Archiv der Kategorie: Kochlöffelchen

Scones nach Duchy Originals

Wir haben Sonntag einen neuen Versuch gemacht und Scones nach einem Rezept aus „Das Duchy Originals Kochbuch – Kompromisslos gutes Essen“ gebacken. Übrigens ein sehr schönes Buch, das von den Autoren Johnny Acton und Nick Sandler und mit einem Vorwort von Prinz Charles geschrieben wurde. In dem Buch lernt man, woher Prinz Charles‘ Firma Duchy Originals kommt und welche Philosophie er damit vertritt. Viele wundervolle Rezepte sind darin vertreten und wunderschöne Bilder von den Erzeugerfarmen der Duchy-Produkte.

Ich bewundere Prinz Charles für seine grüne Einstellung, sein gärtnerisches Talent und sein Geschick, die tollen Duchy Bio-Produkte an den Mann bwz. die Frau zu bringen. Er und sein Team machen das wirklich toll.

In dem ausprobierten Rezept wird Weinstein und Natron statt Backpulver verwendet und diese Scones sind kein Vergleich zum 1. Versuch letzte Woche. Sie sind vielleicht nicht so irre hoch gegangen, wie die ersten, aber geschmacklich um Klassen besser. Warm wie kalt ein echter Genuss. Und kein unangenehmes Bitzeln auf der Zunge, wie bei den ersten. Klasse. Wir werden aber dennoch noch weitere Rezepte probieren, einfach um unterschiedliche Rezepturen zu testen. Ich habe mir extra ein Buch zur englischen Teatime besorgt. Ich werde ich Kürze darüber berichten.

Zutaten:

  •  50 g Butter
  • 250 g Weizenmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 2 TL Weinstein
  • 1 EL extrafeiner Zucker
  • 1-2 Prisen Zimt
  • 150 ml Milch
  • 50 ml Crème fraîche
  • 50 g saftige Rosinen (nach Belieben)

Zubereitung:

Den Backofen auf 240 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapiert versehen.

Die Butter zusammen mit Mehl, Natron, Salz, Weinstein, Zucker und Zimt in einer Schüssel grob vermischen. Dann die Milch, Crème fraîche und die Rosinen zugeben und alles zu einem klebrigen Teig verrühren.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig nun kurz durchkneten . Den Teig auf eine Stärke von ca. 2,5 cm ausrollen und leicht bemehlen, damit das Ausstechen leichter fällt.

Die Scones ausstechen und auf das Backblech legen. Es sollten in etwa 8-9 Sconnes bei dem Rezept heraus kommen. Mit ein klein wenig Milch bestreichen und die Scones für ca. 10 Minuten backen. Dann den Ofen ausschalten und das Blech weitere 5 Minuten in der Hitze ruhen lassen, ohne die Ofentür zu öffnen.

Die Scones herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen und anschließend servieren.

Schnelle Wokpfanne mit Cashewnüssen

Gestern Abend gab es nach einem Tag Bummeln und großer Shoppingtour ein ganz wunderbares, schnelles Wokgericht zum Sattessen mit viel Reis. Immer wieder lecker, immer wieder der Gedanke: „Sollten wir öfter machen.“

Zutaten:

  • 3-4 Möhren, geschält und in Stifte geschnitten
  • 1 große rote Paprika, geputzt, entkernt und in feine Streifen geschnitten
  • 2 Frühlingszwiebeln, geputzt und in Ringe geschnitten, getrennt in weißen und grünen Anteil
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und in feine Würfelchen geschnitten
  • 1 rote Chili, nach Gusto entkernt oder nicht, in feine Ringe geschnitten
  • 1 dicke Knoblauchzehe, geputzt und in feine Würfelchen geschnitten
  • 1 Schale Zuckerschoten, gewaschen und geputzt
  • Salz, Pfeffer, Gemüsebrühepulver
  • Sonnenkussgewürz von Sonnentor
  • eine große Hand voll Cashew-Kerne, in einer Pfanne ohne Öl zuvor angeröstet
  • Sojasoße
  • Sesamöl
  • Erdnussöl zum Braten
  • ein wenig Wasser
  • Jasminreis als Beilage

Zubereitung:

Den Reis wie gewohnt kochen. Wir benutzen dazu in der Regel unseren Reiskocher. Reis, Wasser und Salz rein in die Kochschale, Deckel zu, anmachen, vergessen bzw. mit dem Hauptgericht anfangen.

Den Wok heiß werden lassen und dann ein wenig Erdnussöl hinein geben und kurz heiß werden lassen. Als erstes die Möhrenstifte hinein geben und umherschwenken. Dann folgen Paprika, Ingwer, Chili, der weiße Anteil der Frühlingszwiebeln und Knoblauch. Alles immer schön im Wok herum wirbeln. Nach kurzer Zeit die Zuckerschoten beifügen. Und als letztes den grünen Anteil der Frühlingszwiebeln dazu geben.

Nun alles mit Sojasoße, Sonnenkussgewürz, Salz, Pfeffer, Sesamöl und eventuell zur Abrundung mit ein wenig Gemüsebrühepulver abschmecken. Vielleicht auch noch ein klein wenig Wasser zugeben, wenn man sein Gemüse gerne etwas soßiger/feuchter zum Reis mag.

Zusammen mit dem Reis servieren und obenauf ein paar der gerösteten Cashews streuen.

Scones

Sgail und ich lieben England, Schottland und Irland. Das sind einfach ganz tolle Länder und wir mögen neben der schönen Landschaft auch die eine oder andere Spezialität. Teejunkies sind wir ja eh schon seit jeher.

Heute früh landete ich nach dem morgendlichen Online-Zeitunglesen mal wieder auf den Seiten von Splendid Britain. Hach ja. Ein wenig Sehnsucht-Surfen und checken, ob es was nettes aus Good old Britain im TV gibt. *dicker Seufzer* Neben Reise- und TV-Tipps gibt es da auch u.a. Rezepte und es zog  mich irgendwie zu den Scone-Rezepten. Spontan beschlossen Sgail und ich, wir backen jetzt welche. Die Zutaten waren praktischerweise alle im Haus.

Die sind optisch ganz große Klasse geworden, waren fix gemacht und stillten unsere Insel-Sehnsucht ein klitzeklein-wenig. Auch wenn sie etwas wie die Aufbackbrötchen von „Knack & Back“ aussehen, sie schmecken gänzlich anders. Sie sind herrlich locker und fluffig. Mit diversen Marmeladen verschnabulierten wir so genüsslich ein paar dieser kleinen Kerlchen zu einem verspäteten Frühstück. Zwar ohne Clotted Cream, aber das tat dem Genuss keinen Abbruch. Ging auch ohne und na ja, wir sollten ja eh schon länger auf Diät sein… *dumdidum*

Einziges Manko unsererseits, für unseren Geschmack deutlich zuviel Backpulver. Man schmeckte es leider gegen Nachmittag sehr deutlich raus, als die restlichen Scones wirklich komplett ausgekühlt waren und eine „Ruhepause“ hinter sich hatten. Und ich hatte mich tatsächlich schon gewundert, dass auf Splendid Britain tatsächlich für zwei Päckchen Backpulver „geworben“ wird. So werden wir die kleinen Kerlchen keinesfalls noch einmal backen.

Deshalb bitte vorsichtig beim Nachbacken sein und das Backpulver wieder auf ein normales Maß reduzieren oder es schmeckt arg nach Backpulver und prickelt auf der Zunge.

Wir werden es mal mit weniger versuchen bzw. noch andere Rezepte ausprobieren. Kann ja nicht sein, dass die Dinger mit weniger Backpulver nicht auch aufgehen. Im Dutchy Originals Kochbuch von Prinz Charles ist auch ein Rezept und da kommen Natron und Weinstein rein. Oder wir besorgen self raising flour. Oder… Also, wir werden auf keinen Fall aufgeben und neben der Optik auch noch den Geschmack – dauerhaft – hinkriegen. 😉

Hier ist das Rezept, das wir ausprobiert haben, also mit der Hammermenge Backpulver:

Scones, traditionell englisch nach Art von Splendid Britain

Zutaten:

225 g Mehl
55 g kalte Butter
2 Pck. Backpulver
1/2 Teelöffel salz
150 ml Milch
1 Ei verquirlt mit etwas Milch

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Mehl und Backpulver vermischen und zusammen mit Butter, Salz und Milch verkneten, bis der Teig geschmeidig ist. Sollte der Teig etwas zu feucht sein, vorsichtig ein wenig Mehl ergänzen.

Nun den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ca. 2 cm dick ausrollen.

Mit einer runden Form oder einem Glas Scones ausstechen. Bei uns kamen 9 kleine Teiglinge dabei heraus.

In England gibt es dafür extra “Scones Cutter”. Bei Ebay übrigens auch. 😉 Oder mit einem scharfen Messer den Teig in gleichgroße Dreiecke schneiden.

Die Scones nun auf das Backblech legen und mit dem Ei-Milch-Mix bestreichen.

Das Blech auf die mittlere Backofenschiene schieben und für ca. 15 Minuten backen, bis sie gut aufgegangen und schön goldbraun geworden sind.

Die fertigen Scones auskühlen lassen und dann traditionell mit verschiedenen Marmeladen und Clotted Cream genießen.

Sesam-Mangold mit Hühnchen und Reis

Wir waren heute zum ersten Mal im Hoflädchen eines Bio-Bauerns beim uns im Ort. Jahrelang gibt es den schon, irgendwie hat es jedoch nie mit einem Besuch geklappt. Heute sind wir endlich mal da gewesen. Und beim Einkauf in diesem knuffigen, bunten Lädchen ist uns auch ein dermaßen knackig-frischer Mangold ins Körbchen gehopst, der war so herrlich frisch, den mussten wir einfach direkt zu diesem schnellen Asia-Gericht verarbeiten. Der war so herrlich glänzend grün, quietschig-knackig-frisch, hach. Es war eine echte Freude. 🙂

Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Jasminreis
  • 1 Staude Mangold, gewaschen und geputzt
  • 1 Hühnerbrust, abgewaschen
  • 1 Zwiebel, geschält und in feine Würfel geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und in feine Würfel geschnitten
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält
  • 1 rote Chili, in feine Ringe geschnitten (entkernt oder nicht, nach Gusto)
  • Sojasoße
  • 2-3 EL Sesam
  • Salz, Pfeffer
  • Erdnussöl
  • Sesamöl (von geröstetem Sesam)
  • Stärkepulver

Zubereitung:

Den Reis mit etwas Salz entsprechend kochen. Wir haben dafür einen dieser so unglaublich praktischen asiatischen Reiskocher. Reis, Wasser und Salz rein, Deckel zu, anmachen, vergessen, bis man den Reis braucht.

Den Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten und zur Seite stellen.

Die Hühnerbrust trocken tupfen und in feine Streifen schneiden. Die Stücke mit etwas Stärke bestäuben/damit umhüllen.

In einem Wok etwas Erdnussöl mit ein paar Tropfen asiatischem Sesamöl erhitzen. Wenn das Öl richtig schön heiß ist, die Hühnerbruststücke goldbraun anbraten und aus dem Wok nehmen. Kurz zur Seite stellen.

Die Stiele des gewaschenen Mangolds abschneiden und in schmale Streifen schneiden. Zur Seite stellen und dies ebenso mit den Blättern machen.

Die Zwiebel, den Knoblauch, die Chili und den Ingwer im heißen Öl 2-3 Minuten anbraten. Dann die Mangoldstiele dazu geben und 3-4 Minuten mitbraten. Nun die Mangoldblätter beifügen. Diese ebenfalls mitbraten und alles gut durchmischen. Das Gemüse sollte am Ende noch Biss haben.

Die angebratenen Hühnerbruststreifen untermischen.

Mit Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Noch einmal alles gut durchmischen und auf dem gekochten Reis servieren. Darüber den angebräunten Sesam streuen und genießen.

Fenchelsalat mit Zitrusfrüchten

Nur noch Parmesanspäne drauf und fertig ist der Salat.

Aus unserem neuem Kochbuch „Meine Sonnenküche“ haben wir gestern direkt ein Rezept ausprobiert bzw. etwas abgewandelt. Uns fehlten leider Grapefruit, eine rote Zwiebel, Basilikum  und so richtig gerne mag ich Olivenöl in Salatsoßen ehrlich gesagt auch nicht. Unser Rezept ist ein klein wenig anders, auch von den Mengenverhältnissen, aber auf jeden Fall total lecker.

 

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 dicke Knolle Fenchel
  • 2 Bio-Orangen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • Keimöl
  • frisch gehobelte Parmesanspäne

Zubereitung:

Den Fenchel waschen, putzen und in feine Streifchen schneiden. Die Orangen filetieren, den Saft direkt mit in die Salatschüssel fallen lassen. Die Zitrone heiß abwaschen und dann die Schale abreiben und in die Schüssel geben. Anschließend auch die Zitrone filetieren und den Saft ebenfalls in die Schüssel fallen lassen. Die Zwiebel schälen und in ganz feine Scheibchen schneiden/hobeln und dazu geben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Einen guten Schuss Keimöl zufügen und alles gut vermischen.

Den Salat kurz durchziehen lassen und dann auf Teller geben und mit den frisch gehobelten Parmesanspänen bestreuen.

***

Im Originalrezept ist das alles etwas weniger rustikal. Dort wird erst der Fenchel auf einen Teller gegeben, darauf die Zitrusfruchtfilets dekorativ arrangiert. Dann einen Hauch Zwiebeln darüber verteilen und alles mit der in einem extra Schüsselchen gerührten Salatsoße begossen und mit Parmesan bestreut. Sicher sehr schön, wenn man Gäste bekommt. Bei uns musste es nach der Arbeit aber schnell gehen und daher die eher rustikale, aber nicht weniger schmackhafte Variante.

Hier die Zutaten des Originals für 4 Personen:

  • 2 große Fenchelknollen
  • 1 Orange
  • 1 Grapefruit
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Parmesan, grob gehobelt
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Basilikumblätter und Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone  zur Garnitur

Überbackener Chicorée

Habe heute wieder ein Rezept aus dem Biokisten-Buch probiert und es beim Kochen direkt etwas abgewandelt. Statt nur Chicorée zu überbacken, habe ich noch eine Lage gekochte Nudeln in die Auflaufform gegeben, um nicht nur Gemüse zu haben. Dann habe ich Knoblauch hinzugefügt und bei den Gewürzen auch noch Muskatnuss für die Soße. Ist sehr fein geworden.


Zutaten für 2 Personen:

  • 500 g Chicorée
  • Salz
  • Zucker
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1-2 EL Butter
  • 1/2 l Milch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Den gewaschenen Chicorée halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden. Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen und eine Prise Zucker beifügen. Den Chicorée darin etwa 2 Minuten vorkochen. Abtropfen lassen.

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen (Umluft 180 °C). Den Chicorée in eine Auflaufform legen.

Falls man nun mag, 250 g Nudeln kochen und unter den Chicorée geben.

1 EL Butter in einem Topf zerlassen und darin 1 EL Mehl unter Rühren kurz andünsten. Nach und nach mit der Milch aufgießen und die Soße andicken lassen.

Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Schalotte und den Knoblauch schälen und fein hacken. Schalotten- und Knoblauchwürfel kurz in ein wenig Butter andünsten. Im Originalrezept wird darauf verzichtet, ich fand es ohne Andünsten aber nicht ganz so fein.

Die angedünstete Schalotte und den Knoblauch zusammen mit der Petersilie und 50 g Parmesan in die Béchamelsoße rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Soße über den Chicorée geben und den restlichen Parmesan darüber streuen.

Etwa 20 Minuten im Ofen backen, bis alles schön goldbraun ist.

Kürbis-Orangen-Suppe mit Chilihack

In der letzten „Lecker“ gab es wieder ein Kürbisrezept, das uns ansprach. Ein Süppchen für zwei in recht kurzer Zeit zubereitet. Eine von Sgails neuen Curry-Mischungen von Herbaria konnten wir dann auch direkt ausprobieren. Total lecker. Ein paar frische Frühlingszwiebeln fürs Servieren sollte man sich außerdem aufheben, das gibt echt einen feinen Kick in der Kombi Suppe/Hack.

Zutaten:

  • 500 g Hokkaido
  • 200 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine rote Chili
  • 20 g Ingwer
  • 2 TL Öl
  • 1-2 TL Curry
  • ¼ l Orangensaft
  • 1 TL Gemüsebrühepulver
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 150 g Rinderhackfleisch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Kürbis waschen, entkernen und grob würfeln. Die Kartoffel schälen, ebenfalls grob würfeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Chili entkernen und in feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken.

1 TL Öl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebel und die Hälfte Chili andünsten. Kartoffeln und Kürbis hinzugeben und ca. 5 Minuten dünsten. Dann Curry und Ingwer beifügen und kurz mitdünsten. Mit Orangensaft und gut einem 1/8 l Wasser ablöschen. Aufkochen lassen, das Brühepulver einrühren. 15-20 Minuten köcheln lassen.

Die Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. 1 TL Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack darin krümelig braten. Die Lauchzwiebeln und die andere Hälfte Chili mitbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann mit der Hackmischung anrichten.

Sellerieschnitzel mit Parmesanbröselpanade

Inspiriert vom Biokisten-Kochbuch haben wir uns an ein Sellerieschnitzel gewagt. Gewagt deshalb, weil Sgail mag nicht besonders gerne Sellerie. Ganz im Gegensatz zu mir. Was soll ich sagen? Er ist seit heute Fan der Knolle. Zumindest dann, wenn ich sie ihm als Schnitzel serviere.

Im Buch wird dazu Brot oder Bratkartoffeln als Beilage empfohlen. Ich fände einen schönen, frischen Salat auch mehr als passend. Weiterhin wird laut Buch dazu eine Kapern-Apfel-Remoulade gereicht. Wir waren jedoch heute sehr faul und haben uns mit normaler, gekaufter begnügt. Die Remoulade machen wir dann gerne ein anderes Mal selber. Sicher bald, denn Sgail fragte direkt nach dem Essen, ob wir morgen nicht noch eine Knolle Sellerie kaufen könnten. So für demnächst, eh Sonntag?

Sellerieherz – ganz von allein entstanden

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Knolle Sellerie, geschält/geputzt
  • ein großzügiger Spritzer Zitronensaft
  • 5-6 EL Mehl
  • 2-3 Eier, aufgeschlagen, gewürzt mit Salz und Pfeffer
  • 100 g Semmelbrösel
  • 50 g frisch geriebener Parmesan
  • Sonnenblumenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den geputzten Sellerie in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einem Topf Wasser aufsetzen und dieses mit Salz und Zitronensaft „würzen“. Den Sellerie ca. 4 Minuten darin „ankochen“. Herausnehmen, abschrecken und abtropfen lassen.

Eine „Panierstation“ bestehend aus einer Schale Mehl, einer Schale mit den aufgeschlagenen und mit Salz und Pfeffer gewürzten Eiern sowie einer Schale mit der Mischung aus Bröseln und Parmesan bereitstellen.

Ausreichend Öl in einer Pfanne heiß werden lassen. Dann die Selleriescheiben zunächst in Mehl wenden, durchs Ei ziehen und schließlich mit einer Panade aus Bröseln und Parmesan versehen. Die Scheiben dann von jeder Seite gut 4-5 Minuten bei mittlerer Hitze knusprig und goldbraun braten.

Don’t call me Schnitzel, I’m Celery! – Und was für einer. *yummi*

31 tolle Tellertage oder was kommt heute auf den Tisch?

Von meiner Freundin Anna bekam ich zu Weihnachten ein ganz pfiffiges und cooles Geschenk. Einen Wandkalender den man mit Lieblingsrezepten füllen kann. Für jeden Tag des Monats ein Rezept. Nie wieder die Frage: Was koche ich heute? Ich finde die Idee so etwas von genial. Eine tolle Geschenkidee, die Anna da aufgetan hat.

Das gute Stück nennt sich 31 tolle Tellertage und ist von Eine der Guten. Dort gibt es u.a. ziemlich süße Postkarten, Kalender- und Notizbücher. Alles in einer sehr unkitschigen Art gestaltet. Auch bei meiner heißgeliebten Shopping-Plattform Dawanda gibt es einen kleinen Shop. Ich könnte da ja stundenlang stöbern. Aber zurück zu diesem wunderbaren Kalender-Rezepte-Blöckchen.

Ich habe nun das Problem, ich grübele seit Weihnachten schwer herum, was wir so wirklich gerne essen. Was ist würdig genug, um auf diesen tollen Rezeptplaner zu kommen? Was ist eigentlich unser Lieblingsgericht? Was kochen wir gerne und immer wieder? Was wird uns nie langweilig? Ich finde es gar nicht so einfach. Sgail und ich essen vieles gerne, aber haben wir eigentlich ein Lieblingsgericht? Oder gleich mehrere? Oder essen wir vieles gleichberechtigt gerne bzw. nicht? Auf jeden Fall sollen ja nur Dinge auf den Kalender, die wir auch wirklich oft und gerne kochen und so richtig toll finden. Nichts, was man nur alle Jubeljahre mal macht, weil es zu aufwendig, zu fettig, zu undiätisch, zu irgendwas ist. Ich denke, ein wenig werde ich noch darüber grübeln müssen, aber ich freue  mich jetzt schon, wenn der Kalender bei uns in der Küche an die Wand kommt und wir uns im Fall der Fälle nicht fragen müssen: Was gibt es heute zu essen?

Spitzkohllasagne mit Pastinake

Hier nun das erste nachgekochte Rezept aus einem der beiden neuen Kochbücher rund um alte Gemüsesorten. Es ist aus dem „Biokiste“-Kochbuch, das mir nach intensiverer Durchsicht deutlich besser gefällt, als das andere. Ich ärgere mich fast, dass ich es bestellt habe. Ich mag einfach keine Kochbücher, wo man beim Durchstöbern der Rezepte Zutaten wie Fois Gras alias Gänse- bzw. Entenstopfleber entdeckt. Widerlich, tut mir leid. Es gibt einfach Dinge, die muss man nicht essen und mit dem Kauf fördern. Punkt. Mir hat es das Kochbuch echt madig gemacht.

Zurück zum Rezept. Lecker, lecker und noch einmal lecker. Das werden wir definitiv wieder machen. Und wer es lieber vegetarisch mag, den Schinken kann man auch getrost weglassen. Die Gemüsebrühe und die Gewürze geben Kohl und Pastinake genug Geschmack. Und erst der Meerrettich in der Béchamel, oh man, das ist so lecker. *sabber* Und die Menge reicht locker für 4 Personen – oder für 2 an zwei Tagen.

Zutaten:

  •  700 g Spitzkohl, geputzt und in feine Streifchen geschnitten
  • 200 g Pastinake, geschält und fein gewürfelt
  • 200 g durchwachsener, fein gewürfelter Speck
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • ca. 60 g Butter
  • 1/8 l Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 30 g Mehl
  • 700 ml Milch
  • 1 EL frisch geriebener Meerrettich
  • 100 g Saure Sahne
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Lasagneplatten ohne Vorkochen
  • 1 Kugel Mozarella, in kleine Stücke geschnitten

Zubereitung:

Ein wenig von der Butter (ca. 10 g) in einem Topf zerlassen und den Speck und die Zwiebel darin andünsten. Den Kohl und die Pastinake zugeben, untermischen und mitdünsten. Die Brühe angießen, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt bei schwacher Hitze 5-10 Minuten dünsten.

Für die Béchamel gut 40 g Butter in einem Topf schmelzen und das Mehl darin anschwitzen. Das Mehl hellgelb werden lassen und nun nach und nach die Milch zugießen und alles mit einem Schneebesen gut verrühren, bis alle Klümpchen aufgelöst sind und die Soße anzieht. Ein wenig köcheln lassen und dann die Saure Sahne und die Hälfte vom geriebenen Käse zugeben. Den Meerrettich einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die gehackte Petersilie unterrühren.

Den Backofen auf 180 ° C Ober- und Unterhitze (keine Umluft) vorheizen. In einer ausreichend großen Form zunächst ein wenig Béchamel geben, darauf Lasagneblätter und Kohl schichten. Dabei jede Lage mit ein wenig Béchamel benetzen. Die letzte Lage sollte aus Nudelblättern bestehen.

Die restliche Soße über allem verteilen und die Mozzarellastückchen sowie den restlichen Parmesan obenauf verteilen. Die restliche Buter als Butterflöckchen darüber geben.

Die Lasagne auf der mittleren Schiene etwa 40-45 Minuten goldbraun und gar backen.