Archiv des Monats: April 2026

Kokosnuss-Sauerteig-Scones

Mein Mann backt seit einigen Monaten erfolgreich unser Brot mit selbst angesetztem Sauerteig. Eine Wissenschaft für sich, wenn Ihr mich fragt. Dabei fällt oftmals ein Rest an, der sogenannte Discard. Der ist viel zu schade, um ihn zu entsorgen. Es gibt im Netz viele tolle Rezepte, was man mit Discard alles anstellen kann. Dieses Rezept ist eines davon.

Wir haben das Rezept beim amerikanischen Blog Healingslice entdeckt. Vielen Dank dafür.
Das Rezept überzeugt durch einfache Herstellung, wunderbare Zutaten und am coolsten, die Scones sind in einem Tortencontainer lange frisch und halten sich über einige Tage. Sie schmecken nie alt, was ich äußert faszinierend finde. Die Textur ist saftig, frisch und man kann wunderbar mit dem Topping spielen. Die Kokosnusscreme-Glasur ist für sich schon sehr lecker. Mit einem Topping wird es jedoch noch besser. Wir hatten statt Kokosnussstreifen schon gefriergetrocknete Himbeerbröckchen on top und ich kann mir noch viele weitere Varianten vorstellen, kandierte Ananasstückchen z.B., …

Wir haben das Rezept für uns minimal abgewandelt. Hier ist unsere Version.

Zutaten für 8 Stück:

  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 100 g Zucker
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz, ca. 1/2 TL
  • 1 Päckchen Vanillezucker bzw. Vanilleextrakt
  • 60 g Kokosnusscreme, ungesüßt (+ ein klein wenig mehr, um sie direkt vorm Backen einzustreichen)
  • 65 g Kokosraspel
  • 110 g gekühlte, ungesalzene Butter in Blöckchen geschnitten (gerne vorher eine halbe Stunde ins Eisfach geben, dann bleibt der Teig stabiler)
  • 100 Sauerteig-Discard
  • 1 Ei Größe M
  • Abrieb einer Bio-Limette oder Bio-Zitrone, ersatzweise funktioniert aber auch etwas Limetten-/Zitronensaft (wir haben meistens immer etwas frischen Saft im Kühlschrank)

  • Glasur:
    • 3 EL Puderzucker (wir mögen die Glasur nicht so super-dick)
    • 1-2 TL Kokosnusscreme
    • ein wenig Zitronen-/Limettensaft für Frische

  • Topping:
    • geröstete Kokosspäne, gefriergetrocknete Himbeerstückchen, …

Zubereitung:

Zucker und den Abrieb von Limette/Zitrone gut vermischen. Mehl, Backpulver, Salz, Vanillezucker und Kokosraspeln hinzugeben und vermischen. Dann die Butter in Stückchen einarbeiten. Die Autorin des Originalrezeptes reibt die eiskalte Butter hinein. Bei uns hat es auch so gut geklappt. Der Teig ist dann bröselig und das muss so sein.

Die feuchten Zutaten bestehend aus Discard, Ei und Kokosnusscreme in einer separaten Schale gut vermischen.

Nun alles zusammen mischen, bis sich ein klumpig/klebrig wirkender Teigball entsteht. Nicht überkneten, das ist ganz wichtig.

Nun auf einer bemehlten Fläche den Teig zu einem runden Fladen ausrollen. Die Dicke sollte am Ende ca. 2-3 cm betragen. Den Teigfladen in 8 Teile aufteilen, wie bei einer Torte.

Damit der Teig beim Backen nicht auseinanderläuft, sollte man ihn mind. 1 h einfrieren. Geht auch prima über Nacht. Wir haben keinen großen Eisschrank und daher die Scones mit Backpapier getrennt in einer großen Dose eingeschichtet eingefroren. Leider nicht ganz so cool, wie ein Blech einfach in einen riesigen Eisschrank zu schieben. Aber es funktioniert.

Zum Backen den Ofen auf 180°/ 200° C Umluft bzw. Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nun die Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und sie noch mit ein klein wenig extra Kokosnusscreme einstreichen. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Während die Scones auf einem Gitter abkühlen, kann man in Ruhe die Glasur herstellen. Die Glasur vorsichtig mit den beiden Flüssigkeiten anrühren, bis sie schön dicklich und gut aufzutragen ist. Sacht an die Konsistenz rantasten, wie immer bei Puderzucker-Glasuren.

Die ausgekühlten Scones mit der Glasur bestreichen und mit gewünschtem Topping bestreuen. Auf unseren Bildern seht Ihr dieses Mal kein Topping. Wir müssen beim nächsten Mal weitere Bilder machen. Die Himbeer-Version war zu schnell aufgegessen…

Osterzopf

Was wäre Ostern ohne einen schönen Hefezopf oder auch ein Osterlämmchen? Da würde doch einfach etwas fehlen. Für alle Kurzentschlossenen hier noch ein schönes Rezept. Es entstammt ursprünglich dem schönen Backbuch von „Einfach backen“ und hat sich bei uns bewährt. Das Rezept funktioniert sowohl mit frischer Hefe als auch Trockenhefe. Einzig allein Geduld ist bei diesem Backwerk nötig, die Gehzeit ist wichtig und sollte unbedingt beachtet werden, damit man am Ende ein fluffiges Gebäckstück erhält.

Zutaten für einen großen Zopf (oder zwei kleine):

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 475 g Weizenmehl Type 405 + ein klein wenig für die Weiterverarbeitung
  • 50 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei Größe M
  • 1 Prise Salz
  • ein wenig Milch zum Bepinseln
  • Hagelzucker oder gehobelte Mandeln zum Bestreuen

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Bei Verwendung von frischer Hefe diese nun in die Mulde bröckeln bzw. eben die Trockenhefe hineingeben. 3 Esslöffel der lauwarmen Milch mit einer Prise Zucker vermischen und über die Hefe gießen. Leicht vermengen (noch nicht komplett verkneten) und mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Nach den 15 Minuten das Ei, die restliche Milch, den Vanillezucker und eine Prise Salz beifügen und auf Hoher Stufe kneten. Die Butter in Stücken untergeben und mind. weitere 5 Minuten kräftig kneten.

Den Teig dann nochmals unter dem Küchentuch 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in drei Teile teilen. Die Teigstücke zu je ca. 40 cm langen Rollen formen und daraus einen Zopf flechten. Den Zopf dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und erneut mit dem Küchentuch für 45 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft vorheizen. Den Zopf mit ein wenig Milch bepinseln und nach Wunsch mit Hagelzucker und/oder gehobelten Mandeln bestreuen. Den Zopf dann für ca. 15-20 Minuten holdbraun backen.

Tipp: Den Zopf kann man auch prima einfrieren.

Oster-Hefezopf 2026 - aus dem Buch "Best of Einfach Backen"