Hach ja… Weihnachtsblues

Hach, was ging das wieder schnell. Wochenlang bemüht man sich um die richtige Weihnachtsstimmung, spielt Bing Crosby, Dean Martin und Frank Sinatra rauf und runter, dekoriert, putzt und wienert alles auf Hochglanz, hortet Geschenke und dann macht es *wusch* und alles ist schon wieder vorbei.  Da kriege ich den Blues. Aber so richtig.

Man hechelt von Familienmitglied A nach B, dann weiter zu C. Jemanden auslassen möchte man nicht. Am Ende ist alles schneller vorbei, als man „fröhliche Weihnachten“ sagen kann. Hm, ach man, schade aber auch. Ich möchte noch mehr von dem ganzen Zauber.

Sgail hat sich mit seinem Vater zusammen in die Stadt begeben. Ich wette, da wimmelt es nur so von Leuten, die verunglückte Geschenke umtauschen und überall wird es sicher brechend voll sein, weil man ja wegen der Feiertage mal einen Tag nicht einkaufen gehen konnte. Ich sitze das erste Mal seit drei Tagen entspannt zu Hause und fröne dem Weihnachtsblues, bestaune zum ersten Mal in Ruhe die schönen Geschenke und Aufmerksamkeiten von Familie und Freunden, genieße die letzte Praline von Anna bei einer Tasse Tee.

Es war und ist noch so schön. Unser Baum ist schön. Bei den Papas und Mamas war es schön, bei Tante und Cousinchen auch. Der Sauerbraten war eine Wucht, unser Frikadellentöpfchen auch. Ich freue mich auf schon auf die Reste davon zum Abendessen. Hach ja. Ich hätte aber trotzdem so gerne noch ein paar Tage länger „richtige“ Weihnachtszeit, so schön funkelig, so schön mit Stimmung. Einfach nur zum Genießen. Aber jetzt geht es ja schon wieder mit riesigen Schritten auf Silvester zu und darauf bin ich, wie jedes Jahr, so gar nicht wild. Ich mag keine Böller, mag es nicht gerne, wenn es überall zischt und knallt. Der ganze Dreck auf den Straßen, der Gestank. Hm ja, das nächste Weihnachten kommt bestimmt und bis dahin genieße ich die noch verbleibenden Tage im Funkellichterglanz unserer Weihnachtdekorationen, des Tannenbaums und raschle noch etwas mit dem verbliebenen Geschenkpapier.

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