Wiederentdeckt und Stand der Dinge

Es hat durchaus Vorteile sich wieder mit WW auseinander zu setzen. Derzeit gehen wir gerade unseren diesbezüglichen Rezeptfundus durch und sind dabei auf eins dieser leckeren Rezepte gestoßen, die wir im Rahmen von WW kennen- und lieben gelernt, jedoch aus den Augen verloren haben. Wie das immer so ist…

Fatayer bi lahim alias Libanesische Hackfleischtäschchen mit einem total leckeren Dipp aus Joghurt, Roter Bete und feinen Gewürzen gab es also nach längerer „Rezeptabstinenz“ an diesem Wochenende mal wieder und wir sind hellauf begeistert. Vor allem, weil wir mit Piggy und dem dazu passenden Fleischwolf erstmalig selbst Hackfleisch durchgedreht haben. Das hat total super geklappt und somit können wir von nun an unser Hack quasi selbst produzieren und müssen nicht auf teures Tatar zurückgreifen. Auch hier erweist sich unsere Piggy als super Küchenhelferin. Ich glaube, wir müssen unbedingt mal schauen, was es noch nützliches an KitchenAid-Zubehör für Piggy gibt. Vielleicht könnten wir noch etwas davon brauchen.

hackfleischtaeschchen
Fatayer bi lahim – diätisch und trotzdem total lecker. Ehrlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor ich total abschweife, ein kleiner Zwischenbericht, wie es uns so geht mit WW. Unsere Abnahme läuft super und wir halten prima durch. Wir essen sehr abwechslungsreich. Was auffällig ist, unser Fleischkonsum hat sich noch einmal deutlich reduziert. Aßen wir vorher schon nicht so oft und viel, so essen wir jetzt noch weniger und noch ausgewählter. Der Brotkonsum und entsprechender Belag in Form von Aufschnitt aus dem Shöppchen sind deutlich weniger geworden. Es ist ein schönes Gefühl trotz allem glücklich zu sein und nicht das Gefühl zu haben, dass man etwas nicht darf, vermisst oder sich gänzlich verweigert. Ein so tolles Gefühl, dass ich, als ich gestern bei „The biggest Looser“ hängen geblieben bin, total Mitleid mit den Kandidaten dort hatte. Auch wenn die Leute da wohl offenbar freiwillig mitmachen.

Ich mag diese Shows nicht und gucke sie eigentlich auch nicht. Nicht weil es da ums Abnehmen geht. Ich mag generell diese Formate nicht und in diesem Fall finde ich es scheusslich, wie neben  dem obligatorischen Fleischbeschau da mit den Leuten umgegangen wird. Klar, das sind Härtefälle, die man nicht nur mit Kopftätscheln in die richtige Richtung bewegt und offenbar machen sie da alle auch freiwillig mit und wollen irgendwie auch noch Geld gewinnen. Keine Ahnung, wie das da alles genau abläuft. Was mich jedoch extrem störte und sehr auffällig war, dass man die Leute runtergemacht hat, weil sie zum Teil ja „nur“ 2 kg oder etwas weniger in der Woche abgenommen haben. Ich meine, hallo?! Das ist absolut super und in einem gesunden Bereich. Wenn man zu schnell zuviel abnimmt, das ist auch nicht gesund. So sehr man sich auch wünscht, die vielen überzähligen Kilos würden sich einfach *wusch* aus dem Staub machen, das man blitzschnell all das über Jahre angefutterte Gewicht wieder verlieren könnte und nicht mehr dick wäre.

Und diese Moderatorin, nach der ich gerade echt erst mal googeln musste, weil ich sie rein vom Gesicht nicht zuordnen konnte… „Ich bin Leistungssportlerin.“ Ich glaube, das hat sie so gut 3-5 Mal in kurzer Zeit, in einem ganz speziellen Tonfall, gesagt. Dieser Tonfall, ich weiß nicht so recht. Wie kann man bei den Menschen Erwartungen wecken, dass es gut und gesund und vor allem normal ist, in einer Woche so um die 5-6 kg zu verlieren und das alles andere quasi nur Müll und keine gute Leistung ist? Und das von einer Ärztin? Einer „Leistungssportlerin“, die, wie ich jetzt einfach mal total dreist und voll mit Vorurteilen vermute, noch nie wirklich Probleme mit ihrem Gewicht hatte. Ich habe eben mal gegoogelt, wie gesagt. Eine Frau, die am Wiegetag aufgedonnert wie nur was neben den vor Angst schwitzenden und kurz vorm Hyperventilieren stehenden Leutchen in ihren Sportklamotten steht. Leute, die sich dann auch noch halb nackig machen dürfen, damit sie zum einen die Klamotten nicht mitwiegen und zum anderen alle anderen und die ganze TV-Nation auch noch mal die Speckschwarten sehen können und die vielen Hautrisse und Dellen. Der Kontrast könnte nicht größer sein.

Ich kann mir nicht helfen, das was ich in der kurzen Zeit gesehen habe, hat mich Schaudern lassen. Und mich haben da nicht die dicken Menschen und ihr Speck vergrault, der da in Massen und sehr unvorteilhaft für alle sichtbar immer wieder groß in Szene gesetzt wurde. Ich war angeekelt von den Leuten, die da als „Helfer“ auftraten.

Mein Mann und ich haben uns angesehen und beide das gleiche gedacht. Wir nehmen nicht so schnell ab, wir bringen keine sportlichen Höchstleistungen, aber wir essen nach wie vor auch unter unserer „Diät“ lecker und freuen uns auch, wenn es mal nur 100 g sind, die nach einer Woche runter sind. Alles was runter ist, ist nicht mehr drauf und somit besser für uns. Einfache und bescheidene Logik, keine bösen Blicke und kein Runtermachen, wenn man mal einen schwachen Moment hat. Im Gegenteil, da hilft nur sich gegenseitig zu unterstützen, dem anderen eine Alternative zu Süßigkeiten oder anderen „Leckerchen“ zu bieten und vor allem nicht den Moralapostel zu spielen. Bah, das regt mich auf da. So sehr, dass ich tatsächlich über diese blöde Sendung schreibe, wo ich doch nur das nette Rezept mit Euch teilen wollte. Da kann man mal sehen.

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