Rotöl / Johanniskrautöl

Und hier der letzte Beitrag zum Weihnachtspresentkörbchen 2014. Dieses Mal nichts zu Essen oder Trinken, dieses Mal was zur Pflege und Heilung. Rot- oder auch Johanniskrautöl ist eine ganz vielseitige und wunderbare Sache. Es hilft bei Muskelkater, Rückenschmerzen oder gar Hexenschuss, kleinen Verletzungen wie z.B. Schnitten, Verbrennungen oder auch Hautirritationen. Man reibt das Öl auf die zu behandelnden Flächen. Bei längerer Behandlung mit Rotöl muss man jedoch bedenken, dass die Haut lichtempfindlich wird.

Alles in allem ist Rotöl sehr schnell und einfach gemacht. Man benötigt dazu nur ein sauberes Schraubglas, Bio-Olivenöl (immerhin schmiert man sich das Öl an den Körper) und die  Blüten des Johanniskrautes. Sonnenblumenöl geht übrigens auch, jedoch hat Olivenöl noch weitere Eigenschaften, die sich lohnen. Es wärmt zum Beispiel.

Johanniskraut blüht in der Regel von Juni bis August. In dieser Zeit zupft man die voll erblühten Blüten behutsam von der Pflanze und wenn man mit den Blüten ungefähr ein halbes Glas füllen kann, gibt man die Blüten zunächst auf ein sauberes, weißes Küchentuch, um auch hier ungebetene Gäste „ausziehen“ zu lassen.

Dann drückt man die Blüten entweder händisch oder im Mörser etwas an, damit sie ihren guten Wirkstoff Hypericin abgeben können. Dann gibt man sie ins Schraubglas. Die Blüten werden mit Olivenöl (oder Sonnenblumenöl) übergossen. Es sollte am Ende ca. 1 fingerbreit Öl über den Blüten stehen.

Nun lässt man das Glas verschlossen für gut 8 Wochen an einem möglichst sonnigen Ort stehen. Immer mal wieder schwenken, damit sich alles gut vermischt. Schon nach kurzer Zeit wird sich das Öl rötlich färben.

Nach 8 Wochen seiht man die Ölmischung durch ein feines Sieb ab und füllt das nun fertige Öl in dunkle Gläser. Kühl und dunkel lagern.

Übrigens, das Öl auf unserem Bild ist nicht richtig tiefrot geworden, weil es einfach an Sonne gemangelt hat. Ich hoffe auf dieses Jahr, wir werden einen weiteren Ansatz machen.

rotoel

 

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