Balkon- & Fensterbankgeflüster

Was auf unserem Balkon so alles grünt und blüht. So many lovely flowers. Wir lieben Pflanzen und unsere kleine Wohnung ist voll davon. Sowohl freistehend, als auch in unseren Terrarien.

Im Sommer wie im Winter wird unser Balkon jahreszeitlich angepasst bepflanzt. Im Sommer haben wir eine kleine, grüne Oase und im Winter eine winterfeste Bepflanzung, die als Basis für die weihnachtliche Lichterkette dient. Außerdem sehen die Pflanzen natürlich sehr schön aus, wenn der erste Schnee auf sie herab gefallen ist.

Natürlich gibt es auch in der Wohnung reichlich Pflanzen: Kakteen, Veilchen, Orchideen, Farne, Tillandsien, Sukkulenten, und und und.

Was bei uns drinnen wie draußen grünt und blüht, davon werde ich hier berichten.

Balkonien 2016 – Statusmeldung

Hm, der Sommer ist bisher leider keiner und natürlich haben unsere Blumen auch unter dem vielen Regen und den Unwettern gelitten. Zum einen haben wir eine Schneckenflut, winzige Gehäuseschnecken sowie kleine Nacktschnecken fressen sich mit Wonne durch alle Blumenkästen. Ich gehe davon aus, dass entweder der letzte Winter nicht hart genug war, um „Ungeziefer“ zu erledigen oder wir uns die Schnecken mit der Blumenerde angelacht haben. So oder so, nicht schön und wir sind zu Schneckenjägern mutiert.

Das viele Wasser hat hier und da Schäden hinterlassen, alles in allem sind die Schäden jedoch eher gering, das Wachstum der Pflanzen hingegen üppig. Die Mini-Petunien haben einiges mitgemacht und es ehrlich gesagt nicht mehr viel von ihnen übrig. Andererseits haben sich die Geranien sehr gut gehalten und auch die Husarenköpfchen sind absolut top in Schuss. So gut in Schuss, dass sie die Petunien eh überwuchert haben. Die weiße Strukturpflanze in allen Kästen ist auch noch in Ordnung. Die schwarzäugigen Susannen geben auch so richtig Gas und blühen. Das Rankgitter ist dicht. Auf der anderen Balkonseite haben Winden und Ruhmeskrone alles fest im Griff. Die etwas wärmeren Temperaturen der letzten Tage haben bei der Ruhmeskrone auch schon Blütenansätze austreiben lassen. Alles in allem, da geht noch was. Da fehlt einfach mal etwas konstant schöneres Wetter.

Feigenbäumchen und Kräuter wachsen gut, nur der Schnittlauch ist regelrecht hin. Zerfressen von den Schnecken und nur noch ein paar Halme stehen. An Männertreu gehen Schnecken offenbar auch gerne oder sagen wir, sie halten sich zumindest gerne in der Nähe der beiden Pflanzen auf… Ich finde da immer was… Aber sonst sehen sie noch gut aus, was mich sehr freut. Ich mag Männertreu.

Die Erdbeeren… Ja, die Erdbeeren sind einerseits witzig, andererseits, so richtig was ernten kann man eigentlich nicht. Ist wohl echt nur eine Spaßgeschichte für 2-3 Früchte hier und da. Ich denke, die fliegen wirklich raus im Herbst. Den Platz kann man besser nutzen. Außerdem sind auch die Schnecken extrem gerne zu Gast. Das nervt.

Unseren Grill haben wir immer noch nicht stehen, die Wasseranlage auch nicht. War bisher nicht so richtig nötig. Erschreckend, dabei haben wir schon Mitte Juli. Ich frage mich, ob noch etwas sommerähnliches Wetter kommt. Sonst reicht wohl wirklich der kleine E-Grill oder der Mini-Gasgrill, den wir mal zum Campen besorgt hatten.

Ein erstes Resümee kann ich auch schon geben, für nächstes Jahr werde ich mir die Tage notieren, was ich pflanzen möchte. Vor allem die Anzahl der Pflanzen. Jedes, aber auch wirklich jedes Jahr, mache ich da gerne den gleichen Fehler. Oft sind einfach zu viele Pflanzen im Kasten. Dieses Jahr hatte ich ja jeweils ein Husarenköpfchen zu viel gekauft, einfach weil ich mehr oder weniger immer zwei je Kasten von einer Sorte kaufe. Gewohnheit und so. Doof, wenn man das für einen Moment vergisst und es erst beim Pflanzen merkt. Eine hätte gereicht, dann hätte man wohl die Petunien besser gesehen. Obwohl nein, die wären jetzt auch verregnet, egal ob ich nun eine Pflanze weniger gehabt hätte. Trotzdem, ein Plan muss her. Oder ein Merkzettel, was geht und was nicht. Es hat mir schon sehr geholfen, in diesem Jahr den Eintrag vom letzten Jahr zu lesen.

Ansonsten, raus und den Balkon genießen, wenn das Wetter mitspielt. Hoffentlich kommen noch ein paar schöne, nicht zu heiße Tage, so dass man es gut aushalten kann.

Balkonien 2016

Es ist vollbracht, bis auf das neu streichen (verschieben wir einfach mal auf nächstes Jahr), ist unser Balkon renoviert und beblümelt. Mein Papa und mein Mann haben wunderbare Arbeit geleistet und eine ganz tolle Umrandung als Aufsatz für unsere Balkonbrüstung gebaut. Die Kästen stehen nun mit frischer Erde befüllt und ich habe einen freien Tag  Anfang des Monats genutzt, um auf Blumenjagd zu gehen, umzutopfen, zu verpflanzen, zu teilen, zu platzieren und ach ja, einfach zu buddeln.

Dieses Jahr ist alles anders, was die „Blümchendealer“ angeht. Familie Rimkus hat sich zur Ruhe gesetzt, was ich ihnen ehrlich gönne, ich persönlich aber als herben Verlust betrachte. Viele Jahre lang war ich Kundin bei Gärtnerei Fischer, doch so recht hat mich dieses Jahr nichts hingezogen. Weiß auch nicht. Vielleicht ist es mir dort einfach zu groß, zu „profi“, zu irgendwas geworden.
Dieses Jahr waren wir dann mal bei Tensmann, einer alteingesessenen Gärtnerei bei uns im Ort. Dort war das Angebot zwar deutlich kleiner, als z.B. bei Fischer. Wir waren unglaublich schnell fertig mit der Auswahl, aber ich muss auch sagen, wir sind deutlich günstiger weg gekommen. Neben Tensmann habe ich noch Frau Adameit und ihr Team besucht. Dort gibt es eine  sehr schöne Auswahl und auch gute Preise. Weiterhin bezaubert Frau Adameit selbst mit unglaublich viel Charme und Liebe zu ihrem Job und dem super-freundlichen Kundenumgang. Da kaufe ich einfach gerne ein. Wir haben hauptsächlich die Kräuter dort gekauft und die zwei Susannen. Ach, ich zähle einfach mal auf, was wir dieses Jahr so haben, wie immer.

Tensmann

  • 8 lachsfarbene (?) stehende Geranien
  • 8 Husarenköpfchen
  • 8 „Zauberschnee“ Euphorbia ‚Diamond Frost“

Adameit

  • 2 orangene Schwarzäugige Susannen
  • 3 Portulakrößchen
  • 6 Million-Bells Mini-Petunien
  • 1 Apfelgeranie, essbar (total süßes Pflänzchen)
  • 1 Erdbeerminze
  • 1 Grapefruitminze
  • 1 Mandarinenminze
  • 1 Thymian
  • 1 Zitronenthymian
  • 1 Krause Petersilie
  • 1 Schnittlauch (zur Verstärkung des „Teams“)
  • 1 Sedum
  • 1 Teppichflox in rosa-gestreift
  • 1 Bitterwurz (Lewisia Cotyledon)
  • 2 Tagetes
  • 1 Feigenbäumchen
  • 1 Colastrauch
  • 1 Limonadenpflänzchen
  • 1 blaue Hortensie (die habe ich aber schon länger)

Ich hoffe, ich habe nun nichts vergessen.

Generell ist der Status der Pflanzen derzeit sehr gut. Meine Geburtstagshortensie aus dem letzten  Jahr treibt munter neu aus. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr überhaupt blühen wird, da ich einen Rückschnitt der kaputten, verdorrten Ästchen vorgenommen habe und man diese Sorte wohl gar nicht schneiden muss, soll, darf(??). Aber wie auch immer, das kaputte Geäst musste weg.
Die Minzen aus dem letzten Jahr sind wieder da. Es wird also wieder reichlich zu verarbeiten geben in diesem Sommer. Das Oregano hat überlebt, ebenso Rosmarin und der Mini-Kugel-Thymian.
Total erstaunt haben mich die Erdbeeren aus dem letzten Jahr. Die haben den Winter tatsächlich überlebt, wo ich dachte, da wäre nichts mehr und ich muss entsorgen, spross im Frühjahr plötzlich etwas und jetzt blühen sie schon bzw. haben sogar bereits Fruchtansätze. Finde ich eine sehr gelungene Überraschung. Ebenso das Schälchen mit den Ablegern der Walderdbeeren, die ich von meiner lieben Kollegin Regina geschenkt bekommen habe. Die Pflänzchen passten einfach perfekt in die Etage Schale unserer Vertikalwand. Auch sie blühen bereits und ich finde das einfach klasse.
Bei den vorhandenen Kräutern habe ich zum Teil einfach mal die Töpfchen auseinander genommen und neu positioniert. In der Vertikalwand ist also auch viel, was schon irgendwie vorher da war. Der Blutampfer z.B. läuft in der Vertikalwand zu Höchstform auf. Ich hoffe, sie stecken die mickernde Petersilie, die ich aus dem Schnittlauchtopf geholt habe, auch etwas an. Die Pflanze sieht nicht so gut aus. Ja, ich habe dann mittlerweile auch gelernt, dass Schnittlauch vielleicht doch besser alleine steht…

Von meinen Schwiegereltern haben wir zu Ostern eine schöne Stiefmütterchen-Ampel geschenkt bekommen und die ist auch noch top in Schuss. Kaum Blattläuse bisher. Meine Stiefmütterchen aus der Herbstbepflanzung sind alle regelrecht gefressen worden zum Ende hin. Na ja, alles hat eben mal ein Ende.

Habe ich etwas vergessen? Hm, ich hoffe nicht. Ansonsten muss nur noch der kleine Brunnen aufgestellt und die Bewässerung wieder installiert werden. Und natürlich Chef, der muss auch wieder her. Ohne unseren Grill ist es ja so gar nicht Balkonien.

Wie immer ein paar Bilder zur Inspiration. Noch sieht es nicht sonderlich üppig aus, aber das wird noch. Ich hoffe jetzt einfach auf schönes Wetter, damit alles gut angehen kann und wir mal etwas Zeit auf Balkonien verbringen können.

Was mich übrigens seit 1-2 Jahren echt beschäftigt, wird man alt, wenn man plötzlich Geranien doch hübsch findet? Früher fand ich Geranien immer total spießig und langweilig. Als Kind fand ich sie sogar hässlich. Mittlerweile kann ich mich tatsächlich sehr für Geranien begeistern. Die Sortenvielfalt ist so enorm groß und sie sind so unglaublich dankbar und zicken nicht, obwohl es manchmal echt heiß auf unserem Südbalkon ist. Vielleicht ist es doch ein Zeichen dafür, wie sich im „Alter“ Geschmäcker ändern können…

Wir sind dann (fast) soweit, Sonne und Du?

Wo es gestern noch so schön war und auch in der Woche ein paar echt wunderschöne Tage waren, man in der Mittagspause die Sonne genießen konnte und auch nach Feierabend eine Runde um den Block spazieren konnte, ist es wie immer. Pünktlich zum Wochenende ist die Sonne weg. Irgendwo hinter dicken Wolken verschwunden, schafft sie es heute wohl nicht, sich durchzusetzen. Aber egal. Ich hatte einen Plan und den habe ich umgesetzt. Unser Balkon sollte frühlingsklar gemacht werden. Sprich, der kleine Kärcher-Dampfer und Papas Super-Reiniger kamen zum Einsatz. Ratzfatz habe ich ein paar Töpfchen hochgestellt, noch ein paar vertrocknete Ästchen hier und da abgeschnitten und einfach alles, was hin war, aus den Blumenkästen und Töpfchen geholt, um wirklich groß Reine zu machen. Das ging wirklich schneller, als ich dachte.

Statusbericht vorm großen Säubern: Die Blumenkästen sind jetzt ziemlich kahl, nur noch so ein kleines, grünes Puschelchen (wo ich ehrlich gesagt  noch nicht weiß, ob sie überleben) und Stiefmütterchen sind drin. Dafür haben wundersamer Weise unsere Erdbeerpflanzen vom letzten Jahr überlebt. Ob da wirklich was neu kommt und auch trägt. Ein paar Kräuter haben es ebenso geschafft. Mal sehen, was draus wird.
Was blöd ist, ich habe gesehen, dass unsere Umrandung, wo unsere Kästen drauf befestigt sind, jetzt echt auf sind und erneuert werden müssen. Das Holz hat wirklich sehr lange gehalten und jetzt muss vor der nächsten Bepflanzung wirklich was passieren. Es gammelt hier und da und das möchten wir natürlich nicht. Vor allem soll niemandem was so ganz überraschend auf den Kopf fallen. Und deshalb, bald  bist Du dran, Du Umrandung Du. Vielleicht gibt es auch einen neuen Anstrich für die „Wände“.  Mal gucken.

So, also alles fein abgefegt nach dem Rauszupfen und Geschnippel, ab in die Biotonne mit den Resten und dann ran ans Spielzeug. Der kleine Kärcher Dampfi ist echt Gold wert. Der macht nicht nur Badezimmer super schön sauber, nein, der ist auch für den Balkonboden einfach genial. Anfeuchten, Papas Spezial-Reiniger drauf, alles kurz einwirken lassen, mit einem Schrubber ein wenig anschubbern und dann goooooo. Dampf, Dampf, Dampf, ran besonders an die Fugen, Dampf, Dampf, Wasser drüber, abflitschen. Fertig. Trocknen lassen. Ich habe die Fugen sehr gut sauber bekommen und auch den Algen größten Teils den Rest gegeben. Jetzt kann ich mich auf die Lindenblüten und die vielen Pollen freuen… Dann darf Dampfi wieder ran.

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Als ich den Balkon dann fertig hatte, kam noch fix ein Anzuchthäuschen aus dem Keller hoch. Schön saubergemacht, durften darin Tomatensamen von Heinz an den Start gehen und sich von der Heizmatte den Popo wärmen lassen. Ich habe die Samen über Facebook geordert. Die gab es da kostenlos und ich dachte, einen Versuch ist es wert. Mal gucken, ob was draus wird. Auch wenn ich die Pflanzen definitiv nicht auf unserem Balkon packen kann, Mama und Papa haben sicher wieder ein Plätzchen im Garten frei. Chilis gibt es dieses Jahr keine selbst gezogenen. Ist mir irgendwie nicht so nach. Mal gucken, erst einmal die kleinen Tomaten hervorlocken.

tomaten-heinz-aussaat

 

 

Weihnachtsbalkon und Adventsschale 2015

Etwas verspätet, aber ich möchte unsere fertigen Balkonkästen und natürlich auch die Adventsschale doch noch zeigen.

Balkonien war am Ende schnell fertig. Die Lichterkette rein, die Sterne ebenso. Sieht im Dunkeln auch sehr schön aus. Ist nur immer so schlecht zu fotografieren. Die Pflanzen halten sich derzeit sehr gut, trotz stürmischer Zeiten und wahren Regenmassen.

Unser „Adventskranz“ hat mich dieses Jahr etwas Grübeln gekostet. Ich wusste einfach nicht so recht, was ich möchte. Habe einige „Rohlinge“, die ich immer wieder gerne bebastele. Aber so recht mochte ich in diesem Jahr gar nichts davon aussuchen. Irgendwann fanden wir dann diese silbrige Schale. Und die habe ich dann ganz spontan und kurzfristig mit Depot-„Krams“ zurecht  „gebastelt“. Bin zufrieden mit der kleinen Winterlandschaft. Und wieder einmal muss ich feststellen, ich finde diesen Kunstschnee total spannend… Ist so schön glitzerig. *hach*

Balkonien im Winter 2015

Jetzt ist es also soweit, der überraschend schöne und sonnige Herbst ist umgeschlagen in Regen und stürmischen Wind. Gut, dass wir unseren Balkon noch fix vorher – und bei schönem Wetter – winterfest bekommen haben. Alles, was nicht „winterhart“ ist, ist in den Keller gewandert, ich habe den Boden mehrfach gefegt und gewischt. Töpfchen und Rankhilfen sind entfernt. Die verblühten Chrysanthemen habe ich – ganz wie geplant – entfernt und mit Stacheldraht- und Stiefmütterchenpflänzchen ersetzt.

Jetzt werde ich zum Start der Adventszeit wieder die rostigen Sterne und die Lichterkette einbringen und schon ist alles erledigt. Ich freue mich über die Stiefmütterchen, die sehen hübsch zusammen mit den Stacheldrahtpflanzen und ich bin wirklich zufrieden mit dem Endergebnis. Dieses Jahr also keine Heide und keine Scheinbeere, dafür erstmalig Stiefmütterchen.

Übergangsbepflanzung – Herbstbepflanzung 2015

Nachdem ich mit unserer Sommerbepflanzung in diesem Jahr nicht ganz so glücklich war, habe ich nach unserem Urlaub die erste trockene Gelegenheit genutzt (das hat erschreckend lang gedauert, als ich buddeln wollte, goß es natürlich in Strömen) und mit meinem Mann alles Verblühte rausgerupft und ein paar neue Pflanzen gekauft. Für Stiefmütterchen war es uns noch viel zu früh, also gab es Chrysanthemen in gelb und zart-rosa. Dazu japanische Scheinmyrthe und kleine Bäumchen aus dem Zypressenbereich. Wenn die Chrysanthemen hin sind, kommen die Stiefmütterchen. Dieses Jahr wirklich, vorgenommen habe ich mir das schon letztes Jahr… Was die Scheinmyrthe angeht, mal sehen, ob sie es über den Winter schafft. Schön wäre es, ich mag die hübschen Blüten gern. Ach und ein paar Chilis reifen auch noch, ebenso die letzten Tomaten. Green Zebra fand ich extrem cool und lecker, wenig Kerne, viel Fruchtfleisch. Und die Weinbergtomaten, die kleiner sind, sind sehr aromatisch. Ich hoffe, dass ich mich  uns im nächsten Jahre bremsen kann. Jedes Jahr kaufe ich mit meinem Mann neue Tomaten, obwohl der Platz eigentlich nicht dafür da ist… Ist immer ein ziemliches Herumgehampel, wenn die Pflanzen größer werden… Aber naja, es macht Freude.

Übrigens habe ich eine schöne wunderschöne Hortensie zu meinem Geburtstag im Juli geschenkt bekommen. Eine magical four seasons. Wunderschön in Blautönen gehalten, aber auf unserem Südbalkon extrem schlecht zu halten. Für nächstes Jahr muss ich mir echt was überlegen, sie ist mir regelrecht verbrannt, trotz auf den Boden stellen. Ich mag sie nicht abgeben oder in den Garten meiner Eltern pflanzen. Muss ich echt mal schauen. Sie hat echt gelitten.

Nun genießen wir hoffentlich noch ein paar sonnige Herbstage, bevor das Schmuddelwetter wieder loslegt. Unseren Grill haben wir schon in den Keller geräumt, die Balkonmöbel stehen jedoch noch. Da geht sicher noch was. Notfalls mit einer leichten Decke.

Balkonien 2015 – Update

Mittlerweile ist unser Balkon seit ungefähr Ende Mai beblümelt. Zeit für ein Update. Es hat sich so einiges getan.

Zunächst die Verlustmeldungen. Leider sind mir drei der orangenen Mini-Petunien kaputt gegangen. Dann eine der pink-lilanen im „Susannen“-Kasten, die Pflanze zum Haus hin hat gestreikt. Ich gehe stark davon aus, dass es der viele Regen war. Ich habe zwar direkt nachgekauft, aber leider habe ich nun doch drei Lücken, weil es einfach nicht hingehauen hat mit der Witterung. Auch die große Hitze dieser Tage hat ein Opfer gefordert, beide Tagetes haben es einfach nicht gepackt. Gerade noch total schön, dann total hin.

Nun die positiven Meldungen bzw. der Statusbericht. Die schwarzäugigen Susannen waren eher gelb, wobei es kein reines gelb ist. Macht aber nichts, sie sind schön und nach etwas Starthilfe mit meinem Lieblingsdünger haben sie nun das Rankgitter komplett für sich erobert. Die blauen „Gänseblümchen“ sind fast verblüht und werfen nun mit Samen um sich. Und sie treiben nach, was ich schön finde. Die verbliebene pink-gelbe Petunie gibt ihr Möglichstes, um zu bestehen. Man merkt, es fällt ihr schwer, die Susannen futtern ihr gerne den Dünger weg…

Bei den anderen Kästen haben die bläulichen-lilafarben, großen Petunien alles fest im Griff. Sie wuchern wie Unkraut. Die hängenden Geranien hatten anfangs kaum eine Chance, mittlerweile haben sie sich jedoch gut ins Spiel gebracht. Von den kleinen, orangenen Petunien sieht man nur zum Balkoninneren etwas. Von außen nichts, eine Wand in blau-lila-pink. Auch diese weiße, stark duftende Pflanze ist nur von innen sichtbar, sie breitet sich nun aber langsam aus. Der Lavendel blühte wunderbar, wie gewohnt. Ich habe ihn jetzt zurück geschnitten, wie es sich für nach der Blüte gehört.

Die Kräuter in Töpfen und auch der Vertikalwand gedeien prächtig. Das Umtopfen der Minze hat sich gelohnt, sie bedankt sich mit reicher Ernte. Ich habe die letzten Tage schon recherchiert, was man alles aus Minze machen kann und etwas ausprobiert (Rezepte folgen). Die Erdbeeren funktionieren auch super, zumindest 2 Sorten, die weiße schwächelt vor sich hin und ich sehe da wenig Chancen auf Früchte. Die Chilis gedeihen prächtig, es hängen schon ganz viele Schoten dran. Die Tomaten geben richtig Gas und nach dem Ausgeizen – ich kam mir unendlich brutal vor – sind nun viele Früchte vorhanden, die nur noch etwas wachsen und rot werden müssen.

Weiterhin habe ich mir noch zwei Blumenampeln gegönnt, die Portulak beheimaten. Und zwar sind es Sorten, die ich vorher noch nicht gesehen habe (zumindest nicht live) und ich musste da einfach zuschlagen.

Die „Hauswurz“-Schale macht sich prima. Ich habe sie mit Ablegern wieder etwas aufgefüllt und jetzt blühen gleich mehrere Pflanzen. Außerdem habe ich im Hauswurzkasten mehr Steine eingefügt, weil mir da einfach oft Pflanzen eingegangen sind. Durch die Steine geht es den Pflanzen viel besser (Wärmespeicher und so). Außerdem sieht es besser aus.

Die Ruhmeskrone kommt endlich auch aus dem Quark. Die warmen Temperaturen der letzten Tage lässt sie richtig in Fahrt kommen. Es war einfach zu kühl und durch die guten Temperaturen haben sich sowohl am Rankgitter, als auch im Kübelchen einige Triebe gebildet und es gibt reichlich Blüten.

Die Ballonblume blüht auch wieder. Ein dankbares Pflänzchen, dass ich vor mindestens 3 Jahren von meiner Mama zum Geburtstag bekommen habe und bisher tatsächlich nach jedem Winter wieder gekommen ist.

Generell bin ich mit diesem Balkonsommer jedoch aufgrund der vielen, sehr heftigen Unwetter nicht ganz glücklich. Die Pflanzen sind ganz schön durch gerüttelt worden, haben jedoch starken Durchhaltewillen bewiesen. Ich hoffe, es wird noch ein paar Tage – erträglich – schön. Die großen Hitzephasen haben die Pflanzen auch nicht unbedingt immer gut getan und man konnte kaum dagegen angießen. Es ist gut, eine Bewässerungsanlage zu haben, jedoch hat die torffreie Erde das Wasser nicht ganz so gut gehalten. Da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. Wie es momentan aussieht, könnt Ihr in der Galerie ansehen.

Mein Resümee bisher:

  • Keine mittelgroßen und kleinen Petunien mehr miteinander kombinieren. Entweder oder. Sieht dann einfach besser aus.
  • Weniger Pflanzen kaufen, auch wenn es noch so verlockend ist. Ich hatte dieses Jahr einfach etwas viele und sie behindern sich gegenseitig beim Wachstum, auch wenn ich das ungern zugeben mag. Auch wenn man schon jahrelang gerne und erfolgreich buddelt, den Fehler mache ich leider gerne, weil ich mich so schlecht bremsen kann…
  • Keine Petunien mehr in den „Susannen“-Kasten.  Am besten gar nicht viel mit rein, alle anderen Pflanzen haben eh keine Chance.
  • Mehr von den Erdbeerpflanzen, die sind toll und klappen so super im Kasten.
  • Die Portulakpflanzen in den Blumenampeln sind wunderschön, machen aber tierisch viel Dreck (wie auch die Geranien).

Balkonien 2015

Zunächst möchte ich gerne frohe Pfingsten wünschen und hoffe, wo immer Ihr auch gerade seid, Ihr habt es da warm und sonnig und könnt die freien Tage genießen.

Urlaubsbedingt haben wir dieses Jahr unseren Balkon etwas später fertiggestellt. Das Wetter war bisher eh wenig einladend, wenn ich ehrlich sein soll. Also, was gibt es in diesem Jahr auf unserem Balkon? Wir haben uns für eine bunte Mischung aus dekorativen und essbaren Dingen entschieden. Nebenher habe ich bei meinem bisher liebsten Blumenlieferanten (für Sommerblumen) einen herben Rückschlag in Sachen Kompetenz und Freundlichkeit hinnehmen müssen. Aber davon etwas später mehr…

Also, dieses Jahr haben wir folgendes in unseren 4 Kästen:

Kasten Nummer 1, seitlich, mit Rankgitter versehen:

  • 2 (hoffentlich) orangene Schwarzäugige Susannen, diesmal bei den lieben „Rimküssen“ erstanden
  • 2 Mini-Petunien in gelb/pink, jeweils genau konträr gestreift
  • 2 blaue „Gänseblümchen“
  • 1 geschenkte weiße ??? – ich habe keine Ahnung

Dann kommt unsere schöne Terrakotta-Gießkanne mit zwei blauen Gänseblümchen. Ich mag die einfach sehr gerne. In den beiden blau glasierten Terrakottatöpfen habe ich je ein frisches Lavendelpuschelchen gesetzt. Sommer ohne Lavendel geht schließlich mal so gar nicht.

In den Kästen 2-4 (nach vorne raus) dann folgendes:

  • 2 hängende pinkfarbene Geranien, mit einem leichten hellen Streifen in der Mitte
  • 2 zartblaue großblühende Petunien
  • 2 orangene Mini-Petunien
  • 1 weiße Strukturpflanze, die irgendwas mit Snow im Namen hat und heftig nach Honig duftet
  • 1 Efeu, das schon länger bei uns wohnt und sich erst einmal erholen muss, die Pflanze sieht jeweils arg mitgenommen aus, aber ich denke, wir kriegen das wieder hin

Wir haben zunächst alle Pflanzen aus den Kästen „gebrochen“. Oder wahlweise geschnitten, es war alles total verwurzelt und wirklich ganz dringend neue Erde fällig. Zwei der Lavendelpflanzen und die Efeupflanzen haben wir behalten. Der Lavendel ging zu meinen Eltern in den Garten. Dankeschön, Mama und Papa, dass Ihr immer wieder Pflänzchen Asyl gebt. Also, Kästen geleert, gesäubert und dann los, um neue Pflänzchen einzukaufen und Erde zu besorgen.

Zunächst haben wir bei den Rimküssen vorbeigeschaut und dort die zwei Susannen erworben. Die sahen einfach wunderbar kräftig aus und auch wenn keine Blüte zu sehen war, wir sind optimistisch, dass es orangene sind. Und selbst wenn nicht, gelb ist auch schön.

Bei unserem üblichen Sommerpflanzendealer Fischer kam dann irgendwie eine leichte Ernüchterung auf. In der Regel gibt es ja immer Ende April/Anfang Mai zwei Wochenenden mit „Tag der offenen Tür“, wo dann dort auch wirklich der Bär steppt. Dieses Mal sind wir nicht hin, weil wir in den Urlaub fahren und vorher nicht groß pflanzen wollten. Als wir also zum „Blümeln“ dort ankamen, hatten wir schon den Eindruck, irgendwie nichts Besonderes vorzufinden. Irgendwie hatte ich eigentlich bisher jedes Jahr einen „Wow“-Moment , wo ich am liebsten en Masse zugeschlagen hätte oder gestaunt habe, was es so alles gibt. Dieses Mal nicht. Ich habe mich sehr schwer getan mit der Auswahl der Pflanzen. Ich hatte mir eine Farbrichtung ausgesucht und dann einfach mal geschaut, was es wohl dazu passendes gab. Hm, die Auswahl war nicht so riesig und ich muss echt sagen, es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Es  gab dieses Jahr auch keine Blattschmuckgeranien, die ich die letzten 2-3 Jahre so gerne hatte. Hm. Also gut, nach einer großen Runde durch die Hallen, haben wir uns dann für die oben aufgelisteten Pflanzen entschieden. Weiterhin haben wir eine Runde durch den Gemüse- und Kräuterpflanzenbereich gedreht, dort aber erst einmal nur halbherzig geschaut. Erst die Kästen fertig machen, dann sehen wir weiter. So war unsere Motivation. Fehlte also zu guter letzt nur noch Erde. Und hier kam dann der Knackpunkt. Bei den Säcken mit Erde war nirgendwo torffreie Erde. Es gab auch eine Hausmischung, aber auf der war mal rein gar nichts verzeichnet. Also haben wir nachgefragt. Die nette Dame an der Kasse wusste leider nicht Bescheid und rief einmal quer durch die Halle zur Kollegin rüber, die wohl mehr Plan haben sollte. Die rief dann nur zurück: „Haben wir nicht.“ Und einen Moment später kam noch ein recht patziges: „Torffreie Erde gibt es auch gar nicht.“ Da ist mir die Kinnlade doch etwas runter geklappt. Nicht nett – und auch absolut nicht wahr. Da ist wohl klar Fortbildungsbedarf… Und ja, ich bin sehr nachtragend und werde die Augen nach einem anderen Blumendealer auf halten.

Nun fragt sich der eine oder andere vielleicht, warum wir torffreie Erde haben möchten und was nun das Problem (neben der patzigen Antwort) ist. Warum es wichtig ist, sich mal Gedanken zur Verwendung von Torf in Blumenerde zu machen, kann man prima beim NABU nachlesen. Dort gibt es neben der Aktion „Torffrei Gärtnern“ auch viele Informationen, warum unsere Torfmoore geschützt werden müssen. Da ich in einer Behörde arbeite, die unter anderem für Umweltschutz steht, möchte ich gerne versuchen, wo es mir möglich ist, auch sinnvoll zu agieren. Mir ist schon klar, nicht  jeder kann sich (auch kulinarisch oder anderweitig) leisten auf Biosiegel oder sonstiges zu achten, aber dennoch würde ich gerne darauf hinweisen, dass es wichtig ist, hier und da mal die Augen nicht zu verschließen und sich ein paar Gedanken zu machen, bevor man z.B. losbuddelt.

Wir haben also nach etwas suchen auch eine torffreie Erde gefunden und nachdem ich mich gehörig über die Blödheit der Dame bei Fischer geärgert habe, durfte ich feststellen, dass viele Leute vom „Fach“ offenbar gar nicht wissen, womit sie täglich pflanzen. Eine wirklich sehr nette Gärtnerin in einem anderen Gartenbaubetrieb hätte Stein auf Bein geschworen, ihre Erde wäre torffrei. Bis wir gemeinsam aufs Etikett geschaut haben. Da war sie schon etwas verblüfft.

Nun denn, Erde rein in die Kästen, Pflanzen gleich hinterher. Die Ergebnisse seht Ihr in den Bildern der Galarie.

Nachdem wir dann die Kästen fertig hatten, haben wir uns unserer Vertikal Gardening System zur Brust genommen. Zunächst haben wir uns einen Sack Tonkügelchen als Drainageschicht besorgt. Darüber kam wiederum die (torffreie) Blumenerde. Und hinein kamen dann:

  • 3 verschiedene Erdbeeren
  • 2 Tagetes (angeblich sollen das irgendwelche besonderen Sorten sein, kann ich jedoch nicht sagen, ich finde, die sehen nach „normal“ aus, aber sicher war auch das wieder die absolute Fachkenntnis der Leute bei Fischer…)
  • 1 Zitronenthymian (ja, das war mein Kraut 2014 und ich wollte es unbedingt wieder haben)
  • 1 Thaibasilikum
  • 1 kleinblättriges Basilikum
  • 1 Zitronenbasilikum
  • 1 rotblättriges Basilikum
  • 3 verschiedene Chilipflanzen
  • 1 Oregano
  • 1 winzig kleine Tomate

Weiterhin haben wir zwei Strauchbasilikumpflanzen „Magic White“, 1 Pflänzchen zur Verstärkung beim Schnittlauch und 2 Blattpetersilien gekauft. Dann noch die bestehenden Kräuterpflanzen umgetopft. Die Ruhmeskrone wurde auch endlich eingebuddelt, wieder habe ich zwei Gefäße. Einmal der ursprüngliche blaue Terrakottatopf mit Rankgitter und zum anderen, weil es einfach viele Ablegerstücke gab, einen kleinen Kasten für unser Rankgitter, das mir mein Papa so toll vor einigen Jahren angebracht hat. Ich hoffe, es wird bei beiden wieder was. Dann ist dieser Bereich wieder schön begrünt.

Unsere Bewässerungsanlage ist auch installiert und wir haben schon ein paar Mal draußen gegrillt und es uns gut gehen lassen. Nun muss nur noch alles schön anwachsen und „Gas“ geben. Aber mit dem richtigen Dünger und viel Liebe wird es schon werden. Also, auf geht es ins Balkon- und Gartenjahr 2015.

Rotöl / Johanniskrautöl

Und hier der letzte Beitrag zum Weihnachtspresentkörbchen 2014. Dieses Mal nichts zu Essen oder Trinken, dieses Mal was zur Pflege und Heilung. Rot- oder auch Johanniskrautöl ist eine ganz vielseitige und wunderbare Sache. Es hilft bei Muskelkater, Rückenschmerzen oder gar Hexenschuss, kleinen Verletzungen wie z.B. Schnitten, Verbrennungen oder auch Hautirritationen. Man reibt das Öl auf die zu behandelnden Flächen. Bei längerer Behandlung mit Rotöl muss man jedoch bedenken, dass die Haut lichtempfindlich wird.

Alles in allem ist Rotöl sehr schnell und einfach gemacht. Man benötigt dazu nur ein sauberes Schraubglas, Bio-Olivenöl (immerhin schmiert man sich das Öl an den Körper) und die  Blüten des Johanniskrautes. Sonnenblumenöl geht übrigens auch, jedoch hat Olivenöl noch weitere Eigenschaften, die sich lohnen. Es wärmt zum Beispiel.

Johanniskraut blüht in der Regel von Juni bis August. In dieser Zeit zupft man die voll erblühten Blüten behutsam von der Pflanze und wenn man mit den Blüten ungefähr ein halbes Glas füllen kann, gibt man die Blüten zunächst auf ein sauberes, weißes Küchentuch, um auch hier ungebetene Gäste „ausziehen“ zu lassen.

Dann drückt man die Blüten entweder händisch oder im Mörser etwas an, damit sie ihren guten Wirkstoff Hypericin abgeben können. Dann gibt man sie ins Schraubglas. Die Blüten werden mit Olivenöl (oder Sonnenblumenöl) übergossen. Es sollte am Ende ca. 1 fingerbreit Öl über den Blüten stehen.

Nun lässt man das Glas verschlossen für gut 8 Wochen an einem möglichst sonnigen Ort stehen. Immer mal wieder schwenken, damit sich alles gut vermischt. Schon nach kurzer Zeit wird sich das Öl rötlich färben.

Nach 8 Wochen seiht man die Ölmischung durch ein feines Sieb ab und füllt das nun fertige Öl in dunkle Gläser. Kühl und dunkel lagern.

Übrigens, das Öl auf unserem Bild ist nicht richtig tiefrot geworden, weil es einfach an Sonne gemangelt hat. Ich hoffe auf dieses Jahr, wir werden einen weiteren Ansatz machen.

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Kräutersalz von Balkonien

Rezept 2 aus unserer Weihnachtspresentkiste, das Kräutersalz. So ein Kräutersalz ist eine feine Sache. Man kann es relativ schnell herstellen und unendlich experimentieren, was die Zusammensetzung angeht. Ein wirkliches Rezept gibt es eigentlich nicht, da ich jedes Mal frei Schnauze mische und schaue, was ich gerade an Kräutern auf unserem Balkon finden kann. Die beste Zeit für eigenes Kräutersalz von Balkonien oder aus dem Garten ist natürlich der Sommer, wenn man alle Kräuter wunderbar verfügbar hat. Aber auch im Winter kann man natürlich mit gekauften Kräutern etwas produzieren. Unser Salz habe ich mit eigenen Balkonkräutern im August „angsetzt“. Ich habe dazu ein gutes Meersalz in Bioqualität (z.B. von Alnatura) gekauft, in Grobkörnung, weil es hübscher aussieht. Und dann braucht es nur noch die Kräuter, hier ist einfach Mut gefragt, zusammen mischen, was gefällt, experimentieren, ausprobieren, schnuppern, genießen.

kraeutersalz

Zutaten:

  • Bio-Meersalz
  • frische Kräuter nach Belieben, gerne in rauen Mengen, z.B. für eine mediterrane Mischung Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Majoran, …

Zubereitung:

Die frisch geernteten Kräuter auf einem weißen Tuch kurze Zeit liegen lassen, so verziehen sich etwaige Untermieter. Dann die Kräuter genau prüfen und eventuell von etwas Schmutz oder welken Teilen befreien. Waschen eher ungern, man kann da einiges an Aromen quasi „abwaschen“.

Nun die Kräuter fein schneiden/hacken und mit dem Salz in einer großen Schüssel mischen. Ich nutze übrigens gerne auch Stengel, sofern es keine holzigen Pflanzen z.B. Rosmarin sind. Man kann auch sehr gut noch Chili und Knoblauch (fein gehackt) mit hinzugeben und ordentlich vermischen.

Die Salz-Kräuter-Mischung nun in saubere/sterile Schraubgläser füllen und gut eine Woche stehen lassen, dann ist das Aroma der Kräuter sehr gut eingezogen und man kann das Salz verwenden. Keine Angst, dass das Salz verderben könnte, durch das Salz werden die Kräuter konserviert. Es ist also auch sehr gut haltbar.