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Einen guten Rutsch ins neue Jahr

Frohes Neues Jahr 2016
cowardlion/shutterstock.com

Da ist schon wieder Silvester. Erstaunlich, wie schnell gerade die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr vergehen. Wochenlang werkelt man auf die „schönste Zeit im Jahr“ hin und dann wusch, alles schon wieder vorbei. Wie jedes Jahr packt mich nach den Weihnachtsfeiertagen immer der Nach-Weihnachtsblues, wenn ich die ersten Tannenbäume lieblos an den Straßenrand geklatscht liegen sehe oder so gnadenlos von Weihnachts- und Winterdeko auf Frühling in den Schaufenstern um dekoriert wird, obwohl doch gerade erst Winteranfang war. Der ganz große Schock ist dann immer, wenn man in großen Einkaufszentren die Sale-Schilder sieht. Was vor drei Tagen noch sehr, sehr teuer war, bekommt man jetzt schon fast geschenkt. Preisreduzierungen von locker 50 % sind keine Seltenheit. Wir haben es dieses Jahr gesehen, als wir im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim ein wenig bummeln waren. Die Leute stürzten sich auf die reduzierten Weihnachtsartikel und schleppten alles kistenweise raus. Ich staune dann immer. Nichts gegen Schnäppchen, wir haben auch welche gemacht, aber Weihnachtskugeln haben wir nicht gekauft und die Dimensionen, in denen da gekauft wird… Ui.

Dann die Diskussion ums Böllern. Ich verfolge das derzeit auf Facebook mit einer gewissen Fassungslosigkeit. Da wird aus der Frage „Böllert Ihr?“ eine Diskussion, die von „Geldverpulvern“ bis hin zu „sollen die Asylanten doch zu Hause bleiben, wenn es ihnen nicht passt“. Da wird von Brauchtum gesprochen, von Tierschutz, von was weiß ich nicht alles und eine harmlose Äußerung wird direkt mit giftigen Antworten bedacht. Die Leute scheinen mir gerade mal wieder besonders voll von Hass zu sein. Und das doch in einer Zeit, die doch als „Zeit der Liebe und Freundschaft“ bezeichnet wird. Ehm ja, was soll ich dazu noch sagen? Jedem das Seine. Bei uns wird nicht geböllert, haben wir noch nie und der Drang ist von Jahr zu Jahr kleiner geworden, nachdem die Leute auch immer unverantwortlicher mit den Knallkörper umgehen. Unser Brauchtum in der Familie ist es also nicht zu Böllern, so.

Wir feiern dieses Jahr sehr ruhig in der Familie. Nachdem dieses Jahr so einiges in der Familie passiert ist, wird wieder enger zusammen gerückt. Es wird selbst gemachten Kartoffelsalat, Würstchen, gefüllte Eier und so einen „Brotigel“ geben (Rezept folgt in Kürze), den ich schon seit längerer Zeit ausprobieren möchte. Dazu entweder leckeren Wein oder ein ordentliches Bier. Ab nächster Woche wird wieder auf Diät gegangen. Wir haben über Weihnachten gar nicht so irre viel zugenommen, was mich ganz froh stimmt. Allerdings waren wir auch bis wenige Tage vor dem Fest sehr eisern.

Auf jeden Fall war es alles in allem kein schlechtes Jahr, wenn man von einem Todesfall in der Familie absieht. Wir sind alle einigermaßen gesund geblieben, haben einen Familienteil wieder aktiviert, waren aktiver denn je, haben viele nette Menschen (auch über das Geocachen) kennen gelernt und unsere Liebe zu den Niederlanden ist nach wie vor ungebrochen. Wir arbeiten weiter an unserem Gewicht, wollen nach wie vor gesünder leben. Wenn man so will, unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr sind eigentlich die alten: gesund leben, dran bleiben, mehr Bewegung, mehr nette Menschen kennen lernen und die Familienbande pflegen. Ich denke, das sind ganz gute Vorsätze. Also, packen wir’s.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr, wir sehen uns hoffentlich 2016 alle gesund und munter wieder. In Kürze gibt es sicher auch wieder mehr zu bloggen. Bis dahin, tot ziens.

It’s beginning to look a lot like christmas…

weihnachtsdiorama3Ich wollte nur mal kurz bei Depot vorbei. Nur mal gucken, etwas stöbern. Dann ist das passiert, was ganz oft passiert. Gefühlt kam ich mit dem halben Laden im Sack wieder raus… Etwas Spontan-Dekorieren, mir war schwer nach Dioramabau. Das Lebkuchenhäuschen von Yankee Candles hatte ich schon, den Rest haben wir heute gekauft. Die riesige Tüte mit Dekoschnee kam auch noch einmal ordentlich  zum Einsatz. Nun haben wir diese kleine Landschaft auf unserem Küchentisch. Ich bin verliebt.

 

Der Nikolaus kann kommen

Also bei uns kann der Nikolaus oder Sinterklaas, wie er in den Niederlanden genannt wird, kommen. Wir haben es zwar noch nicht geschafft ein einziges Blech Kekse zu backen, dafür haben wir aber neulich ganz viele niederländische „Kerst“-Süßigkeiten eingekauft. Und was soll man sagen? Lecker. Sehr sogar. Kulinarisch mal wieder über den Tellerrand geschaut, wenn man so will. Jetzt müssen wir uns nur noch bremsen beim essen…

sinterklaas-snup

Tomatenzauber-Salz

tomatensalz2An Ostern gibt es neben Eiern nicht groß was an Geschenken bei uns. Ein kleines Mitbringsel zum Osterkaffee sollte es dennoch sein und ich habe ein wenig an einer Salzmischung gewerkelt.

In diesem Sinne frohe Ostern.

Zutaten für 3-4 Gläser:

  • 500 g Alnatura Meersalz, fein
  • 1 halbe Packung getrocknete Tomaten, von Seeberger z.B.
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 1/2 Töpfchen frischer Basilikum mit Stängeln
  • ein paar Tröpfchen frischer Zitronensaft

Zubereitung:

Tomaten, Knoblauch und Basilikum mit dem Zitronensaft in einemBlitzhacker zu einer geschmeidigen Masse zerhäckseln. Der Duft alleine haut einen schon um. Nun einfach die Masse in einer Schüssel nach und nach gut mit dem Salz vermischen. Das geht auch sehr gut in einem entsprechend großen Mörser, so kann man die Aromen ein klein wenig besser ins Salz einarbeiten.

In Gläser füllen, verschließen und eine gute Woche durchziehen lassen, bevor man es das erste Mal nutzt.

Neues Hobby: Geocachen

Wir sind jetzt aktiv, sind jetzt voll outdoor, wir sind seit ein paar Monaten offiziell Geocacher. Yes, jawohl. Weg von der Couch, rauf aufs Rad, rein in die Stadt, rein in die Natur, rein in den Wald. Auf zu Muskelkater und Döschenjagen. Schnitzeljagd mal ganz anders. Mit viel Knobeln, Technik und einer Menge Bewegung. Da freut sich die Waage und am Ende die Figur. So der Plan, den wir die letzten Wochen auch recht konsequent verfolgen, so das Wetter es denn zulässt. Trendtechnisch sind wir mit diesem neuen Hobby sicher Lichtjahre „zu spä“t, ich glaube, der ganz große Hype ist schon länger vorbei. Jedoch verliert das Hobby dadurch nicht seinen Reiz.

Was ist Geocachen? Moderne Schnitzeljagd unterstützt mit GPS ist die Kurzform. Raus in die Natur, selbstverständlich mit vernünftigem Verhalten und Beachtung aller Regeln in Sachen Natur- und Tierschutz.
Die sogenannten Caches gibt es in unterschiedlichen Variationen und auch Größen, vom ganz einfachen Suchen und Finden bis hin zu Rätseln bis der Arzt kommt und die Koordinaten für das Endziel ausfindig zu machen. Dieses Endziel kann unglaublich klein sein und dann z.B. Micro oder Nano heißen oder eine richtig große Kiste sein. Wenn man sich so richtig informieren möchte, was Geocaching ist und wie es genau funktioniert, dann sollte man sich mal das große Portal dazu im Netz unter Geocaching.com ansehen. Hier wird alles so wunderbar und einfach erklärt, wie ich es nie könnte, muss ich gestehen. Außerdem meldet man sich als Geocacher in der Regel auch dort an, um seine Funde zu dokumentieren. Natürlich gibt es auch noch andere Websites dazu, jedoch ist Geocaching.com schon diejenige welche, würde ich sagen. Hier sind die meisten Caches gelistet und man bekommt prima Informationen zum Hobby.

Wir haben im letzten Oktober angefangen und sogar über den Winter nicht die Füße still gehalten. Entweder waren wir bei schönem/trockenem Wetter mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs oder mein Mann hat in einer Tour gerätselt, um an Zielkoordinaten zu kommen. Diese Rätsel haben es echt in sich. Ich gebe zu, ich bin da eine Niete. Mir liegt die reine Suche mehr, ich mag das im Wald herum zu hopsen und dort Verstecke ausfindig zu machen. Die Kamera ist auch hier und da mit dabei. Wir kommen an Stellen, wo wir sonst nie gewesen wären und lernen unsere Heimat in vielen Bereichen neu oder ganz anders kennen. Die Bewegung dabei tut uns eher unsportlichen Schreibtischtätern sehr gut und mittlerweile sind wir sogar regelrecht hungrig auf Licht, Sonne, Bewegung und frische Luft. Das finde ich gerade für mich persönlich ganz spannend. Ich war immer ein Bewegungsmuffel, von meiner Kindheit und draußen spielen einmal abgesehen. Spazierengehen fand ich immer total fad und langweilig, einfach nur bäh. Jetzt, mit einem Ziel vor Augen, sieht die Sache ganz anders aus. Auch was Radfahren angeht, wenn man ein schönes Ziel vor Augen hat, dann saust man nur so dahin. Außerdem scheinen wir beide in ein Alter zu kommen, wo man einfach lernt, die Natur zu genießen, die Augen weiter aufreißt für die Schönheit, die einem so begegnen kann, wenn man unterwegs ist. Ich bin zum Beispiel ein ganz großer Moosfan geworden und habe immer sehr viel Freude, wenn ich unterschiedliche Arten mit ihren wunderschönen Färbungen entdecke. Wenn dann noch das Sonnenlicht richtig drauf fällt, ist es meistens ein sehr, sehr schöner Anblick.

Wir haben mal ein paar Bilder unserer Funde gemacht, schaut mal, so unterschiedlich können diese „Schätze“ beim Geocaching aussehen. Geocaching, vielleicht auch ein Hobby für Euch?

St. Martin

mausEinen schönen St. Martins Tag wünsche ich. Kaum zu glauben, dass es schon wieder soweit ist. Die letzten Tage und Wochen waren so unglaublich hektisch und arbeitsintensiv, da merkt man kaum, wie das Jahr auf sein Ende zusteuert. Und doch ist irgendwie stresstechnisch kein Ende in Sicht. Zeit für eine kleine Pause. Wie wäre zur Feier des Tages mit feinem Martinsgebäck, statt Stutenkerl oder Weckmann? Ein feines Rezept hätte ich hier.

kekseGeht jemand zum Laternenumzug? Ich muss zugeben, dass ich das immer sehr schön fand, als ich noch Kind war. Ich denke mal, auch heute Abend, werde ich auf den Balkon huschen, wenn ich Musik vom Umzug höre. Ist einfach zu süß, wie die Kleinen mit ihren selbst gebastelten Laternen vorbeiziehen und so unglaublich stolz sind, wenn sie den Laternenstock alleine halten dürfen.

Jamie kann keinen Rotkohl

Heute mal kein Rezept, nur mal ganz spontan eine Erkenntnis, die wir gestern hatten und die mich irgendwie schmunzeln lässt: Jamie Oliver, seines Zeichens Starkoch und auch sehr geschätzt von uns, kann keinen Rotkohl. Mag sein, dass es wem schmeckt nach seinem Rezept, uns aber nicht.

Wir haben vor kurzem ein wunderbares Stück Schweinebraten von unserem Hofladen mitgebracht, den wir ganz klassisch als Krustenbraten zubereiten wollten. Nachdem wir in der letzten Zeit so nette Erfahrungen mit Jamie Oliver-Rezepten hatten, haben wir spontan nach einem Rezept in „Clever kochen mit Jamie“ geschaut und gefunden. Klang alles lecker und plausibel. Als Beilage wurde u.a. Rotkohl, selbst gemacht versteht sich, im Rezept genannt und das klang super für uns. Wir also brav nach Rezept gearbeitet. Lange Rede, kurzer Sinn: Jamie Oliver kann keinen guten Rotkohl. Gott sei Dank haben wir noch rechtzeitig die Kurve bekommen und lieber nach Muttis Art mit feinen Gewürzen wie Lorbeer, Piment, Nelke, Sternanis und natürlich der Beigabe von Äpfeln den schönen Rotkohl retten können.

Selten habe ich etwas so langweiliges und fades probiert, gewürzt wurde nur mit Salz, Pfeffer, Weißweinessig und Beerenmarmelade. Hm, ja. Dafür war der Braten sehr lecker, wenn auch etwas lorbeerlastig. 10 frische Lorbeerblätter am Braten waren mir persönlich etwas dominant, als wir am Ende die Bratensoße machten. Lieber weniger an den Braten und dafür welche zum Rotkohl, Herr Oliver. Da bleibe ich lieber bei Muttis Rezept. Der Braten war hingegen prima, wobei ich glaube, das habe ich eher meinem Mann zu verdanken, als der Anleitung von Jamie…

Trotz allem freue ich mich schon unbändig auf das Ende des Monats. Dann erscheint das neue Jamie Kochbuch „Comfort-Food“ auch auf Deutsch und ich habe mir schon ein Exemplar vorbestellt. Tim Mälzers „Heimat“ habe ich seit Samstag und bisher nur einmal gemütlich durch geblättert. Ich denke, da wird das Nachkochen die Tage auch noch kommen. Einige Rezepte klangen sehr vielversprechend und wirklich schön bodenständig.

Urlaub = Segeln

Wir waren im Urlaub: Segeln auf der Nil Desperandum, wie nun schon öfter, aber immer noch nicht oft genug. Immer wieder schön. Immer wieder so erholsam ohne Uhr zu leben, nur im hier und jetzt zu sein, nur von Mahlzeit zu Mahlzeit zu leben (Diät mal ausblenden und doll genießen). Wir hatten wieder mal super viel Glück mit dem Wetter. Wenn es denn geregnet hat, dann meistens gegen Abend und über Nacht und im Härtefall waren wir auch mal durch die tolle Plane geschützt, die so prima über den Baum aufgehängt wird und so ein tolles zeltartiges Konstrukt ergibt. Aber eigentlich hatten wir sehr viel Sonnenschein, sogar so viel, dass wir schwimmen gehen konnten.  Wir waren hinter der Schleuse bei Kornwerderzand vor Anker gegangen, um am nächsten Morgen in aller Frühe trocken zu fallen. Dort konnten wir dann im Salzwasser herum paddeln, war eine sehr coole Erfahrung und ich gebe zu, ich bin mächtig stolz auf mich, weil ich mich reingetraut habe. Ich schwimme ja wirklich sehr gerne, aber immer noch fühle ich mich in der „Öffentlichkeit“ nicht schlank genug und außerdem schwimme ich ungern da, wo ich den Grund nicht sehen kann und so… Etwas spinnert, ich gebe es ja zu. Dieses Mal habe ich mich jedoch gleich doppelt überwunden und mir mal nicht selbst im Wege gestanden. Bin meinem Mann hinterher gesprungen und gemeinsam hatten wir richtig viel Spaß.

Eine Besonderheit kann ich auch noch erzählen. Beim Trockenfallen ist uns ein Nymphensittich mitten im Watt zugeflogen. Der arme Kerl ist wohl aus seinem Käfig ausgebüchst und hat sich heillos verflogen. Total entkräftet ist es an Bord gelandet und mein Mann hat ihn fangen können. Gefüttert mit ein paar Körnchen vom Frühstückbrötchen und ein wenig Wasser gegen den mächtig großen Durst, ein wenig gestreichelt und gehätschelt, fuhr er dann in einer Kiste schön ruhig in unserer Kabine mit uns zurück nach Stavoren, wo wir ihn dem Hafenmeister übergeben haben. Da der kleine Kerl beringt war, hoffen wir nun, dass er wieder zu seinen Besitzern zurück findet. Auf jeden Fall war das Tier handzahm und wir können davon ausgehen, hätten wir ihn nicht mitgenommen, hätte er es nicht geschafft. Gutes Karma ist uns also gewiss.

Insgesamt war es eine sehr schöne Tour, auf der wir auch Hochzeitstag feiern konnten (deshalb auf dem einen Foto der geschmückte Gemeinschaftsraum): Enkhuizen, Medemblick, Terschelling, Kornwerderzand Sandbank, Stavoren, Lemmer, Hoorn und wieder nach Enkhuizen.

In Lemmer und Stavoren waren wir bisher noch nicht und wir haben viele neue Eindrücke gewonnen. Lemmer ist schon arg touristisch, aber nun ja. Es gibt trotzdem viel zu sehen.

Bevor es nach Hause ging, haben wir natürlich wieder schwer den Enkhuizer Deen und den Käseladen „beshoppt“. Urlaubsmitbringsel müssen sein, essbare wie sonstige sowieso.

 

 

Welcome to the little green planet beach!

Da soll mal einer sagen, auf dem kleinsten Balkon wäre nicht auch etwas Platz für ein wenig Beachfeeling. 🙂 So lässt es sich gut aushalten. 🙂 Die rote Badehose und der rote Badeanzug sind angezogen, die Rettungsboje liegt bereit. Gleich nach dem Frühstück war Eröffnung. Jetzt müsste nur noch mein Heuschnupfen ganz magisch verschwinden und die Welt wäre in Ordnung.

beach-opening2014