Archiv der Kategorie: Allgemein

Da strahlen nicht nur Kinderaugen

lego-vw-bus-t1

Weihnachten ist zwar schon etwas länger vorbei, aber ich möchte dennoch eins meiner Geschenke zeigen. Schon als Kind liebte ich VW-Bullis. Als Erwachsener ist es nach wie vor ein kleiner Traum, vielleicht mal so ein Gefährt mein Eigen zu nennen und damit durch die Gegend zu fahren, ein wenig zu reisen. Wird wohl ein Traum bleiben, aber egal. Auf jeden Fall lag dieses riesige Paket an Weihnachten für mich unterm Tannenbaum. Hier kommen zwei Dinge zusammen, die ich echt liebe. Lego war schon als Kind absolut mein Ding und die Verspieltheit und Leidenschaft dafür habe ich eigentlich nie verloren. So einen VW T1-Bausatz wollte ich immer schon, seit ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Aber selber gekauft hätte ich ihn mir wohl nie. Deshalb einfach nur klasse, wundervoll, mir fehlen die Worte, weil ich mich so freue. Bisher habe ich mich noch nicht an den Zusammenbau gesetzt und bewundere fortlaufend den Karton. Vorfreude ist die größte Freude und so… Aber bald. Ich freue mich drauf.

Vogelfutter und Futterstellen selbst herstellen

Bei meinen Eltern im Garten kann man von einer regelrechten Flugschau sprechen. Das ganze Jahr über tummeln sich dort die verschiedensten Vogelarten. Sie lieben den dicken Rosenbusch, wo sie zum einen Insekten und zum anderen Hagebutten zum Fressen finden. Sie können sich dort hervorragend verstecken und eine Katze kann ihnen auch nicht folgen. Oder der wilde Wein, der sich rum um die Terrasse an einer Pergola entlang rankt. Die beste Kinderstube, die sich Vogeleltern nur wünschen können.

Sobald es mit der Kälte losgeht, sind meine Eltern mit Begeisterung dabei, die hungrigen Mäuler zu stopfen und füttern. So können sie auch im Winter aus dem Wohnzimmerfenster schauen und sich an den vielen gefiederten Besuchern erfreuen. Bei uns hingegen sieht das etwas anders aus. Wir wohnen im 2. OG und da muss man als Vogel erst mal hinfinden und sehen, dass es auch bei uns einen gedeckten Tisch gibt. Wir haben zwei Vogelhäuschen. Eins zum hinstellen auf die Balkonumrandung und eins zum hängen, so ein ganz einfaches Ding von Aldi. Die Dinger von Aldi sind billig und halten in der Regel nicht länger als 1-2 Winter.  Ich weiß das, aber irgendwie kaufe ich doch immer mal wieder eins. *gnarf* Man will den Vögelchen ja auch helfen. Beim großen Vogelhaus sieht es so aus, dass da auch reichlich Tauben und Krähen kommen. Klar, die möchten auch was essen. Aber manchmal ist das schon wie bei Hitchcocks „Vögeln“. Nicht unbedingt ein schöner Anblick, aber wie gesagt, diese Vögel wollen ja auch leben. Sie dürfen also gerne zu uns kommen, auch wenn wir natürlich die kleineren irgendwie netter und niedlicher finden.

meisenknoedel-pilzDieses Jahr ist es so, dass wir blöderweise den Futterstart ein wenig verpasst haben. Erst als der erste Schnee kam, huschte ich mitten im Schneegestöber raus, um schnell was aufzustellen. Natürlich kam erst mal niemand vorbei. Es hatte ja auch wirklich 2 oder 3 Tage am Stück geschneit. Aber dann, hier und da sauste jemand an unserem Meisenball mit dem schicken Pilzhütchen entlang oder pickte aus dem kleinen Aldivogelhaus. Das große Vogelhaus stellte mein Mann dann vor ein paar Tagen auf, da das Aldiding mal wieder das Futter hat nass werden lassen. Also weg damit und für alle Zeiten Finger weg davon.

 

futterdreieckAm 4. Advent schauten wir dann mal wieder gemütlich „Mein schönes Land TV„, der Nachfolger von „Landlust TV“. Mein Mann und ich haben diese Sendereihe ein Jahr lang geradezu glückselig ob der gezeigten Idylle und der vielen Garten-, Koch- und Dekotipps verfolgt. In der Weihnachtssendung wurde unter anderem eine Anleitung für eine kleine Futterhilfe gezeigt und auch mal wieder, wie man Meisenknödel selbst macht. Das wollten wir schon so lange mal machen. Jetzt nach Weihnachten hatten wir Zeit dafür. Mama ist wieder aus dem Krankenhaus und auch mein Vater hatte Muße mitzumachen und sich einzubringen. So zeigten wir ihm diese Anleitung und sofort war er Feuer und Flamme und erinnerte sich auch noch an Futterhilfen, die schon sein Vater, also mein Opa, früher zusammen mit meiner Oma gemacht hat. Gefüllte Tonblumentöpfchen, die man mit einem Ästchen versieht und verkehrt herum aufhängt. Kleine Futterglocken quasi.

futtermuffin2Ebenso gab es damals ganz einfache Drahttäschchen aus Kaninchendraht, die man nach Gusto befüllen und aufhängen kann. Die kamen direkt mit auf die „to do“- und Bastelliste.

Durch unsere Holzmach-Aktion konnten wir auch besonders einfach an geeignete Äste kommen, den Rest hatte mein Papa schon direkt in seiner Werkstatt.

futterdreieck1Papa hat nach dem Lesen der Online-Anleitung die Apfelhalter erst einmal etwas optimiert und ist mit der Klammerpistole zu Werk gegangen, anstatt mit Hammer und Nägeln zu werkeln oder viel mit Draht zu wickeln, wo sich die Tiere eventuell doch noch dran verletzten können. Wir haben auch auf Schaschlickspieße verzichtet, um den Apfel oder auch einen Meiseknödel anzubringen. Die Stäbchen halten nicht viel aus, besser sind entweder direkt passende kleine Ästchen aus dem gleichen Holz wie der Rest, kleine Orchideenstäbe oder dünne Bambusstäbe, die auch nicht so schnell verrotten. Insgesamt benötigt man also nicht wirklich viel Material, ein paar gerade, fingerdicke Äste, Nägel bzw. Klammern, eine Säge und einen kleinen Bohrer. Dann einfach ein Dreieck aus den Ästen formen. Rechts und links je ein Ast, unten zwei. Alles fixieren und an den Seitenästen noch je ein Löchlein für den Quer- bzw. Apfelast einfügen, wo der Apfel drauf soll. Quasi schon fertig.

futterglockeSo haben wir die Tage also gebastelt. Mein Mann und mein Papa werkelten zusammen in an den Apfelhaltern und den kleinen Drahttäschchen für weitere Leckereien und ich beschäftigte mich drinnen unter Mamas Aufsicht mit den selbst gemachten Meisenknödeln bzw. gefüllten Tontöpfchen, die mir die Herren vorbereitet haben. Sie haben mir direkt passende Stöckchen in die Töpfe „geschraubt“ und fixiert, so dass nichts rutschen kann, wenn die Vögel daran fressen. Kleine Aufhängungen haben sie ebenfalls angebracht. So musste ich quasi nur den Futterbrei einfüllen. Das geht mit Hilfe einer kleiner Kelle und eines Löffelchens ganz prima.

futterglocken2Ich habe für den Futterbrei einfach nur eine Stange Pflanzenfett bei geringer Hitze geschmolzen und so lange Streuvogelfutter beigefügt, bis ein dickflüssiger „Teig“ entstanden ist, den ich in die vorbereiteten Tontöpfchen und in ein Muffinblech füllen konnte.  Dann musste nur alles wieder fest werden. Das geht alles in allem recht schnell. Das Muffinblech haben wir einfach ins Eis gestellt.

futterglocken3Auch ohne Papierförmchen lassen sich die kleinen Küchlein prima lösen und z.B. in eins der Drahtkörbchen packen. Oder man sticht vorsichtig ein Löchlein durch und hängt so ein Küchlein mit einem Bändchen auf. Herausgekommen sind diese kleinen Dinge, die wirklich ganz entzückend aussehen und schnell und einfach, auch nur mit geringem handwerklichen Geschick, umzusetzen sind. Und für die Vögel sind sie bei schlechter Witterung von unschätzbarem Wert.

futtermuffinsDer Dreck bei der Produktion hält sich  in Grenzen. Die Kosten für die Herstellung der eigenen Meisenknödel sind gering und man bekommt viel  dabei raus.  Mit einer Stange Pflanzenfett und gut 2 kg Futter haben wir am Ende 6 Glöckchen und 12 Muffins hergestellt. Wir lagern sie im Eisfach bzw. im Kühlschrank, damit sie sich länger halten und wir sie bei Bedarf einfach einzeln entnehmen und aufhängen können.

Entschleunigen

weihnachtsbaum2Das alte Jahr neigt sich nun dem Ende zu und die letzten Tage haben uns wieder einmal gezeigt, wie zerbrechlich Leben ist und wie schnell eine wochenlange Planung über den Haufen geworfen werden kann. Ein paar Sekunden nur, eine unbedachte Handlung, ein unglücklicher Zufall und schon ist alles anders. Weihnachten wäre dieses Jahr fast ausgefallen. Mama ist unglücklich gestürzt und hat sich sehr blöd den Arm gebrochen. So blöd, dass wir sie einen Tag vor Heiligabend im Krankenhaus lassen und sie operiert werden musste. Heiligabend ohne Mama, das ist ein Ding der Unmöglichkeit für uns. Wir haben alles abgesagt und sind ziemlich bang an Heiligabend gegen Mittag ins Krankenhaus gefahren, um zu sehen, wie die Lage ist. Dort hat uns eine Überraschung erwartet, Mama durfte für zwei Tage mit nach Hause und musste erst gestern wieder ins Krankenhaus. Nun hoffen wir, dass die OP gut verlaufen und sie bald wieder bei uns ist.

All das hat uns auf jeden Fall gezeigt, wie wichtig Familie – nicht nur an Feiertagen – ist und dass wir definitiv entschleunigen sollten. Man rennt sich wochenlang die Hacken ab und plant und macht und tut und dann – ZACK. Trotz allem hatten wir eine schöne Feier. Der Unfall hat uns ganz schön durchgerüttelt und geschockt. Man leidet mit, wenn jemand in der Familie Schmerzen hat, man macht sich Vorwürfe, ob man den Unfall nicht hätte verhindern können. Und und und. Es gab da so einige traurige Momente in den letzten Tagen. Aber auch sehr schöne.

Deshalb gibt es neben den üblichen „wir möchten gesünder und bewusster leben, wir werden wieder diäten“-Vorsätzen für das neue Jahr definitiv auch den Vorsatz der Entschleunigung für uns. Innehalten, durchatmen, Zeit füreinander und miteinander haben, weniger Heckmeck machen, sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnen und nicht einem Trend hinterher hecheln. Dinge, über die man sich ärgert, wie z.B. die Tage, als unser Webspacehoster unseren Blog aufgrund eines fehlerhaften Scriptes mal eben so vom Netz nehmen musste ohne vorher Piep zu sagen, die werden so unwichtig, wenn es darum geht, dass es allen gut geht. Sicher ärgert man sich darüber, wenn man überraschend offline ist und wieder alles hinbiegen muss, aber die Relationen werden wieder gerade gerückt.

Deshalb wünschen wir uns und allen Besuchern unseres little green planets allzeit einen ungetrübten Blick auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und eine schöne Zeit mit Familie und Freunden. Gesundheit und Zeit sind in unserer Gesellschaft die kostbarsten Güter. Sch… was auf das neueste iPhone oder diese Paddingsbumse. In diesem Sinne schon jetzt alles Gute für 2013, rutscht gut rein und entschleunigt.

Neulich im Neandertal

neandertaler
Der Neanderthaler, wie man ihn sich Anfang des 20. Jahrhunders vorstellte. *uga, uga*

Wir waren neulich von der Arbeit aus auf Weihnachtsausflug. Das Neandertal bzw. Mettmann war dieses Jahr unser Ziel. Bei Mettmann fällt mir irgendwie spontan immer Hape Kekeling und sein „Samba in Mettmann“ ein, aber ne, wir haben das Neanderthal-Museum besucht bzw. leider wegen Zeitmangels nur einen kleinen Teil davon.

Die Fassade des Museums soll an einen Gletscher erinnern.
Die Fassade des Museums soll an einen Gletscher erinnern. Irgendwie.

Zunächst gab es einen geführten Gang zur Fundstelle der Knochen des bekannten Neanderthalers. Diese Knochen sind ungefähr 500 m vom Museum weg, weiter kann es wirklich nicht sein. Dennoch blieb unser Führer, ein netter älterer Herr, der wirklich sehr mit der Geschichte des Neanderthals vertraut war und irgendwie daher kam, als wäre er von Anfang an dabei gewesen, gefühlt alle 2 Meter stehen, um uns irgendwas zu zeigen, zu erklären oder eine seiner selbst gebastelten Info-Karten zu zeigen. Das mag nun negativ klingen, ist aber gar nicht so gemeint. Vielmehr hallt ein wenig der Frust und die Enttäuschung nach, dass wir zum einen nicht so richtig für einen, wenn auch so kurzen, Spaziergang angezogen waren und erbärmlich gefroren haben in den gut 1,5 Stunden (für 500 m und wieder zurück!)  und zum anderen, uns einfach nur die Zeit davon lief, da wir gegen Mittag für eine Bergische Kaffeetafel inklusive Dröppelminna angemeldet waren.

spurensuche1
Nachgemachter Fußabdruck eines Neanderthalers und der Abdruck eines Raumanzugstiefels.

Irgendwann konnte ich vor lauter Kälte dem gutem Mann gar nicht mehr folgen und am nächsten Tag war ich auch prompt krank. Ich habe mich von der patschnassen Wiese, den komischen Info-Steinkreuzen und den Messtangen, die die Fundstelle markieren bzw. darstellen sollen (es war ziemlich blauäugig von mir dort Höhlen oder eine archäoligisch aussehenden Grabungsstelle zu erwarten), mit ein paar Kolleginnen  auf den Weg verzogen, weil meine Füße kurz vorm Abfrieren waren.

Sein Fuß, mein Fuß, so könnte es ausgesehen haben.
Sein Fuß, mein Fuß, so könnte es aussehen.

So warteten wir, bis die Monologe des wirklich netten Guides vorbei waren und wir wieder zurück ins Warme konnten. Immerhin habe ich gelernt, in uns allen stecken gut 4 % Neanderthal-Gene. Weißte Bescheid… Ach und das fand ich ehrlich gesagt ziemlich arrogant, man spricht dem Neanderthaler zumindest soviel Gripps zu, dass er sich mit seinen Mitneanderthalern lautsprachlich verständigen konnte. Das fand ich irgendwie sehr überheblich, wenn doch nachgewiesen ist, dass auch der Neanderthaler über das sogenannte Zungenbein verfügte, welches unsere Zunge u.a.  zur sprachlichen Nutzung befähigt. Als wenn der Neanderthaler zu doof gewesen wäre, seine Zunge für eine lautsprachliche Verständigung einzusetzen. Tse. Die Arroganz der Menschen des 21. Jahrhunderts. So etwas regt mich auf.

Eine Darstellung des Neanderthalers, wie er wohl eher ausgesehen haben mag.
Eine Darstellung des Neanderthalers, wie er wohl eher ausgesehen haben mag.

Im Museum stürmte ich als erstes mit zwei meiner Kolleginnen den kleinen Shop. Der ist echt süß und neben einigen Dingen, die recht wenig mit dem Neanderthaler zu tun haben, gibt es auch knuffige Mitbringsel, die an den Besuch erinnern. Ich habe für Sgail und mich ein Steinzeitfeuerzeug und zwei Mini-Mammuts mitgebracht.

*raaarrwwwrrr*
*raaarrwwwrrr*

 

 

 

 

wolfsfaehrte
Pfotenabdruck

 

Mini-Wildschweinchen
Mini-Wildschweinchen

 

 

 

 

Wolfwurfhöhle
Wolfwurfhöhle

 

 

 

Dann ging es in die Sonderausstellung „Wölfe“, die den Ruf des Wolfes als gnadenloses Raubtier wieder gerade rücken möchte. Wer tatsächlich noch dem Glauben anhängt, ein Wolf fällt ohne weiteres Menschen an, frisst alles, was ihm zwischen die Zähne kommt und ist mega-gefährlich, dem wird hier gezeigt, wie Wölfe sich wirklich in freier Wildbahn verhalten.  Wir hatten eine sehr nette, geführte Runde und haben viel gelernt. Am Ende stand der provokante Satz „Rotkäppchen lügt“ und was soll ich sagen, so ist es. Allerdings musste ich für diese Erkenntnis nicht erst diese Ausstellung besuchen. Es reicht dafür vollkommen aus, mit Sgail verheiratet zu sein, der als großer Tiernarr schon vor langer Zeit für Aufklärung sorgte.

Nett sieht er aus.
Nett sieht er aus.

Als wir dachten, jetzt können wir uns den Rest bzw. eigentlich die Hauptausstellung im Museum ansehen, kam die Erkenntnis, dass wir keine Zeit mehr haben und flux zur Kaffeetafel müssen. Das war wirklich sehr schade, aber wir haben direkt beschlossen, nächstes Jahr kommen wir wieder und sehen uns alles in Ruhe an.

Die Bergische Kaffeetafel kann man mal mitgemacht haben, muss man aber nicht. Das wäre zumindest meine Meinung. Alles in allem durchaus lecker, aber nicht gänzlich mein Geschmack.

Dröppelminna
Dröppelminna

Ich mag all das, was dort angeboten wird, aber nicht zusammen. Das Drumherum fand ich viel spannender, die Dröppelminna auf dem Tisch z.B., wo das Abzapfen des Kaffees das eine oder andere Mal etwas abenteuerlich verlief. Ist man nicht so gut im Timing, kann man schon mal für eine kleine Überflutung sorgen. Alles in allem war es jedoch ein sehr schöner Ausflug und ich freue mich jetzt schon, wenn wir wiederkommen und uns den Rest des Museums ansehen. Das, was wir gesehen haben, kann ich zumindest schon einmal empfehlen.

Yeah, wir haben was gewonnen!!

Hin und wieder machen Sgail und ich bei einem Bloggewinnspiel mit und wir haben jetzt etwas ziemlich tolles bei Gourmet Guerilla gewonnen. Mel hatte neulich eine Verlosung mit PiepEiern als Gewinn.

Sgail und ich lieben PiepEier und schon lange gehören sie in unseren Haushalt. Die Dinger sind so genial. Alles fing mit Schantall, dem Ei für mittelweiche Eier an und endete irgendwann, nachdem Schantall ausgepowert war, mit dem goldenen Ei, das alles von wachsweich bis knüppelhart kann. Mittlerweile gibt es ganz viele tolle Versionen dieser Eier und jeder findet bei Brainstream sein spezielles Ei, dass Eierkochen einfach zum Kinderspiel macht.

Jetzt gehen wir back to the roots und dürfen dank Mel eine brandneue Schantall in Empfang nehmen. Ganz herzlichen Dank, liebe Mel. Wir freuen uns total.

Impressionen vom Holzmachen

Ich habe zum ersten Mal mit Sgails Kamera herum geknipst und wollte gerne noch ein paar Bilder mehr vom Holzmachen zeigen. Es gibt dabei soviel zu sehen und ich habe einfach mal drauf los geknipst, vielleicht etwas ohne Hand und Fuß und vor allem ohne mich mit der Kamera wirklich auszukennen. Aber ich denke, man kann trotzdem das eine oder andere erkennen.

Nur zur Erklärung, wir haben in dieser „angekauften Pazelle“ Holz, das zwar als Kaminholz tituliert wird, es jedoch eigentlich nicht wirklich ist. Es läuft eher als „besseres Anfeuerholz“. Wir hätten uns deutlich dickere Stämme gewünscht. Von daher haben wir nach dem Raussammeln aus dem Wald direkt auf die sogenannte Küppersbuschlänge gesägt. Das bedeutet ofenfertige Größe. Wir brauchen das Holz wegen seiner geringen Stärke nicht mal mehrgroßartig spalten. Immerhin etwas…

Das „richtige“ Holz folgt dann in Kürze. Meine Knochen freuen sich jetzt schon…

Holzmachen

Es gibt so Dinge, die ist man als reiner „Schreibtischtäter“ rein gar nicht gewohnt. Harte körperliche Arbeit fällt eindeutig darunter. Doch wenn man sich Kaminholz nicht in entsprechend „genormten“ Stücken, quasi „mundgerecht“ für seinen Ofen liefern lässt, bedeutet es, dass man in voller Montur mit Kettensäge und Anhänger in den Wald fährt und dort Holz „macht“. Warum das „Holzmachen“ heißt, ist mir schleierhaft. Ehrlich. Auf jeden Fall trifft der Spruch, „Holz wärmt drei Mal“ eindeutig zu. Man kommt ins Schwitzen, wenn man einen Baum fällt, in zerkleinert und am Ende wenn das Holz im Kamin brennt und mokige Wärme verbreitet.

Je nachdem, was man so beim Forsthof gekauft/geordert hat, hat man das Holz entweder schon gefällt und ordentlich gestapelt an einem gut zugänglichen Weg liegen oder man muss erst gekennzeichnete Bäume fällen, sofern das noch nicht passiert ist, entasten und zum Wegrand rücken, um es dort weiter zu verarbeiten. Bei uns ist letzteres der Fall. Wir ziehen nun schon einige Wochenenden mit Sack und Pack in den Wald und „machen“ Brennholz. Papa hat eine Parzelle „angekauft“, die wir plündern können und aus der wir eine gewisse Raummeterzahl Holz rauskriegen sollen. Raummeter ist übrigens neben Schüttraummeter das gängige Maß der Dinge.

STIHL – was sonst?

Die Sache ansich ist übrigens durchaus spannend, man darf nur mit einem Kettensägenschein dort im Wald hantieren und möglichst niemals allein, wegen der Unfallgefahr. War mir vorher nicht wirklich bewusst. Aber da mein Papa so einen Schein hat und bestens mit diesen Maschinchen (STIHL natürlich, was anderes kommt gar nicht in die Tüte) umgehen kann, ist das kein Problem für uns. Die Schnittschutzklamotten lassen ihn zwar wie ein Michelinmännchen aussehen, aber Sicherheit steht ja bekanntlich an erster Stelle. Zur Entlastung wird Sgail sehr wahrscheinlich im nächsten Jahr auch so einen Schein machen. Finde ich toll, dann können wir das Tempo anziehen und noch mehr schaffen. Was man ebenso immer dabei haben muss ist quasi der Kaufbeleg vom Förster, der es einem erlaubt, die Waldwege mit Auto und Hänger zu befahren. Hin und wieder schaut jemand vom Forsthof oder der zuständigen Behörde vorbei und kontrolliert das auch, es gibt nämlich viele schwarze Schafe, die sich in der Holzsaison unter die arbeitenden Leute mischen und Holz stehlen. Man bekommt auch einen Schlüssel für die Schranken, sonst würde man ja gar nicht weit kommen. Schranke rauf schubsen ist gar nicht so schwer, runter schon eher. Diese Schranken sind durch ihr Kontergewicht ordentlich schwer, aber wenn man sich dran hängt (ich muss das, Papa und Sgail natürlich nicht), gehen sie prima wieder runter.

Es gibt soviel Schönes zu sehen…

Ganz schön anstrengend alles, wenn man das so gar nicht gewohnt ist. Da hat man am Ende des Tages Arme wie Blei und am nächsten Tag garantiert auch „Rücken“. Aber ich muss auch sagen, es macht Spaß mit Mann und Maus den Tag in der Natur zu verbringen. So hatten wir wettertechnisch auch schon von knackigen null Grad mit wunderschönem Sonnenaufgang bis hin zu dickem Nebel und Nieselregen alles mit dabei. Die Natur ist sogar bei Nebel schön. Man muss nur inne halten und sich umsehen. Es gibt wirklich viel zu entdecken. Und das von mir, die ich nie gerne spazieren gehen mag und bei diesigem Wetter schon mal gar nicht…

Vorsicht, hier stehe ich!

Ich habe mich dabei ertappt, dass ich Dinge gesehen habe, die ich sonst auf „erzwungenen“ Spaziergängen gar nicht groß wahrgenommen hätte. Wie das Licht sich zwischen den Bäumen bricht, der leicht modrige, pilzige Geruch überall. Das Glitzern des Raureifs auf den Blättern. Die Farben, die selbst jetzt noch da sind, wo die Blätter größtenteils schon alle gefallen sind. Es ist schön, ja wirklich. Man muss nur die Augen ein wenig öffnen und eventuell schlechtes Wetter kurz ausblenden.

 

It‘ s a verdammig long way home to Mama and the lovely Futter…

Am besten ist jedoch, wenn so gegen 16:30 Uhr langsam das Licht weniger wird, man die letzten Holzstücke auf den Anhänger wuchtet und es zurück nach Hause geht, wo Mama schon mit einem richtig leckeren, heißen Essen auf uns wartet. Mama ist nämlich der Verpflegungsoffizier in der Truppe. Sie verwöhnt uns mit bester Hausmannskost wie z.B. einer kräftigen Hühnersuppe mit viel Reis, Königsberger Klopsen mit ganz viel Kapernsoße oder leckerem Grünkohl. Die Aussicht auf das Abendessen hält gerade uns Schreibtischtäter schwer am Leben und man gibt beim letzten Entladen des Hängers noch einmal richtig Gas. Und wenn man dann irgendwann nach der heißen Badewanne mit Kneippschen Badezusatz „Muskel- und Gelenke-Wohl“ aufs Sofa plumst, kann es durchaus sein, dass der Tag schon um 21 Uhr zu Ende ist, weil man so groggy ist. Aber es wird besser, man gewöhnt sich langsam, aber sicher daran. Das kann ich verraten. Nur das frühe Aufstehen an Wochenenden, das werde ich nie mögen.

Verliebt in unsere Lichterkette

Ich bin total verliebt in unsere neue Lichterkette fürs Arbeitszimmerfenster. Diese Sterne sind so schön, selbst unbeleuchtet bin ich von der Faltkunst beeindruckt. Wenn sie dann an ist, ist sie natürlich besonders toll. Die Sterne verbreiten ein warmes, angenehmes Licht. Wo es so etwas gibt? Natürlich bei einem DaWanda-Shöppchen. Also, wenn Ihr auch so etwas nettes haben mögt, zugreifen. Sehr netter Kontakt, tolle Handwerkskunst, beste Verarbeitung.