Archiv des Monats: Mai 2015

Birgits Herzwaffeln

belgische-herzwaffeln2Beim Geocachen lernt man wirklich liebe Menschen kennen. Diese Erfahrung haben wir jetzt schon öfter machen dürfen. Jetzt kennen wir auch eine zweite Birgit und diese hat bei einem Event diese wunderbaren Waffeln mitgebracht. Wir waren optisch wie geschmacklich sofort verliebt. So schöne Waffeln. Und der Teufel ist ein Eichhörnchen, nicht einmal eine Woche später gab es ein Herzwaffeleisen beim Discounter. Zumindest theoretisch, denn bei unserem war es natürlich schon wieder ausverkauft. Netterweise hat Birgit uns dann das Eisen (nebst Rezept) besorgt und wir konnten ihre tollen, erfreulich wenig süßen Waffeln direkt ausprobieren. Weil das Rezept so klasse ist und die Süße eben nicht so erschlagend ist, möchten wir das Rezept gerne teilen. Natürlich kann noch nach eigenem Geschmack nachsüßen, keine Frage. Aber ich muss gestehen, ich finde es wirklich prima so und es verträgt sich sogar sehr gut mit WW.

Die Waffeln bleiben lange frisch, ohne dabei trocken zu werden und man kann sie aufgrund ihrer Form ganz hervorragend im Toaster aufknuspern. Vielleicht auch mal eine Frühstücksidee? Ich denke derzeit darüber nach, ob man sie vielleicht auch einfrieren und dann einzeln entnehmen und aufknuspern könnte. Habe schon die eine oder andere Idee dazu. Hier aber nun das lang genug gepriesene Rezept. Einen lieben Dank an Birgit.

Zutaten für ca. 16 Waffeln:

  • 125 g Margarine oder Butter (Halbfettmargarine funktioniert auch super)
  • 2-3 Eier (je nach Größe)
  • 2-3 EL Zucker (bei uns wie immer Rohrzucker)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/4 l Milch
  • 250 g Mehl (bei uns wie immer Dinkelmehl)
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 50 g gehobelte Mandeln (gehackte gehen notfalls auch, keine geriebenen, sonst geht der tolle Crunch verloren)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen schönen Waffelteig herstellen, ihn kurz ruhen lassen und dann die Waffeln ganz normal im gefetteten Eisen abbacken und mit Puderzucker bestäuben.

Bei diesem Herzwaffeleisen sind es in etwa 2 EL Teig pro Herzchen, die benötigt werden, um die 16 Waffeln heraus zu bekommen.

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Balkonien 2015

Zunächst möchte ich gerne frohe Pfingsten wünschen und hoffe, wo immer Ihr auch gerade seid, Ihr habt es da warm und sonnig und könnt die freien Tage genießen.

Urlaubsbedingt haben wir dieses Jahr unseren Balkon etwas später fertiggestellt. Das Wetter war bisher eh wenig einladend, wenn ich ehrlich sein soll. Also, was gibt es in diesem Jahr auf unserem Balkon? Wir haben uns für eine bunte Mischung aus dekorativen und essbaren Dingen entschieden. Nebenher habe ich bei meinem bisher liebsten Blumenlieferanten (für Sommerblumen) einen herben Rückschlag in Sachen Kompetenz und Freundlichkeit hinnehmen müssen. Aber davon etwas später mehr…

Also, dieses Jahr haben wir folgendes in unseren 4 Kästen:

Kasten Nummer 1, seitlich, mit Rankgitter versehen:

  • 2 (hoffentlich) orangene Schwarzäugige Susannen, diesmal bei den lieben „Rimküssen“ erstanden
  • 2 Mini-Petunien in gelb/pink, jeweils genau konträr gestreift
  • 2 blaue „Gänseblümchen“
  • 1 geschenkte weiße ??? – ich habe keine Ahnung

Dann kommt unsere schöne Terrakotta-Gießkanne mit zwei blauen Gänseblümchen. Ich mag die einfach sehr gerne. In den beiden blau glasierten Terrakottatöpfen habe ich je ein frisches Lavendelpuschelchen gesetzt. Sommer ohne Lavendel geht schließlich mal so gar nicht.

In den Kästen 2-4 (nach vorne raus) dann folgendes:

  • 2 hängende pinkfarbene Geranien, mit einem leichten hellen Streifen in der Mitte
  • 2 zartblaue großblühende Petunien
  • 2 orangene Mini-Petunien
  • 1 weiße Strukturpflanze, die irgendwas mit Snow im Namen hat und heftig nach Honig duftet
  • 1 Efeu, das schon länger bei uns wohnt und sich erst einmal erholen muss, die Pflanze sieht jeweils arg mitgenommen aus, aber ich denke, wir kriegen das wieder hin

Wir haben zunächst alle Pflanzen aus den Kästen „gebrochen“. Oder wahlweise geschnitten, es war alles total verwurzelt und wirklich ganz dringend neue Erde fällig. Zwei der Lavendelpflanzen und die Efeupflanzen haben wir behalten. Der Lavendel ging zu meinen Eltern in den Garten. Dankeschön, Mama und Papa, dass Ihr immer wieder Pflänzchen Asyl gebt. Also, Kästen geleert, gesäubert und dann los, um neue Pflänzchen einzukaufen und Erde zu besorgen.

Zunächst haben wir bei den Rimküssen vorbeigeschaut und dort die zwei Susannen erworben. Die sahen einfach wunderbar kräftig aus und auch wenn keine Blüte zu sehen war, wir sind optimistisch, dass es orangene sind. Und selbst wenn nicht, gelb ist auch schön.

Bei unserem üblichen Sommerpflanzendealer Fischer kam dann irgendwie eine leichte Ernüchterung auf. In der Regel gibt es ja immer Ende April/Anfang Mai zwei Wochenenden mit „Tag der offenen Tür“, wo dann dort auch wirklich der Bär steppt. Dieses Mal sind wir nicht hin, weil wir in den Urlaub fahren und vorher nicht groß pflanzen wollten. Als wir also zum „Blümeln“ dort ankamen, hatten wir schon den Eindruck, irgendwie nichts Besonderes vorzufinden. Irgendwie hatte ich eigentlich bisher jedes Jahr einen „Wow“-Moment , wo ich am liebsten en Masse zugeschlagen hätte oder gestaunt habe, was es so alles gibt. Dieses Mal nicht. Ich habe mich sehr schwer getan mit der Auswahl der Pflanzen. Ich hatte mir eine Farbrichtung ausgesucht und dann einfach mal geschaut, was es wohl dazu passendes gab. Hm, die Auswahl war nicht so riesig und ich muss echt sagen, es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Es  gab dieses Jahr auch keine Blattschmuckgeranien, die ich die letzten 2-3 Jahre so gerne hatte. Hm. Also gut, nach einer großen Runde durch die Hallen, haben wir uns dann für die oben aufgelisteten Pflanzen entschieden. Weiterhin haben wir eine Runde durch den Gemüse- und Kräuterpflanzenbereich gedreht, dort aber erst einmal nur halbherzig geschaut. Erst die Kästen fertig machen, dann sehen wir weiter. So war unsere Motivation. Fehlte also zu guter letzt nur noch Erde. Und hier kam dann der Knackpunkt. Bei den Säcken mit Erde war nirgendwo torffreie Erde. Es gab auch eine Hausmischung, aber auf der war mal rein gar nichts verzeichnet. Also haben wir nachgefragt. Die nette Dame an der Kasse wusste leider nicht Bescheid und rief einmal quer durch die Halle zur Kollegin rüber, die wohl mehr Plan haben sollte. Die rief dann nur zurück: „Haben wir nicht.“ Und einen Moment später kam noch ein recht patziges: „Torffreie Erde gibt es auch gar nicht.“ Da ist mir die Kinnlade doch etwas runter geklappt. Nicht nett – und auch absolut nicht wahr. Da ist wohl klar Fortbildungsbedarf… Und ja, ich bin sehr nachtragend und werde die Augen nach einem anderen Blumendealer auf halten.

Nun fragt sich der eine oder andere vielleicht, warum wir torffreie Erde haben möchten und was nun das Problem (neben der patzigen Antwort) ist. Warum es wichtig ist, sich mal Gedanken zur Verwendung von Torf in Blumenerde zu machen, kann man prima beim NABU nachlesen. Dort gibt es neben der Aktion „Torffrei Gärtnern“ auch viele Informationen, warum unsere Torfmoore geschützt werden müssen. Da ich in einer Behörde arbeite, die unter anderem für Umweltschutz steht, möchte ich gerne versuchen, wo es mir möglich ist, auch sinnvoll zu agieren. Mir ist schon klar, nicht  jeder kann sich (auch kulinarisch oder anderweitig) leisten auf Biosiegel oder sonstiges zu achten, aber dennoch würde ich gerne darauf hinweisen, dass es wichtig ist, hier und da mal die Augen nicht zu verschließen und sich ein paar Gedanken zu machen, bevor man z.B. losbuddelt.

Wir haben also nach etwas suchen auch eine torffreie Erde gefunden und nachdem ich mich gehörig über die Blödheit der Dame bei Fischer geärgert habe, durfte ich feststellen, dass viele Leute vom „Fach“ offenbar gar nicht wissen, womit sie täglich pflanzen. Eine wirklich sehr nette Gärtnerin in einem anderen Gartenbaubetrieb hätte Stein auf Bein geschworen, ihre Erde wäre torffrei. Bis wir gemeinsam aufs Etikett geschaut haben. Da war sie schon etwas verblüfft.

Nun denn, Erde rein in die Kästen, Pflanzen gleich hinterher. Die Ergebnisse seht Ihr in den Bildern der Galarie.

Nachdem wir dann die Kästen fertig hatten, haben wir uns unserer Vertikal Gardening System zur Brust genommen. Zunächst haben wir uns einen Sack Tonkügelchen als Drainageschicht besorgt. Darüber kam wiederum die (torffreie) Blumenerde. Und hinein kamen dann:

  • 3 verschiedene Erdbeeren
  • 2 Tagetes (angeblich sollen das irgendwelche besonderen Sorten sein, kann ich jedoch nicht sagen, ich finde, die sehen nach „normal“ aus, aber sicher war auch das wieder die absolute Fachkenntnis der Leute bei Fischer…)
  • 1 Zitronenthymian (ja, das war mein Kraut 2014 und ich wollte es unbedingt wieder haben)
  • 1 Thaibasilikum
  • 1 kleinblättriges Basilikum
  • 1 Zitronenbasilikum
  • 1 rotblättriges Basilikum
  • 3 verschiedene Chilipflanzen
  • 1 Oregano
  • 1 winzig kleine Tomate

Weiterhin haben wir zwei Strauchbasilikumpflanzen „Magic White“, 1 Pflänzchen zur Verstärkung beim Schnittlauch und 2 Blattpetersilien gekauft. Dann noch die bestehenden Kräuterpflanzen umgetopft. Die Ruhmeskrone wurde auch endlich eingebuddelt, wieder habe ich zwei Gefäße. Einmal der ursprüngliche blaue Terrakottatopf mit Rankgitter und zum anderen, weil es einfach viele Ablegerstücke gab, einen kleinen Kasten für unser Rankgitter, das mir mein Papa so toll vor einigen Jahren angebracht hat. Ich hoffe, es wird bei beiden wieder was. Dann ist dieser Bereich wieder schön begrünt.

Unsere Bewässerungsanlage ist auch installiert und wir haben schon ein paar Mal draußen gegrillt und es uns gut gehen lassen. Nun muss nur noch alles schön anwachsen und „Gas“ geben. Aber mit dem richtigen Dünger und viel Liebe wird es schon werden. Also, auf geht es ins Balkon- und Gartenjahr 2015.