Archiv der Kategorie: Bücher & Co.

Ulrike Schäfner – Kraut & Rüben Jahreszeiten-Gartenbuch

Es ist so kalt draußen, obwohl die Sonne gerade so wunderschön scheint. Nach den grauen und dunklen Tagen in der letzten Zeit ist das zumindest rein optisch eine echte Wohltat. Das Licht tut so gut. Wenn nur der eisige Wind nicht wäre. Man fühlt sich wie im Eissturm, wie im tiefsten Winter, obwohl schon irgendwie Frühling ist und die Tage gar die Uhr umgestellt wird. Mich verfolgen gerade die Bilder aus Moskau, 70 cm Neuschnee innerhalb weniger Stunden. Oder England, alles ist zugeschneit, zum Teil sind die armen Leute da über Tage ohne Strom. Das nackte Grauen.

Ausgerechnet jetzt packt mich der Buddeltrieb. Ausgerechnet jetzt kann ich mich kaum noch bändigen und möchte gerne die vertrocknete Glockenheide aus den Kästen schmeissen und ein paar bunte Primeln oder Narzissen einbuddeln, damit es an Ostern ein wenig netter ausschaut. Aber ich traue dem Wetter nicht. Nicht mal ansatzweise. Ich muss die ganze Zeit an die verfrorenen Pflanzen einer Kollegin denken. Also werde ich das „Anbuddeln“ noch etwas verschieben und nur die alte Heide aus den Kästen nehmen. Ist ein Anfang, zumindest bis ich das nächste Mal zu Frau Rimkus komme und mich vielleicht doch nicht mehr bremsen kann. Bis dahin muss ich mir die Zeit mit neuem Gartenbüchern vertreiben. Habe gerade zwei neu. Vor ein paar Wochen waren wir nämlich bummeln und landeten nach langer Zeit mal wieder in einem richtig schönen Buchladen. Dort konnte ich mich nicht so recht zügeln und belohnte mich für erfolgreiches Abnehmen direkt mit zwei dicken Garten- und Balkonbüchern. Bücher und Buddeln, toll, beides mag ich sehr.

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Eins der neuen Bücher ist das Kraut und Rüben Jahreszeiten-Gartenbuch. Gekauft habe ich es, weil mir beim Anblättern unter anderem die Anleitung für den Bau eines Insektenhotels in die Augen stach und wie man z.B. eine Jauche zum Düngen ansetzt. Ein Insektenhotel wollte ich immer schon mal selbst herstellen und in diesem Buch sind wirklich sehr nützliche Hinweise dazu. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob dieses kleine Hotel eher klassischer Art ist oder ein „Designerhotel“ im ausgefallener Form und vielleicht kunterbunt wird. Dann muss ich dringend meinen Papa fragen, ob er so etwas mit uns bauen mag.

Des Weiteren erfährt man, wie man quasi zum Biogärtner wird, wie man seinen Garten richtig plant, was es mit Fruchtfolgen auf sich hat und vieles mehr. Außerdem gibt es noch das eine oder andere Rezept. Auch toll, so etwas mag ich. Begleitet werden die unterschiedlichen Kapiteln von vielen schönen Bildern. Ich denke, der Kauf hat sich gelohnt. Auch wenn man nur einen kleinen Balkon hat, so kann man das eine oder andere Wissen daraus ziehen und seine kleine grüne Oase damit optimieren. Im Moment denke ich gar über die Möglichkeit nach, doch mal Salatanbau auszuprobieren. Inspiration bringt so ein Buch also auf jeden Fall.

Sebastian Dickhaut, Cornelia Schinharl – Country Basics: Alles was man braucht, um die Natur genußvoll in die Küche zu holen

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Mal wieder ein neues Kochbuch. Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan der GU-Basic-Kochbücher. Dieses ist gerade neu und ich musste es schon allein einfach für die Sammlung haben. Außerdem liegt „Landküche“ ja gerade voll im Trend. Es gibt Kochreihen im Fernsehen dazu, Kochbücher und ganze Zeitschriftenreihen. Landleben, Landküche, … Das Wort „Land“ zieht derzeit einfach enorm. Jeder möchte es gerne so urig, gemütlich und schnucklig haben, wie in den Zeitschriften und im Fernsehen. Die dort präsentierten Wohntrends und auch Rezepte, alles ist so herrlich ansprechend.

Das vorliegende Kochbuch ist wie alle Basic-Bücher wunderschön poppig-bunt gestaltet. Viele nette Fotos und Grafiken begleiten die zahlreichen nach Jahreszeiten gegliederten Rezepte. Die Rezepte sind mal mit und mal ohne Fleisch. Kein rein vegetarisches Buch also. Und es ist einfach alles dabei, bis hin zur Marmelade. Inwieweit ich jetzt sagen würde, dass die Rezepte „landmäßig“ sind, hm na ja. Insgesamt könnte es auch einfach ein Jahreszeitenkochbuch sein, finde ich. Ein schönes Kochbuch ja, ein „Landkochbuch“? Hm, ich weiß nicht. Würde ich jetzt nicht so sagen. Was macht ein „Landkochbuch“ überhaupt aus? Für ich wären es z.B. Rezepte von Landfrauen, langjährig erprobt, liebgewonnen und immer ein Garant für zufriedene Esser. Rezepte mit regionalen Produkten, die es so vielleicht auch nirgendwo sonst gibt. So etwas wie die Werke der „Letter Landfrauen„, in unseren Breiten sind das echte Klassiker. Schwiegermama hat die Bücher auch und da gibt es so tolle Rezepte drin. Aber ich schweife ab.

Auf jeden Fall ist das vorliegende Buch ein Kochbuch, dass mich begeistern kann. Viele Rezepte haben uns direkt angesprochen und warten nun auf dem dicken „to cook“-Stapel auf Tag X, auf den Tag, an sie „dran“ sind. Ich freue mich drauf, viele Rezepte sind nämlich durchaus „diättauglich“ und somit können wir sie ohne Bedenken ausprobieren.

Stevan Paul – Schlaraffenland

Anfang September machte uns Mel von Gourmet Guerilla auf Stevan Pauls Buch „Schlaraffenland“ aufmerksam. Was sie zu erzählen hatte, klang so wundervoll, dass ich mir das Buch ebenfalls auf meinen Wunschzettel für Weihnachten setzte. Es lag dann auch netterweise unterm Tannenbaum und nachdem ich es nun gelesen habe, möchte ich kurz ein Resümee dazu geben.

schlaraffenland

Das Buch beinhaltet 15 Kurzgeschichten mit jeweils einem Rezept, das direkt nach der Geschichte angehängt ist. Von den 15 Geschichten haben mich gut 6-7 sehr berührt und die entsprechenden Rezepte dazu auch angesprochen und den Nachkochwunsch geweckt. Diese Geschichten fand ich wirklich so richtig spitze, ich habe gelacht, ich habe ein kleines Tränchen verdrückt. Der Rest der Geschichten und die jeweiligen Rezepte waren dann wieder weniger bis gar nicht meins. Manchmal – muss ich leider zugeben – wusste ich nicht viel damit anzufangen, habe ich mich gefragt, was genau das jetzt war, was wollte der Autor wohl damit mitteilen? Aber ich denke, man kann nicht alles mögen. Oder vielleicht suche ich nach einem versteckten Sinn, der eigentlich gar nicht groß da ist, weil es vielleicht eben nur eine kleine Episode Unterhaltung ist. Egal. Auf jeden Fall mag man ja auch nicht jedes Rezept in einem Kochbuch und bei ca. 1/3 Treffer liegt man sicher schon recht gut.

Alles in allem ist das Buch auf jeden Fall unterhaltsam, voller Wärme und Humor. Es ist hochwertig produziert und wirklich schön gestaltet, sicherlich ein schönes Geschenk für kochinteressierte Menschen. Ich fand es schön zu lesen, aber durchgehend 5 Sterne, wie es mehr oder weniger bei Amazon zu sehen ist, würde ich nun nicht dafür geben. Ich gebe 3,5-4 von 5 möglichen Sternchen.

Lecker: Soulfood – Die besten Rezepte für Körper und Seele

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Auf meinem Wunschzettel standen für Weihnachten einige Kochbücher. Eins davon war das „Lecker Soulfood“-Buch. Das habe ich mir schon sehr lange gewünscht und an Heilig Abend lag es dann unterm Tannenbaum. Ich freue mich, kaufen wir doch relativ regelmäßig das monatliche Lecker-Heft und finden dort oft Anregungen und tolle neue Rezepte.

Das Buch ist eingeteilt in die folgenden Kategorien:

  • Low Carb
  • Vegetarisch
  • Suppen
  • Rank & schlank
  • Powerdrinks
  • Süßes für die Seele

Mir gefällt sehr gut, dass es von allem etwas gibt. Suppen, Kuchen, Muffins, Brot, tolle Getränke, Gemüse, Fleisch, kein Fleisch… Jeder findet dort das eine oder andere Rezept, das einen direkt anspringt, das man direkt und aus dem Stand nachkochen mag.

Bei mir war das sogar direkt mit dem ersten Rezept überhaupt im Buch der Fall. Als erstes Rezept unter der Rubrik „Low Carb“ steht nämlich eine „Hack-Limetten-Pfanne“. Gut, da ist auch Koriander drin und er und ich, wir sind nicht gerade Freunde, aber na ja, der Rest liest sich einfach verführerisch. Das Bild dazu tut sein Übriges. Gut, dass da weder Reis noch Nudeln zu gereicht werden sollen, finde ich eher hmja – blöd… Low Carb, ich weiß. Aber ich hasse das. Ich brauche meine Kohlehydrate, meine Sattmacher, meine Yummy-Beilage und wenn ich uns ein Schälchen Reis dazu koche, wird das sicher gleich noch viel besser schmecken. Bin ich fest von überzeugt.

Die Aufmachung des Buches entspricht in etwa der Zeitschrift. Schöne Bilder, nette bunte Schriftzüge, eine rundherum modern und ansprechende Optik. Der Preis ist noch im Rahmen. Auch die Rezeptzutaten sind nicht zu schräg oder abgehoben. Das mag ich  besonders. Wer möchte schon ewig nach speziellen Zutaten suchen, die man dann nur übers Internet oder in Großstädten bekommt? Im Alltag muss es doch meistens eher schnell gehen und da ist man bei diesen Rezepten auf der sicheren Seite.

Tanja Dusy – Winterküche voller Wärme, Kraft und Sinnlichkeit

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Um dieses Buch bin ich schon ziemlich lange herum geschlichen. Gerichte die wärmen, wo man sich satt essen kann, die mindestens so schön wie das Titelbild aussehen. Kurz vor Weihnachten habe ich uns das Buch dann doch noch eben fix gegönnt. Und es war sicher kein Fehlkauf.

Das Buch ist wunderschön gestaltet, sehr stimmungsvoll und besticht durch Rezepte, die zum einen viele Kindheitserinnerungen wieder hochkommen lassen, zum anderen aber auch neue Anregungen und Ideen mitbringen. Die Fotos sind einfach nur wundervoll, da möchte man sich direkt an den gedeckten Tisch setzen oder einfach nur „dabei“ sein, wenn man das eine oder andere Foto mit viel Schnee und Schlitten sieht.

Was direkt auffällt, das Buch ist mal etwas anders gegliedert. Statt so etwas wie Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte und Desserts stehen da klangvolle Namen wie „Raureif“, „In der warmen Stube“, „Mandelkern und Zimtduft“, „Väterchen Frost“, „Lichterglanz und Kerzenschein“ und „Hüttenzauber“. Das kann man bemängeln oder einfach nur schön finden. Ich bin für „schön finden“, da ich keine großen Einteilungen brauche. In diesen Kategorien findet auf jeden Fall einfach alles von Salaten, Suppen, Braten, Desserts, Getränke bis hin zu Keksen und Marmeladen. Es gibt Sirups, Liköre und andere Leckereien. Mit und ohne Alkohohl. Des Weiteren sind auch rein vegetarische Rezepte vorhanden.

Wir werden bald ein paar Rezepte ausprobieren. Da gibt es zum Beispiel ein sehr schönes Apfelpunschrezept, was mich gerade sehr lockt. Es ist ohne Alkohol und kommt mir gerade sehr entgegen. Und da ist ein Blechkuchen, der gerade sehr passend wäre. Ich freue mich darauf, die schönen Rezepte zu probieren und z.B. dabei unseren Vorrat an eingelagertem Kürbis aufzubrauchen.

Zu diesem Buch gibt es noch ein Pendant, die sich mit dem Sommer beschäftigt. Ich denke, da werden wir zu gegebener Zeit auch zuschlagen.

Regine Stroner – Wünsch Dir was: Geschenke aus der Weihnachtsküche

Durch Zufall stolperte ich kürzlich über dieses Buch von Frau Stroner. Da ich schon „Bald ist Weihnachten, ein kulinarischer Adventskalender“ von ihr besitze, konnte ich nicht widerstehen und habe zugegriffen. Defintiv kein Fehlgriff, das kann ich sagen. Ein Buch das Spaß macht anzusehen, ein Buch das Freude beim Ausprobieren bringt.

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Ich finde die Idee einfach ganz  bezaubernd, kleine Mitbringsel und Geschenke in der Küche zu fertigen. Und wenn man das noch in der Weihnachtszeit macht, hat man wirklich tolle, selbstgemachte Geschenke.

Das Buch präsentiert weihnachtliche Rezepte aus Deutschland, Frankreich, England, Schweden, Indien und Österreich. So vielfältig und unterschiedlich die Länder sind, so sind es auch die Rezepte. Es geht von süß über herzhaft, gebacken, eingelegt, gekocht, eingeweckt rauf und runter: Tee, Glühwein und Glögg, Likörchen, Gewürzmischungen, Soßen, Plätzchen, Kuchen, Marmeladen- und Gelees…

Sehr, sehr viele Rezepte unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades erwarten einen. Ich denke, da findet jeder etwas, egal ob man ein Profibäcker/-koch oder eher ein Anfänger ist. Präsentiert werden die Rezepte mit ganz tollen Bildern, die wirklich was hermachen. Ich finde das Buch allein nur zum Blättern schon einfach nur gelungen.

Christina Kempe – Weihnachten: Plätzchen, Stollen, Glühwein & alles, was die Adventszeit schöner macht

Hier haben wir den neuesten Zugang unserer Kochbuchsammlung, ein Themenkochbuch für die Weihnachtszeit. Mit GU-Kochbüchern kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen und so orderte ich das Buch quasi im Blindflug, als Belohnung für mich, weil ich eine besonders stressige Arbeitsphase hinter mich gebracht habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Wunderschön aufgemacht, enthält das Buch neben vielen tollen Keksrezepten auch drei Menü-Vorschläge, die nicht nur an Weihnachten gut ankommen. Des Weiteren finden sich natürlich auch Glühwein- und Punschrezepte und passende Snacks dazu.

Das Buch ist in diese Themenbereiche gegliedert:

  1. „Alle Jahre wieder…“, Stressfrei durch die Weihnachtszeit mit Backen und Basteln – schön wäre es
  2. „Bunter Plätzchenteller“ – leckere Plätzchenrezepte
  3. „Stollen, Kuchen, Torten“ – wie der Name schon sagt
  4. „Festliche Menüs“ – Menüvorschläge unterschiedlicher Art
  5. „Geschenke aus der Küche“ – Marmeladen, Kuchen aus dem Glas, so etwas liebe ich ja total
  6. „Heimischer Hüttenzauber“ – hier geht es um wärmende Getränke mit und ohne Alkohol

Alles in allem ist das Buch sehr schön. Die enthaltenen Bilder sprechen mich sehr an und ich bin sicher, wir können uns die eine oder andere Anregung heraus ziehen.

Sarah Wiener – 24 Rezepte für den Winter – Die Adventsküche von Sarah Wiener

Dieses kleine Büchlein habe ich mir auf gut Glück vorbestellt. Ständig auf der Suche nach neuen Rezepten auch gerade für die kalte Jahreszeit, sprach es gleich zwei Dinge bei mir an: Winterküche und Weihnachten bzw. Advent. Auch wenn noch etwas Zeit bis zum Advent ist, man kann ja nie früh genug vorbereitet sein. 😉

Das Büchlein kommt auf den ersten Blick sehr unweihnachtlich daher. In braun bzw. einem burgunderrot „gebunden“, finden sich keine funkelnden Kugeln oder sonstige Dinge in der Deko. Nein es sind einfach 24 Rezepte, jeweils mit einem hübsch fotografierten, eher rustikal wirkenden Bild versehen. Da tauchen hier und da mal Holz- oder Strohsterne, ein paar Nüsse auf. Das ganz große Glitzern, wie man es aus den Hochglanzkochzeitschriften kennt und vielleicht erwarten würde, wird man hier vergeblich suchen. Andererseits, Sarah Wiener ist nicht unbedingt eine Köchin, die mit viel Glamour daher kommt. Sie ist bodenständig und natürlich und genauso ist dieses Büchlein.

In Sarah Wieners Büchlein dreht es sich wirklich um Winterküche und etwas Deko bei den Rezeptbildern kommt hier wenn überhaupt nur am Rande vor. Also auch keins dieser speziellen Hochglanzkochbücher. Dennoch ist das Buch sehr schön gestaltet. Es finden sich kleine Texte vor den Rezepten wieder, die auf die besondere Zeit um Weihnachten eingehen, was ich sehr schön finde.

Die Rezepte möchte ich nicht verraten, da man das Büchlein ja als kulinarischen Adventskalender nutzen kann. Es gibt dazu sogar ein Postkartenset und einen kleinen Kalender passend zum Buch, die man schön verschenken könnte. Beides ist separat zu kaufen.

Insgesamt findet man im Buch Rezepte zu

  • Keksen
  • Suppen
  • winterlichen Getränken
  • Braten
  • Salate
  • Gemüseaufläufen

sowie eine Sparte mit Tipps und Tricks. In den Rezepten wird auch mit eher alten Gemüsesorten wie Rote Beete und Steckrübe gekocht, was ich ganz nett finde, da viele dieser Gemüse ja mittlerweile eher ein Schattendasein auf unserem Speiseplan führen. Ich denke, das Buch ist ein hübsches Mitbringsel oder eben ein Adventskalender der etwas anderen Art, mit dem man anderen und sich selbst viel Freude bereiten kann.

Yvette van Boven – Home Made Winter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist also das neue Kochbuch von Yvette van Boven zum Thema Winter. Ich hatte es mir direkt vorbestellt, als ich ihr letztes Buch „Home made, natürlich hausgemacht“ angeschaut hatte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Diese winterliche Rezeptesammlung widmet Frau van Boven ihrer Kindheit in Irland. Es finden sich auch entsprechend viele irische Rezepte darin wieder, was Sgail und mir sehr entgegen kommt. Wir mögen diese deftigen Rezepturen.

Dieses Buch ist genauso liebevoll gestaltet, wie das vorige „Home made“. Es gibt viele Zeichnungen und Skizzen, um die Rezepte anschaulich zu erklären. Dazu runden wunderbare Fotos den Band ab. Eine winterliche Stimmung kommt garantiert beim Schmökern auf.

Die Rezepte sind nach Themen gegliedert wie z.B.

– Frühstück, Brunch und kleine Mahlzeiten
– Kuchen
– Drinks
– Snacks und Vorspeisen
– Hauptgerichte
– Desserts

Des Weiteren findet man ebenso eine Art Gliederung nach den obligatorischen Anlässen, die im Winter stattfinden, u.a. Nikolaus, St. Patrick’s Day, 3 Königstag und sogar Halloween fehlt nicht.

Auch in diesem Buch erklärt Frau van Boven sehr viele Dinge, die in anderen Kochbüchern eigentlich gar nicht groß erwähnt werden. Man lernt z.B. wie man selber recht einfach Butter machen kann oder auch einen eigenen Baileys-Likör. Das ist wie im 1. Home made, da haben mir die Tipps u.a. zum Gläser sterilisieren ja auch so gut gefallen.

Besonders toll finden wir, es gibt da jede Menge Rezepte für Scones. Yeah, hoffentlich sind sie gut. Wir mögen diese kleinen Teilchen doch wirklich gerne und würden unsere Versuche in der Richtung gerne fortsetzen.

Im Buch wird direkt ein neues Buch angekündigt. Eins in dem Frau van Boven sommerliche Rezepte, die überwiegend ihrer neuen Heimat Frankreich entsprungen sind, veröffentlichen wird. Es wird passenderweise „Sommer“ heißen. Ob Sgail und ich uns jedoch dieses Buch auch gönnen werden, weiß ich noch nicht. Mit französischer Küche haben wir es nämlich beide nicht so. Hier werden wir wohl tatsächlich nicht auf gut Glück vorbestellen, sondern erst im Laden blättern.

Elisa Ellen – Die Queen macht Ferien

2012 ist sicher ein besonderes Jahr für die britische Monarchie, keine Frage. Erst das diamantene Thronjubiläum von Queen Elisabeth, dann auch noch die olympischen Sommerspiele in London, quasi im Vorgarten der Windsors. Sgail und ich habe die Feierlichkeiten zu Ehren Queen Elisabeths Thronjubiläum im Fernsehen mitverfolgt und haben sie dabei sehr sympathisch empfunden. Ebenso ihren Mann Prinz Phillip. Dennoch sind sie natürlich für uns Normalsterbliche unerreichbar und schon sehr oft haben Sgail und ich uns gefragt, wie es wohl hinter den Palastmauern aussieht und was wäre wenn die Queen und ihr Mann ganz normale Menschen wie du und ich wären.

Elisa Ellen hat einen kurzweiligen Roman geschrieben, der sich dieser Thematik annimmt. Was wäre, wenn die Queen mal ihr Köfferchen packen würde und mit Hilfe von neuer Frisur und etwas anderem Kleidungsstil ins normale Leben abtauchen würde, statt mit Prinz Phillip nach Balmoral in die Sommerferien zu fahren? Genau das macht die Queen nämlich in diesem Buch. Sie möchte wissen, wie das Leben abseits der Palastmauern ist und erhält durch geschickte Vermittlung ihres Butlers einen Job als Haushalts- und Ladenhilfe bei der Floristin Clare, die sich allein mit ihrem kleinen Sohn Joey durchs Leben schlagen muss.  Als „Lizzy Lloyd“ erlebt die Queen bald, was es bedeutet, sich im wahren Leben beweisen zu müssen. Sie erlebt die Ängste und Sorgen, die man mit nur wenig Geld hat und Clare und Joyes Leben wird durch Lizzy auf jeden Fall bereichert und gehörig auf den Kopf gestellt.

Ein schönes und unterhaltsames Buch. Ich habe es mir auf den Kindle geladen, der Preis war einfach unschlagbar gut mit nicht mal 3 €. Die Geschichte ist sicherlich an einigen Stellen voraussehbar, aber dennoch hat sie mir sehr gefallen. Ich fand die Vorstellung sehr reizvoll, wie sich die Queen unter uns „Normalos“ bewegen würde. Wäre es nicht spannend, wenn man sich ganz normal mit ihr unterhalten dürfte und keine Angst vor Protokoll oder dergleichen haben müsste. Sie mal fragen, was sie wirklich gerne in ihrem Leben machen würde, wenn sie könnte und nicht dauernd unter Beobachtung stünde, wie sie privat mit ihrer Familie ist oder ob sie auch da auf einem Sockel steht… Ja, das fände ich durchaus spannend und würde es gerne tun. Oder mal über Prinz Phillips Humor lachen dürfen. Ich vermute nämlich, abseits des Protokolls sind die Windsors nämlich bestimmt Leute wie du und ich, nur welche, die viel Geld und andere Verpflichtungen haben und die damit verbundenen Probleme. Wie man an den aktuellen Schlagzeilen mal wieder sehen kann…