gelb-orangene, leicht cremige Suppe, die gute Laune macht und schön wärmt.

linsensuppe

Zutaten für eine Portion Suppe (zu 6 Smart Points):

  • 1 TL neutrales Öl
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL rote Linsen, trocken
  • 650 ml Gemüsebrühe (ca. 2 TL Instantpulver)
  • Salz, Pfeffer
  • 1/4 TL Kurkumapulver
  • 2 Prisen  gemahlener Kreuzkümmel/Cumin

Zubereitung:

Die Zwiebel würfeln und Karotten schälen und  in Scheiben schneiden. Das Öl erhitzen und die Zwiebel- und Karottenstückchen andünsten. Linsen zufügen, kurz mitdünsten, mit der Brühe ablöschen. Die Suppe ca. 20 Minuten garen und dann pürieren, mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Kurkuma abeschmecken und genießen.

Stachelbeer-Tiramisu

Manchmal enstehen ja aus der Not heraus ganz dolle Sachen. So ist es bei uns am letzten Wochenende passiert. Eigentlich wollte ich die schöne Stachelbeertorte von Schwiegerpapa machen, dann ging mir aber kurz nach dem Sonntags-Frühstück auf, dass ich gar keine Sahne besorgt hatte. Was also machen? Null Problemo, machen wir eben ein Tiramisu und sparen gleich doppelt Fett, was wiederum gut für unsere Diäterei ist. Also, so  macht man aus der Torte Tiramisu.

Zutaten:

  • 10-12 Löffelbiscuits
  • 1 Glas Stachelbeeren, abgetropft
  • 1 l Maracuja-Saft
  • 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen
  • Baiser

Zubereitung:

Die Löffelbiscuits in eine kleine Auflaufschale auslegen. Darauf die abgetropften Stachelbeeren geben und schön verteilen.

Nun den Pudding statt mit Milch mit Maracujasaft/-nektar kochen. Hierbei ist kein zusätzlicher Zucker mehr nötig, ist schon süß genug. Den warmen Pudding auf die Stachelbeeren gießen und stocken lassen.

Auf die abgekühlte Puddingdecke zerbröckeltes Baiser geben.

Mit etwas Vanilleeis servieren.

Sandorn-Sause

Zu Weihnachten bekam mein Mann von seinen Eltern dieses Fläschchen „Sandorn-Sause“ zum Selbstansetzen. Haben wir dann kürzlich auch gemacht.

Man füllt einfach Wodka auf und lässt alles für gut 12 Stunden stehen. Dann hat sich die Bonbonmasse aufgelöst und es schmeckt nach Wodka mit Bonbongeschmack. In unserem Falle Sandornbonbon. So kann man, sofern man Fan dieser süßen Wodkamischungen ist, ganz leicht selbst z.B. Wodka-Feige oder etwas mit Waldmeister basteln. Oder man verschenkt „Wodka-Bausätze“. Ich finde die Idee witzig und er sah sehr schön aus, dieser Sandorn-Kringel in der Flasche. Genauso orange-gelb ist der Wodka dann auch gefärbt.

Partybrot – derzeit in aller Munde

Ein frohes neues Jahr. Derzeit sehe ich vermehrt Rezepte für ein Partybrot im Netz herum schwirren, wie wir es an Silvester zu Kartoffelsalat und heißen Würstchen zubereitet haben. Es ist eine wirklich schnelle und sehr feine Sache und der Fantasie sind in der Herstellung keine Grenzen gesetzt. Man kann das gerne pi mal Daumen machen und nach eigenem Gusto verfeinern/abwandeln. Ich finde z.B. Salamistückchen oder fein gewürfelte grüne Oliven sehr reizvoll… Also, nur ran ans Brot und an diverse Versionen.

Derzeit finde ich „Retro-Essen“ übrigens sehr „ansprechend“. Mit großer Freude haben wir uns an Silvester an Geburtstage oder sonstige Festivitäten in der Familie erinnert, an denen es Dinge wie Käse- und Mettigel, total schöne Schnittchen, Kartoffel- und Nudelsalate (liebevoll mit Gürkchen, Ei und Tomatenrosen dekoriert, in den teuren Bleikristallschalen serviert), heiße Würstchen, gefüllte Eier (auch so ein Snack, an dem man sich so richtig austoben kann) und diverse Süppchen gab. Sollte man mal wieder machen, finde ich. War immer sehr lecker und gut. Und es muss nicht immer exotisch sein, oder? Jetzt aber wieder zurück zum Partybrot, dass sich mit den soeben genannten Leckerchen sehr gut versteht, wir haben es höchst selbst getestet. 😉

Zutaten:

  • 1 großes Brot, z.B. Kasseler
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Chilischote
  • ca. 300 g Gouda
  • 100-150 g Butter

partybrot1

Zubereitung:

Das Brot wie einen Krustenbraten schachbrettartig einschneiden. Dabei die Blöckchen nicht zu klein machen.

Den Käse in dünne Scheiben schneiden/hobeln und die Brotritzen mit Käse bestücken. Das Brot nun am besten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

Die Butter vorsichtig schmelzen. Die Frühlingszwieblen, den Knoblauch und die Chili fein hacken und alles in die Butter geben.

Nun die Buttermischung vorsichtig über das Brot träufeln und nach Möglichkeit auch in die Ritzen füllen. Da ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, es klappt aber sehr gut.

Den Backofen nun auf 150 °C Umluft vorheizen.

Nun das Brot gut 20-25 Minuten im Ofen lassen, bis der Käse eine Chance hatte, zu schmelzen.  Sollte das Brot dabei zu dunkel oder kross werden, einfach mit etwas Backpapier abdecken. Bitte etwas Geduld haben und das Brot notfalls etwas länger in der Wärme lassen, damit auch der letzte Käse schön flüssig werden kann. Es lohnt sich.

Edit 13.02.2016: Eben habe ich eine Variante im Netz entdeckt, wo das Brot zunächst in Alufolie gewickelt wird und erst kurz vor Schluss enthüllt und zu Ende gebacken wird. Das werde ich mal probieren. 🙂

partybrot2