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Antje Krause – Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde

Ich weiß, ich habe schon länger nicht mehr über ein Buch geschrieben. Das möchte ich heute wieder einmal machen. Es geht diesmal um ein Buch zum Thema Lifehacks.
Um Ostern herum war ich mal wieder in einer großen Buchhandlung und bin – vor lauter Sommer- und Blümchensehnsucht – mit diesem Buch wieder heraus gestiefelt. Lifehacks kennt man ja aus dem Internet schon reichlich. Manchmal sind ja auch richtig tolle und kreative Sachen dabei, die mich wirklich beindrucken. Deshalb war ich durchaus interessiert. Ich gestehe, ich wusste nicht mal, dass man darüber schon Bücher schreibt.  Ein Buch über Lifehacks im Bereich Garten und Balkon, das hat mich direkt angesprochen. Ich habe nur grob durch geschaut, muss ich gestehen. Vielleicht hätte ich mir noch einen Moment mehr nehmen sollen.

Grundsätzlich ist das Buch nicht (ganz) schlecht, es gibt wirklich den einen oder anderen nützlichen Tipp, den ich noch nicht kannte. Was mich jedoch stört, es wird nicht sonderlich detailliert berichtet, wie man etwas machen soll, es wird quasi nur so angerissen und alles recht groß, meist auf zwei Seiten präsentiert. Mehr Bildchen und „Sprüche“, als wirkliche „Instruktionen“ oder Anleitungen.  Dazu öfter eine Leerseite mit Raum für eigene Notizen. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber würde ich mir wirklich eigenen Ideen in so ein Buch schreiben? Ne, eher nicht, muss ich gestehen. Da würde ich mir wohl eher eine eigene Kladde anlegen… Dann total bescheuerte Tipps wie z.B.: „Nicht mit rot lackierten Fingernägeln Erdbeeren pflücken, Verwechslungsgefahr…“ Ehm ja. Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Typ Mensch für dieses Buch. Zum Durchblättern und inspirieren lassen ist es prima, aber so richtig viele neue Tipps habe ich leider nicht erhalten und wie gesagt, mir mangelt es an detaillierten Beschreibungen. Nun sind Lifehacks nicht unbedingt total kompliziert, so dass man immer eine Art Gebrauchsanweisung benötigt. Jedoch würde ich mir schon etwas mehr richtigen „Inhalt“ wünschen für die stolzen 17 Euro, die das Buch dann am Ende doch gekostet hat.

Hier greift für mich wunderbar der gute alte Spruch: „Never judge a book by it’s cover.“ In diesem Fall habe ich mich blenden lassen von Thematik und ansprechender, bunter Gestaltung.

Ich bin sicher, das Buch wird seine Liebhaber finden, für mich ist es am Ende jedoch nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Und wäre ich nicht so vorschnell gewesen und hätte mich vor lauter Sehnsucht nach Buddeln, Sonne, Blümchen und Sommer hinreißen lassen, ich hätte es angeschaut, es als „nett“ abgelegt und wäre weiter gezogen. Insofern, ich werde es  verkaufen.

Balkonien 2017 – Blümeln und „Balkonbesetzer“

Bisher konnte ich aufgrund der Wetterlage recht gut verdrängen, dass die Tage der offenen Türen bei uns in den umliegenden Gärtnereien anstanden. Ich habe sie brav verstreichen lassen. Am letzten Wochenende habe ich es jedoch nicht mehr ausgehalten und wir sind auch los und haben nach Blumen geschaut. Dank einer Nacht herumwälzen, weil ich einfach nicht wieder einschlafen konnte, hatte ich immerhin schon eine Idee, wie unser Balkon in diesem Jahr aussehen könnte. Also nicht so ganz planlos und dieses Mal habe ich mich auch nicht von anderen Pflanzen „ablenken“ lassen.

Zunächst war jedoch das Ausbuddeln der alten Pflanzen angesagt. Mag ich ja nie so sonderlich, aber muss ja sein. Die Stacheldrahtpflanzen wanderten direkt auf den Kompost. Bei der Heide hingegeben waren die Pflanzen noch so schön, quasi wie neu, dass ich sie im Vorgarten meiner Eltern untergebracht habe, wo sie sich ausgezeichnet machen. Bis auf 4 Stiefmütterchen, die noch bleiben dürfen und die roten Heucheras, sind die übrigen Pflanzen auch auf den Kompost gewandert. Etwas Erde war auch noch da. Also los zum Blümeln.

Bei der örtlichen Gärtnerei Tensmann wurden wir direkt fündig. Alles, was ich gerne haben wollte, war vorrätig. Und ich war tapfer, ich habe nicht nach dem sonstigen Angebot geschaut. Nein, ich hatte schließlich einen Plan.

Gekauft haben wir am Ende dann folgendes:

  • 2 schwarzäugige Susanne in gelb
  • 6 weiße Geranien, stehend und klassisch in der Form
  • 3 Männertreu
  • 3 Husarenköpfchen

Ok, ich habe noch ein wenig im Innenbereich geshoppt, aber das zählt jetzt nicht zur Sommerbepflanzung…

Wenig, wenn ich die Vorjahre so sehe. Ich möchte auch gerne noch Portulakröschen und Kräuter kaufen, wenn es etwas wärmer vom Wetter her wird. Hier und da muss was ersetzt werden. Die Kräuterwand soll wieder voller werden, ich habe die Erdbeeren nun vollkommen raus geschmissen. Es hing zu wenig dran. Hat sich irgendwie nicht so richtig gelohnt. Und wenn es mal eine Frucht gab, waren die Vögel auch gerne Gast…

Nachdem alles eingepflanzt war, konnten wir den sonnigen Samstag auch prima genießen.

Wir haben den kleinen Grill rausgeholt, ein paar Kerzen angemacht, Deko aufgehängt und einfach noch den Rest Sonne  genossen. Der Tag war viel zu fix durch dies und das verflogen.

Hin und wieder wunderten wir uns, weil ein winziger Vogel hier und da um uns herum sauste. Sehr schnell, quasi aus dem Nichts kommend, Kamikaze… Gedacht haben wir uns jedoch erst einmal nichts dabei.

 

Am Sonntag entdeckten wir dann, nach einer weiteren Kamikaze-Flugaktion dieses winzigen Vogels, dass wir „Balkonbesetzer“ haben. Unser Hänger bzw. unsere vertikale Pflanzwand, nur teilweise bepflanzt und notdürftig entrümpelt, ist wohl für ein Rotkehlchenpaar unwiderstehlich gewesen und es wurde ein niedliches Nest in der 3. Etage gebaut. Die Kuhle war quasi schon da, überdacht, windgeschützt und mehr oder weniger trocken ist es auch. Davor noch ein kleiner Vorhang von Oregano, der aus der Nische drüber herunter rankt. Was will Mama Rotkehlchen noch mehr??? Jetzt sitzt sie auf ihren 6 Eiern und kuschelt sich da nett hinterm Oregano in der Kuhle zusammen.

 

Deshalb gibt es in diesem Jahr erst einmal nur notdürftige Handybildchen und ein paar Paparazzi-Bilder vom Nest. Die richtigen Aufnahmen folgen dann, sobald die Familie ausgezogen ist. Wir möchten jetzt möglichst wenig stören. Die Mama in spe lässt uns zwar auf den Balkon, kommen wir jedoch in Nestnähe, schreckt sie hoch und saust für eine kurze Zeit davon. Muss ja nicht sein. Ich schätze, in 3-4 Wochen hat sich das alles erledigt. Ich habe mich mal schlau gemacht. 12-14 Tage Brutzeit, 12-14 Tage Nestlingszeit, dann Auszug. Damit können wir leben. Die Kräuterwand und auch die Ruhmeskrone werden dann erst nach dem Auszug angegangen. War dann erst einmal Buddeln auf Sparflamme, quasi. Aber gut, die sind so niedlich, da kann man gar nicht böse sein. Nur die Bewässerungsanlage, die muss auf jeden Fall noch in den nächsten zwei Wochen installiert werden. Da muss Familie Rotkehlchen dann leider durch.

Balkon ist startklar

Gestern habe ich mit meinem Mann das schöne Wetter genutzt und unseren Balkon startklar für die neue Outdoor-Saison gemacht. Ja, ich weiß, es war Sonntag und eigentlich war das Wetter auch viel zu schön, um so etwas zu erledigen. Aber wir hatten bisher leider gar keine Zeit, um uns um unseren kleinen Hänger zu kümmern. Und irgendwann möchte man doch auch draußen sitzen können. Bevor das der Fall ist, steht leider immer etwas (mehr) Arbeit an…

Zunächst hat mein Mann unsere „Holzumrandung“ mit Holzschutzöl bearbeitet. Es soll ja alles lange schön bleiben und halten. Das Holz hat das Öl wie einen Schwamm aufgesogen und es war alles in allem super-schnell „weg“. So konnten die Blumenkästen schon nach kurzer Zeit wieder in die Halterungen. Jetzt fehlt hier nur noch unser hölzernes Blumenrankgitter. Das ist zur Zeit bei meinen Eltern. Mein Papa hat es abgeschliffen und dann mehrfach fachmännisch mit neuem Lack gestrichen. Es war dringend nötig. Ich freue mich schon, wenn es wieder an seinem Platz befestigt ist. Ist immer toll, wenn man so engagierte Männer in der Familie hat. Dankeschön, Ihr Lieben.

Danach ging es an den Boden, was etwas länger gedauert hat.  Gott sei Dank haben wir von meinem Vater ein Reinigungsmittel, was auch gegen Algen hilft und es uns ein wenig leichter macht. Also haben wir uns mit Schrubber und kleinem Dampfi von Kärcher ans Werk gemacht. Aufsprühen, Dreck anlösen, etwas abspülen und ein paar Gänge mit dem Dampfi drüber. Der hat u.a. so etwas wie eine kleine Dreckbürste, mit denen man wunderbar Fugen angehen kann. Quasi die „Dreckpfräse“ eines Dampfis, so als Pendant zum Hochdruckreiniger. Gott sei Dank, dass es so etwas gibt. Wir haben wirklich schöne Fliesen, aber auch kleine Mosaike mit eingearbeitet und jeder der (draußen) Fliesen hat, der weiß, je mehr Fugen, desto mehr potenzielle Dreckstellen… Vor allem, wenn man keinen überdachten Balkon hat. Ich liebe unseren Südbalkon ja wirklich, wir haben generell am längsten Sonne vom ganzen Haus. Aber wenn so richtiges Dreckwetter vorherrscht, dann sieht unser Balkonboden immer aus… Und alle anderen können quasi noch den Wäscheständer rausstellen oder im Regen mal kurz frische Luft schnappen. Ist bei uns nicht, aber wie gesagt, wenn man alles wieder schön sauber hat, hat man immer sehr lange was davon. Nach etwa 1,5 Stunden war auch das durch. Am meisten hält eh immer auf, alle Sachen aus dem Weg zu räumen bzw. kurz im Wohnzimmer so zu parken, ohne alles zu verdrecken.

Als der Balkon wieder schön sauber und trocken war (das Trocknen ging ebenfalls super-fix), mussten nur noch unsere Balkonmöbel wieder aus dem Keller hoch geholt werden. Das ging recht flott und dann konnten wir auch noch einen schönen Restnachmittag bzw. die frühen Abendstunden genießen und direkt auch das erste Mal auf Balkonien essen. Indisch, das erste Mal seit längerer Zeit. Und total lecker. Wir waren quasi im siebten Himmel und haben so den arbeitsreichen Sonntag angemessen und entspannt ausklingen lassen.

 

Mein Heuschnupfen hat sich bei dem ganzen Gerödel natürlich etwas bemerkbar gemacht. Aber alles in allem, ich kann nicht klagen. Es geht gerade noch und ich hoffe, das bleibt auch so. Einen lieben Gruß an alle Leidensgenossen, standhaft bleiben. Man hat es nicht leicht, wenn man Natur, draußen sein, Garten/Balkon und Buddeln liebt und sich mit diesen fiesen Allergien herumschlagen darf. Da hat auch im Dreck spielen leider nicht geholfen, zumindest nicht bei mir und ich war ein sehr aktives „Draußenkind“.

Jetzt kann ich schon etwas von der Sommerbepflanzung träumen. Die Stiefmütterchen stehen gerade in voller Blüte, aber erfahrungsgemäß werden sie von den Trillionen Blattläusen, die die vielen Linden rund um unseren Balkon heimsuchen,  auch in Kürze als Dessert ausgesucht. Das ärgert mich immer etwas, aber am Ende, ich brauche ja den Platz wieder für neuen Pflanzen.

Jetzt heißt es also, auf schönes Wetter für Balkon und Garten hoffen und bald mit dem Buddeln beginnen.

Fensterbänke entrümpeln und vom Frühling träumen

Was macht man im Winter, wenn man noch nicht so richtig buddeln kann? Man guckt erst einmal, ob man alle seine Indoor-Pflanzen gut gepflegt hat, ob hier oder da nicht mal ein neues, größeres Töpfchen fällig ist oder ob etwas gar nicht so recht klappen will. Und man macht sich natürlich schon ein wenig Gedanken über die Frühjahrs-/Sommerbepflanzung des Balkons… Chilis ja oder nein und so etwas. Langsam mal Gedanken dazu machen. Und bis dahin ein paar Bilder vergangener Ernten genießen. Ja, die waren echt lecker.

In letzter Zeit habe ich einige Orchideen umgetopft, die dringend neues Substrat und Zuwendung brauchten. Dann muss ich mir auch derzeit eingestehen, dass ein paar Pflanzen einfach nicht mehr so recht wollen. Ich habe gerade schweren Herzens zwei Usambaraveilchen entsorgt, die einfach „auf“ und nicht mehr ansehnlich waren. Ich fürchte, das waren nur die ersten Pflanzen, die nun einfach die Gang auf den Kompost antreten werden. Das tut mir immer in der Seele weh, weil ich kein schneller „Wegwerfer“ bin. Ich hätschele, pflege, versuche und am Ende habe ich oft die Fensterbänke mit nicht mehr wirklich schönen Pflanzen vollstehen. Das möchte ich 2017 etwas ändern. Ich muss lernen, mich auch mal zu trennen. Soll doch auch noch nett aussehen, auch mal wieder ein wenig luftiger aussehen. Quasi ein „blumiger Vorsatz“ für 2017. Deshalb gehe ich derzeit sehr kritisch durch unsere Wohnung und gucke. Gucke noch einmal und noch einmal und dann muss ich wirklich schnell eine Tüte nehmen und mich selbst überlisten. Ich muss mir quasi selbst die Reaktionszeit nehmen. Aber wo nichts weicht, kann auch nie etwas neues kommen. Das Dilemma einer passionierten Buddlerin. Wenn ich könnte, wie ich wollte und Platz hätte… Habe ich aber nicht. *hmpf*

Vorgestern habe ich übrigens so gegen 17:00 Uhr das erste richtige Vogelgezwitscher des Jahres gehört. Es klang schlagartig nach Frühling. Und wenn ich auf der Arbeit aus dem Fenster gucke, dann sehe ich doch tatsächlich bei den vielen Weiden, die dort so stehen, bei einigen Sorten die ersten Kätzchenknospen, die sich öffnen. Also, durchhalten, es wird wieder mit Licht und Wetter. Und damit auch mit dem Buddeln.

Herbst-/Winterbepflanzung 2016

Pünktlich zum 01. November habe ich unsere Balkonkästen neu bepflanzt. So richtig mit vollem Programm, sprich die alte, stark durchwurzelte Erde raus, neue rein. Was ein Dreck, Gott sei Dank hatte ich da tatkräftige Unterstützung von meinem Mann.

Ich war mit meinem Mann bei Adameit (die leider zum Jahresende schließen) und habe mich dort mit zwei verschiedenen Heidearten in hellem grün und ganz dunklem grün-violett, Stacheldraht, dunkelroten Heucheras und Stiefmütterchen eingedeckt. Dazu ein Carex Gras und eine Heideart für die Terrakottagießkanne, die ich nie als solche erkannt hätte. Sie sieht in etwa aus wie eine Scheinbeere ohne Beeren. Dafür färbt sich ihr Laub aber ganz zauberhaft. Die Heide ist auch nicht die übliche, die ich sonst gekauft hätte. Sie blüht mit winzigen Blüten weiß oder eben pink-violett. Man sieht die Blüten kaum. Irgendwie niedlich und mal anders.

Leider standen auf den Töpfen keine exakten Bezeichnungen, weshalb ich nur vage beschreiben kann. Dafür habe ich ein paar Bilder. Und wie immer habe ich unsere kleinen Fliegenpilze aus Ton zwischen den Pflanzen verteilt. Mag ich einfach. In Kürze kommt schon die Lichterkette dazu, die Zeit rast. Deshalb schnell, hier sind die Bilder…

 

Balkonien 2016 – Statusmeldung

Hm, der Sommer ist bisher leider keiner und natürlich haben unsere Blumen auch unter dem vielen Regen und den Unwettern gelitten. Zum einen haben wir eine Schneckenflut, winzige Gehäuseschnecken sowie kleine Nacktschnecken fressen sich mit Wonne durch alle Blumenkästen. Ich gehe davon aus, dass entweder der letzte Winter nicht hart genug war, um „Ungeziefer“ zu erledigen oder wir uns die Schnecken mit der Blumenerde angelacht haben. So oder so, nicht schön und wir sind zu Schneckenjägern mutiert.

Das viele Wasser hat hier und da Schäden hinterlassen, alles in allem sind die Schäden jedoch eher gering, das Wachstum der Pflanzen hingegen üppig. Die Mini-Petunien haben einiges mitgemacht und es ehrlich gesagt nicht mehr viel von ihnen übrig. Andererseits haben sich die Geranien sehr gut gehalten und auch die Husarenköpfchen sind absolut top in Schuss. So gut in Schuss, dass sie die Petunien eh überwuchert haben. Die weiße Strukturpflanze in allen Kästen ist auch noch in Ordnung. Die schwarzäugigen Susannen geben auch so richtig Gas und blühen. Das Rankgitter ist dicht. Auf der anderen Balkonseite haben Winden und Ruhmeskrone alles fest im Griff. Die etwas wärmeren Temperaturen der letzten Tage haben bei der Ruhmeskrone auch schon Blütenansätze austreiben lassen. Alles in allem, da geht noch was. Da fehlt einfach mal etwas konstant schöneres Wetter.

Feigenbäumchen und Kräuter wachsen gut, nur der Schnittlauch ist regelrecht hin. Zerfressen von den Schnecken und nur noch ein paar Halme stehen. An Männertreu gehen Schnecken offenbar auch gerne oder sagen wir, sie halten sich zumindest gerne in der Nähe der beiden Pflanzen auf… Ich finde da immer was… Aber sonst sehen sie noch gut aus, was mich sehr freut. Ich mag Männertreu.

Die Erdbeeren… Ja, die Erdbeeren sind einerseits witzig, andererseits, so richtig was ernten kann man eigentlich nicht. Ist wohl echt nur eine Spaßgeschichte für 2-3 Früchte hier und da. Ich denke, die fliegen wirklich raus im Herbst. Den Platz kann man besser nutzen. Außerdem sind auch die Schnecken extrem gerne zu Gast. Das nervt.

Unseren Grill haben wir immer noch nicht stehen, die Wasseranlage auch nicht. War bisher nicht so richtig nötig. Erschreckend, dabei haben wir schon Mitte Juli. Ich frage mich, ob noch etwas sommerähnliches Wetter kommt. Sonst reicht wohl wirklich der kleine E-Grill oder der Mini-Gasgrill, den wir mal zum Campen besorgt hatten.

Ein erstes Resümee kann ich auch schon geben, für nächstes Jahr werde ich mir die Tage notieren, was ich pflanzen möchte. Vor allem die Anzahl der Pflanzen. Jedes, aber auch wirklich jedes Jahr, mache ich da gerne den gleichen Fehler. Oft sind einfach zu viele Pflanzen im Kasten. Dieses Jahr hatte ich ja jeweils ein Husarenköpfchen zu viel gekauft, einfach weil ich mehr oder weniger immer zwei je Kasten von einer Sorte kaufe. Gewohnheit und so. Doof, wenn man das für einen Moment vergisst und es erst beim Pflanzen merkt. Eine hätte gereicht, dann hätte man wohl die Petunien besser gesehen. Obwohl nein, die wären jetzt auch verregnet, egal ob ich nun eine Pflanze weniger gehabt hätte. Trotzdem, ein Plan muss her. Oder ein Merkzettel, was geht und was nicht. Es hat mir schon sehr geholfen, in diesem Jahr den Eintrag vom letzten Jahr zu lesen.

Ansonsten, raus und den Balkon genießen, wenn das Wetter mitspielt. Hoffentlich kommen noch ein paar schöne, nicht zu heiße Tage, so dass man es gut aushalten kann.

Balkonien 2016

Es ist vollbracht, bis auf das neu streichen (verschieben wir einfach mal auf nächstes Jahr), ist unser Balkon renoviert und beblümelt. Mein Papa und mein Mann haben wunderbare Arbeit geleistet und eine ganz tolle Umrandung als Aufsatz für unsere Balkonbrüstung gebaut. Die Kästen stehen nun mit frischer Erde befüllt und ich habe einen freien Tag  Anfang des Monats genutzt, um auf Blumenjagd zu gehen, umzutopfen, zu verpflanzen, zu teilen, zu platzieren und ach ja, einfach zu buddeln.

Dieses Jahr ist alles anders, was die „Blümchendealer“ angeht. Familie Rimkus hat sich zur Ruhe gesetzt, was ich ihnen ehrlich gönne, ich persönlich aber als herben Verlust betrachte. Viele Jahre lang war ich Kundin bei Gärtnerei Fischer, doch so recht hat mich dieses Jahr nichts hingezogen. Weiß auch nicht. Vielleicht ist es mir dort einfach zu groß, zu „profi“, zu irgendwas geworden.
Dieses Jahr waren wir dann mal bei Tensmann, einer alteingesessenen Gärtnerei bei uns im Ort. Dort war das Angebot zwar deutlich kleiner, als z.B. bei Fischer. Wir waren unglaublich schnell fertig mit der Auswahl, aber ich muss auch sagen, wir sind deutlich günstiger weg gekommen. Neben Tensmann habe ich noch Frau Adameit und ihr Team besucht. Dort gibt es eine  sehr schöne Auswahl und auch gute Preise. Weiterhin bezaubert Frau Adameit selbst mit unglaublich viel Charme und Liebe zu ihrem Job und dem super-freundlichen Kundenumgang. Da kaufe ich einfach gerne ein. Wir haben hauptsächlich die Kräuter dort gekauft und die zwei Susannen. Ach, ich zähle einfach mal auf, was wir dieses Jahr so haben, wie immer.

Tensmann

  • 8 lachsfarbene (?) stehende Geranien
  • 8 Husarenköpfchen
  • 8 „Zauberschnee“ Euphorbia ‚Diamond Frost“

Adameit

  • 2 orangene Schwarzäugige Susannen
  • 3 Portulakrößchen
  • 6 Million-Bells Mini-Petunien
  • 1 Apfelgeranie, essbar (total süßes Pflänzchen)
  • 1 Erdbeerminze
  • 1 Grapefruitminze
  • 1 Mandarinenminze
  • 1 Thymian
  • 1 Zitronenthymian
  • 1 Krause Petersilie
  • 1 Schnittlauch (zur Verstärkung des „Teams“)
  • 1 Sedum
  • 1 Teppichflox in rosa-gestreift
  • 1 Bitterwurz (Lewisia Cotyledon)
  • 2 Tagetes
  • 1 Feigenbäumchen
  • 1 Colastrauch
  • 1 Limonadenpflänzchen
  • 1 blaue Hortensie (die habe ich aber schon länger)

Ich hoffe, ich habe nun nichts vergessen.

Generell ist der Status der Pflanzen derzeit sehr gut. Meine Geburtstagshortensie aus dem letzten  Jahr treibt munter neu aus. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr überhaupt blühen wird, da ich einen Rückschnitt der kaputten, verdorrten Ästchen vorgenommen habe und man diese Sorte wohl gar nicht schneiden muss, soll, darf(??). Aber wie auch immer, das kaputte Geäst musste weg.
Die Minzen aus dem letzten Jahr sind wieder da. Es wird also wieder reichlich zu verarbeiten geben in diesem Sommer. Das Oregano hat überlebt, ebenso Rosmarin und der Mini-Kugel-Thymian.
Total erstaunt haben mich die Erdbeeren aus dem letzten Jahr. Die haben den Winter tatsächlich überlebt, wo ich dachte, da wäre nichts mehr und ich muss entsorgen, spross im Frühjahr plötzlich etwas und jetzt blühen sie schon bzw. haben sogar bereits Fruchtansätze. Finde ich eine sehr gelungene Überraschung. Ebenso das Schälchen mit den Ablegern der Walderdbeeren, die ich von meiner lieben Kollegin Regina geschenkt bekommen habe. Die Pflänzchen passten einfach perfekt in die Etage Schale unserer Vertikalwand. Auch sie blühen bereits und ich finde das einfach klasse.
Bei den vorhandenen Kräutern habe ich zum Teil einfach mal die Töpfchen auseinander genommen und neu positioniert. In der Vertikalwand ist also auch viel, was schon irgendwie vorher da war. Der Blutampfer z.B. läuft in der Vertikalwand zu Höchstform auf. Ich hoffe, sie stecken die mickernde Petersilie, die ich aus dem Schnittlauchtopf geholt habe, auch etwas an. Die Pflanze sieht nicht so gut aus. Ja, ich habe dann mittlerweile auch gelernt, dass Schnittlauch vielleicht doch besser alleine steht…

Von meinen Schwiegereltern haben wir zu Ostern eine schöne Stiefmütterchen-Ampel geschenkt bekommen und die ist auch noch top in Schuss. Kaum Blattläuse bisher. Meine Stiefmütterchen aus der Herbstbepflanzung sind alle regelrecht gefressen worden zum Ende hin. Na ja, alles hat eben mal ein Ende.

Habe ich etwas vergessen? Hm, ich hoffe nicht. Ansonsten muss nur noch der kleine Brunnen aufgestellt und die Bewässerung wieder installiert werden. Und natürlich Chef, der muss auch wieder her. Ohne unseren Grill ist es ja so gar nicht Balkonien.

Wie immer ein paar Bilder zur Inspiration. Noch sieht es nicht sonderlich üppig aus, aber das wird noch. Ich hoffe jetzt einfach auf schönes Wetter, damit alles gut angehen kann und wir mal etwas Zeit auf Balkonien verbringen können.

Was mich übrigens seit 1-2 Jahren echt beschäftigt, wird man alt, wenn man plötzlich Geranien doch hübsch findet? Früher fand ich Geranien immer total spießig und langweilig. Als Kind fand ich sie sogar hässlich. Mittlerweile kann ich mich tatsächlich sehr für Geranien begeistern. Die Sortenvielfalt ist so enorm groß und sie sind so unglaublich dankbar und zicken nicht, obwohl es manchmal echt heiß auf unserem Südbalkon ist. Vielleicht ist es doch ein Zeichen dafür, wie sich im „Alter“ Geschmäcker ändern können…

Wir sind dann (fast) soweit, Sonne und Du?

Wo es gestern noch so schön war und auch in der Woche ein paar echt wunderschöne Tage waren, man in der Mittagspause die Sonne genießen konnte und auch nach Feierabend eine Runde um den Block spazieren konnte, ist es wie immer. Pünktlich zum Wochenende ist die Sonne weg. Irgendwo hinter dicken Wolken verschwunden, schafft sie es heute wohl nicht, sich durchzusetzen. Aber egal. Ich hatte einen Plan und den habe ich umgesetzt. Unser Balkon sollte frühlingsklar gemacht werden. Sprich, der kleine Kärcher-Dampfer und Papas Super-Reiniger kamen zum Einsatz. Ratzfatz habe ich ein paar Töpfchen hochgestellt, noch ein paar vertrocknete Ästchen hier und da abgeschnitten und einfach alles, was hin war, aus den Blumenkästen und Töpfchen geholt, um wirklich groß Reine zu machen. Das ging wirklich schneller, als ich dachte.

Statusbericht vorm großen Säubern: Die Blumenkästen sind jetzt ziemlich kahl, nur noch so ein kleines, grünes Puschelchen (wo ich ehrlich gesagt  noch nicht weiß, ob sie überleben) und Stiefmütterchen sind drin. Dafür haben wundersamer Weise unsere Erdbeerpflanzen vom letzten Jahr überlebt. Ob da wirklich was neu kommt und auch trägt. Ein paar Kräuter haben es ebenso geschafft. Mal sehen, was draus wird.
Was blöd ist, ich habe gesehen, dass unsere Umrandung, wo unsere Kästen drauf befestigt sind, jetzt echt auf sind und erneuert werden müssen. Das Holz hat wirklich sehr lange gehalten und jetzt muss vor der nächsten Bepflanzung wirklich was passieren. Es gammelt hier und da und das möchten wir natürlich nicht. Vor allem soll niemandem was so ganz überraschend auf den Kopf fallen. Und deshalb, bald  bist Du dran, Du Umrandung Du. Vielleicht gibt es auch einen neuen Anstrich für die „Wände“.  Mal gucken.

So, also alles fein abgefegt nach dem Rauszupfen und Geschnippel, ab in die Biotonne mit den Resten und dann ran ans Spielzeug. Der kleine Kärcher Dampfi ist echt Gold wert. Der macht nicht nur Badezimmer super schön sauber, nein, der ist auch für den Balkonboden einfach genial. Anfeuchten, Papas Spezial-Reiniger drauf, alles kurz einwirken lassen, mit einem Schrubber ein wenig anschubbern und dann goooooo. Dampf, Dampf, Dampf, ran besonders an die Fugen, Dampf, Dampf, Wasser drüber, abflitschen. Fertig. Trocknen lassen. Ich habe die Fugen sehr gut sauber bekommen und auch den Algen größten Teils den Rest gegeben. Jetzt kann ich mich auf die Lindenblüten und die vielen Pollen freuen… Dann darf Dampfi wieder ran.

balkon-2016

Als ich den Balkon dann fertig hatte, kam noch fix ein Anzuchthäuschen aus dem Keller hoch. Schön saubergemacht, durften darin Tomatensamen von Heinz an den Start gehen und sich von der Heizmatte den Popo wärmen lassen. Ich habe die Samen über Facebook geordert. Die gab es da kostenlos und ich dachte, einen Versuch ist es wert. Mal gucken, ob was draus wird. Auch wenn ich die Pflanzen definitiv nicht auf unserem Balkon packen kann, Mama und Papa haben sicher wieder ein Plätzchen im Garten frei. Chilis gibt es dieses Jahr keine selbst gezogenen. Ist mir irgendwie nicht so nach. Mal gucken, erst einmal die kleinen Tomaten hervorlocken.

tomaten-heinz-aussaat

 

 

Weihnachtsbalkon und Adventsschale 2015

Etwas verspätet, aber ich möchte unsere fertigen Balkonkästen und natürlich auch die Adventsschale doch noch zeigen.

Balkonien war am Ende schnell fertig. Die Lichterkette rein, die Sterne ebenso. Sieht im Dunkeln auch sehr schön aus. Ist nur immer so schlecht zu fotografieren. Die Pflanzen halten sich derzeit sehr gut, trotz stürmischer Zeiten und wahren Regenmassen.

Unser „Adventskranz“ hat mich dieses Jahr etwas Grübeln gekostet. Ich wusste einfach nicht so recht, was ich möchte. Habe einige „Rohlinge“, die ich immer wieder gerne bebastele. Aber so recht mochte ich in diesem Jahr gar nichts davon aussuchen. Irgendwann fanden wir dann diese silbrige Schale. Und die habe ich dann ganz spontan und kurzfristig mit Depot-„Krams“ zurecht  „gebastelt“. Bin zufrieden mit der kleinen Winterlandschaft. Und wieder einmal muss ich feststellen, ich finde diesen Kunstschnee total spannend… Ist so schön glitzerig. *hach*

Balkonien im Winter 2015

Jetzt ist es also soweit, der überraschend schöne und sonnige Herbst ist umgeschlagen in Regen und stürmischen Wind. Gut, dass wir unseren Balkon noch fix vorher – und bei schönem Wetter – winterfest bekommen haben. Alles, was nicht „winterhart“ ist, ist in den Keller gewandert, ich habe den Boden mehrfach gefegt und gewischt. Töpfchen und Rankhilfen sind entfernt. Die verblühten Chrysanthemen habe ich – ganz wie geplant – entfernt und mit Stacheldraht- und Stiefmütterchenpflänzchen ersetzt.

Jetzt werde ich zum Start der Adventszeit wieder die rostigen Sterne und die Lichterkette einbringen und schon ist alles erledigt. Ich freue mich über die Stiefmütterchen, die sehen hübsch zusammen mit den Stacheldrahtpflanzen und ich bin wirklich zufrieden mit dem Endergebnis. Dieses Jahr also keine Heide und keine Scheinbeere, dafür erstmalig Stiefmütterchen.