Veilchenblüte

Nicht nur draußen gibt es was zu gucken. Drinnen blühen neben diversen Orchideen auch gerade ganz viele Usambaraveilchen. Von vielen zu Unrecht verkannt und als altbacken bezeichnet, mag ich diese kleinen, treuen Pflänzchen sehr gerne.

Sie sind genügsam, brauchen kaum etwas außer einem Ort, wo sie keinen Sonnenbrand davon tragen. Hin und wieder einen Schluck Wasser (aber nicht ins Pflanzenherz gießen, am besten in den Übertopf), auch ein Töpfchen mit Seramis ist ok und wenn es dann und wann noch einen Tropfen Dünger gibt, dann wird man mit solchen Blüten belohnt. Und das über Wochen hinweg. Das Foto zeigt übrigens noch lange nicht alle unserer Veilchen, nur die, die gerade blühen.

Unsere Veilchen
Unsere Veilchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In ansprechenden Übertöpfen kann man sie meiner Meinung nach fast jedem Wohnstil anpassen. Ob frech und peppig mit buntem Übertopf oder ganz stilvoll z.B. nur in schwarz, die kleinen Pflänzchen bringen überall einen schönen Klecks Farbe hin.

Sie vermehren sich bei uns sehr gut. Ich weiß nicht woran es liegt, aber es dauert meistens nicht lang und schwups, schon wird es eng im Töpfchen und 1-2 Ableger drängeln sich um die Ursprungspflanze. Diese topfe ich entweder in Blumenerde oder in Seramis, was eben gerade da ist. Man kann sie allerdings auch problemlos über Blattstecklinge vermehren, wenn man nicht auf natürlichen „Nachwuchs“ warten mag. Verblühte/vertrocknete Blüten entferne ich vorsichtig. Auch mal gelb gerwordene oder verletzte Blätter werden komplett entfernt, um Fäulnis vorzubeugen. Dabei schön vorsichtig zu Werke gehen, weil die Blätter extrem sensibel sind und ganz leicht brechen.

Hin und wieder staube ich die samtigen Blätter vorsichtig mit einem Pinsel ab. Das mögen die Pflänzchen sehr gerne. Wer kann es ihnen auch verdenken? Man möchte ja auch nicht mit verstaubten Haaren herum laufen.

Außerdem kann man sie sehr gut sammeln. Ich bin immer wieder erstaunt, welch schöne Sorten es doch gibt. Einfarbig, mehrfarbig, glatter Rand, krauser Rand, grüne Blattunterseite, gerötete Blattunterseite, … Einfach nur wow. Eine Pflanze mit Potenzial.

Sonnenblume

Wenn die Sonne schon nicht scheinen mag, dann wenigstens ein Bild von einer unserer zwei Sonneblumen. Ich hoffe, Nummer zwei blüht auch bald. Nummer 1 ist übrigens ein Überbleibsel vom Vogelfutter des letzten Winters. Hat sich still und heimlich im Blumenkasten selbst ausgesät. Habe es dann entdeckt und umgetopft. Das Pflänzchen hat auf jeden Fall seine Chance genutzt.

Sonnenblume
Sonnenblume

Sofafrust

Man stelle sich vor, wir suchen nun schon seit genau 2 Jahren nach einem Sofa. Das Sofa soll eigentlich gar nicht viele Kriterien erfüllen, ausgenommen:

  • es muss unser Sofa, quasi Liebe auf den 1. Blick sein, uns direkt dazu aniemieren, auf „ihm“ alle drei Teile des Herrn der Ringe in der extended Version gucken zu wollen
  • es sollte nicht länger als 2,45 m sein
  • falls möglich, zum Notbett umbaubar sein, ist aber nicht zwingen nötig, wir sind zu Abstrichen bereit
  • so ein Fußteil mit dran wäre nett, damit man auch zu zweit nach Möglichkeit die Beine lang machen kann darauf, bitte keinen zusätzlichen Hocker
  • es sollte nicht gleich so teuer wie eine ganze Garnitur zusammen sein

Wir haben festgestellt, es ist ein Ding der Unmöglickeit. Egal in welchen Laden wir auch gehen, ob wir im teuren oder billigen Segment nach „ihm“ suchen, nirgendwo finden wir „es“. Zum ko… und es bringt einen echt an den Rand der Verzweiflung, weil man weiß, das alte Sofa ist kurz vorm Aufgeben und kann nicht mehr. Wo sind nur all die schönen, knuffigen Kuschelsofas geblieben? Woher kommen diese ganzen durchgestylten Riesenmonster, die mehr Kissen als Menschen beherbergen sollen? Menno, kann doch nicht so schwer sein, sollte man meinen. Ist es aber doch. Leider.

Da heißt es echt: Altes Schätzchen, halte noch etwas durch. Wir haben noch keinen Nachfolger für Dich gefunden und ohne Dich geht es nicht. *täschel*

Neue Froschart entdeckt

Gestern hatten wir Besuch von Anna und Basti und die beiden haben uns eine gaaaanz neue Froschart als Geschenk mitgebracht.

Dendrobates annabastieae
Dendrobates annabastieae

Wir sind entzückt. Eine hohe Lebenserwartung scheint diese Art leider nicht haben. Zwei sind schon von uns gegangen und die vier verbliebenen sehen auch schon etwas blass um die Nase aus…

Neuerwerbungen – Carnivoren alias fleischfressende Pflanzen

Als wir die Tage zu unserem ersten Ausflug im Urlaub in Hattingen waren, ist Sgail und mir beim stromern durch die Altstadt aufgefallen, dass Hattingen reichlich Blumenläden hat. Vor allem sehr einladende Blumenläden. Natürlich mussten wir einfach jeden ansehen und in einem besonders schönen, habe ich dieses Schätzchen hier in einem Regal entdeckt.

Sarracenia purpurea
Sarracenia purpurea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es stand da gar nicht gut und seinen Haltungswünschen entsprechend. Das kommt ja leider öfters in Blumenläden vor. Aus Platzmangel stehen die Pflanzen für eine kurze Präsentationszeit irgendwo, nur nicht da, wo sie stehen müssten, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden.

Auf jeden Fall habe ich mich spontan in die ausgefallene Form und die prächtige Färbung dieser Pflanze verliebt. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine sarracenia purpurea (rote Schlauchpflanze) handelt, zumindest lassen Bildvergleiche mit Google und Carnivorenbuch dies vermuten.

Da Sgail früher öfters fleischfressende Pflanzen gehalten hat, habe ich mich mal rangetraut und das Pflänzchen aus seiner dunklen Regalecke gerettet und käuflich erworben. Es steht nun bei uns im Badezimmer, hell, luftig und nicht zu kühl. Die Luftfeuchtigkeit sollte auch entsprechend sein. Das Töpfchen hat auch einen großzügigen Wasservorrat in Form von desitilliertem Wasser. Ich werde ein Töpfchen auf dem Balkon aufstellen, um Regenwasser zu sammeln, was wohl das beste Wasser für diese Pflanzen sein soll.

Gestern rettete Sgail dann noch dieses Pflänzchen hier bei Hornbach, ebenfalls eine sarracenia. Sgail tippt auf eine sarracenia leucophylla, eine weiße Schlauchpflanze.

Sarracenia Leucophylla
Sarracenia Leucophylla

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben es schick mit Sphagnum Moos in eine vorhandene Glasschale gesetzt. Gut, dass man so etwas als Terrarianer fast immer da hat. Das Moss hält die Feuchtigkeit sehr gut und sorgt für eine gleichmäßige Verdunstung. Das sollte der Pflanze gefallen.

Auf jeden Fall müssen wir uns über die Versorgung der Pflanzen mit Insekten keine Sorgen machen. Durch unsere Terrarien haben wir immer mal wieder eine Handvoll Drosophila (Fruchtfliegen), die den Ausbruch wagen. Ich hoffe, diese Pflanzen helfen ein wenig mit, die Flüchtlinge wieder einzufangen. Die sind auf jeden Fall schöner als Essigfallen.

Froschnachwuchs?

In den letzten Tagen war es ja sehr heiß. Das hat offenbar sehr anregend auf unsere froschigen Mitbewohner gewirkt. Wir sind fast eingegangen und geschmolzen, die Frösche fanden es wohl genial.

Nachdem sich zwei Azureus-Männchen schon ausgiebig gekloppt haben, konnten wir einen Tag später zwei Gelege sichten. Das erklärt das Gekloppe. Leider sind die Gelege nichts geworden und mein Mann hat sie soeben entsorgt. Unsere kleinen Blaulinge üben ja auch noch und wir sind guter Dinge, dass sie den Dreh noch raus kriegen.

Auch die Auraten fanden das Wetter wohl gerade richtig. Man hörte über Tage ein zartes „Balz-Zierpen“ und nun hat mein Mann auch dort ein Gelege gesichtet. Dieses ist auf gutem Wege was zu werden. Das Männchen bewässert fleißig. Fünf Eier scheinen es zu sein. Es wäre so schön, wenn wir wieder Quappen hätten, die wir groß ziehen können. Dann wären unsere drei Jungtiere vom letzten Jahr bald „die Großen“. Wir müssen nun abwarten, ob das Männchen seinen Job weiterhin gut macht und die Eier schön bewässert und pflegt. Sobald sich etwas regt, werden wir das Gelege rausnehmen und „das Gezappel“ zieht ins „Hotel Quappifornia“ um, unsere kleine Aufzuchtsbox mit Schubfächern. Da kriegt jede Quappe dann ein Einzelzimmer und wird von meinem Mann entsprechend mit Spezial-Quappentee – das ist die Flüssigkeit, wo die Quappen drin schwimmen – und Futter versorgt. Quasi 24 Stunden-Roomservice deluxe.

Wir sind gespannt, wie sich alles entwickelt. Im letzten Jahr war es ja Premiere für uns mit dem Froschnachwuchs. Es ist jetzt nicht mehr alles ganz so neu, aber nicht minder aufregend.

Nachtrag 24.06.2011: Leider ist aus neuem Froschnachwuchs nichts gewoden. Das letzte Ei ist heute über die Wupper gegangen. 🙁 Aber ab Montag soll es ja wieder richtig heiß werden und unser Auratus-Böckchen zierpt seit Tagen mächtig vor sich hin, vielleicht wird es dann ja was.

Tarte mit Erbsen und Feta

Auch ein Rezept von meiner Kollegin Susanne. Echt lecker und macht mächtig satt. Zu zweit kann man da gut und gerne zwei Tage von essen. Oder auch nicht, wenn man verfressen ist. *hüstel*

Zutaten für eine Tartform von 26 bzw. 28 cm:

  • 5 Blätter Filoteig (ca. 350 g)
  • 400 g Erbsen (TK)
  • 250 g Feta
  • 400 ml Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 4 Eier
  • 4 EL Butter
  • 6 EL frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Den Backofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Die Erbsen in Salzwasser blanchieren, abschrecken und gut abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen, fein würfeln. Den Feta ebenfalls würfeln. Sahne mit Eiern verquirlen und mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Form ausbuttern und eine Lage Filoteig einlegen. Mit Butter bepinseln und eine weitere Lage Teig auflegen. So weitermachen, bis der Teig und die Butter augebraucht sind.

Den Teigboden mit der Hälfte des Parmesans bestreuen. Darauf die Hälfte der Erbsen und des Fetas geben. Die gewürfelten Zwiebeln darüber streuen. Mit den restlichen Erbsen und Feta belegen und mit der Eiersahne übergießen. Den restlichen Parmesan darüber streuen und alles im Ofen für ca. 40 Minuten goldbraun backen.

Auberginen-Lasagne

Bisher waren Auberginen für Sgail und mich eher ein missachtetes Gemüse. So richtig viel konnten wir damit nicht anfangen. Irgendwie fanden wir kein gescheites Rezept, wo dieses Gemüse nicht nach Styropor schmeckte. Bis jetzt. Von meiner lieben Kollegin Susanne bekam ich nachfolgendes Lasagne-Rezept, das es sicher jetzt öfters bei uns geben wird. Dankeschön, Susanne.

Zutaten für 2 Personen zum Sattessen:

  • 2 kleine Auberginen
  • Lasagneplatten (wir hatten grüne, das sieht so hübsch aus dann)
  • 1 Kugel Mozzarella
  • Butter und Olivenöl

Für die Tomatensoße:

  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chili
  • Salz, Pfeffer, etwas Zucker
  • Butter und Oliven-Öl
  • Thymianblättchen
  • eine Hand voll frischer Basilikum

Für die Béchamel-Soße:

  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Butter
  • 250 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • 20 g geriebenen Parmesan

Zubereitung:

Die Auberginen waschen und in dünne Scheiben aufschneiden. Die Scheiben am besten auf einem Brett oder großen Teller auslegen und dann ordentlich salzen und zur Seite stellen. Gut 30 Minuten ziehen lassen, dann mit Wasser abspülen, trocken tupfen und in Olivenöl von jeder Seite goldbraun anbraten. Auf Küchenkreb abtropfen und entfetten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Tomatensoße herstellen. Ein wenig Olivenöl erhitzen und die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, Knoblauch und Chili andünsten. Die stückigen Tomaten beifügen und gut 5 Minuten schmoren lassen. 1 TL Butter unterrühren und alles mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Basilikumblätter hacken und ebenfalls unterrühren.

Die Béchamelsoße herstellen. Butter erhitzen, Mehl darüberstäuben und anschwitzen. Unter Rühren nach und nach Milch zugießen, bis eine cremige Soße entsteht. Den geriebenen Parmesan unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In die ausgebutterte Lasagneform nun zunächst Béchamelsoße geben, darauf Lasagneplatten, darüber Auberginen, Tomatensoße und wieder Béchamelsoße schichten. Nach Möglichkeit mit Auberginen abschließen.

Die Kugel Mozzarella aufschneiden und über die letzte Schicht Auberginen legen.

Im Backofen bei gut 180 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 40 Minuten alles goldbraun überbacken.

 

Radieschen-Quark

Dieser Quark ist vielseitig „einsetzbar“, er passt wunderbar zum Grillen, zu Ofen- oder Pellkartoffeln oder als Dipp zu Gemüsesticks. Außerdem ist er sehr schnell und einfach gemacht.

Zutaten:

  • 500 g Magerquark
  • ein wenig Milch
  • 1 großes Bund Radieschen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chili
  • Pfeffer, Salz, Zitronensaft, eventl. etwas Zucker

Zubereitung:

Den Quark mit der Milch cremig aufschlagen. Die gewaschenen und geputzten Radieschen in Würfelchen schneiden. Frühlingszwiebeln ebenfalls putzen und in Ringe schneiden. Beides zum Quark geben. Die Knoblauchzehe und die entkernte Chili in feine Würfelchen/Stückchen schneiden und ebenfalls zugeben. Alles gut verrühren und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und eventuell einem Hauch Zucker abschmecken. Einfach nach Geschmack würzen. Etwas durchziehen lassen und dann sevieren.

Unser Ofen ist da, der nächste Winter kann kommen

Vor ein paar Monaten hatten wir die Eingebung, ein Kaminofen wäre ja schön. Zum einen möchten wir damit natürlich heizen. Die Heizkosten sind ganz schön hoch geworden, die Winter die letzten Jahre waren ja auch eindeutig wieder härter und mit viel Schnee. Zum anderen sieht so ein Öfchen ja auch schick aus. Wir haben uns dann mal schlau gemacht und nach etwas hin und her, heute sind die Kaminbauer eingetroffen und hatten unser Öfchen im Gepäck.

Tapfer wuchteten sie die gut 400 kg bis ins 2. Obergeschoss und ließen sich gar nicht vom schwülen Klima oder den vielen Stufen abhalten. Aufgebaut wurde in unserem Flur, da Wohnzimmer baulich leider nicht geht. Aber gut, Heizen steht im Vordergrund, nicht Optik. Wobei, im Flur macht sich der Ofen auch sehr schön. Da wir keinen schlauchartigen Flur haben, können wir uns immer noch bequem mit Sitzsack davor setzen. Das Öfchen hat natürlich auch ein Backfach und wir freuen uns jetzt schon auf Kastanien rösten und Glühwein wärmen im Winter.

Schwedenofen Contura 660T
Unser Schwedenofen Contura 660T