Archiv der Kategorie: Bücher & Co.

Rita Falk – Die Franz Eberhofer Krimis

In letzter Zeit hatte ich nicht wirklich die Ruhe und die Zeit mich mit einem guten Buch zurückzuziehen. Mein aktives Lesen beschränkt sich derzeit nämlich nur auf ein paar elektronische Seiten mit Kindle in der Badewanne. Nur leichte Kost, bloß nichts zu komplexes. Etwas, was man fix zur Seite legen kann, wenn die Zeit schon wieder davon rinnt. Also habe ich derzeit nur sehr seichte und leichte Lektüre, die mir eher ein müdes Lächeln abringt, als große Freude bereitet. Damit ich jedoch trotzdem etwas Gutes „konsumiere“, höre ich seit einigen Monaten immer Hörbücher beim Kochen. Ja richtig, beim Kochen. Wenn ich nach der Arbeit wieder zu Hause bin, schmeiße ich das Ohrenkino an. Das klappt ganz prima bei mir. Neben dem Kartoffelschälen und dem Kleinschnippeln von Gemüse bespaßt mich also je nach Laune ein anderes Genre mit zum Teil wirklich grandiosen Sprecherinnen und Sprechern. Es gibt so unglaublich gute Vorleser, die aus einer Lesung oder einem Hörspiel wirklich ganz großes Ohren- und Kopfkino machen können.

Die letzte Zeit bin ich zu Gast in Niederkaltenkirchen, der Heimat von „Dorfpolizist“ Franz Eberhofer mit seinem Ludwig, der Oma, dem Papa und dem Leopold, der alten Schleimsau. Und ich muss sagen, es ist toll da. Vor meinem inneren Auge sehe ich die ganze Bagasche mit ihren Mucken und Macken, wie sie in idyllischer Dorfgemeinschaft mit mal mehr oder weniger Harmonie agieren. Ich sehe den Flötzinger, den alten Gas, Wasser-, Heizungspfuscher (sagt der Franz immer) und den Simmerl, seines Zeichens Dorfmetzger mit den sicher weltbesten „Warmen“ (Leberkäs‘-Brötchen), die ich fast schon schmecke und grinse mir eins, wenn sie gemeinsam mit dem Franz beim Dorfwirt Wolfi einkehren und über das Leben (und die Frauen) lamentieren. Oder wenn der Franz mal wieder nach München fährt und seinen ehemaligen Kollegen Rudi Birkenberger trifft, der ihm hier und da mal ermittlungstechnisch unter die Arme greift, wo der doch jetzt Privatdetektiv ist und ganz andere Wege gehen kann, als der Franz.

Niederkaltenkirchen ist beschaulich und trotzdem – oder gerade deshalb – passieren hier die einen oder anderen Morde, Unfälle und sonstige Verbrechen, die den Franz auf den Plan rufen. Mit viel Lokalkolorit und Charme werden hier die Fälle gelöst. Ich bin ganz hin und weg von den Hörbuchversionen der Bücher, die Christian Tramitz einliest. Einfach nur perfekt und empfehlenswert. Also ran ans Ohrenkino, gerne auch bei so alltäglichen Fronarbeiten wie Fensterputzen und Flurwischen.

Die Reihe der Eberhofer-Krimis umfasst derzeit 6 Bände (2 wurden auch bereits verfilmt), die Lesereihenfolge ist wie folgt:

  1. Winterkartoffelknödel
  2. Dampfnudelblues
  3. Schweinskopf al dente
  4. Griesnockerlaffäre
  5. Sauerkrautoma
  6. Zwetschgenedatschikomplott

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Noch mehr Informationen zu den einzelnen Büchern und Personen findet man auf der schön gestalteten Homepage zu Franz Eberhofer. Schaut mal rein.

Mich würde mal interessieren, was lest Ihr so, was läuft gerade bei Eurem Ohrenkino?

Erin Gleeson – Ein Fest im Grünen

Gestern mal ganz spontan im Buchladen unseres Vertrauens gewesen und direkt über dieses wunderschöne vegetarische Kochbuch gestolpert. Es musste einfach mit. Ja, ich weiß. Vegetarische Kochbücher gibt es gerade reichlich und wir haben auch schon einige, aber das hier, das ist schon allein von der Optik her so „Du musst mich haben“, da konnte ich nach dem Durchblättern und dem ersten Sichten der Rezepte echt nicht nein sagen.

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Das Buch ist unglaublich liebevoll und schön gestaltet und die Rezepte sind nicht unbedingt das, was ich bisher in vegetarischen Kochbüchern gefunden habe. Nicht die xte Gemüselasagne zum Beispiel.

Nach einer schönen Einführung gibt es die Kategorien:

  • Vorspeisen
  • Cocktails
  • Salate
  • Gemüsegerichte
  • Süßes

Die Rezepte sind sehr einfach aufgebaut und schön beschrieben. Nicht zu kompliziert vom Handling her. Was mir besonders gefällt: die Fotos und die Seitengestaltung. Pro Rezept gibt es ein Foto und eine Seite Beschreibung und vor jedem neuen Kapitel gibt es eine Art kurze Zusammenfassung zu den einzelnen Gerichten. Total schön gemacht.

Die Rezepte sprechen mich sehr an, es kommen viele Gemüsesorten vor, die wir echt gerne mögen: Rotkohl, Kürbis, Avocado, Hülsenfrüchte, Rote Beete, Aubergine… Ich sehe  mich schon am nächsten Wochenende etwas ausprobieren. Die Salate klingen super-spannend, weil sie mehr oder weniger ohne Blattsalate gemacht werden. Die Autorin mag Salatwaschen genauso wenig wie ich und hat deshalb fast ausschließlich Salate der etwas anderen Art. Es gibt Seiten, die Kurzanleitungen für verschiedene Dressings beinhalten und auch die sind nicht so von der Stange.

Weiterhin wird auch auf Regionalität und Saison Wert gelegt, das finde ich ebenfalls super. Andererseits schließt die Autorin jedoch auch nicht aus, dass wenn sie zum Beispiel im Winter mal ein Gericht kochen möchte, wo sie eine Tomate benötigt, dass sie diese auch kaufen würde, obwohl diese gerade nicht Saison haben. Ich mag das, klar soll man drauf achten, aber wenn man mal ausbricht, dann wird nicht gleich ein Drama draus gemacht oder es kommt direkt der moralische Zeigefinger. Macht die Autorin wirklich sympathisch und vor allem menschlich.

Auch die Cocktails sind cool. Da gibt es zum Beispiel was mit Gurke drin. Sieht so richtig schön frisch und nach Sommer aus. Für die kalte Jahreszeit gibt es u.a. auch eine Winter-Sangria-Variante. Schreit alles nach ausprobieren.

Schaut mal, hier ist mal ein Rezept aufgeschlagen. Ist das nicht wunderschön gemacht? Diese Farben. Ich bin so verliebt und den Salat wird es bald geben.

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Nigella Lawson – Nigella Christmas: Food for family, Friends, Festivities

nigellas-christmasDieses Buch habe ich von meinen Schwiegereltern zum Geburtstag im Sommer geschenkt bekommen und nun ist die Zeit, in der ich es gerne vorstellen würde. Das Buch ist, wie der Titel sicher schon vermuten lässt, in Englisch geschrieben und dreht sich um die englische Esskultur in der Weihnachtszeit. Vom Frühstück, bis hin zum Festessen, Kuchen und Dessserts und Getränken, alles ist mit dabei. Wunderschön und sehr stimmungsvoll bebildert, besticht das Buch mit mal mehr und mal weniger komplizierten Rezepten. Einiges ist recht zeitintensiv in der Umsetzung, vieles lässt sich dafür sehr gut vorbereiten. Das finde ich toll. Raffiniert, aber dennoch schaffbar soll es sein.

Auf der Suche nach praktikablen Rezepten für unsere Adventszeit waren wir zum Bespiel so begeistert von einem Kuchenbild, dass wir uns direkt eine spezielle Kuchenform zum Backen dieses Kuchens aus dem Buch besorgt haben. Ich bin ja nicht so die Bäckerin vorm Herrn, aber der Kuchen klang nicht schwer, aber dennoch lecker und da wir an Weihnachten für das Dessert zuständig sind beim Familienessen, haben wir gedacht, wir machen diesen Kuchen und mit der speziellen Form wird er auch noch spannend und weihnachtlich aussehen. Ich freue mich schon auf Heiligabend, wenn wir ihn präsentieren können. Es gibt da eine Fruchtsoße zu und ich finde das gar nicht so schlecht, als Alternative zu Eis oder irgendwelchen Cremes. Mal sehen, wie es ankommt. Sicher gibt es auch vorher noch einen Probelauf, so zur Sicherheit. Man möchte ja schließlich wissen, dass es schmeckt, was man so anbietet.

Nur das Stöbern allein im Buch macht schon Freude. Ich denke, das Ausprobieren und Verkosten wird großartig. Rund herum, ein schönes Buch für Koch- und Weihnachtsfans.

By the way – einen schönen Nikolaustag wünschen wir Euch.

Nigella Lawson – Genießen auf Italienisch

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Ein weiteres Geburtstagsgeschenk und ein echt schönes noch dazu. Ich mag gerne Pasta und Co. und in diesem Buch der englischen Starköchin finde ich so manches Rezept, dass ich gerne spontan kosten würde.

Bisher hatte ich erst die Zeit für ein Rezept, nämlich eine Pasta mit Zucchini, die ich jedoch blitzschnell unter der Woche nach der Arbeit – ohne großartiges Einkaufen – nachkochen konnte. Total unkompliziert, total fix zubereitet, sehr lecker. Das Ergebnis hat uns total begeistert und somit hoffen wir auf viele weitere Rezepte dieser Art. Blitzküche für nach der Arbeit. Gutes, gesundes Essen, dass man auch unter der Woche fix zubereiten kann.

Die italienischen Rezepte von Frau Lawson lesen sich total viel versprechend und wenig kompliziert. Das mag ich. Nicht so irre viel Schnickschnack, kurze Zubereitungszeiten und kein Chichi. Und natürlich findet man wieder einmal alles, von der Suppe bis hin zum Dessert ist alles dabei, was das Herz sich nur wünscht.

Die Rezepte sind jeweils mit einem schönen Bild versehen. Bilder von der Köchin sucht man vergebens. Ganz anders, als bei Herrn Hildmann… Hier stehen ganz klar die Rezepte im Vordergrund und das gefällt mir so richtig. Ein super-schönes Kochbuch, aus dem wir ganz viel ausprobieren möchten (sofern es mit unserer Diät irgendwie geht, versteht sich *ganz dicker Seufzer an dieser Stelle*).

Und es ist ein Kochbuch, dass mich endlich dazu bringt, mich mit einer englischsprachigen Kochbuchausgabe von Frau Lawson eingehender zu beschäftigen. Asche auf mein Haupt, ich habe es zu Weihnachten bekommen und bisher noch kein einziges Rezept daraus gekocht. *schäm* Das soll sich nun ändern. Die Frau ist mir sympathisch, ihre Rezepte auch. Und das Beste ist, ich habe noch ein Buch von ihr zum Geburtstag bekommen, dazu jedoch die Tage mehr.

Attila Hildmann – Vegan for fun

vegan_for_funHier habe ich ein Geburtstagsgeschenk, das ich gerne vorstellen möchte. Mich hat schon längere Zeit interessiert, wie die Bücher von Herrn Hildmann sind, da ich ihn ein paar Mal im Fernsehen gesehen habe. Da wir immer weniger Fleisch essen und gerne über den Tellerrand schauen, war ich sehr interessiert an dem, was der als „Star der veganen Küche“ titulierte Hildmann so von sich gibt. Es gibt derzeit zwei Bücher von ihm, die sehr in den Medien präsent sind. „Vegan for fit“ und „Vegan for fun“. Da „fit“ so rein gar nichts für mich ist, habe ich mir „fun“ gewünscht und auch bekommen.

Auf den ersten Blick macht das Buch einen guten Eindruck: hochwertige Verarbeitung, reichlich schöne Bilder mit Gerichten, die ansprechend wirken. Wenn man dann mal genauer schaut, kommen doch ein wenig Zweifel auf, was man da genau vor sich liegen hat. Wozu muss man über 30 Seiten Einleitungstext haben in einem Kochbuch? Es ist ja sehr schön, dass Herr Hildmann so genau erklärt, warum er vegetarisch bzw. vegan lebt und was ihn dazu genau bewegt hat. Dennoch muss ich sagen, für mich ist das zuviel Text in einem Vorwort, der eher in eine Biographie gehört. Ich möchte ein Kochbuch und keinen Lebenslauf. Ebenso sind mir zu viele Bilder von Hildmann selbst im Buch vertreten. Ich möchte lieber Rezeptfotos und nicht einen Autor, der super durchtrainiert auch noch Werbung für bestimmte Küchengeräte macht (der eine spezielle Mixer, der so toll ist).

Weiterhin finde ich den Titel irreführend. Ich bin von einem veganen Kochbuch ausgegangen (wenn man den kleinen Untertitel ausblendet), aber es ist eher vegetarisch und die Rezepte sind noch nicht mal sonderlich kreativ. Herr Hildmann ersetzt einfach mal Fleisch und Milcherzeugnisse durch Soja und Tofu. Die Rezepte lesen sich zwar gut, aber sie sind nicht wirklich neu für jemanden, der sich in diesem Bereich schon etwas ausprobiert und Interesse bekundet hat.

Da sich aber alles durchaus lecker liest, werden wir sicher das eine oder Rezept testen. Da gab es z.B. ein Burgerrezept, das uns lockt. Ein weiteres Buch von Herrn Hildmann würde ich mir unter diesen Umständen aber ehrlich gesagt nicht wünschen oder selber kaufen.

Sally Butcher – Veggiestan – Der Zauber der orientalischen Gemüseküche

veggiestanBoah, was für ein tolles Buch. Was für klasse Rezepte. Was für schöne Bilder. Das Buch ist wunderschön und farbenfroh gestaltet. Der Einband mit einem hübschen Zierstreifen in schwarz griffig beflockt. Die ganze Gestaltung schreit nach Aufmerksamkeit und schaut man dann näher hin, wird man nicht enttäuscht.

Veggistan ist ein Kochbuch, das durch seine Auswahl an vegetarischen Rezepten aus aller Herren Ländern zu begeistern weiß. Nicht alle Rezepte sind Unbekannte, viele „alte Bekannte“ finden sich wieder. Jedoch gibt es wirklich noch reichtlich Neues zu entdecken und dies alles aus der für uns sehr geschätzten orientalischen Ecke. Es ist ein Buch, das sich auf jeden Fall lohnt, nicht nur für Vegetarier, sondern auch für Leute, die einfach mal mehr Gemüse essen möchten und wo es nicht nur nach Oregano und Thymian schmecken soll, sondern durchauch exotisch, ja anders sein darf.

Unterteilt ist das Buch in die diverse Kategorien. Es gibt z.B. sehr viele tolle Rezepte für typisch orientalisches Brot und Hülsenfruchtgerichte. Dann Rezepte zu Süßspeisen, Gerichten mit Obst und auch Sößchenrezepte und Anregungen für Chutneys und dergleichen. Eine richtig bunte Mischung verschiedenster Rezepte, die größtenteils sehr ansprechend auf mich wirken. Ich habe auch zu meinem neuen Liebling Halloumi schon etwas darin gefunden.

Das Buch lohnt sich, nicht nur optisch, auch kulinarisch empfinden wir es als Bereicherung. Ein echter Tipp für Leute, die gerne viel Gemüse essen, es jedoch auch exotisch lieben. Da vermisst man wirklich kein Fleisch.

Ein erstes Rezept haben wir bereits ausprobiert und sind schwer begeistert. Ich werde in Kürze davon berichten.

Dorothée Waechter, Tanja Ratsch, Friedrich Strauß – Das BLV Handbuch Balkon & Terrasse

handbuch-balkon-und-terrasseNeulich hatte ich ja schon erwähnt, dass ich zwei neue Garten-/Balkonbücher habe. Nach dem Jahrbuch von Kraut und Rüben kommt hier nun das zweite Buch. Es beinhaltet Gestaltungsideen für Balkon- und Terrasse, den Jahreszeiten entsprechend in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter gegliedert, schön ins Szene gesetzt und fotografiert von Friedrich Strauß. Pflanzenportraits zur jeweiligen Saison passend, inklusive Tipps zur Haltung und Pflege runden das Buch ab.

Es ist wunderschön anzusehen, durchzublättern und man möchte am liebsten sofort in den kleinen SzenenPlatz nehmen und die jeweilige Jahreszeit genießen. Alles ist liebevoll gestaltet und ausdekoriert. „Schöner Wohnen“ lässt grüßen. Nicht immer wirklich realistisch, aber schön. Ganz klar. Sicherlich lässt sich auch nicht alles bis ins kleinste Detail auf dem heimischen Stück Grün nachpflanzen. Aber auf jeden Fall kann man hier Anregungen und Inspiration finden, wie und womit man seinen eigenen kleinen Fleck Oase in eben eine solche verwandelt. Ich finde das Buch sehr gelungen. Zeigt es doch Pflanzvorschläge für alle Gegebenheiten, egal ob Vollsonne oder Schatten, für jeden Balkon- und Gartenliebhaber ist sicher was dabei. Alles in allem, ein schönes Buch für die Couch, in dem man immer wieder stöbern und schmökern mag und das man bei einer Inspirationskrise super hervorziehen kann.

Tim Mälzer – Greenbox

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Schon länger sind wir um das neue Tim Mälzer-Kochbuch „Greenbox“ herum geschlichen. Irgendwie wussten wir nicht so recht, was wir vom bekennenden Fleischfan Mälzer bei einem vegetarischen Kochbuch erwarten sollten. Nach dem ersten Durchblättern auf dem heimischen Sofa müssen wir aber ganz klar sagen, es ist ein richtig tolles Kochbuch geworden. Ein total schön gestaltetes noch dazu. Es erinnert ein wenig an das „Natürlich Jamie“ von Jamie Oliver, da es neben schönen Fotos auch reichlich skizzierte Bildchen und witzige Sprüche mitliefert. Auch ist es nicht so ein dünnes Büchlein, sondern überraschend dick und wertig gebunden.

Die Rezepte lesen sich höchst lecker. Ich muss sagen, da gab es tatsächlich einiges an neuen Dingen für uns zu entdecken und gar nicht so viele der „üblichen Verdächtigen“, die man in vegetarischen Kochbücher so findet. Es gibt wirklich neue Anregungen und Ideen, die sich sicher auszuprobieren lohnen. Den Beitrag zu geschmacksgebenden Bröselmischungen zum Beispiel finden wir super-spannend und möchten so etwas natürlich unbedingt testen. Bisher hatten wir es mit Bröseln nicht so. Klar, man paniert mal etwas, aber so wirklich kreativ sind wir dabei nicht vorgegangen. Durch das Buch werden wir künftig sicher mal etwas wagemutiger sein.

Alles in allem, ich würde das Buch wieder kaufen oder verschenken. Dafür, dass Tim Mälzer so ein Fleischfan ist, finde ich das Buch wirklich total stark und sehr gelungen.

Ulrike Schäfner – Kraut & Rüben Jahreszeiten-Gartenbuch

Es ist so kalt draußen, obwohl die Sonne gerade so wunderschön scheint. Nach den grauen und dunklen Tagen in der letzten Zeit ist das zumindest rein optisch eine echte Wohltat. Das Licht tut so gut. Wenn nur der eisige Wind nicht wäre. Man fühlt sich wie im Eissturm, wie im tiefsten Winter, obwohl schon irgendwie Frühling ist und die Tage gar die Uhr umgestellt wird. Mich verfolgen gerade die Bilder aus Moskau, 70 cm Neuschnee innerhalb weniger Stunden. Oder England, alles ist zugeschneit, zum Teil sind die armen Leute da über Tage ohne Strom. Das nackte Grauen.

Ausgerechnet jetzt packt mich der Buddeltrieb. Ausgerechnet jetzt kann ich mich kaum noch bändigen und möchte gerne die vertrocknete Glockenheide aus den Kästen schmeissen und ein paar bunte Primeln oder Narzissen einbuddeln, damit es an Ostern ein wenig netter ausschaut. Aber ich traue dem Wetter nicht. Nicht mal ansatzweise. Ich muss die ganze Zeit an die verfrorenen Pflanzen einer Kollegin denken. Also werde ich das „Anbuddeln“ noch etwas verschieben und nur die alte Heide aus den Kästen nehmen. Ist ein Anfang, zumindest bis ich das nächste Mal zu Frau Rimkus komme und mich vielleicht doch nicht mehr bremsen kann. Bis dahin muss ich mir die Zeit mit neuem Gartenbüchern vertreiben. Habe gerade zwei neu. Vor ein paar Wochen waren wir nämlich bummeln und landeten nach langer Zeit mal wieder in einem richtig schönen Buchladen. Dort konnte ich mich nicht so recht zügeln und belohnte mich für erfolgreiches Abnehmen direkt mit zwei dicken Garten- und Balkonbüchern. Bücher und Buddeln, toll, beides mag ich sehr.

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Eins der neuen Bücher ist das Kraut und Rüben Jahreszeiten-Gartenbuch. Gekauft habe ich es, weil mir beim Anblättern unter anderem die Anleitung für den Bau eines Insektenhotels in die Augen stach und wie man z.B. eine Jauche zum Düngen ansetzt. Ein Insektenhotel wollte ich immer schon mal selbst herstellen und in diesem Buch sind wirklich sehr nützliche Hinweise dazu. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob dieses kleine Hotel eher klassischer Art ist oder ein „Designerhotel“ im ausgefallener Form und vielleicht kunterbunt wird. Dann muss ich dringend meinen Papa fragen, ob er so etwas mit uns bauen mag.

Des Weiteren erfährt man, wie man quasi zum Biogärtner wird, wie man seinen Garten richtig plant, was es mit Fruchtfolgen auf sich hat und vieles mehr. Außerdem gibt es noch das eine oder andere Rezept. Auch toll, so etwas mag ich. Begleitet werden die unterschiedlichen Kapiteln von vielen schönen Bildern. Ich denke, der Kauf hat sich gelohnt. Auch wenn man nur einen kleinen Balkon hat, so kann man das eine oder andere Wissen daraus ziehen und seine kleine grüne Oase damit optimieren. Im Moment denke ich gar über die Möglichkeit nach, doch mal Salatanbau auszuprobieren. Inspiration bringt so ein Buch also auf jeden Fall.

Sebastian Dickhaut, Cornelia Schinharl – Country Basics: Alles was man braucht, um die Natur genußvoll in die Küche zu holen

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Mal wieder ein neues Kochbuch. Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan der GU-Basic-Kochbücher. Dieses ist gerade neu und ich musste es schon allein einfach für die Sammlung haben. Außerdem liegt „Landküche“ ja gerade voll im Trend. Es gibt Kochreihen im Fernsehen dazu, Kochbücher und ganze Zeitschriftenreihen. Landleben, Landküche, … Das Wort „Land“ zieht derzeit einfach enorm. Jeder möchte es gerne so urig, gemütlich und schnucklig haben, wie in den Zeitschriften und im Fernsehen. Die dort präsentierten Wohntrends und auch Rezepte, alles ist so herrlich ansprechend.

Das vorliegende Kochbuch ist wie alle Basic-Bücher wunderschön poppig-bunt gestaltet. Viele nette Fotos und Grafiken begleiten die zahlreichen nach Jahreszeiten gegliederten Rezepte. Die Rezepte sind mal mit und mal ohne Fleisch. Kein rein vegetarisches Buch also. Und es ist einfach alles dabei, bis hin zur Marmelade. Inwieweit ich jetzt sagen würde, dass die Rezepte „landmäßig“ sind, hm na ja. Insgesamt könnte es auch einfach ein Jahreszeitenkochbuch sein, finde ich. Ein schönes Kochbuch ja, ein „Landkochbuch“? Hm, ich weiß nicht. Würde ich jetzt nicht so sagen. Was macht ein „Landkochbuch“ überhaupt aus? Für ich wären es z.B. Rezepte von Landfrauen, langjährig erprobt, liebgewonnen und immer ein Garant für zufriedene Esser. Rezepte mit regionalen Produkten, die es so vielleicht auch nirgendwo sonst gibt. So etwas wie die Werke der „Letter Landfrauen„, in unseren Breiten sind das echte Klassiker. Schwiegermama hat die Bücher auch und da gibt es so tolle Rezepte drin. Aber ich schweife ab.

Auf jeden Fall ist das vorliegende Buch ein Kochbuch, dass mich begeistern kann. Viele Rezepte haben uns direkt angesprochen und warten nun auf dem dicken „to cook“-Stapel auf Tag X, auf den Tag, an sie „dran“ sind. Ich freue mich drauf, viele Rezepte sind nämlich durchaus „diättauglich“ und somit können wir sie ohne Bedenken ausprobieren.