Alle Beiträge von Eloredana

Kleine Kunstwerke aus Glas – Orchideenstäbe

orchideen-staebe

Die habe ich neu. Die sind von Claudi und ich muss dringend mehr davon haben, weil ich mehr Pflanzen habe, als gedacht. Ich bin so verliebt. Die sind einfach ein Traum. Jeder einzelne Stab ein kleines Kunstwerk, egal ob Pilz, Herzchen, Blümchen oder Fröschi. Einfach nur wunderschön, farbenfroh und für meine Pflänzchen perfekt. Ich komme nur nicht aus, von daher, ich brauche dringend mehr davon. Die sind so schön bunt und machen gute Laune. Hach Claudi, Du bist eine echte Künstlerin und Glas ist ein so prächtiger Werkstoff.

Frühlingsboten

Ich bin krank, ziemlich erkältet und huste, als würde ich mich um den Job als Höllenhund bewerben mögen. Und weil ich derzeit nicht viel machen kann und es mir gar so jämmerlich geht, hat mein Mann mir Blumen mitgebracht. Er ist der Beste. Und die Blumen sind so schön, so wunderschön rosa und zart-lila. Hach. Ich liebe Tulpen. Ach, ich liebe einfach alle Blumen.

fruehlingsboten

Wiederentdeckt und Stand der Dinge

Es hat durchaus Vorteile sich wieder mit WW auseinander zu setzen. Derzeit gehen wir gerade unseren diesbezüglichen Rezeptfundus durch und sind dabei auf eins dieser leckeren Rezepte gestoßen, die wir im Rahmen von WW kennen- und lieben gelernt, jedoch aus den Augen verloren haben. Wie das immer so ist…

Fatayer bi lahim alias Libanesische Hackfleischtäschchen mit einem total leckeren Dipp aus Joghurt, Roter Bete und feinen Gewürzen gab es also nach längerer „Rezeptabstinenz“ an diesem Wochenende mal wieder und wir sind hellauf begeistert. Vor allem, weil wir mit Piggy und dem dazu passenden Fleischwolf erstmalig selbst Hackfleisch durchgedreht haben. Das hat total super geklappt und somit können wir von nun an unser Hack quasi selbst produzieren und müssen nicht auf teures Tatar zurückgreifen. Auch hier erweist sich unsere Piggy als super Küchenhelferin. Ich glaube, wir müssen unbedingt mal schauen, was es noch nützliches an KitchenAid-Zubehör für Piggy gibt. Vielleicht könnten wir noch etwas davon brauchen.

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Fatayer bi lahim – diätisch und trotzdem total lecker. Ehrlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor ich total abschweife, ein kleiner Zwischenbericht, wie es uns so geht mit WW. Unsere Abnahme läuft super und wir halten prima durch. Wir essen sehr abwechslungsreich. Was auffällig ist, unser Fleischkonsum hat sich noch einmal deutlich reduziert. Aßen wir vorher schon nicht so oft und viel, so essen wir jetzt noch weniger und noch ausgewählter. Der Brotkonsum und entsprechender Belag in Form von Aufschnitt aus dem Shöppchen sind deutlich weniger geworden. Es ist ein schönes Gefühl trotz allem glücklich zu sein und nicht das Gefühl zu haben, dass man etwas nicht darf, vermisst oder sich gänzlich verweigert. Ein so tolles Gefühl, dass ich, als ich gestern bei „The biggest Looser“ hängen geblieben bin, total Mitleid mit den Kandidaten dort hatte. Auch wenn die Leute da wohl offenbar freiwillig mitmachen.

Ich mag diese Shows nicht und gucke sie eigentlich auch nicht. Nicht weil es da ums Abnehmen geht. Ich mag generell diese Formate nicht und in diesem Fall finde ich es scheusslich, wie neben  dem obligatorischen Fleischbeschau da mit den Leuten umgegangen wird. Klar, das sind Härtefälle, die man nicht nur mit Kopftätscheln in die richtige Richtung bewegt und offenbar machen sie da alle auch freiwillig mit und wollen irgendwie auch noch Geld gewinnen. Keine Ahnung, wie das da alles genau abläuft. Was mich jedoch extrem störte und sehr auffällig war, dass man die Leute runtergemacht hat, weil sie zum Teil ja „nur“ 2 kg oder etwas weniger in der Woche abgenommen haben. Ich meine, hallo?! Das ist absolut super und in einem gesunden Bereich. Wenn man zu schnell zuviel abnimmt, das ist auch nicht gesund. So sehr man sich auch wünscht, die vielen überzähligen Kilos würden sich einfach *wusch* aus dem Staub machen, das man blitzschnell all das über Jahre angefutterte Gewicht wieder verlieren könnte und nicht mehr dick wäre.

Und diese Moderatorin, nach der ich gerade echt erst mal googeln musste, weil ich sie rein vom Gesicht nicht zuordnen konnte… „Ich bin Leistungssportlerin.“ Ich glaube, das hat sie so gut 3-5 Mal in kurzer Zeit, in einem ganz speziellen Tonfall, gesagt. Dieser Tonfall, ich weiß nicht so recht. Wie kann man bei den Menschen Erwartungen wecken, dass es gut und gesund und vor allem normal ist, in einer Woche so um die 5-6 kg zu verlieren und das alles andere quasi nur Müll und keine gute Leistung ist? Und das von einer Ärztin? Einer „Leistungssportlerin“, die, wie ich jetzt einfach mal total dreist und voll mit Vorurteilen vermute, noch nie wirklich Probleme mit ihrem Gewicht hatte. Ich habe eben mal gegoogelt, wie gesagt. Eine Frau, die am Wiegetag aufgedonnert wie nur was neben den vor Angst schwitzenden und kurz vorm Hyperventilieren stehenden Leutchen in ihren Sportklamotten steht. Leute, die sich dann auch noch halb nackig machen dürfen, damit sie zum einen die Klamotten nicht mitwiegen und zum anderen alle anderen und die ganze TV-Nation auch noch mal die Speckschwarten sehen können und die vielen Hautrisse und Dellen. Der Kontrast könnte nicht größer sein.

Ich kann mir nicht helfen, das was ich in der kurzen Zeit gesehen habe, hat mich Schaudern lassen. Und mich haben da nicht die dicken Menschen und ihr Speck vergrault, der da in Massen und sehr unvorteilhaft für alle sichtbar immer wieder groß in Szene gesetzt wurde. Ich war angeekelt von den Leuten, die da als „Helfer“ auftraten.

Mein Mann und ich haben uns angesehen und beide das gleiche gedacht. Wir nehmen nicht so schnell ab, wir bringen keine sportlichen Höchstleistungen, aber wir essen nach wie vor auch unter unserer „Diät“ lecker und freuen uns auch, wenn es mal nur 100 g sind, die nach einer Woche runter sind. Alles was runter ist, ist nicht mehr drauf und somit besser für uns. Einfache und bescheidene Logik, keine bösen Blicke und kein Runtermachen, wenn man mal einen schwachen Moment hat. Im Gegenteil, da hilft nur sich gegenseitig zu unterstützen, dem anderen eine Alternative zu Süßigkeiten oder anderen „Leckerchen“ zu bieten und vor allem nicht den Moralapostel zu spielen. Bah, das regt mich auf da. So sehr, dass ich tatsächlich über diese blöde Sendung schreibe, wo ich doch nur das nette Rezept mit Euch teilen wollte. Da kann man mal sehen.

Blitzschnelle rohe Tomatensoße inspiriert durch Gourmet Guerilla

Bei Mel von Gourmet Gouerilla haben wir ja schon manches Rezept gefunden. Dieses hier fanden wir besonders cool, da wir zum einen sehr gerne Pasta essen und zum anderen Miracoli so Ding aus der Kindheit ist, das wir auch heute noch sehr lieben. Und diese Soße erinnert tatsächlich ein wenig an die geliebte Tunke aus der Kindheit. Mama Miracoli lässt grüßen, ehrlich.

Das Rezept ist besonders. In vielerlei Hinsicht. Zum einen kann man es blitzschnell zubereiten. Zum anderen ist es eine rohe Soße. Da wird nichts stundenlang liebevoll geköchelt, mit Wein verfeinert und dergleichen. Nix da. Hier heißt es, alles rein in den Blitzhacker oder wie bei uns in Moi’s Glasmixbehälter, Knöpfchen drücken, abschmecken,  und ab auf die Nudeln. Parmesan drüber und dann einfach nur glücklich sein. Es ist ein Rezept das nicht nur diätfreundlich ist. Dieses Rezept kann nach einem stressigen Tag auf der Arbeit schlagartig die Stimmung heben, weil man eben nicht groß was machen muss, um am Ende trotzdem ein total leckeres Essen auf dem Tisch zu haben.

Mels Rezept haben wir ein wenig abgewandelt. Wir lassen die Zwiebel weg, geben aber dafür eine richtig schöne, scharfe rote Chili dazu. Diesmal entkernt, weil es ja nicht höllisch brennen soll. Außerdem nehmen wir weniger Öl. Und Pfeffer gehört für uns definitiv auch noch in die Soße.

Was noch zu erwähnen ist, man kann Soßenreste hervorragend im Böxchen gut gekühlt für den nächsten Tag aufbewahren. Schmeckt dann genauso fein wie am Tag zuvor und man muss nicht mal was warm machen. Genial, oder?

 Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 große rote Paprika, gewaschen und geputzt
  • 1 Knoblauchzehe, geputzt
  • 1 rote Chili, entkernt
  • 280 g Tomatenmark
  • 2 TL brauner Zucker (macht den Soßengeschmack besonders „rund“)
  • 1,5 TL Salz (wir nehmen für so etwas gerne unser eigenes Liebstöckelsalz)
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • ein wenig frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL gutes Olivenöl

Zubereitung:

Alle Zutaten im „Gerätchen seiner Wahl“ zu einer feinen Soße vermixen, noch einmal abschmecken, eventuell nachwürzen und genießen.

tomatensosse

Toastie-Pizza

Ein blitzschnelles, leckeres und sehr variables Gericht. Genau richtig, wenn man nur wenig Zeit, aber viel Hunger hat. Die Toastieböden werden schön kross. Und das, obwohl sie die Tomatentunke regelrecht aufsaugen wie ein Schwamm. Davon bitte nicht irrtieren lassen beim Belegen. Das Resultat ist wirklich sehr fein, schnell gemacht und mit einem schönen Salat ein gutes Essen. Und man kann die kleinen Dinger entweder vegetarisch oder mit Schinken, Salami oder Meeresgetier belegen. Ganz nach Laune und persönlicher Vorliebe. So etwas mag ich. Sogar WW-geeignet, man muss nur gucken, was man drauf macht.

Zutaten für 12 Mini-Pizzen:

toastie-pizza
Toastie-Pizzen frisch aus dem Ofen
  • 6 Vollkorn-Toasties
  • 100 g Tomatenmark
  • etwas Wasser
  • italienische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • „Wunsch-Pizzabelag“
  • Käse zum Überbacken, z.B. Gouda, Parmesan, …

 

Zubereitung:

Die Toasties halbieren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Den Backofen auf gut 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Tomatenmark mit ein wenig Wasser zu einer „Pizzasoße“ anrühren und mit den italienischen Gewürzen, Salz, Pfeffer und einem Hauch Zucker fein abschmecken.

Die Pizzasoße auf die Toastieböden streichen und nun nach Wunsch belegen und mit Käse bestreuen.

In den Backofen schieben und ca. 25 Minuten überbacken, bis der Käse schön verlaufen und goldbraun geworden ist.

Here we go again…

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Bitte einzeln aufsteigen!

Wir sind auf Diät. Nein, falsch. Weight Watchers ist ja keine Diät sondern eine Ernährungsumstellung. Darauf wird großen Wert gelegt, nicht unbedingt bei uns, mehr bei „denen“. Bei uns ist diese Umstellung leider meistens nur temporär, weshalb wir lieber von Diät sprechen. Nein, weder Bärbel Schäfer, noch Kathi Witt oder die derzeit omnipräsente Christine Neubauer haben uns zu diesem Schritt animiert. Die schrecken eher ab, wenn ich ehrlich sein soll. Vielmehr ist es die Tatsache, dass die Hosen kneifen, die Waage bei unseren Anblick aufschreit und wir schon einige Male mit „WW“ sehr gut abgenommen haben. Das Abnehmen war bei uns übrigens nie das Problem. Eher das Gewichthalten. Wir essen einfach zu gerne gut, sind zu schwach, wenn es darum geht beim sommerlichen Biergartenbesuch mit Freunden immer nur beim Salatteller zu bleiben und das großzügige Grillbuffet mit Verachtung zu strafen. So haben wir also beide nach sehr erfolgreichen Abnahmen leider wieder zugenommen und nicht den nötigen Biss gehabt, mal eher was daran zu ändern. Jetzt haben wir den Salat und das gerade buchstäblich. Jeden Tag wandern wir mit schön appetitlich „eingelockten“ Salaten und Obstmischungen zur Arbeit. Wir kommen uns ein wenig vor, als würden wir Werbung für die Firma Lock & Lock machen, wenn wir unser Futtertäschchen auspacken. „Wir haben da mal was vorbereitet“ lautet die Devise. Ist ja nicht so, dass wir Salat nicht gerne essen würden oder Obst. Meistens sind wir ja nur zu faul, es uns zuzubereiten und mitzunehmen. Mit der Faulheit ist es nun vorbei, ich komme mir schon vor wie in der Futterküche eines Zoos. Jeden Tag nach der Arbeit schnippele ich für Sgail und mich einen herzhaften Salat und einen Becher Obstsalat zurecht. Das frisst durchaus Zeit, auch wenn man schon vorgearbeitet hat und den Blattsalat nur aus einer „Locki“-Box nehmen und ein paar frische Zutaten dazu schupsen muss.  Sgail ist dann für das Dressing zuständig. Mal mit Jogi, mal mit Essig, Öl und z.B. Senf und Honig. Aber am Ende lohnt es sich. Im Moment genießen wir die täglich wechselnden Salate sehr. Es ist eine Bereicherung des Bürotages, wenn man wie Sgail keine Kanti hat oder wie bei mir auf der Arbeit die Kanti einfach nichts taugt.

Es gibt natürlich auch jede Menge positive Reaktionen von Kollegen, Freunden und Familie, die motivieren. Motivieren, auch wenn man mal eine Woche nur ganz wenig oder gar nicht abgenommen hat. Der Körper ist eben keine Maschine und man muss einfach am Ball bleiben, auch wenn es nicht immer leicht ist. Sicher ist man enttäuscht, wenn man sich quasi eine Woche „gequält“ hat und es nicht zusch gemacht hat, wenn man auf die Waage steigt. Und das, wo man sich gerade in dieser Woche schon so schlank „gefühlt“ hat. Das muss besonders ich mir hinter die Löffel schreiben. Ich neige leider dazu, sehr schnell ziemlich unglücklich zu sein, wenn es nicht so fluppt. Hach ja.

Die Motivation ist derzeit sehr groß bei uns. Wir gehen morgen in die 3. Woche. Noch vermissen wir nichts. Noch sind wir nicht unglücklich über mangelnde Flexibilität. Die Sache mit der Flexibilität war es nämlich, die uns meisten zum Ende hin hat aufgeben lassen. Irgendwann waren wir es leid in Punkten zu denken, zu schauen, ob man noch mit Freunden raus gehen kann oder ob man sich lieber für das üppige Frühstück am Wochenende mit „echtem“ Käse, der doch so verdammt „teuer“ ist, entscheidet. Meistens geht und ging nämlich nur eins davon.

Das Thema Frühstück am Wochenende ist für uns ein ziemlicher Knackpunkt. Wo Sgail als Mann deutlich mehr Punkte zum Verfuttern hat, er sich deutlich mehr gönnen kann, muss ich ganz schön gucken, wo ich bleibe. In der Regel ist es so, ich versuche mir Punkte fürs Frühstück am Wochenenden anzusparen oder auch mal anzusporteln (das fällt mir wirklich sehr schwer). Wo ich früher Frühstück rein gar nichts abgewinnen konnte, ich nun unter der Woche gut klar komme mit einem Brot und etwas Obst, zelebrieren wir am Wochenende das ganze als Zeit für uns, Zeit für Gemütlichkeit, Zeit für Genuss. Da wird eine große Kanne Darjeeling gekocht, auch mal ein Frühstücksei gegessen und Radieschen, Kresse oder Ruccola zum Frischkäsebrot verputzt.

kuechenwaage
Freund oder Feind?

Und nun? Da steht die kleine Waage vor einem und zeigt, wie wenig 50 g Brot sind und wie „teuer“ der Lieblingsbrotbelag so ist. Da muss man sich entscheiden, was man quasi essen darf, damit es noch für den Rest des Tages reicht. Man muss gucken, ob man abends noch weg möchte mit Freunden, ob da noch Punkte für da sind. Flexibilität, Spontanität adieu. Sonst hat man nur geschaut, was man gerne mag und fertig. Dicker Seufzer, sage ich da nur. Da wird die sonst so schöne Zeit zu zweit zur Belastungsprobe für Herz und Seele und den Einkauf im Wurstshöppchen können wir uns irgendwie gerade fast ganz klemmen, weil wir da gar nicht genau berechnen können, was die feine Wurst so „kostet“. Nährwerte gibt es da nicht, wird doch alles frisch vom Stück geschnitten und mit irgendwelchen Basiswerten aus der WW-Fiebel fangen wir erst gar nicht an, das kann leicht nach hinten losgehen. Also kaufen wir dort nur noch ganz mageren Schinken ein und lassen die restlichen Köstlichkeiten leider links liegen. Ich weiß nicht, wie andere das machen, uns fällt es schwer auf so etwas zu verzichten, sich mehr mit abgepackter Wurst und solchen Dingen zu beschäftigen, wo man doch am liebsten im Shöppchen kaufen mag und den abgepackten Kram gar nicht so toll findet.

Und mit Freunden rausgehen, spontan ein Glas Wein zusammen trinken, Käse und Oliven dazu knabbern… Zwar kann Sgail sich aufgrund der höheren Punktzahl eher so etwas gönnen, lockerer mit allem umgehen, aber natürlich sind seine Punkte auch nicht endlos. Auch er muss schauen. Irgendwann war es bisher immer so, dass ich gekniffen habe. Ich mich abgekapselt habe und solche Abende habe ausfallen lassen, was natürlich total blöd ist. Man möchte weder sozial vereinsamen, noch sollte man sich Selbstkasteien und auf immer und ewig das Lieblingsrestaurant und vor allem seine Freunde meiden. Aber der verdammte Ergeiz ist ja da. Es könnte ja sein, dass man mit so einem Abend zurückgeworfen wird. Ganz blöde.

Ich hoffe, es klappt diesmal besser, wir gönnen uns hin und wieder mal was und sehen es nicht zu eng. Muss besonders ich mir auf die Fahne schreiben. Mein Mann ist da deutlich entspannter. Als gut, here we go again. Diesmal hoffentlich ohne die alten Fehler und Denkweisen. Wünscht uns Glück.

Los geht es

Dieses Jahr machen wir irgendwie alles anders, als sonst. Normalerweise fangen wir immer zwischen Weihnachten und Neujahr mit der Chilianzucht an. Dieses Jahr haben wir mal bewusst gewartet. Außerdem haben wir beschlossen, dieses Jahr gibt es etwas weniger Chilipflanzen, dafür aber auch einen Versuch mit Hängetomaten. Nach Tumbling Tom Tiger aus dem letzten Jahr haben wir ein wenig Blut geleckt und denken, ein Versuch kann nicht schaden. Es war nett, wie er da so hing und wir hin und wieder ein Tomätchen ernten konnten. Wir haben beim Risse zwei Sorten Saatgut erstanden. Sie sind wohl mit Tumbling Tom Tiger verwandt; denn sie nennen sich Tumbling Tom Red und Tumbling Tom Yellow. Wir probieren einfach mal, ob es was wird. Sollten wir Überschuss haben, im elterlichen Garten und bei den Nachbarn ist sicher noch etwas Platz.

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Des Weiteren haben wir noch ein Tütchen Mini-Sonnenblumen in unserem Saatgutfundus gefunden, die auch noch eine Chance erhalten sollen. Keine Ahnung, ob sie noch keimfähig sind. Sie waren ein Werbegeschenkt einer großen Buchhandelkette und irgendwie haben wir sie wohl leider vergessen. Wie gesagt, wir wollen mal schauen, ob sich da noch etwas tut, wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Mini-Sonneblumen finde ich auf jeden Fall sehr hübsch.

So, gleich mal Sgail in den Keller scheuchen das Anzuchthäuschen und die Quelltöpfchen bergen. Dann fix unser Anzuchthäuschen klar machen (noch einmal ordentlich säubern) und los geht es. Ich freue mich schon. Irgendwie ist das Häuschen immer eine Art Vorbote von Frühling und lässt uns langsam wieder von Licht, bunten Blumen und bald darauf von gemütlichen Abenden mit Grill und Windlicht auf dem Balkon träumen oder von herrlichen Wochenenden mit „Nachbars“ im Garten. Den derzeit immer wieder fallenden Schnee mögen wir ehrlich gesagt nicht mehr sehen.

Tomaten-Paprika-Feta-Creme / Zwiebel-Feta-Creme

Neulich sind wir nach langer Zeit wieder schwach geworden. Beim Einkaufen im örtlichen Edeka sind wir direkt am Eingang an einem dieser griechischen/türkischen Stände (welche Wurzeln der Verkäufer hat, kann man wirklich nur raten) hängen geblieben, die Oliven, Pilze, Peperonis und diverse Cremes und Dipps zu frischem Fladenbrot verkaufen.

Ja, was soll ich sagen… Ich weiß, die Sachen sind überteuert, werden viel zu fettig angerührt und man kann das so leicht selber machen. Ach menno, es war Freitagabend, der Hunger nach dem Gedrängel und Geschubse im Kaufland schon recht groß und kurz vorm Endspurt im Edeka geradezu unerträglich… Wir waren schwach. Und der nette Verkäufer, ja, er war wirklich ausgesprochen freundlich und höflich, hielt uns ausgezeichnete in Kräuteröl gebadete Champignons zum Kosten hin. Da konnten wir einfach nicht nein sagen. Und die Auberginencreme, hach, die war auch so fein. Mit Aubergine habe ich es ja nicht so. Auberginge habe ich bisher erst in zwei Variationen für essbar befunden. Einmal in der wirklich feinen Auberginen-Lasagne und zum anderen eben in dieser Creme. Alles andere war irgendwie Styropor-Geschmack. Aber ich schweife ab…

Alles in allem, wir haben zwei Schälchen dieser leckeren Cremes erstanden, einmal eine helle Creme mit Feta und Zwiebeln und dann noch ein Töpfchen mit einer Art Paprika-Chili-Creme, schön paprika-rot gefärbt. Für 10 Euro. Örghs. Nachdem dieses leckere, aber scheusslich fette Zeug verspeist war, ärgerte ich mich irgendwie darüber, es nicht selbst angemischt zu haben. So schwer ist es ja nicht. Ich hatte sogar hier schon mal ein kleines Basisrezept geblogt. Also haben wir beim nächsten Einkauf die Zutaten besorgt, die mir vorschwebten und heraus gekommen sind zwei wunderbare Cremes, die wir deutlich besser finden, als vom netten Händler. Tut mir ja jetzt irgendwie schon leid für ihn.

Hier meine neuesten Kreationen. Mit frischem Fladenbrot, Oliven und Peperonie genießen. Oder zum Grillen mitnehmen. Kommt sicher gut an.

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Um es mir ein wenig einfacher zu machen, habe ich zunächst eine Basiscreme angemischt und diese später einfach geteilt und weiter verarbeitet.

Zutaten Basiscreme:

  • 200 g Doppelrahm-Frischkäse natur
  • 250 g Quark
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Chilischote, entkernt
  • 1/4 rote Zwiebel, geschält
  • 1/2 Bund Blattpetersilie
  • 1 Spritzer frischer Zitronensaft
  • mediteranes Kräutersalz (oder einfach Salz und mediterane Kräuter wie Oregano, Basilikum, Rosmarin, …)
  • Pfeffer
  • 150 g Feta

Zubereitung der Basiscreme:

Alle Zutaten der Basiscreme – den Feta ausgenommen – im Blitzhacker oder mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. Ich habe hierzu den super-duper Braun-Mixstab bzw. das Blitzhackerdöschen von unserem rock-the-kitche-Gewinn verwendet. Wenn die Masse von der Konsistenz wie gewünscht ist, muss man entscheiden, wie klein man sich die Fetastückchen wünscht. Den Feta grob einbröseln und so lange mixen, bis man die für sich richtige Konsistenz erreicht hat. Dann die Masse halbieren und in zwei Schälchen füllen.

Jetzt geht es weiter mit der Zwiebel-Variante.

weitere Zutaten für die Zwiebel-Feta-Creme:

  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 rote Zwiebel, geschält

Zubereitung:

Die Frühlingswiebel in feine Ringe schneiden. Die rote Zwiebel in sehr feine Würfel. Beide Zutaten unter die Creme mischen. Schon fertig. Alles gut durchziehen lassen.

Nun die scharfe Tomaten-Paprika-Creme, auch diese ist einfach und schnell gemacht. Man sollte nur beachten, die getrockneten Tomaten sollten am besten schon am Vorabend mit ein wenig heißem Wasser übergossen werden, damit sie ordentlich einweichen und durchziehen können, bevor man sie weiter verarbeitet.

weitere Zutaten für die Tomaten-Paprika-Feta-Creme:

  • 6 getrocknete Tomaten, z.B. von Kattus, zuvor in heißem Wasser eingeweicht
  • je 0,5-1 TL Paprika edelsüß und rosenscharf
  • ein paar Chiliflocken
  • einen Strang Tomatenmark, gut 3-4 cm
  • 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die eingeweichten Tomaten ganz leicht ausdrücken und dann super-fein hacken. Der Blitzhacker eignet sich auch hierfür sehr gut. Zur Masse geben. Das Tomatenmark und die restlichen Gewürze zufügen, gut umrühren und durchziehen lassen.