Yvette Van Boven – Home made, natürlich hausgemacht

Ja, ich gebe zu, wir sammeln Kochbücher. Neue Kochbücher sind immer ganz besonders aufregend. Stundenlang kann man sie wälzen, erkunden, sich an schönen Bildern und Illustrationen erfreuen und am Ende schöne Rezepte ausprobieren. Wir lieben es.

Hier nun ein weiteres aus unserer Sammlung. Es ist ein ganz dicker Wälzer, einer der sich wirklich lohnt. Das Buch ist zunächst einmal wunderschön aufgemacht und man kriegt für sein Geld wirklich was in die Hand. Das Buch ist schwer und voll von Tipps, Rezepten und Anleitungen, wie man bestimmte Sachen macht: Einwecken, Marmeladen kochen, Eis herstellen, Brot backen, … Es hat sich nicht thematisch festgelegt, vielmehr führt es uns durch den Tag. Zu allem Mahlzeiten des Tages und sonstigen Gelegenheiten finden sich hier wirklich sehr schöne Rezepte.

Was mir besonders gefällt ist, man lernt nebenher das eine oder andere dazu. Zwar habe ich schon sehr oft Marmelade gekocht, jedoch noch nie eingeweckt. Es wird auch endlich mal vorher erklärt, wie man Gläser sterilisiert und dergleichen. So etwas musste ich mir vorher immer von Mutti beibringen lassen oder mich im Internet schlau lesen. Finde es prima, dass solche Dinge auch mal in einem Buch stehen und man nicht nur den lapidaren Satz hat: Füllen Sie die Marmelade in ein steriles Glas. Insofern ist das Buch gleich ein doppelter Gewinn, schöne Rezepte und großzügiges Basiswissen.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band, der bald erscheint: Winter. Home made. Das Buch ist hoffentlich genauso toll und gerade die Winterküche finde ich besonders spannend. Ich freue mich jetzt schon wieder auf die Kürbis- und Eintopfzeit oder so richtig deftige Schmorgerichte, wie sie nur im Winter schmecken.

Champignon-Cake nach Gourmande

Die Tage war ich zu Gast auf Gourmandes Blog und fand dort dieses Rezept. Einfach, relativ schnell zubereitet (von der Backzeit mal abgesehen) und eine super Sache zum in den Garten schleppen, um es mit den lieben Nachbarn zu teilen.

Der Cake ist super geworden und wir werden ihn sicher noch ganz oft machen. Wir haben noch etwas Knoblauch hinzugegeben und als Käse den wundervollen älteren Pecorino von der Fattoria La Vialla verwendet. Eine Chili würde sich sicher auch noch gut darin machen oder Schinkenwürfelchen, sofern man kein Veggie ist. Insgesamt erinnert er mich auch ein wenig an unser italienisches Olivenbrot. Das ist auch so ein Kracher, der sich super fein vorbereiten lässt, um dann einen lauen Sommerabend damit zu glänzen.

Unser Tipp: Man sollte unbedingt Bio-Champignons verwenden. Diese mögen ein wenig teurer sein, jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, beim Anbraten geben sie nicht „literweise“ Wasser ab und man hat wirklich ein wundervolles Ergebnis, ohne die Pilze zu Tode braten zu müssen, um die Flüssigkeit loszuwerden oder sie gar abgießen zu müssen.

Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 250 g Bio-Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Olivenöl
  • 180 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 Bio-Eier
  • 50 g Butter
  • 50 ml Olivenöl
  • 125 ml Milch
  • 1 TL Salt
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 100 g Pecorino, gerieben (oder wie in Gourmandes Rezept Greyerzer bzw. eine Mischung aus Comté und Parmesan)
  • Butter und Paniermehl für die Form, sofern man keine Silikonform verwendet

Zubereitung:

Die Zwiebelwürfelchen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Kurz bevor sie glasig sind, den gehackten Knoblauch kurz mitdünsten. Dann die Mischung aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Die Pilzscheiben in die Pfanne geben und diese rundherum schön kräftig anbraten, bis sie eine schöne Farbe haben. Dies muss auf höchster Stufe erfolgen. Verwendet man keine Bio-Pilze muss man nun so lange braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Die Milch leicht erwärmen und die Butter darin zum schmelzen bringen.

Mehl mit dem Backpulver mischen und mit den Eiern verquirlen. Die lauwarme Milch-Butter-Mischung, das Öl sowie Salz und Pfeffer zum Teig geben und alles gut vermischen.

Dann den Käse, die Pilze, die Zwiebeln und den Knoblauch unter den Teig rühren.

Eine Kastenform bei Bedarf mit Butter und Bröseln präparieren. Den Teig in die Form geben und diese in den vorgeheizten Backofen (180 °C Ober- und Unterhitze) stellen.

Die Backzeit beträgt ca. 50-55 Minuten. Einfach mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Cake am Ende gut ist. Bleibt nichts am Stäbchen hängen, so ist er fertig.

Rose Marie Donhauser – Draußen genießen: Sommerfeste, Grillen & Picknick

Das Buch hat mir Sgail zum Geburtstag geschenkt. Was habe ich mich gefreut. Ich hatte es nämlich schon einige Zeit auf meinem Wunschzettel stehen und mir immer für einen intensiveren Blick vorgemerkt. Jetzt kann ich sagen, es ist ein wirklich schönes Buch mit tollen Bilder und vor allem Rezepte, die man nachkochen möchte und kann. Nichts allzu abgehobenes und dennoch kreativ.

Ähnlich wie beim Biokisten-Kochbuch besticht das Buch durch eine sehr schöne Gestaltung und taugliche Rezepte und es ist ebenso vom Kosmos-Verlag. Findet man nicht oft genug Bücher, die man wunderbar ansehen kann, wo aber die Rezepte eher nichts sind? Hier ist das nicht der Fall und ich freue mich schon, das eine oder andere nachzukochen und auf dem Balkon oder mit „Nachbars“ unten im Garten zu verkosten.

Fortschritte bei den Chilis

Unsere Chili-Pflanzen machen derzeit große Fortschritte. Wir sind ganz begeistert. Sie scheinen sich in ihren neuen Kästen sehr wohl zu fühlen. Das System ist wirklich klasse. Die Pflanzen wachsen schön gerade hoch und haben durch Kästen und Wand auch einen guten Schutz gegen Windböen. Das war früher oftmals ein Problem. So kuscheln sie sich quasi schön an ihre Kästen und bieten nur wenig Angriffsfläche. Allerdings muss man beim Gießen die Pflanzbuchten ein wenig im Grün suchen. Ist ganz schön dicht geworden.

Hier hat Sgail Bilder der Früchte gemacht. Wenn alles schön reif wird, was derzeit dran hängt, dann haben wir die beste Ernte seit langem. Es hängt wirklich sehr viel dran. Hach ja, schön wäre es. Ich würde gerne wieder etwas trocknen und eigene Chiliflöckchen daraus herstellen. Allerdings müssen wir dann echt bei der Ernte gucken, was am Ende welche Sorte ist. Vor lauter Grün sieht man kaum noch, aus welcher Pflanzmulde die Pflanze ist. *lach* Gut, dass wir überall Schildchen angebracht haben, so müssen wir dann nur die Ästchen zur richtigen Mulde zurück verfolgen.

Wildblumenstrauß

Ich hatte neulich Geburtstag und bekam von einer Kollegin diesen wunderbaren Wildblumenstrauß. Ich war entzückt. Er war nicht nur mal so ganz anders, als alle anderen Sträuße, die ich so im Laufe meines Lebens bekommen habe, er hielt auch noch sehr gut. Ich hatte eine ganze Woche Freude daran. Und ich bin mal wieder begeistert davon, was es ausserhalb der Standardpallette noch so an Blumen und Gräsern gibt, die sich wirklich hübsch in der Vase machen.

Dahlienblüte 2012 Teil 2

Und seit zwei Tagen blüht die zweite Pflanze nun auch. Die  Blüten gingen regelrecht explosionsartig auf. Das schöne Wetter war daran sicher nicht ganz unschuldig. Alle Pflanzen haben sich nach dem vielen Regen in der Sonne der letzten Woche wirklich wunderbar erholt. Gestern ging hier dann immer mal wieder ein sanfter Regen nieder, den die Blumen nach der Hitze ebenso mochten, wie Sgail und ich.

Spaghetti Eis – ohne Eis

Diesem Rezept bin ich locker zwei Jahre hinterher gewetzt. Eine liebe Kollegin hatte Geburtstag und eine Schüssel von diesem Hüftgold mitgebracht. Ihre Freundin hatte es für sie gemacht. Total lecker. Ganze zwei  Jahre hat es gedauert, bis ich endlich ans Rezept kam. Gestern konnten wir dann diese Köstlichkeit endlich  zubereiten, allerdings in halber Menge. Denn das Originalrezept ist partytauglich und für ca. 10 Personen gedacht.

Zutaten:

  • 500 g Mascarpone
  • 500 g Magerquark
  • 170 g Puderzucker
  • 3 TL Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 700 ml Sahne
  • 3 Packungen Sahnesteif
  • 1-2 Vanillezucker
  • 750 g Erdbeeren
  • etwas Zitronensaft
  • 70 g Puderzucker
  • Raspeln aus weißer Schokolade

Zubereitung:

Mascarpone, Quark, Puderzucker, Vanillezucker und Zitronensaft cremig verrühren.

Die Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen und unter die Creme ziehen. Die Masse in eine große Schüssel füllen.

Die Erdbeeren mit Zitronensaft und Puderzucker pürieren. Dabei dürfen ruhig ein paar grobere Stückchen bleiben und es sollte nicht zu flüssig werden.

Die Erdbeermasse auf die Quarkmasse streichen.

Über die Erdbeeren weiße Schokoraspeln geben. Alles gut durchkühlen und servieren.

Regen, Regen, nichts als Regen

Letztes Jahr hatte ich den fetten Herbstblues im August. Erst im August, müsste man eigentlich dieses Jahr sagen. Dieses Jahr habe ich ihn noch früher. Man, wir haben Juli. Ja genau, das ist der Monat, wo früher um die Zeit Sommer war. Wo ich als Kind garantiert mehr oder weniger 6 trockene Wochen Sommerferien hatte. Wo man draußen spielen, respektive Zeit im Garten verbringen konnte. Alles Dinge, die gerade nicht gehen. Ich ärgere mich, ich friere und ich laufe in Wintercrocs mit Fellchen dran herum, weil ich keine Lust auf nasse Füße habe. Das Wasser steht überall zentimeterhoch und unser Garagenhof ist mehr oder weniger eine Schlammgrube. Ich möchte, dass wir Nepi anmachen, weil es mich fröstelt. Und mir tun die Kids, die Ferien haben,  gerade so leid (und ihre Eltern erst…) und mehr oder weniger in der Bude hocken müssen.

Meine schönen Pflanzen leiden unter der permanenten Nässe. Von zwei blauen Schneeflockenblumen (Sutera), werde ich mich wohl in Kürze verabschieden dürfen. Sch…, ich hasse das. Eine hatte ich schon vor Wochen nachgekauft, da sie auch schon durch Dauerregen zu Grunde ging. Jetzt werde ich wohl kaum noch welche bekommen bzw. macht es auch keinen Sinn mehr nachzubessern. Sgail sagt zwar  immer „Symmetrie ist die Kunst der Einfaltslosen“, aber ich mag es trotzdem symmetrisch was meine vier Kisten Balkonbepflanzung „nach außen sichtbar“ angeht. „Wild“ ist es dann auf der Fensterbank innen, das was man von der Straße aus nicht sieht.

Es verregnet gerade mehr oder weniger alles. Ich habe so Frust. Unsere schönen Blumen. Wenigstens die schwarzäugigen Susanne und die Dahlien sind derzeit sehr, sehr schön. Den Susannen scheint der viele Regen gar nichts auszumachen, die Dahlien stehen noch etwas geschützt und haben gerade die ersten Blüten geöffnet. Und mein Liebstöckel schwächelt auch nicht, ebenso die Minze und die Zitronenmelisse. Ich ernte und trockne gerade eifrig bzw. lasse mir weitere Verarbeitungsarten dazu einfallen. Immerhin habe ich so das Gefühl noch ein klein wenig zu „gärtnern“, auch wenn sich dieses gärtnern nur auf das wenige Abschneiden von ein paar Kräutern oder das Auszupfen von verregneten, total verklebten Geranienstengeln beschränkt. An unsere Chilis mag ich derzeit gar nicht so richtig denken. Sie wachsen zwar, aber ob wir was ernten können? Fruchtansätze sind reichlich da. Nur wenn es so weiter regnet, wird es sicher nichts. Entweder verfault alles oder sie werden wohl nie reif. Ich bin echt traurig und gefrustet und verlagere gerade meine Aktivitäten nach drinnen und buddele da aus lauter Verzweiflung an meinen Topfpflanzen herum.