Epilierer – 2. Versuch

Sommerzeit ist „freie Beine“-Zeit. Da werden kurze Hosen oder Röcke getragen, im Idealfall ohne Beinbehaarung. Die letzte Zeit hatte ich den Eindruck, ich rasiere mich zu Tode. Andauernd kamen Stoppelchen, obwohl ich gefühlt doch gerade eben erst zum Nassrasierer gegriffen hatte. Ich war ganz schön genervt davon. Also reifte in mir der Entschluss, es noch einmal mit einem Epilierer zu versuchen. Die Dinger entwickeln sich ja weiter, redete ich mir das Ganze schön.

Mein erster Versuch liegt gut 20 Jahre zurück, schätze ich mal. Damals kam der erste Silk épil Lady Shave raus. Ich weiß noch genau, der war weiß und hatte so gelbe Ränder/Verzierungen und ein Kabel, wurde mit so einer netten kleinen Tasche verpackt geliefert. Die ersten Versuche waren fies, das ziepte ganz schön und von mit der Zeit wird der Schmerz weniger, konnte ich nur wenig merken. Klar, irgendwie hat man sich etwas an das Geziepe gewöhnt, wenn man schon 10 Minuten dran war. Aber ansonsten tat das jedes Mal aufs Neue weh, fand ich. Viel schlimmer als Geziepe war jedoch, meine Beine waren im Anschluss grundsätzlich feuerrot und sahen aus, als wären sie Teil eines gerupften Suppenhuhns. Diese Rötung war auch nie über Nacht weg. Da hatte ich gerne auch mal 1-2 Tage was von. Und was dann kam, wenn die Haare nachwuchsen, das war der Grund, warum ich irgendwann das Ding an meine Mutter weitergegeben habe. Die Haare wuchsen ein, sie wuchsen nicht schön nach, nein, sie hingen in der Haut fest, es bildeten sich Entzündungen und regelrechte Pickelchen. Egal, ob man seine Haut brav mit der Apré-Lotion behandelt hat oder nicht, meine Beine sahen schrecklich aus und diese Entzündungen taten mir mehr weh, als alles andere.

Ich hoffe, mit den neuen Epilierer wird alles anders. Ich habe lange hin und her überlegt, wie viel Geld ich ausgeben möchte. Am Ende bin ich dann beim neuen Braun Silk épil 7  in der SkinSpa-Version mit den vielen Aufsätzen gelandet. Der ganze Klimbim von Zubehör war bei einem Anbieter nämlich nur einen Euro teurer, als wenn ich das Ding „nackig“ bestellt hätte. Also gönnen wir uns doch mal was, eh Spa, dachte ich mir so. Nun habe ich mehrere Aufsätze, die ich wohl nie brauchen werde, aber na ja, für nur einen Euro mehr… Auf jeden Fall kann man das Ding nass und trocken verwenden. Das Teilchen darf mit in die Badewanne, ist kabellos und hat ein Ladekabel entsprechend beim Zubehör dabei. Hinzu kommt ein Säckchen zur Aufbewahrung.

silkepil-spa

Betriebsbereit war es nach gut einer Stunde Ladezeit und ich habe einfach mal ganz stumpf ohne großes Theater das Hosenbein gelupft und angesetzt. Schmerzfrei ist Epilieren auch 20 Jahre später noch nicht geworden, jedoch deutlich erträglicher. Vielleicht liegt das auch an diesen komischen Massagerollen, die auch noch an dem Gerätchen angebracht sind. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die nervig oder ok finden soll. Auf jeden Fall zupft das Gerätchen sehr gut fast gänzlich alle, sogar recht kurzen Haare aus (ich hatte erst vor 2 Tagen nass rasiert).  Hin und wieder muss man noch einmal über die gleiche Stelle gehen, aber das ist ja beim Nassrasierer genauso. Ich habe also mal eben meine Beine zwischen Abendessen und Badewanne trocken epiliert. Optisch hat man gesehen, dass ich was gemacht habe, jedoch fehlten bei mir diesmal Rötungen. Das sah eindeutig anders aus. Kann das nicht so recht beschreiben. Auf jeden Fall deutlich schöner anzusehen als die Suppenhuhn-Optik. Ich habe dann die nächsten Tage immer mal wieder nachepiliert, da durch das vorherige Nassrasieren einige Haare nicht den gleichen Wachstumsstand hatten. Im Moment würde ich sagen, habe ich mehr oder weniger alle erwischt. Auch in der Badewanne funktioniert das Teil sehr gut. Obwohl ich Hemmungen habe, es unter Wasser zu nutzen. Aber laut Werbespot scheint das zu gehen. Angenehmer empfinde ich Epilieren im Wasser nicht. Ich glaube, ich mag das lieber im Trockenen, als darauf achten zu müssen, nicht beim „Wasserballett“ mit dem Ding abzusaufen.

Todesmutig habe ich sogar unter den Achseln epiliert. Das tut kaum weh, musste ich erstaunt feststellen. Ich habe immer gedacht, das wäre Hölle pur. Aber ne, geht sehr gut. Überraschend gut.

Zur Pflege habe ich mir die Beine im Anschluss immer schön mit einer pflegenden Lotion (nix mit Apré-Rasage oder dergleichen) eingecremt. Bisher sehen meine Beine schön gepflegt und nicht entzündet oder verpickelt aus. Ich bin gespannt, ob da noch was in der Richtung kommt. Da meine Beine und Achseln aber insgesamt das Epilieren bisher gut überstanden haben, ohne große Hautirritationen zu zeigen, bin ich optimistisch und guter Dinge.

Die Reinigung des Gerätes ist denkbar einfach. Die Aufsätze kann man ganz einfach abnehmen und mit dem beigefügten Pinselchen zunächst abpuscheln und dann schön unter Wasser ausspülen. Trocknet alles sehr schnell.

Den Akku soll man eigentlich nach jeder Behandlung neu laden, um die volle Laufzeitgarantie zu haben. Bisher habe ich das jedoch unterlassen. Er soll gut 45-60 Minuten halten und die habe ich noch nicht verbraucht und ich möchte dem Akku nicht schaden, in dem ich ständig vorzeitig auflade.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Die Tage werde ich die Peelingschubberaufsatzbürste mal testen. Bisher fehlte mir dazu die Zeit. Das Ding soll wahre Wunder bewirken und die Haut besonders toll pflegen. Wir werden sehen.

EDIT: Mittlerweile habe ich die Bürste getestet und sie macht richtig schöne, glatte Haut. Ich denke schon, dass sie dazu beiträgt, dass weniger Haare einwachsen und werde das nun regelmäßig nutzen.

2 thoughts on “Epilierer – 2. Versuch

  1. Ja, das kenne ich auch. Ich hatte auch schon mal (vor gaaaaanz langer Zeit) so ein Höllenteil und dann nie wieder. Aber irgendwie hast du mich jetzt neugierig gemacht, ich glaube ich muß mal recherchieren:-)) und sogar an den Achseln, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    Lg. Claudi

    1. Ich habe auch gestaunt und gerade bei den Achseln habe ich die Augen zugekniffen und mich innerlich schon auf „AUAAAUAAAAA“ eingestellt, aber ne. War gut auszuhalten. Ich bin ernsthaft erstaunt.

      Was das Nachwachsen der Haare angeht, einige wachsen nach wie vor ein. Aber nur sehr wenige. Ich versuche jetzt öfters so ein Schubberpeeling zu machen, damit die Haare erst gar nicht die Chance haben, groß unter der Haut zu wachsen.

      Kann das Gerätchen auf jeden Fall empfehlen. Bisher keinerlei Probleme. 🙂

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