Archiv des Monats: August 2014

Urlaub = Segeln

Wir waren im Urlaub: Segeln auf der Nil Desperandum, wie nun schon öfter, aber immer noch nicht oft genug. Immer wieder schön. Immer wieder so erholsam ohne Uhr zu leben, nur im hier und jetzt zu sein, nur von Mahlzeit zu Mahlzeit zu leben (Diät mal ausblenden und doll genießen). Wir hatten wieder mal super viel Glück mit dem Wetter. Wenn es denn geregnet hat, dann meistens gegen Abend und über Nacht und im Härtefall waren wir auch mal durch die tolle Plane geschützt, die so prima über den Baum aufgehängt wird und so ein tolles zeltartiges Konstrukt ergibt. Aber eigentlich hatten wir sehr viel Sonnenschein, sogar so viel, dass wir schwimmen gehen konnten.  Wir waren hinter der Schleuse bei Kornwerderzand vor Anker gegangen, um am nächsten Morgen in aller Frühe trocken zu fallen. Dort konnten wir dann im Salzwasser herum paddeln, war eine sehr coole Erfahrung und ich gebe zu, ich bin mächtig stolz auf mich, weil ich mich reingetraut habe. Ich schwimme ja wirklich sehr gerne, aber immer noch fühle ich mich in der „Öffentlichkeit“ nicht schlank genug und außerdem schwimme ich ungern da, wo ich den Grund nicht sehen kann und so… Etwas spinnert, ich gebe es ja zu. Dieses Mal habe ich mich jedoch gleich doppelt überwunden und mir mal nicht selbst im Wege gestanden. Bin meinem Mann hinterher gesprungen und gemeinsam hatten wir richtig viel Spaß.

Eine Besonderheit kann ich auch noch erzählen. Beim Trockenfallen ist uns ein Nymphensittich mitten im Watt zugeflogen. Der arme Kerl ist wohl aus seinem Käfig ausgebüchst und hat sich heillos verflogen. Total entkräftet ist es an Bord gelandet und mein Mann hat ihn fangen können. Gefüttert mit ein paar Körnchen vom Frühstückbrötchen und ein wenig Wasser gegen den mächtig großen Durst, ein wenig gestreichelt und gehätschelt, fuhr er dann in einer Kiste schön ruhig in unserer Kabine mit uns zurück nach Stavoren, wo wir ihn dem Hafenmeister übergeben haben. Da der kleine Kerl beringt war, hoffen wir nun, dass er wieder zu seinen Besitzern zurück findet. Auf jeden Fall war das Tier handzahm und wir können davon ausgehen, hätten wir ihn nicht mitgenommen, hätte er es nicht geschafft. Gutes Karma ist uns also gewiss.

Insgesamt war es eine sehr schöne Tour, auf der wir auch Hochzeitstag feiern konnten (deshalb auf dem einen Foto der geschmückte Gemeinschaftsraum): Enkhuizen, Medemblick, Terschelling, Kornwerderzand Sandbank, Stavoren, Lemmer, Hoorn und wieder nach Enkhuizen.

In Lemmer und Stavoren waren wir bisher noch nicht und wir haben viele neue Eindrücke gewonnen. Lemmer ist schon arg touristisch, aber nun ja. Es gibt trotzdem viel zu sehen.

Bevor es nach Hause ging, haben wir natürlich wieder schwer den Enkhuizer Deen und den Käseladen „beshoppt“. Urlaubsmitbringsel müssen sein, essbare wie sonstige sowieso.

 

 

Tomaten-Chili-Marmelade

Heute habe ich ein wenig experimentiert. Die Tomatenernte ist gerade reichlich und die Chilis kommen ebenfalls gut. Ich habe mir deshalb überlegt, eine Art Marmelade zu kochen. Die Tomaten habe ich bewusst nicht entkernt oder gehäutet, ich wollte es gerne etwas rustikaler halten und ich glaube, es schmeckt. Vielleicht mal zu Grillfleisch oder Käse? Wir werden es testen.

Zutaten für ca. 3-4 Gläser à 150 ml:

  • 500 g Tomaten, Strunk entfernt, klein gehackt
  • 1 rote Zwiebel, gepellt und fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gepellt und in feine Stückchen gehackt
  • 1 rote Habanero, entkernt und fein gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • Weißweinessig
  • 1-2 Sternanis
  • 250 g Gelierzucker 3:1
  • etwas Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Sterile Marmeladengläser bereit stellen.

Ein wenig Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Chili zusammen mit dem Sternanis anschmoren. Dann die Tomatenstückchen hinzu geben und alles gut andünsten.

Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und einen Schuss Weißweinessig dazu geben.

Nun den Gelierzucker hinzu fügen, alles gut durchmischen und aufkochen lassen. 3-5 Minuten kochen lassen, man sieht, wie der Gelierzucker anzieht, dann wie bei Marmelde üblich abfüllen. Ich habe den Sternanis rausgefischt und darauf verzichtet, ihn mit in die Gläser zu geben.

tomaten-marmelade