Ein Tag im cheflichen Garten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 30. Juli waren wir zu einer Gartenparty bei meinem Chef eingeladen. Er feierte groß seinen 60. Geburtstag und hatte vor, dies bei sommerlichen Wetter zu tun. Mit dem sommerlichen Wetter war es leider nicht weit her. Aber zumindest blieb es ab 14 Uhr trocken und als wir gegen 15 Uhr in Bielefeld eintrafen, konnten wir ohne Regenschirme den wirklich wundervollen Naturgarten bestaunen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo ich nur geordnete Beete, hauptsächlich „pflegeleichten“ Rasen und leider eher wenig Blumenbeete kenne, gab es hier: alte und vor allem heimische Obstsorten, Birnen an einem Spalier an der Hauswand (wow, habe ich so noch nie gesehen), einen Gemüsegarten mit Dahlien und anderen Blümchen dazwischen, einen Bereich für Kompost mit Kürbissen (hätte ich auch so gerne, aber auf dem Balkon wohl eher unmöglich), einen wundervollen Teich mit schnuckliger Brücke drüber, eine Trockensteinmauer mit Steingartenpflanzen, eine Feuchtmauer, wundervolle Pfade über Stock und Stein, Moose und Farne, kuschlige Sitzecken, Lauben und überall Laternen, die gegen Abend ein wunderschönes Licht zauberten. Und dazwischen überall Kräuter, blühende Pflanzen, beschriftet mit ganz tollen kleinen Schildchen, Tonzierrat, wundervolle Rosenkugeln und und und.

Ich kann meine Begeisterung für diesen, in gut 20 Jahren gewachsenen, so ganz anderen Garten gar nicht in Worte fassen. Mich haben Aufbau, Gestaltung und die Liebe zum Detail so beeindruckt, dass mir nur spontan dazu einfällt: „Hätten wir so einen Garten, der Wunsch in den Urlaub zu fahren würde nie aufkommen.“ Wahrscheinlich muss man dazu aber auch sagen, man kann auch gar nicht groß fahren, weil es auch im „gepflegten Chaos“ ständig etwas zu tun gibt. Allein das Zurückschneiden der Obstbäume wird sicher ewig dauern. Und bei einer Gesamtfläche von gut 1.600 m² kann man sich wohl generell auf viel Arbeit einstellen.

Da auf vielen Bildern auch liebe Kollegen sind, kann ich diese leider nicht zeigen und damit auch nicht die vielen wundervollen Sitzgelegenheiten. Die waren natürlich fast alle in Beschlag genommen. Dafür dann eben Bilder vom Zierrat, den ich hier und da entdeckt habe. Leider nur ein Bruchteil der vielen schönen Dinge, die so liebevoll in diese charmant verwildert aussehenden Beete gesetzt wurden. Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich jetzt die Bilder betrachte.

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