Minigarden: Systemkästen für den Balkon

Die Tage haben wir uns etwas Neues für den Balkon besorgt. Unser Balkon ist ja nicht sonderlich groß und deshalb nutzen wir schon seit Jahren eine Blumentreppe, um mehr Pflanzen unterbringen zu können. Die Blumentreppe möchten wir nun altersbedingt in Rente schicken und durch ein Kastensystem namens Minigarden ersetzen. Wir haben es schon ein paar Mal im Netz gesehen und jetzt endlich zugeschlagen. Das System ist vielseitig einsetzbar und in den Farben grün, weiß, schwarz und terrakotta erhältlich. Wenn man sich die Gallerie auf der Minigarden-Seite ansieht, dann kann man nur staunen.

Wir haben uns ein Set mit 9 grünen Kästen geordert und erst einmal in der Garage geparkt, bis unser Balkon wieder hergerichtet ist. Das Herrichten haben wir übrigens für nächstes Wochenende geplant, möge der „Wettergott“ mit uns sein.

Minigarden erscheint uns eine gute Lösung zu sein, um unsere Chilis unterzubringen und vielleicht noch ein paar Kräuter zu pflanzen. Auf jeden Fall würden wir mit den Kästen auch ein wenig Platz zurück gewinnen. Wir sind jetzt schon gespannt, wie alles passen wird. Die Verarbeitung sieht auf jeden Fall gut aus und ich kann es kaum erwarten, bis wir alles aufbauen. Hoffentlich wird das Wetter bald besser. Ich freue mich schon wieder so sehr auf die Sommerbepflanzung. Ab nächster Woche gibt es in unseren Lieblingsgärtnereien nämlich die ersten Tage der Offenen Türen mit Sommerblumenverkauf. *dicker Seufzer*

Kleiner Nachsatz: Habe eben die Winterbepflanzung entfernt. Die Gelegenheit war zu gut. Es sieht nämlich schon wieder nach Regen aus und bevor sich die Pflanzen so richtig vollsaugen…

Steaksandwich nach Jamie Oliver

Dank Sixx hatten wir wochenlang die Gelegenheit uns durch so ziemlich jede Folge von Jamie Olivers Kochshows zu schauen und dabei unsere Kochbuchsammlung noch mehr schätzen zu lernen. Das Buch „Jamies 30 Minuten Menüs“ war fluchs aus dem Regal gezogen und mittlerweile kleben jede Menge Post its drin. Bei den anderen Büchern ist es mittlerweile auch so. Man wird doch sehr stark dazu angeregt, Dinge nachzukochen, wenn man sieht, wie sie zubereitet werden und nicht nur das Rezept liest.

Gestern war ein arbeitsreicher Tag und deshalb entschieden wir uns nach einer Reifenwechselorgie bei allen Familienautos für das schnelle und wirklich sehr leckere Steaksandwich von Jamie. Dazu haben wir einfach einen frischen und schön bunten Salat gereicht. Das komplette Menü wäre uns einfach zuviel gewesen. Wir haben die Sandwichs so schon nicht geschafft und Sgail verspeist den letzten Rest gerade genüsslich zum Frühstück. Er liebt Steak. Und ich muss sagen, ich fand es so auch sehr lecker. Sonst ist Steak nicht so ganz meine Welt, gebe ich ja zu. Ach und wir haben unsere Ciabattas selbst gemacht. Sie sind zwar nicht ganz so gut geworden, wie Sgail es sich erhofft hatte, aber egal. Lecker waren sie. Und zwar sehr.

Zutaten für 2- 4 Personen ohne Beilage:

  •  2 Hüft- oder Rumsteaks von je ca. 250-300 g
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 großes Ciabatta-Brot (oder zwei kleine)
  • 1 kleine Handvoll eingelegte rote Paprika
  • ein paar Stängel glatte Petersilie
  • Sahnemerrettich
  • 1 große Handvoll frisch gewaschener, geputzter & trocken geschleuderter Ruccola
  • Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Die Steaks auf einem Brett beidseitig mit Salz, Pfeffer und Thymianblättchen würzen und etwas plätten. Danach mit ein wenig Olivenöl beträufeln. In einer heißen Grillpfanne medium rare, also zart-rosa, grillen (je nach Dicke ca. 1-2 Minuten von jeder Seite).

Das Ciabattabrot aufbacken, falls es nicht frisch und knusprig ist. Dann halbieren und beide Teile mit Sahnemerrettich bestreichen. Die untere Hälfte mit Ruccola belegen.

Die Paprika auf ein großes sauberes Brett legen und fein hacken. Die Steaks nach dem Braten daneben legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die gewaschene und trocken geschüttelte Petersilie ebenfalls fein hacken und zur Paprika geben. Der ausgetretene Fleischsaft der Steaks unbedingt mit der Paprika und der Petersilie vermischen. Diese Mischung an den Brettrand schieben und nun die Steaks schräg aufschneiden.

Die Steakstreifen nun auf der mit Ruccola belegten Ciabattahälfte anrichten. Darüber die Paprika-Petersilien-Mischung  geben. Den Deckel auflegen, das Sandwich in handliche Stücke schneiden und genießen.

Bratwurstauflauf nach Tim Mälzer

Menschenskind, da habe ich das dolle Rezept schon ein paar Mal für uns gemacht und noch gar nicht davon berichtet. Das möchte ich nun nachholen. Herr Mälzer hat es im letzten November im TV vorgestellt und wir fanden es total klasse. Einfach, genial lecker und wenn man mal keine Zeit hat, es ist mit Pü aus der Packung genauso toll und wirklich blitzschnell gemacht. Erinnert auch stark an zwei Gerichte, die meine Mama schon seit meiner Kindheit kocht. *yummi*

Mir ist jetzt sogar 2 x was Dösiges passiert, ich habe statt Kümmel Fenchelsaat bei den Zwiebeln erwischt und festgestellt, das passt auch sehr gut. Ja, ich weiß, Fenchel ist grün, Kümmel eher schwarz-braun… Im Eifer des Gefechtes ist mir das einfach entgangen. Wie gesagt, es schmeckte aber auch mit Fenchel total gut.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz
  • 3 Zwiebeln
  • 4 El Öl
  • 1 Tl Zucker
  • 1 Tl Kümmelsaat
  • 200 ml kräftige Fleischbrühe
  • 1 ungebrühte Bratwurstschnecke (ca. 600 g oder 4 kleine à ca. 150 g)
  • 100 ml Milch
  • 2 El Butter
  • Muskat

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser garen. Dann kurz ausdämpfen lassen. Die Milch mit der Butter erwärmen und zu den Kartoffeln gießen. Mit einem Stampfer die Kartoffeln zu Kartoffelbrei verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Bratwurstschnecke in einer Pfanne oder einem Bräter (yeah, unser kleiner „Creusety“ kommt hier wunderbar zum Einsatz) von beiden Seiten in etwas Öl goldbraun braten. Wir haben festgestellt, einzelne Bratwürste sind fast schöner. Man kann sie besser und leichter wenden und muss zum Servieren nicht mit einem Messer groß im Auflauf herum schneiden.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Derweil die Zwiebeln schälen und in feine Streifen/Ringe schneiden. Die Zwiebeln in die Pfanne geben und anschwitzen, mit Zucker karamellisieren lassen und dann mit Salz, Pfeffer und Kümmel (oder wie ich mit Fenchel) abschmecken. Die Fleischbrühe zugießen. Achtung, hier besser erst etwas weniger Brühe nehmen und notfalls nachgießen, sonst könnte es passieren, dass nicht genug davon verkocht und der Auflauf am Ende, wie beim Herrn Mälzer in der Sendung, davon schwimmt. 😉 Die Brühe etwas einkochen lassen, bis eine schöne Soße entsteht.

Die Zwiebelsoße auf der fertig gebratenen Bratwurstschnecke verteilen und zum Schluss den Kartoffelbrei darüber streichen.

Den Bräter nun bei 220 °C Ober-/Unterhitze oder bei 200 °C Umluft in den Backofen schieben und so lange überbacken, bis der Kartoffelbrei eine schöne goldbraune Kruste gebildet hat.

Fertig für Ostern

Die Wohnung ist geputzt, die Einkäufe auch soweit erledigt, die Ostereier sind gefärbt. Ostern kann kommen. Irgendwie. Dieses Jahr bin ich nicht so recht in Osterstimmung. Kaum bis gar keine Deko, vor lauter Arbeit rauscht gerade alles nur so an mir vorbei. Bei Sgail ist es nicht anders. Man hangelt sich von Woche zu Woche und immer schön auf die Wochenenden und langsam, aber stetig auf den Urlaub zu.

Wenn ich an letztes Jahr zurück denke, da hatten wir um diese Zeit schon unsere Sommerbepflanzung.  Gut, da war Ostern auch gut 2 Wochen später im April. Aber trotzdem war das Wetter da schon so schön, ich erinnere mich gut daran. Mal sehen, wie sich das Wetter dieses Jahr weiter entwickelt. Ich freue mich auf jeden Fall, dass die Bäume endlich wieder Laub treiben und es grüner wird. Unsere Chili-Pflänzchen wachsen schön vor sich hin, die vier Kürbispflänzchen sehen vielversprechend aus. Langsam müssen wir unseren Balkon startklar machen. Abkärchern, Umrandung neu streichen und so etwas. Es fehlt nur gerade etwas an Zeit und Lust. Aber na ja, wird schon. Muss ja.

Konzertbesuch

Nach einer sehr stressigen Arbeitswoche, haben Sgail und ich am Donnerstagabend zusammen mit einem Freund ein Konzert besucht. Aber nicht irgendeins. Wir waren in Münster bei Loreena McKennitt. Loreena wer? Ungefähr genau das, habe ich tagsüber noch von etlichen Kolleginnen und Kollegen zu hören bekommen. Obwohl Loreena McKennitt eine absolute Ausnahmekünstlerin und ein echter Weltstar ist, scheint sie nur einem speziellem Klientel bekannt zu sein.

Die Bühne – spartanisch, aber dennoch stimmungsvoll.

Total schade, denn diese Frau hat die Stimme eines Engels und verfügt weiterhin über die Fähigkeit unglaublich viele Instrumente spielen zu können. Vor allem Instrumente, die nicht unbedingt „von der Stange“ sind und die Lieschen Müller und Erwin Meier auch können. Sie sieht nicht aus wie ein Super-Model, aber sie kommt sehr sympathisch und ein wenig scheu rüber. Man merkt ihr deutlich an, sie singt lieber, als dass sie redet. Sgail und ich fanden sie jedenfalls ganz zauberhaft und vor allem herrlich natürlich und ungekünstelt. Toll, mal keine überdrehte Diva mit Allüren. Und unser Freund war sogar noch eine Stunde nach dem Konzert so beeindruckt, dass er kaum einen Ton von sich gab. Ach und das wir Plätze in der zweiten Reihe – genau in der Mitte hatten – das war wirklich ganz große Klasse. Man konnte nicht viel näher dran sein. Das monatelange Warten auf diesen Tag hat sich wirklich gelohnt.

Loreena mit Band, leider haben wir kein besseres Bild hinbekommen. Entwede war alles total und  absolut verwackelt oder über- bzw. unterbelichtet. Aber na ja, immerhin ein Bild.

„Celtic Footprints“ war das Motto des Abends und genau das Richtige für uns. Gut 2,5 Stunden inklusive einer kleinen Pause hat Frau McKennitt gezeigt, wie toll sie mit ihren acht Begleitmusikern harmoniert und wie großartig ihre Stimme ist. Ihre Truppe ist ebenso einzigartig wie sie selbst. Acht Vollblutmusiker, die ihre Instrumente ebenso perfekt beherrschen, wie Loreena selbst. Wir waren wirklich sehr beeindruckt, besonders vom Geiger Hugh Marsh und der Cellistin Caroline Lavelle. Die beiden lieben ihre Instrumente und haben es echt drauf. Ein tolles Erlebnis.

Sgail ist schon sehr lange ein großer Fan von Loreena McKennitt und nachdem ich ihre Musik auch kennen und schätzen gelernt habe, wollten wir sie immer schon mal live sehen. Mit diesem Konzert wurde ein echter Traum war. Als das zweite Lied auch gleich mein absolutes Lieblingslied war, hatte ich eine 3 m hohe Gänsehaut und Tränen in den Augen. Ach ja, es war wirklich schön. Und am Freitag hatten wir dann frei und konnten ausschlafen, ein toller Wochenausklang.

Einkaufs-Tipp: Töpfchen-Set von Tschibo

Ab morgen (27.03.2012) bietet Tschibo ganz viele tolle Sachen für Garten und Balkon an. Und es ist wieder ein Hängetöpfchen-Set wie im letzten Jahr dabei. Diesmal nicht mit Saatgut für eine Winde, sondern mit Kapuzinerkresse. Wenn man gescheite Erde nimmt, dann ist das echt eine hübsche Sache.

Wir werden unser Töpfchen-Set auf jeden Fall wieder bepflanzen. Vielleicht ja mit Erdbeeren, was ich durchaus für eine gute Idee halte. In diesen Erdbeertöpfen aus Ton haben die Pflanzen sicher auch kaum mehr Platz und ausprobieren geht immer. Mal nach einer Sorte schauen, die klein bleibt und sich mit wenig Platz begnügt.

Angrillen

Freitag Nachmittag, der einzige Sonnentag des Wochenendes hier bei uns… Aber egal, wir haben umdisponiert und statt großem Freitagseinkauf fix den kleinen Elektrogrill aus dem Keller geholt und angegrillt. Viel Sonne haben wir leider aus Zeitgründen nicht mitbekommen, aber na ja…

Natürlich scheint heute wieder ganz prall die Sonne, wo wir wieder arbeiten gehen müssen. War ja klar. *grummel*

Frühlingsblüher: Erstes Draußen-Buddeln 2012

Gestern habe ich mich nach ein paar stressigen Tagen auf der Arbeit selbst belohnt und bin nach Dienstschluss zum Lieblingsblumenladen gefahren. Dort stehen schon reichlich Frühlingsblüher zum Verkauf und ich konnte mich ob der Pracht gar nicht so recht entscheiden. Letzten Endes bin ich bei den Ranunkeln hängen geblieben und habe direkt vier davon nach Hause getragen. Ich liebe Ranunkeln in allen Farben. Dazu passend vier Stiefmütterchen. Da ich unsere Balkonkästen nicht groß damit bepflanzen möchte, habe ich einfach die Terrakotta-Gießkanne aus dem letzten Jahr neu bepflanzt.

Des Weiteren habe ich die von Tauben und schlechtem Wetter zerflückte Herz-Pflanzschale neu gestaltet. Die Schale hat durch einen Sturz leider sehr gelitten und Risse bzw. Absplitterungen, aber für ein paar kleine Sachen soll es dieses Jahr noch einmal gehen. Im Herbst werde ich sie dann entsorgen, noch einen Winter macht sie in dieser Form nicht mehr mit. Das Material würde dann wohl endgültig zerplatzen, durch die Risse, die bereits drin sind.

Es war ein schönes Gefühl, ein paar Farbkleckse vor der großen Sommerbepflanzung setzen zu können. Ich freue mich eh schon wieder sehr auf die Sommerblumen. Dieses Jahr muss nur leider die Erde in den Kästen komplett getauscht werden und auf den Dreck freue ich mich natürlich eher weniger. Und unsere Balkonumrandung aus Holz sollte nach Möglichkeit auch noch ausgebessert bwz. neu gestrichen werden. Mal sehen, wenn das Wetter konstant etwas schöner ist, machen wir uns dran.

Micro-Buddeln

Was tun, wenn einen der Buddeltrieb packt, man aber weder einen Garten hat, noch geeignetes Wetter da ist, den Budeltrieb auf dem kleinen Balkon auszuleben? Man betreibt „Micro-Buddeln“ auf der Fensterbank.

So bei uns am Wochenende geschehen, als das Wetter mies war, es auf dem Balkon noch nichts zu tun gab und uns eine Dose mit Basilikumsaatgut in die Hände fiel. Zugegeben, das Saatgut ist schon ein wenig älter und wir wissen nicht, ob es überhaupt noch keimfähig ist, aber ausprobieren kann ja nicht schaden. Letztes Jahr hat es ja auch ganz passabel geklappt. Also fluchs ein paar Töpfchen bereitgestellt, Anzuchterde in der Mikrowelle 2 Minuten auf höchster Stufe im Kreis herumfahren lassen (um Erdfliegen und ihre Eier zu killen) und dann nichts wie ab in die Töpfchen damit. Erde anfeuchten, aussäen und eine kleine Haube aus Folie für mehr Wärme übergezogen.

Fünf Sorten Basilikum haben wir so nun ausgesät und quasi als Experiment im „Froschzimmer“ mit diesen netten Töpfchen ans Regal gehäng. Dort haben sie es schön hell und warm und wir schauen mal, ob das Saatgut noch keimfähig ist. Töpfchen Nr. 5 ist leider nicht mit im Bild.

Ausgesät sind:

  1. Tulsi
  2. Purple
  3. Red
  4. Green Ruffles
  5. Siam Queen

Sollte nichts aus unserem Versucht werden, wir haben immer noch Saatgut übrig und werden das einfach nach und nach austesten, bis nichts mehr da ist. Und beim nächsten Saatguteinkauf müssen wir uns dann zurückhalten. Saatgut wird mit der Zeit ja leider nicht besser. Vor allem dann, wenn man es auch noch vergisst, so wie hier bei uns geschehen.