Abnehmen im Advent

Mein Mann und ich sind nach wie vor auf Diät. Immer noch mit WW. Ich weiß, wir sind schon ziemlich lang dabei. Liegt wohl einfach daran, dass wir „trockene Fresser“ sind, die gerne mal in alte Muster verfallen (mit oder ohne Ausrede). Aber hey, es läuft, dies nur mal am Rande.

In der Advents- und Weihnachtszeit kriegen wir jedoch regelmäßig die Krise. Ich habe chronisch zu wenig Punkte, da reicht schon ein Glas Glühwein und ich bin fast aus dem Tagesbudget. Nun kann man wunderbar argumentieren, ich hätte ja noch das sogenannte Wochenextra, nur wenn ich das angreife, nehme ich überhaupt nicht ab. Ich müsste mehr Sport machen. Oder ich könnte den ganzen Tag nur Dinge essen, die 0 Punkte haben, aber trotzdem Kalorien (wird von vielen gerne total ausgeblendet). Vor einem Jahr wurde nämlich mal wieder das Programm geändert, es wurde sehr Eiweiß lastig, sogenannte 0 Punkte- oder auch Zero-Lebensmittel wurden verstärkt eingeführt, was zu deutschlandweiter Skyr-Knappheit in vielen Orten führte. Ja, wenn es keinen Skyr, Eier oder auch keine Hähnchenbrust mehr irgendwo gibt, war garantiert eine Horde WWler vor Euch einkaufen… Auch Hülsenfrüchte sind nun „for free“. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln ist mehr denn je gefragt. Esse ich den ganzen Tag nur „Zeros“, kann ich bis abends den Fressflash garantieren. Habe ich an Nikolaus sehr deutlich vor Augen geführt bekommen. Ich brauche mein gewohntes Essen, um glücklich und zufrieden durch den Tag zu kommen. Ich muss mir dann eine andere Strategie überlegen, wie ich das üppigere Essen ausgleichen kann. Denn dass ich mit raus gehen mag, steht außer Frage. Man kann sich nicht überall ausschließen, wo Geselligkeit und Essen/Getränke lauern. Soziale Isolation ist sch… Im Moment versuche ich im Vorfeld und auch im Nachgang massiv Punkte einzusparen, so einen Ausgleich zum geselligen „Ausrutscher“ zu schaffen. Mal sehen, wie gut oder schlecht ich damit fahren werde.

Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit stoße ich fast jeden Tag an meine Grenzen. Und weil ich oft punktemäßig nicht kann, verzichtet auch mein Mann. Er erträgt es einfach nicht, selbst etwas zu essen, wenn ich das nicht kann. Dann kommt dieses Gefühl von „wir sind draußen, nicht dabei“. Kinder, die ihre Nase am Schaufenster des Süßigkeitenladen sehnsüchtig plattdrücken. Wir würden so gerne, das Gewissen ist sehr schlecht, wenn man dann mal eine Tasse Punsch (eine!!!) trinkt oder dem Schokonikolaus 20 g abringt, die vielleicht nicht mehr im Budget waren. Hey man, ich habe noch Osterhasen stehen, weil sie quasi nie „drin“ sind für mich. Und ich glaube, da ist sogar noch einen Nikolaus vom letzten Jahr…  Wie gut, dass wir nicht zu den Leuten gehöre, die sich sklavisch an das Mindeshaltbarkeitsdatum halten.

Im Moment versuchen wir irgendwo die Balance zwischen WW und „mitmachen und genießen“ zu finden. Dann nehmen wir vielleicht in dieser Woche nicht ab, aber auch nicht zu, wenn wir es geschickt anstellen. Die Weihnachtszeit ist zu kurz, um immer nur „vorm Laden“ zu stehen. Man muss auch mal rein und was kosten. Nicht gleich die ganze Auslage plündern, aber hey, ein paar Plätzchen und etwas Punsch und Glühwein müssen einfach drin sein. Man soll doch auch noch zufrieden sein und dabei helfen mir nicht die neuen Mental- und Antistressübungen aus der WW-App.

Dieses Dilemma treibt gerade eine kleine Gemeinschaft bei WW besonders um. Ich bin Teil einer charmanten kleinen Gruppe, die sich gegenseitig motiviert und unterstützt und es geht vielen so wie meinem Mann und mir. Das schlechte Gewissen plagt uns, wenn wir nur an Plätzchen denken. Fast täglich kommen Nachrichten, die von eigentlich schönen Abenden erzählen, jedoch auch, wie sehr man aus dem Budget ist. Es ist ein Elend. Da sind ganz viel Freude und große Verzweiflung ganz nah beieinander. Doch ganz ehrlich, ich bin der Ansicht, es ist falsch so. Wir dürfen nicht vergessen, da draußen – außerhalb des WW-Kosmos – findet das Wichtigste überhaupt statt, unser Leben nämlich. Das soll kein Freibrief für Völlerei sein, aber vielleicht können wir die Zügel etwas lockern, etwas weniger streng mit uns sein. Wir sind es doch schon das ganze Jahr und sagen so oft nein, wenn Kolleginnen und Kollegen mal Kuchen mitbringen. „The most wonderful time of the year“ sollte sich nicht zur vierwöchigen Intensivfolter für uns WWler entwickeln. Also lasst uns mal die Nase zur Tür hinein stecken, ein paar zaghafte Schritte ins Geschäft machen, den Glanz und das Glitzern bestaunen und vielleicht 1-2 Teilchen aus der Auslage glücklich genießen. Der Januar kommt, die Waage wird wie immer nicht so richtig nett zu uns sein (zu allen anderen „Normalos“ aber auch nicht), aber hey, wir waren dann dabei, haben Spaß mit Freunden und Familie und uns nicht ausgegrenzt. Das Leben besteht nicht nur aus Punkten und vor allem, es wartet nicht, bis wir unser Wunschgewicht erreicht haben. In diesem Sinne: One Plätzchen a day, keeps the (Weihnachts)Stress away.

Ein besonderer Adentskalender

Hallo zusammen, wir melden uns zurück und möchten gerne unseren diesjährigen Adventskalender von Just Spices vorstellen und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschen.

Just Spices gibt es schon länger und sie stellen tolle Gewürzmischungen her und bieten Einzelgewürze in sehr guter Qualität an. Es ist zwar keine Bio-Qualität, aber dennoch ohne Geschmacksverstärker. Wir wollten die Gewürze immer schon einmal testen und sind schon 1-2 Jahre um den Adventskalender  herum geschlichen. Da wir immer noch fleißig auf Diät sind, wollten wir keinen Schokoladenkalender und da kam der „Dicke“ von Just Spices gerade Recht. Wir haben ihn uns quasi gegenseitig geschenkt. Brav selbst gekauft, kein Werbegeschenk, keine Bestechung, um darüber zu berichten. Abwechselnd öffnen wir nun die Türchen und erfreuen uns an neuen Gewürzen. Schokoladenkalender gab es aber trotzdem noch, Mama und Papa sei Dank. Und bei Ikea haben wir auch einen gekauft, vielleicht gewinnen wir ja mal was, denn da ist nicht nur Schoki drin.

Der „Dicke“ von Just Spices.

Nun haben wir die ersten Türchen geöffnet und ich dachte, ich berichte, was wir  vorgefunden haben. Ich werde diesen Post jetzt einfach täglich ergänzen. Also, es geht los.

1. Dezember: Avocado Topping

Dieses Gewürz hatten wir tatsächlich schon vorher und ich freute mich, es im Kalender zu finden. Mein 1. Gedanke war, braucht man eine Gewürzmischung für Avocado? Nun, ich denke, eigentlich nicht. Aber man, sie ist lecker. Wir haben sie zum einen beim Frühstück auf Avocado oder Gurke, Tomate, … getestet. Und auch im Salat war sie super (toll bei Feldsalat). Eine feine Mischung. Klare Kaufempfehlung.

2. Dezember: Glühwein Gewürz

Eine feine Mischung, um seinen Glühwein selbst zu machen. Haben wir direkt mal ausprobiert und für lecker befunden. Noch etwas leckerer finde ich jedoch die Mischung „Oh Du fröhliche“ von Herbaria in Bio-Qualität.

3. Dezember: Gemüsebrühe

Hier musste ich schmunzeln. Brühe kann man immer brauchen. Ich bin gespannt, wie sie schmeckt. Gemüsebrühe ist nicht gleich Gemüsebrühe.

4. Dezember: Raclette Gewürz

Auf den 1. Blick auch wieder die Frage, braucht man das? Wenn man sich die Zutatenliste mal durchliest, joa, das schmeckt bestimmt prima. Ein Allrounder nicht nur fürs Pfännchen. Wir werden es probieren, es klingt lecker.

5. Dezember: Pizza Gewürz

Hm, ich weiß nicht, wie Ihr das seht, aber Pizza Gewürz haut mich jetzt nicht um. Das ist eine klassische italienisch anmutende Mischung, wie man sie an jede Nudelsoße, über jede Pizza oder einfach an eine Gemüsepfanne geben kann. Bräuchte ich jetzt nicht. Zumal ich großer Fan der Sonnentor Mischung „Laune gut, alles gut“ bin, diese ist in Bio-Qualität und ein Dauergast in unserer Küche. Da muss das Pizza Gewürz schon echt gut sein, um auch dauerhaft bei uns sein zu dürfen. Wir gucken mal. Eine Chance hat es auf jeden Fall.

6. Dezember: Cherry Kiss

Ein „Gewürz“ für Müsli, Muffins, Quark, Kuchen und Co., so etwas mag ich. Wir essen oft Joghurt, Porridge oder Skyr mit frischem Obst. Das Döslein kommt also gerade richtig. Finde ich wirklich gut. Einen schönen Nikolaus Euch allen.

7. Dezember: Meat Allrounder

Ein Gewürz für Fleisch, immer gut. Der nächste Sommer, die nächste Grillsaison kommt bestimmt. Außerdem was zu Fleisch schmeckt, geht auch bei Gemüse oder Fisch. Ich bin da recht schmerzfrei und werde „allround“ testen. Ich bin sicher, wir werden es mögen.

8. Dezember: Basamico Dressing Mix

Heute haben wir ein Döschen mit einem Kräutermix für ein Balsamico Dressing. Finde ich prima. Man fügt noch etwas Balsamico und Öl hinzu und mischt alles gut durch, fertig. Klasse, der Salat ist schon gekauft, wir freuen uns drauf. Abwechslungs bei Salatdressings ist immer prima.

9. Dezember: Asia Rührei Gewürz

Heute ist es soweit, es war ein Rührei Gewürz im Kalender. Rührei Gewürz, echt jetzt? Darüber habe ich immer gelacht, immer. Weil ich immer dachte, wozu eine Gewürzmischung für Rührei?! Jetzt haben wir gleich zum Frühstück die Möglichkeit, es zu testen. Denn wenn man mal ehrlich ist, was macht man in der Regel so an sein Rührei? Immer die gleichen Gewürze, wenn man hat, vielleicht noch frische Kräuter. Ich werde gleich berichten, es gibt heute dann gleich mal Rührei. Und ja, wir sind spät dran mit Frühstück. Liegt aber an den Quarkstangen, die gerade noch frisch im Ofen vor sich hin backen. Edit: Wir müssen es wohl noch einmal testen, irgendwie haben wir fast nur Sojasoße geschmeckt, wir haben wohl zu wenig Gewürz ans Ei gegeben.

10. Dezember: Bratkartoffel Gewürz

Ich liebe gute Bratkartoffeln, Kartoffeln generell. Deshalb freue ich mich total über diese Mischung. Bin sehr gespannt, wie sie uns schmecken wird und in welche Richtung es da geschmacklich geht.

11. Dezember: Curry Madras

Curry-Mischungen können wir nie genug haben. Und wir haben einige davon. Heute gab es also eine Currymischung mit dem wohlklingenden Namen „Madras“. Ich liebe Madras-Curry-Paste für das Indische Curry. Großartig. Wenn diese Currymischung nur ansatzweise hält, was der Name für mich andeutet (von versprechen möchte ich jetzt nicht reden), ist es ein Volltreffer.  Ich freue mich.

12. Dezember: Gemüse Allrounder

Super, eine neue Mischung für Gemüsegerichte.  So etwas können wir immer gebrauchen, denn wir essen total gerne und viel Gemüse. Ich denke, das können wir ganz fix ausprobieren. Großartig, der Kalender ist echt nach unserem Geschmack und wir freuen uns jeden Tag auf das nächste Türchen.

Balkonien 2018

Hurra, wir leben noch. Spät, aber doch ein Post für 2018. Hier ist unser Sommerbalkon 2018. Irgendwie wollte ich schon seit Wochen posten, aber bin nicht so richtig dazu gekommen. Irgendwas ist halt immer.

Wir haben dieses Jahr wieder bei Tensmann gekauft und Anfang Mai unsere Blümchen todesmutig in die Kästen gesetzt. Dieses Jahr Petunien, Husarenköpfchen, Elfenspiegel, Lavendel und ein weiß blühendes puscheliges Pflänzchen, was oft in Pflanzarragements zu finden ist. Dazu wie immer schwarzäugige Susanne. Eine auf der einen und eine auf der anderen Balkonseite. Am Holzgitter tut sie sich überraschend schwer. Am Metallgitter wuchert sie. Dabei bekommen sie die gleiche Aufmerksamkeit… Hm, vielleicht hat Susanne einfach dünnere Stäbe lieber?

Neu hinzu gekommen sind gerade ganz frisch ein Orleander in einem satten Pink (beim Discounter gerettet für knapp 6 €) und eine Bougainvillea. Die Ruhmeskrone habe ich dieses Jahr irgendwie total vergessen. Mal sehen, sie liegt noch im Keller. Ich bin unsicher, ob ich sie noch fix einsetzen soll. Und die Bougainvillea hat mich echt angelacht.

Meine schöne Hortensie, ein Geburtstagsgeschenk von meinen liebsten Kolleginnen von vor ein paar Jahren, hatte sich tapfer nach dem Winter zurück ins Leben gekämpft. Sie trieb so schön aus, dann kamen die Blütenansätze – und Spinnmilben, die wir nun hart bekämpfen. Ich habe schon aus lauter Verzweiflung kranke Triebe abgeschnitten. Nächstes Jahr wird es wohl nichts mit Blüten. Was mich generell beschäftigt, sie bildet nicht die Farbkombi aus, die sie mal hatte. Es war eine 4 Seasons. Anfangs mit blau-violetten Blüten, die sich über die Wochen bis zum Herbst farblich veränderten. Nun ist sie nur noch zartrosa. Ich weiß, Blaufärber aus der Apotheke und sie könnte wieder blau werden. Ich frage mich nur, bringt das auch dieses Farbenspiel zurück oder würden die Blüten einfach nur rein blau? Gibt es einen Hortensienfachmann/eine -fachfrau hier unter den Lesern? Ich würde mich sehr über einen Rat freuen. Ansonsten blutet mir immer das Herz, wenn ich die Hortensienvielfalt sehe und genau weiß, sch…, das ist nichts für unseren Südbalkon. Unsere eine Pflanze schiebe ich eh schon ständig aus der Sonne…

Das ist also unsere kleine Oase für 2018. Kunterbunt und üppig blühend. Und keine einzige Geranie in diesem Jahr. Und es hat mir in den Fingern gejuckt… Ehrlich. Aber ich habe keinen Platz mehr.

Lars Simon – Gustafssons Jul

Fröhliche Weihnachten allerseits. Passend zu Weihnachten heute eine Rezension über eine schwedische Weihnachtsgeschichte vom deutschen Autor Lars Simon. Von Lars Simon habe ich bisher nur den 1. Band der Lennart Malmkvist-Reihe gelesen und den fand ich gelungen und unterhaltsam (Band 2 werde ich in Kürze angehen). Als ich von seinem kleinen Weihnachtsroman gelesen habe, war sofort klar, dass ich ihn lesen möchte. Gesagt getan, kurz vor Weihnachten kam das Büchlein bei mir an. Es hat dann ein paar Tage gedauert, in denen ich meistens in der Badewanne jeweils ein paar Seiten zum Entspannen gelesen habe. Die Vorweihnachtszeit war hektisch, mehr muss ich wohl  nicht sagen…

Gustafssons Jul - Lars SimonJa, es sind nur 173 Seiten, doch muss ich sagen, die Geschichte um den Patriarchen Carl-Johann Gustafsson und seiner doch recht geldgeilen Familie, hat mir sehr gut gefallen. Die Familie Gustafsson ist im Kunstgewerbe tätig und nur der Einladung des Vaters bzw. Großvaters zum gemeinsamen Weihnachtsfest gefolgt, weil sie denkt, es ginge um die vorzeitige Verteilung des Erbes. Beide Söhne Carl-Johanns reisen also geschlossen mit Kindern und Enkelkindern an, um einen möglichst guten Eindruck zu machen und natürlich ihren ganz eigenen Plan zu verfolgen, den Löwenanteil des Erbes zu ergattern. Dabei lassen sie sich so einiges einfallen bzw. ihr Verhalten treibt seltsame und unschöne Blüten. Man steht quasi beim Lesen staunend als Gast in der Geschichte dabei und fragt sich, ob das wirklich alles so nötig ist und warum die liebe Familie nicht einfach gemeinsam Weihnachten feiert.

Ratz fatz sind die 173 Seiten ausgelesen und lassen einen mit einem wohligen Gefühl von Weihnachten zurück. Auch die schönen Beschreibungen des schwedischen Winters, des Landgutes und der einen oder anderen weihnachtlichen Tradition lassen das Herz höher schlagen und auf ein Happy End hoffen. Alles in allem, eine absolute Empfehlung. Auch die wunderschöne Gestaltung des Buches tun ihr übriges. Es wird zu meinen liebsten Weihnachtsbüchern ins Regel wandern und sicher jetzt jedes Jahr einmal gelesen.

Fenstermalerei mit Kreidemarkern

Im letzten Jahr habe ich das erste Mal das Arbeitszimmerfenster weihnachtlich mit Kreidemalern bemalt. Die Bastelqueen Bine Brändle hat sehr schöne Vorlagen dazu erstellt, die ich hier auch benutzt habe. Ich kann das jedem nur empfehlen. Es macht Spaß und ich mag es auch gut leiden. Das 1. Bild zeigt unser Arbeitszimmerfenster im letzten Jahr.

In diesem Jahr wollte ich es gerne wiederholen. Ich finde es fast meditativ und es ist mal was anderes. Es dauerte bei mir gut zwei Stunden, bis ich mit einem Fenster fertig war. Man muss auch eine gewisse Ruhe an den Tag legen, sonst wird es nichts. Auf die Schnelle klappt das gar nicht.

Die Farbe lässt sich übrigens ganz leicht abwischen und macht überhaupt keinen Dreck. Ganz anders als dieser Kunstschnee aus der Spraydose. Und es gibt übrigens nicht nur Weihnachts- und Wintervorlagen, dies nur mal am Rande.

Im Arbeitszimmer gibt es jetzt gerade das „Winter Wunderland“ mit Nikolaus im Ballon, Engelchen und Schneemann vor einer Häuserkullisse. Dazu nur dezente Beleuchtung via LED-Kerzen. Im letzten Jahr hatte ich eine Papier-Lichterkette in warm-weiß drum herum gepappt. War mir dieses Mal nicht nach. Sollte etwas anders aussehen.

Auch unser Schlafzimmerfenster wurde verschönert. Heraus gekommen ist dabei dieses leicht russisch anmutende Schneedörfchen. Zugegeben, sieht man nicht ganz so toll jetzt auf dem Bild. Aber ich wollte auch die schöne Beleuchtung zeigen. Die hübschen Lichter entschädigen etwas für den weniger schönen Ausblick auf einen Garagenhof und kahle Bäume. Im Winter ist es nie so nett aus dem Fenster zu sehen bei uns. Im Sommer ist alles schön grün. Na ja, Winter halt und Ruhrgebiet. Da macht man mal nix.

 

Winterbepflanzung und Adventsgesteck 2017

Puh, gerade war noch Mai und schwups, schon ist das Jahr fast wieder um und wir sind im Dezember angekommen. Lange war es still hier auf dem Blog, irgendwie hatten wir nicht so wirklich viel blogtaugliches zu berichten.

Heute möchten wir einen schönen 2. Advent wünschen.

Wie in jedem Jahr möchte ich kurz erzählen, wie unser Balkon gerade aussieht. Alle Pflanzen wurden winterfest gemacht, mit Flies und einer isolierenden Styroporplatte vor Kälte geschützt. Ich habe dieses Jahr auch nichts reingeholt, die Olivenbäumchen sind dick eingemummelt, statt in Balkontürnähe dann doch irgendwann leidend ihre Blätter zu schmeißen. Mal sehen, wie es ihnen bekommt.
Was die Winterbepflanzung angeht, haben wir es dieses Jahr relativ einfach gehalten. Wir haben eine schöne Sorte Heide gekauft, die 4 Farben in einer Pflanze vereint. Fand ich sehr spannend und auch schön. Dazu Stacheldraht und ein neues grünes „Puschelchen“. Keine Heucheras oder Scheinbeeren.
Wir hatten leider das Problem, dass unsere schönen Heucheras von Dickmaulrüsslern heimgesucht worden sind. Der komplette Wurzelbereich der wirklich üppig gewordenen Pflanzen ist abgefressen worden. Die Pflanzen hingen nicht mal mehr an einem „seidenen Faden“. Ich kannte diese Käferart noch gar nicht, die ihre weißen, madenartigen Larven in die Erde bringt und die sich dann an den Pflanzen wie an einem Buffet laben. Zunächst dachte ich, der stürmische Herbst hätte die Pflanzen entwurzelt. Dann fiel jedoch relativ zeitnah eine weitere Pflanze aus und wir haben mal etwas nachgeprüft und fanden dann diese fiesen Maden überall in allen Kästen. Wir haben daraufhin alles komplett neu gemacht. Alle Pflanzen wurden entsorgt, die Erde ebenso. Es blieb uns einfach nichts anderes übrig. Ich hatte einen Versuch mit Nachpflanzen gemacht und da war die Pflanze innerhalb von gut zwei Wochen ebenso vernichtet. Fieses Getier, wirklich. Dabei waren die Heucheras dieses Jahr wirklich wunderschön breit und üppig geworden. Nun ja, schade auch. Irgendwann mal wieder…

Die Lichterkette ist drin und die rostigen Sterne habe ich dieses Jahr mal in die seitlichen Kästen gesteckt. Und wir haben einen kleinen Tannenbaum auf dem Balkon, den wir auch mit einer Lichterkette geschmückt haben. Sieht sehr kuschelig aus, wenn abends alles fein leuchtet.

Unser Adventsgesteck ist ein dauerhaftes, das wir schon seit ein paar Jahren besitzen. Es hat in diesem Jahr eine  dieser schönen Kerzen in einem grün-petrol mit Silberglitzer von Depot im Ombre-Style bekommen. Gefällt mir total gut, sieht mal ganz anders aus, als bisher. Irgendwie sind wir in diesem Jahr auch gar nicht so richtig dazu gekommen, eine Adventsausstellung zu besuchen. Das Familienleben war uns irgendwie etwas wichtiger und wir haben ja schöne Dinge genug, wir müssen sie nur mal wieder rauskramen.

Geht Euch das auch so? Wir haben reichlich Kisten mit schönen Dingen und vor lauter Sachen, weiß man manchmal gar nicht, was man dekorieren soll oder generell wohin mit allem. Und trotzdem kauft man schon gerne etwas Neues. In diesem Jahr sind ein paar Anhänger für unseren Weihnachtsbaum dazu gekommen. Wir waren nämlich in Bayern, in Bayreuth auf dem Weihnachtsmarkt und haben von dort drei schöne Glasschmuckanhänger mitgenommen. Ich freue mich schon darauf, den Baum bald aufzustellen und zu dekorieren. Schade, dass uns quasi eine Woche Adventszeit genommen ist, weil der 4. Advent und Heilig Abend an einem Tag sind, finde ich blöd. Aber was will man machen… Und dann diese Diskussion, ob an Sonntag/Heilig Abend noch Läden geöffnet sein müssen. Ne, nicht wirklich, oder?

Genießt die Weihnachtszeit mit Euren Lieben. Einen wunderschönen 2. Advent, bei uns schneit es übrigens gerade. Welch seltenes Phänomen hier im Ruhrgebiet.

Antje Krause – Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde

Ich weiß, ich habe schon länger nicht mehr über ein Buch geschrieben. Das möchte ich heute wieder einmal machen. Es geht diesmal um ein Buch zum Thema Lifehacks.
Um Ostern herum war ich mal wieder in einer großen Buchhandlung und bin – vor lauter Sommer- und Blümchensehnsucht – mit diesem Buch wieder heraus gestiefelt. Lifehacks kennt man ja aus dem Internet schon reichlich. Manchmal sind ja auch richtig tolle und kreative Sachen dabei, die mich wirklich beindrucken. Deshalb war ich durchaus interessiert. Ich gestehe, ich wusste nicht mal, dass man darüber schon Bücher schreibt.  Ein Buch über Lifehacks im Bereich Garten und Balkon, das hat mich direkt angesprochen. Ich habe nur grob durch geschaut, muss ich gestehen. Vielleicht hätte ich mir noch einen Moment mehr nehmen sollen.

Grundsätzlich ist das Buch nicht (ganz) schlecht, es gibt wirklich den einen oder anderen nützlichen Tipp, den ich noch nicht kannte. Was mich jedoch stört, es wird nicht sonderlich detailliert berichtet, wie man etwas machen soll, es wird quasi nur so angerissen und alles recht groß, meist auf zwei Seiten präsentiert. Mehr Bildchen und „Sprüche“, als wirkliche „Instruktionen“ oder Anleitungen.  Dazu öfter eine Leerseite mit Raum für eigene Notizen. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber würde ich mir wirklich eigenen Ideen in so ein Buch schreiben? Ne, eher nicht, muss ich gestehen. Da würde ich mir wohl eher eine eigene Kladde anlegen… Dann total bescheuerte Tipps wie z.B.: „Nicht mit rot lackierten Fingernägeln Erdbeeren pflücken, Verwechslungsgefahr…“ Ehm ja. Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Typ Mensch für dieses Buch. Zum Durchblättern und inspirieren lassen ist es prima, aber so richtig viele neue Tipps habe ich leider nicht erhalten und wie gesagt, mir mangelt es an detaillierten Beschreibungen. Nun sind Lifehacks nicht unbedingt total kompliziert, so dass man immer eine Art Gebrauchsanweisung benötigt. Jedoch würde ich mir schon etwas mehr richtigen „Inhalt“ wünschen für die stolzen 17 Euro, die das Buch dann am Ende doch gekostet hat.

Hier greift für mich wunderbar der gute alte Spruch: „Never judge a book by it’s cover.“ In diesem Fall habe ich mich blenden lassen von Thematik und ansprechender, bunter Gestaltung.

Ich bin sicher, das Buch wird seine Liebhaber finden, für mich ist es am Ende jedoch nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Und wäre ich nicht so vorschnell gewesen und hätte mich vor lauter Sehnsucht nach Buddeln, Sonne, Blümchen und Sommer hinreißen lassen, ich hätte es angeschaut, es als „nett“ abgelegt und wäre weiter gezogen. Insofern, ich werde es  verkaufen.

Balkonien 2017 – Blümeln und „Balkonbesetzer“

Bisher konnte ich aufgrund der Wetterlage recht gut verdrängen, dass die Tage der offenen Türen bei uns in den umliegenden Gärtnereien anstanden. Ich habe sie brav verstreichen lassen. Am letzten Wochenende habe ich es jedoch nicht mehr ausgehalten und wir sind auch los und haben nach Blumen geschaut. Dank einer Nacht herumwälzen, weil ich einfach nicht wieder einschlafen konnte, hatte ich immerhin schon eine Idee, wie unser Balkon in diesem Jahr aussehen könnte. Also nicht so ganz planlos und dieses Mal habe ich mich auch nicht von anderen Pflanzen „ablenken“ lassen.

Zunächst war jedoch das Ausbuddeln der alten Pflanzen angesagt. Mag ich ja nie so sonderlich, aber muss ja sein. Die Stacheldrahtpflanzen wanderten direkt auf den Kompost. Bei der Heide hingegeben waren die Pflanzen noch so schön, quasi wie neu, dass ich sie im Vorgarten meiner Eltern untergebracht habe, wo sie sich ausgezeichnet machen. Bis auf 4 Stiefmütterchen, die noch bleiben dürfen und die roten Heucheras, sind die übrigen Pflanzen auch auf den Kompost gewandert. Etwas Erde war auch noch da. Also los zum Blümeln.

Bei der örtlichen Gärtnerei Tensmann wurden wir direkt fündig. Alles, was ich gerne haben wollte, war vorrätig. Und ich war tapfer, ich habe nicht nach dem sonstigen Angebot geschaut. Nein, ich hatte schließlich einen Plan.

Gekauft haben wir am Ende dann folgendes:

  • 2 schwarzäugige Susanne in gelb
  • 6 weiße Geranien, stehend und klassisch in der Form
  • 3 Männertreu
  • 3 Husarenköpfchen

Ok, ich habe noch ein wenig im Innenbereich geshoppt, aber das zählt jetzt nicht zur Sommerbepflanzung…

Wenig, wenn ich die Vorjahre so sehe. Ich möchte auch gerne noch Portulakröschen und Kräuter kaufen, wenn es etwas wärmer vom Wetter her wird. Hier und da muss was ersetzt werden. Die Kräuterwand soll wieder voller werden, ich habe die Erdbeeren nun vollkommen raus geschmissen. Es hing zu wenig dran. Hat sich irgendwie nicht so richtig gelohnt. Und wenn es mal eine Frucht gab, waren die Vögel auch gerne Gast…

Nachdem alles eingepflanzt war, konnten wir den sonnigen Samstag auch prima genießen.

Wir haben den kleinen Grill rausgeholt, ein paar Kerzen angemacht, Deko aufgehängt und einfach noch den Rest Sonne  genossen. Der Tag war viel zu fix durch dies und das verflogen.

Hin und wieder wunderten wir uns, weil ein winziger Vogel hier und da um uns herum sauste. Sehr schnell, quasi aus dem Nichts kommend, Kamikaze… Gedacht haben wir uns jedoch erst einmal nichts dabei.

 

Am Sonntag entdeckten wir dann, nach einer weiteren Kamikaze-Flugaktion dieses winzigen Vogels, dass wir „Balkonbesetzer“ haben. Unser Hänger bzw. unsere vertikale Pflanzwand, nur teilweise bepflanzt und notdürftig entrümpelt, ist wohl für ein Rotkehlchenpaar unwiderstehlich gewesen und es wurde ein niedliches Nest in der 3. Etage gebaut. Die Kuhle war quasi schon da, überdacht, windgeschützt und mehr oder weniger trocken ist es auch. Davor noch ein kleiner Vorhang von Oregano, der aus der Nische drüber herunter rankt. Was will Mama Rotkehlchen noch mehr??? Jetzt sitzt sie auf ihren 6 Eiern und kuschelt sich da nett hinterm Oregano in der Kuhle zusammen.

 

Deshalb gibt es in diesem Jahr erst einmal nur notdürftige Handybildchen und ein paar Paparazzi-Bilder vom Nest. Die richtigen Aufnahmen folgen dann, sobald die Familie ausgezogen ist. Wir möchten jetzt möglichst wenig stören. Die Mama in spe lässt uns zwar auf den Balkon, kommen wir jedoch in Nestnähe, schreckt sie hoch und saust für eine kurze Zeit davon. Muss ja nicht sein. Ich schätze, in 3-4 Wochen hat sich das alles erledigt. Ich habe mich mal schlau gemacht. 12-14 Tage Brutzeit, 12-14 Tage Nestlingszeit, dann Auszug. Damit können wir leben. Die Kräuterwand und auch die Ruhmeskrone werden dann erst nach dem Auszug angegangen. War dann erst einmal Buddeln auf Sparflamme, quasi. Aber gut, die sind so niedlich, da kann man gar nicht böse sein. Nur die Bewässerungsanlage, die muss auf jeden Fall noch in den nächsten zwei Wochen installiert werden. Da muss Familie Rotkehlchen dann leider durch.

Balkon ist startklar

Gestern habe ich mit meinem Mann das schöne Wetter genutzt und unseren Balkon startklar für die neue Outdoor-Saison gemacht. Ja, ich weiß, es war Sonntag und eigentlich war das Wetter auch viel zu schön, um so etwas zu erledigen. Aber wir hatten bisher leider gar keine Zeit, um uns um unseren kleinen Hänger zu kümmern. Und irgendwann möchte man doch auch draußen sitzen können. Bevor das der Fall ist, steht leider immer etwas (mehr) Arbeit an…

Zunächst hat mein Mann unsere „Holzumrandung“ mit Holzschutzöl bearbeitet. Es soll ja alles lange schön bleiben und halten. Das Holz hat das Öl wie einen Schwamm aufgesogen und es war alles in allem super-schnell „weg“. So konnten die Blumenkästen schon nach kurzer Zeit wieder in die Halterungen. Jetzt fehlt hier nur noch unser hölzernes Blumenrankgitter. Das ist zur Zeit bei meinen Eltern. Mein Papa hat es abgeschliffen und dann mehrfach fachmännisch mit neuem Lack gestrichen. Es war dringend nötig. Ich freue mich schon, wenn es wieder an seinem Platz befestigt ist. Ist immer toll, wenn man so engagierte Männer in der Familie hat. Dankeschön, Ihr Lieben.

Danach ging es an den Boden, was etwas länger gedauert hat.  Gott sei Dank haben wir von meinem Vater ein Reinigungsmittel, was auch gegen Algen hilft und es uns ein wenig leichter macht. Also haben wir uns mit Schrubber und kleinem Dampfi von Kärcher ans Werk gemacht. Aufsprühen, Dreck anlösen, etwas abspülen und ein paar Gänge mit dem Dampfi drüber. Der hat u.a. so etwas wie eine kleine Dreckbürste, mit denen man wunderbar Fugen angehen kann. Quasi die „Dreckpfräse“ eines Dampfis, so als Pendant zum Hochdruckreiniger. Gott sei Dank, dass es so etwas gibt. Wir haben wirklich schöne Fliesen, aber auch kleine Mosaike mit eingearbeitet und jeder der (draußen) Fliesen hat, der weiß, je mehr Fugen, desto mehr potenzielle Dreckstellen… Vor allem, wenn man keinen überdachten Balkon hat. Ich liebe unseren Südbalkon ja wirklich, wir haben generell am längsten Sonne vom ganzen Haus. Aber wenn so richtiges Dreckwetter vorherrscht, dann sieht unser Balkonboden immer aus… Und alle anderen können quasi noch den Wäscheständer rausstellen oder im Regen mal kurz frische Luft schnappen. Ist bei uns nicht, aber wie gesagt, wenn man alles wieder schön sauber hat, hat man immer sehr lange was davon. Nach etwa 1,5 Stunden war auch das durch. Am meisten hält eh immer auf, alle Sachen aus dem Weg zu räumen bzw. kurz im Wohnzimmer so zu parken, ohne alles zu verdrecken.

Als der Balkon wieder schön sauber und trocken war (das Trocknen ging ebenfalls super-fix), mussten nur noch unsere Balkonmöbel wieder aus dem Keller hoch geholt werden. Das ging recht flott und dann konnten wir auch noch einen schönen Restnachmittag bzw. die frühen Abendstunden genießen und direkt auch das erste Mal auf Balkonien essen. Indisch, das erste Mal seit längerer Zeit. Und total lecker. Wir waren quasi im siebten Himmel und haben so den arbeitsreichen Sonntag angemessen und entspannt ausklingen lassen.

 

Mein Heuschnupfen hat sich bei dem ganzen Gerödel natürlich etwas bemerkbar gemacht. Aber alles in allem, ich kann nicht klagen. Es geht gerade noch und ich hoffe, das bleibt auch so. Einen lieben Gruß an alle Leidensgenossen, standhaft bleiben. Man hat es nicht leicht, wenn man Natur, draußen sein, Garten/Balkon und Buddeln liebt und sich mit diesen fiesen Allergien herumschlagen darf. Da hat auch im Dreck spielen leider nicht geholfen, zumindest nicht bei mir und ich war ein sehr aktives „Draußenkind“.

Jetzt kann ich schon etwas von der Sommerbepflanzung träumen. Die Stiefmütterchen stehen gerade in voller Blüte, aber erfahrungsgemäß werden sie von den Trillionen Blattläusen, die die vielen Linden rund um unseren Balkon heimsuchen,  auch in Kürze als Dessert ausgesucht. Das ärgert mich immer etwas, aber am Ende, ich brauche ja den Platz wieder für neuen Pflanzen.

Jetzt heißt es also, auf schönes Wetter für Balkon und Garten hoffen und bald mit dem Buddeln beginnen.

Fensterbänke entrümpeln und vom Frühling träumen

Was macht man im Winter, wenn man noch nicht so richtig buddeln kann? Man guckt erst einmal, ob man alle seine Indoor-Pflanzen gut gepflegt hat, ob hier oder da nicht mal ein neues, größeres Töpfchen fällig ist oder ob etwas gar nicht so recht klappen will. Und man macht sich natürlich schon ein wenig Gedanken über die Frühjahrs-/Sommerbepflanzung des Balkons… Chilis ja oder nein und so etwas. Langsam mal Gedanken dazu machen. Und bis dahin ein paar Bilder vergangener Ernten genießen. Ja, die waren echt lecker.

In letzter Zeit habe ich einige Orchideen umgetopft, die dringend neues Substrat und Zuwendung brauchten. Dann muss ich mir auch derzeit eingestehen, dass ein paar Pflanzen einfach nicht mehr so recht wollen. Ich habe gerade schweren Herzens zwei Usambaraveilchen entsorgt, die einfach „auf“ und nicht mehr ansehnlich waren. Ich fürchte, das waren nur die ersten Pflanzen, die nun einfach die Gang auf den Kompost antreten werden. Das tut mir immer in der Seele weh, weil ich kein schneller „Wegwerfer“ bin. Ich hätschele, pflege, versuche und am Ende habe ich oft die Fensterbänke mit nicht mehr wirklich schönen Pflanzen vollstehen. Das möchte ich 2017 etwas ändern. Ich muss lernen, mich auch mal zu trennen. Soll doch auch noch nett aussehen, auch mal wieder ein wenig luftiger aussehen. Quasi ein „blumiger Vorsatz“ für 2017. Deshalb gehe ich derzeit sehr kritisch durch unsere Wohnung und gucke. Gucke noch einmal und noch einmal und dann muss ich wirklich schnell eine Tüte nehmen und mich selbst überlisten. Ich muss mir quasi selbst die Reaktionszeit nehmen. Aber wo nichts weicht, kann auch nie etwas neues kommen. Das Dilemma einer passionierten Buddlerin. Wenn ich könnte, wie ich wollte und Platz hätte… Habe ich aber nicht. *hmpf*

Vorgestern habe ich übrigens so gegen 17:00 Uhr das erste richtige Vogelgezwitscher des Jahres gehört. Es klang schlagartig nach Frühling. Und wenn ich auf der Arbeit aus dem Fenster gucke, dann sehe ich doch tatsächlich bei den vielen Weiden, die dort so stehen, bei einigen Sorten die ersten Kätzchenknospen, die sich öffnen. Also, durchhalten, es wird wieder mit Licht und Wetter. Und damit auch mit dem Buddeln.