Atomkraft? Nein danke!

Zum Ende letzten Jahres war es mal wieder Zeit den Stromanbieter zu wechseln. Nachdem mein Mann ein paar Tage im Netz recherchiert hatte, fanden wir einen Stadtwerke-Anbieter direkt in der Nachbarschaft. Dieser bot uns, zu einem durchaus günstigerem Tarif als zuvor, Ökostrom an. Wir beschlossen, es wäre eine gute Gelegenheit, den Absprung vom herkömmlich teilweise mit Atomkraft erzeugten Strom zu Ökostrom zu wagen.

Atomkraft - nein dankeNoch vor Silvester stellten wir den Wechselantrag zum 01. Februar 2011. Leider klappte es nicht so, wie wir es uns gewünscht und geplant hatten. Wir bekamen nach einer Zusage zum 01. März 2011 von den Stadtwerken plötzlich Post von der RWE, die uns als neuen Kunden in der Grundversorgung begrüßten. Man kann sich unsere Verblüffung vorstellen. Abgemeldet waren wir beim alten Anbieter, beim neuen angeblich angemeldet und die RWE meinte nur trocken: Ätschiebätsch, wir haben Euch in der Grundversorgung und da kommt Ihr erst frühestens zum 01. Mai wieder raus.

Nach einigen Telefonaten mit den Stadtwerken und der RWE, das zog sich locker über drei Wochen, konnte die hoch motivierte Mitarbeiterin der Stadtwerke uns wirklich eine absolut bombensichere Zusage zum 01.03.2011 für unseren Ökostromtarif geben.

Nachdem jetzt in Japan zu sehen ist, wie groß die Sicherheitsrisiken bei Atomkraft sind, wie arm Land und Leute nun dran sind und wie wenig man bei einem Störfall wirklich machen kann, sind wir einfach nur froh diesen Schritt getan zu haben. Wir hätten Japan als mahnendes Beispiel absolut nicht gebraucht, aber es bestärkt uns in unserem Handeln. Insgesamt war es der bisher größte Hickhack bei einem Stromanbieterwechsel, den wir je hatten, aber es hat sich gelohnt. Unser Gewissen fühlt sich eindeutig besser an. Hoffentlich tun noch mehr Menschen diesen Schritt und zwingen die Politiker und Firmen, neue und erneuerbare Energien nutzbar zu machen und anzubieten.

Wir sagen ganz getreu dem alten Mottos nun auch: Atomkraft? Nein danke!

Und wir fühlen uns echt gut dabei.


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