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Partybrötchen in Tannenbaumform

Wir haben am zweiten Feiertag ein neues Rezept probiert und uns angeregt durch die Borrelkultur unserer niederländischen Freunde ein „Borrelplankje“ mit feinen Leckereien dazu gebastelt.

„Borrelplankje“, was ist das? Ganz einfach, ein wundbares Brett mit lauter kleinen Leckereien, die man gerne mag und die man dann einfach nach Herzenslust zu einem guten Glas Wein oder Sekt genießt. Hier eine Olive, da eine gefüllte Paprika… Einen Cracker mit Käse oder Hummus gefällig? Oder ein feiner Dipp? Dann nur zu und dazu dann dieses schöne Partybrot, das man nach je nach Geschmack und Laune noch pimpen kann mit „Belag“ oder auch „Füllung“.

Wir haben das Rezept aus dem wirklich schönen Sonderheft „Festtagsküche“ von Landidee. Es lohnt sich und war so einfach und prima vorzubereiten, dass wir es uns für Silvester in Raketenform noch einmal backen werden. Auch aufgebacken schmecken die kleinen Kugeln ganz wunderbar. Ideal auch zu einer Party oder zum Grillen. Auch ein tolles Geschenk aus der Küche, ein schönes Mitbringsel. Bei der Form kann man kreativ sein.

Zutaten für ein Bäumchen mit ca. 35 Portionen:

  • 5 g frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe
  • 400 g Mehl
  • 8 g Salz
  • 50 g Naturjoghurt
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • ca. 200 ml Wasser
  • 2 Kugeln Mozzarella à 125 g (oder auch gerne die kleinen Bällchen, dann einfach halbiert)

Für die Garnitur:

  • 1 Ei
  • fein gehackter Rosmarin und Thymian, Röstzwiebeln, getrocknete Tomaten, Sesam, Kümmel, Schwarzkümmel, … zum verzieren

Zubereitung:

Zunächst ist es wichtig, was für Hefe verwendet wird. Bei Frischhefe diese zerbröckeln und im Wasser auflösen, kurz zur Seite stellen. Bei Trockenhefe alle Zutaten (ausgenommen Mozzarella) in einer großen Schüssel vermischen und dann vorsichtig nach und nach das Wasser zugeben und zu einem schönen, möglichst nicht klebenden Teig verkneten. Bei der Trockenhefe diese dann mit dem Wasser zu den trockenen Zutaten geben und ebenso zu einem schönen Teig verarbeiten.

Den Teig nun mit einem Tuch abdecken und den Teig mindestens 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen (oder bis zu 36 Stunden im Kühlschrank).

Nach der Gehzeit den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und 35 Kugeln zu je 20 g formen. Pro Kugel ein Stückchen Mozzarella bereithalten und diese in die Kugel einarbeiten/einkugeln. Darauf achten, dass die Kugeln schön dicht verschlossen sind, damit der Käse nicht flüchtet.

Nun ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Wunschform aus den Kugeln legen. Bei dem Weihnachtsbaum funktioniert das in etwa so, von oben nach unten gelegt:

1 > 2 > 1 > 2 > 3 > 4 > 5 > 6 > 7 > 2 > 2

Die Kugeln so legen, dass sie sich gerade so eben berühren. Wenn der Baum fertig liegt, erneut mit einem Tuch abdecken und das Kunstwerk noch eine Stunde in Ruhe gehen lassen.

Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und dann das Ei verquirlen. Das Bäumchen mit dem Ei bestreichen und mit den Wunschbelägen verzieren.

Auf mittlerer Schiene nun gute 18-22 Minuten goldbraun backen. Gerne noch lauwarm verzehren.

Winterbalkon und Advent 2021

Schon wieder ist fast ein ganzes Jahr seit dem letzten Blogbeitrag vergangen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Doch auch dieses Jahr war geprägt von herben Verlusten und schweren Rückschlägen in der Familie, die rein gar nichts mit der Pandemie zu tun hatten. Doch nichts desto trotz, es gibt uns noch und ich möchte gerne wieder regelmäßig ein paar kleine Beiträge posten.

Ich fange mit etwas einfachem an. Unserem kleinen Balkon, denn da ist immer etwas los. Wir haben ihn winterfest gemacht und die mittlerweile schwer in die Jahre gekommenen Blumenkästen mit bunter Heide, Hornveilchen und einem Graspuschel bepflanzt. Dazwischen ist Tannengrün, um noch etwas aufzufüllen. Im Frühjahr möchten wir gerne neue Kästen haben. Doch bis dahin, einen Winter gehen sie noch. Die Lichterkette haben wir nun passend zum Advent ebenfalls eingebracht. Doch oh je, gleich heute früh hatten wir einen Ausfall, der uns nun zum Neuerwerb einer Kette zwingt. Immerhin sieht man das nicht direkt… Morgen machen wir eine neue rein. Dumm gelaufen, beim Lichttest ging noch alles. Hmpf.
Was sehr schön ist, die Vögel der Umgebung nehmen sehr dankbar unser Futterangebot an. Wir freuen uns darüber, auch wenn die kleinen Federbälle keine Tischsitten besitzen…

Unser Adventskranz ist dieses Jahr der bereits altbewährte Holzteller. Ich habe ihn mit Moos und einem grünen Potpourri und ein paar Kügelchen dekoriert. Am Rand sitzt ein kleines Engelchen, dass mir eine in Rente gegangene Kollegin als Schutzengelchen zum Abschied überreicht hat. Sie meinte, wir hätten es bitter nötig. Wie lieb. Und es ist wie gemacht für den Teller. Ich mag den Teller sehr gerne und nachhaltig ist es ja auch, geliebte Stücke immer wieder zu verwenden, sie umzudekorieren. Bei diesem Holzensemble geht das wirklich sehr gut. Als Kerzen haben wir Teelichter vom örtlichen Imker gekauft, die jedoch leider höher waren, als die Einsätze der kleinen Sternchen. Sieht nicht ganz so rund aus, aber nun ja, muss ja nicht alles bis zum bitteren Ende perfekt sein. Wir mögen es auch so und freuen uns auf das erste Lichtlein am Sonntag.

Bis dahin, gebt auf Euch acht und bleibt gesund. In Kürze wieder mehr vom kleinen grünen Planeten.

Erdnuss-Plätzchen

Lange war es hier sehr still. Das Jahr war ein schweres für uns und Corona war noch das geringste Übel. Doch bald ist Weihnachten und wir wollen dankbar auf das schauen, was wir haben und ein paar leckere Plätzchen genießen. Der 3. Advent bietet sich vielleicht beim einen oder anderen zum Plätzchen backen an. Also ran an den Backofen und heute Nachmittag gibt es dann frische, duftende Kekse zur 3. Kerze.

Dieses Rezept habe ich in Mamas und meiner liebsten – gemeinsamen – Zeitschrift „Mein Buffet“ entdeckt und musste es einfach ausprobieren. Der Hammer! Ursprünglich sollten es Kekse in Form von Streichhölzern sein. Wir haben uns jedoch recht pragmatisch für Ausstecherle entschieden. Und wir haben die 200 g rote Cake Melt-Schokolade weg gelassen, die quasi die Spitze der Streichhölzer als „Anratscher“ darstellen sollte. Also falls Ihr Streichhölzer machen wollt, 200 g sind im Originalrezept angegeben zum „Eintunken“.

Zugegeben, die Kekse sehen nicht sonderlich spektakulär aus, aber sie sind einfach nur super-duper lecker und manchmal braucht es nicht viele Schnörkel und Zierborten, manchmal muss es einfach nur lecker sein.

Zutaten:

  • 150 g Butter (zimmerwarm)
  • 150 g Erdnussbutter (zimmerwarm, Erdnussbutter light funktioniert auch ganz toll)
  • ein paar Tropfen Butter-Vanille-Aroma
  • 200 g feiner Zucker
  • 250 g Mehl
  • 100 g geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung:

Erdnussbutter, Butter, Salz und Aroma aufschlagen, bis die Masse weißlich-cremig geworden ist.

Derweil die Erdnüsse hacken und bei Seite stellen.

Den Zucker in die Buttermasse einrieseln und unter Rühren auflösen lassen. Dann das Mehl beigeben und zu einem glatten Teig verkneten.

Die gehackten Ernüsse unter den Teig mengen und diesen in einer verschlossenen Dose für eine gute Stunde in die Kühlung stellen.

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf einer Backmatte oder einer leicht bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Die Keksrohlinge auf das Backblech legen und ca. 20 Minuten backen. Auf einem Rost auskühlen lassen (und ggfs. mit Schoki weiter bearbeiten).