Sailing (again and again and again) – Pieper-Race

Am ersten Aprilwochenende waren wir wieder in den Niederlanden zum Regattasegeln. Diesmal in Volendam zum Pieper-Race, das über zwei Tage ging und traditionell den Beginn der Segelsaison darstellt. Wir hatten jedes Wetter, nur keinen Schnee. Aber wir waren gut ausgerüstet und ich muss sagen, es macht eigentlich bei jedem Wetter sehr viel Spaß auf der Nil Desperandum zu sein. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir viele liebe Menschen wiedergesehen und einige neue kennengelernt haben. Zuhause kommen wir derzeit nicht so richtig runter und so ein kleiner Wochenendtripp ist schon schön.

Außerdem muss ich sagen, ich liebe niederländische Städte. Es ist so idyllisch dort. Obwohl der Himmel nicht immer strahlend-blau war, selbst an diesigen Tagen versprühen die Orte dort irgendwie ihren eigenen Zauber. Und es gibt dort eindeutig mehr Blumen und Pflanzen, als bei uns. Das ist mir im letzten Mai schon aufgefallen. Wo hier noch niemand groß pflanzen würde, ist in den Niederlanden schon alles bunt, üppig und das wirklich sehr stimmig und meistens mit Stil. Speziell Volendenam ist für einen Ausflug sehr zu empfehlen. Es ist schon recht touristisch, aber dennoch wunderschön. Und ein Tag am Meer ist doch sicher immer schön.

Die Supermärkte sind wahre Paradiese für Genießer. Wir entdecken ständig neue Dinge, die wir ganz köstlich finden und die es hier in Deutschland so gar nicht gibt. Ich frage mich, warum haben wir keine Teebeutel direkt für einen Liter Tee? Das ist doch so praktisch, wenn es mal schnell gehen muss. Oder warum sind bei uns viele Dinge einfach teurer, z.B. die Sachen von Alpro Soja? Hmpf.

Anbei ein paar Bilder, wie gesagt, vom Wetter war alles dabei. Anfangs war es diesig, dann kam etwas Regen, dann Sonnenschein pur, dann wieder diesig und Regen. Bordhündin “Joopie” (das habe ich sicher wieder falsch geschrieben) musste hin und wieder mit Rettungsweste unter Deck, wenn es etwas stürmischer war. Aber sie hat das ganz gut verpackt und schön bei uns gesessen, während wir uns am heißen Tee wieder aufgewärmt haben.

Ach und wir sind übrigens 7. geworden. Hätte ich fast vergessen, denn irgendwie kommt es uns nie so auf großartige Platzierungen an. Hauptsache Spaß gehabt und den hatten wir reichlich. Eigentlich gehen die Tage immer viel zu schnell vorbei. Leider. Aber der nächste Urlaub ist schon geplant und wir freuen uns sehr drauf. Bis dahin, tot ziens.

Tomato-Planet

Invasion. Unser Wohnzimmer wurde von Tomatenpflanzen übernommen. Sie scheinen jedoch nur die Vorhut zu sein. Chilis und Ringelblumen sind ebenfalls am Start. Wie soll das enden? Kapitulation, friedliche Einigung, Gegenwehr? Ganz klar, friedliche Einigung. Wir sind begeistert, von unseren beiden Tomatensaaten sind doch bis auf ein Korn tatsächlich alle gekeimt und die ersten erholen sich vom Vereinzeln (Memo an mich selbst: Machen wir so nie wieder, lieber nur 1 Korn, statt 2, das stresst die Pflanzen nicht so beim Umtopfen.). Die Pflanzen haben sich übrigens nach einer Nacht wieder aufgerichtet und sich gestern den ganzen Tag am Südfenster von der Sonne bescheinen lassen.

Nun haben wir 12 Tasty Toms und 11 Heartbreakers Vita am Start. Hinzu kommen noch die vielen Chilis, die wir von Semillas geordert haben. Uff, unser Balkon wird dieses Jahr wohl ein Gemüsehänger. Auch nicht schlecht, ich habe schon überlegt, ob ich dieses Jahr eher Futterkästen mache, anstatt vieler Blumen oder eine Kombi aus essbar und nur zur Zierde. Mal sehen. Entsprechenden Dünger für Esspflanzen habe ich ja und da er von meinem liebsten Düngerhersteller Keyzer ist, geht der auch prima für Zierpflanzen. Alles schon probiert. Jetzt noch gut vier Wochen und dann wird richtig losgeblümelt. Wir freuen uns.

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Veggy-Korma mit Blumenkohlreis

Blumenkohl erlebt derzeit eine ungemeine Renaissance. Es gibt ja viele Leute, die Kohlenhydrate meiden und diese schwören nun auf Blumenkohl, um ihn z.B. zu Pizzaboden (Strange, oder?) oder wie in diesem Rezept von Jamie Oliver zu “Blumenkohlreis” zu verarbeiten. Wir haben uns das neue Buch von Jamie Oliver “Cook clever mit Jamie” gegönnt und sind begeistert von den schönen Rezepten und dem, was das Kochbuch eigentlich vermitteln möchte – clever einkaufen und gute Resteküche, die gar nicht wie Resteküche wirkt. Günstig einkaufen, bewusst essen, alles verwerten. Ein spannendes Thema, wie ich finde.

Aber nun zum Rezept. Wir waren schwer begeistert, auch vom Blumenkohlreis. Das ist echt nicht übel. Aber es bleibt eben Blumenkohl, darüber sollte man sich im Klaren sein. Wenn man den nicht mag, wird einem natürlich auch der “Reis” nicht schmecken. Das Curry ist klasse und schmeckt auch aufgewärmt am nächsten Tag sehr gut. Und es lässt sich notfalls auch sehr gut mit Matsaman Currypaste kochen, wenn man gerade keine Kormapaste da hat. Alles schon ausprobiert, sehr yummi. Und diätverträglich ist es übrigens auch.

suesskartoffel-kicherebsencurry

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 gehäufter EL Mandelblättchen
  • 2 große Süßkartoffeln
  • Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel (weiße geht auch)
  • 2 Knobizehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1/2 Bund Koriandergrün (geht auch ohne, wenn man das nicht mag)
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • 1 gehäufter EL Korma-Currypaste
  • 1 Dose (400 g ) Kichererbsen
  • 1 großer Blumenkohl
  • Saft einer Zitrone
  • 50 g Feta
  • 4 EL Joghurt

Zubereitung:

Zunächst röstet man die Mandeln fettfrei in einer Pfanne an und stellt sie dann zum Auskühlen bei Seite.

Die Süßkartoffeln waschen und abschrubbeln, dann in ca. 4 cm große Stücke schneiden und bei mittlerer Hitze in etwas Olivenöl gut 5 Minuten anbräunen.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen, in dünne Streifchen schneiden. Die Chili in Ringe schneiden.

Die Curryblätter zu den Süßkartoffeln geben und gut umrühren. Nach gut einer Minute Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili beifügen. Ebenso die Currypaste. Unter gelegentlichem Rühren alles 5 Minuten garen, bis die Zwiebeln schön glasig geworden sind.

Nun die Kichererbsen komplett mit Sud und 600 ml Wasser dazu geben. Aufkochen lassen und dann den Deckel auflegen, die Hitze auf mittlere Stufe stellen und alles gut 30 Minuten vor sich hin blubbern lassen, bis die Soße ein wenig eindickt.

Während das Curry vor sich hin kocht, widmen wir uns dem Blumenkohl. den Blumenkohl putzen, jedoch die schönen Blätter und Strunkstücke nicht wegwerfen. Die Blätter fein hacken, den Strunk in feine Scheiben schneiden. Zum Curry dazu geben und mitgaren lassen.

Nun den Kohl in kleine Röschen teilen und in einer Küchenmaschine portionsweise zu “Reis” zerkleinern. Wir haben das in Moi gemacht, hat super funktioniert.

Den Blumenkohlreis nun in eine mikrowellengeeignete Form geben und einige Tröpfchen Wasser dazu geben. Mit etwas Frischhaltefolie (Keine Alufolie!!)  bedecken und alles bei höchster Stufe ca. 7 Minuten weich garen.

Sobald das Curry fertig ist, presst man großzügig Zitronensaft darüber und schmeckt ab. Den Feta nach Belieben drüber bröckeln. Nun nur noch entscheiden, ob man den Joghurt unterrührt oder als Klecks auf dem Teller mit dazu gibt.

Das Curry zusammen mit Blumenkohlreis auf Tellern anrichten, mit Mandelblättchen und Koriandergrün bestreuen. Genießen.

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Sonnenschein pur

fruehlingsbotenHier sind also unsere ersten Farbkleckse auf Balkonien in diesem Jahr. Am Samstag haben wir die vier Primeln vom Markt mitgebracht und in den Kasten mit den Sempervivumpflanzen gesetzt, wo es eh ein paar Lücken zu füllen gab. Wenn die Primeln verblüht sind, werde ich sie bei meinen Eltern in den Vorgarten übersiedeln, da hat eine aus dem letzten Jahr schon super überwintert und blüht gerade ganz wunderbar. Und den Kasten mit den Sempies werde ich auch aufbereiten. Schauen, was von den Pflanzen noch gut ist, neue Erde rein, neue Pflanzen dazu kaufen. Ich freue mich drauf.

grand-opening3Insgesamt war das Wochenende super. Sonnenschein pur und wir haben einfach auf die Schnelle zwei Stühle und unser Klapptischchen rausgetragen und Eis geschleckt. Gestern habe ich sogar ganz dekadent unsere Sitzsäcke rausgeschoben. Total schön war es und ich fühle mich erholt von den wenigen Stunden in der Sonne. Ich freue mich auf den Sommer mit unseren lieben Nachbarn im Garten. Und ich freue mich natürlich auch auf unsere Balkonmöbel, die wir dann in Kürze auch wieder aufstellen werden. Doch zunächst muss der Balkon gründlich gereinigt werden. Darauf freue ich mich jetzt logischerweise irgendwie gerade nicht. ;-)

Das Hänger-Café hat geöffnet.

Das Hänger-Café hat geöffnet.

Ein Blümchen sagt Dankeschön

orchidee2Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr fand mein Mann  auf dem Weg zur Garage eine achtlos weggeworfene Orchidee. Mitten auf dem Weg lag das schon arg mitgenommen aussehende Pflänzchen gänzlich ohne Topf und Orchideensubstrat. Es war sehr kalt und obwohl er vermutete, dass die Pflanze vielleicht schon erfroren war, brachte er sie mit rein und warf sie nicht in die Biotonne. Es schien eine Pflanze aus der Dendrobiumfamilie zu sein und ich muss gestehen, mit denen kann ich persönlich nicht so gut. Ich finde sie blühend wirklich wunderschön, aber ich kriege sie in der Regel nicht zum wiederblühen und finde das übrigbleibende Gestängel nur wenig ansehnlich. Dennoch hatte ich direkt Mitleid und holte gleich das reichlich vorhandene Orchideensubstrat hervor und topfte das arme Ding erst einmal in einen schönen Topf. Es kam auf die Fensterbank im Arbeitszimmer (Südseite), wo es im Winter angenehme Temperaturen und auch durch die Terrarien doch etwas mehr Licht  hat, als in den anderen Räumen. Insgesamt ein ziemlich trauriger Anblick, vier Stengelchen, zwei davon gänzlich kahl. Jedoch nach ein paar Wochen bildeten sich überraschend kleine Knubbel an den Ästchen, zumindest an den zweien, die noch Blätter haben. Ich muss sagen, ich hätte  nie zu träumen gewagt, dass es sich dabei um Blütenansätze handeln könnte. Eher hätte ich weitere Blätter vermutet. Jedoch sind es wirklich Blüten. Ich bin sprachlos und begeistert. So sagt also ein Pflänzchen auf seine Art und Weise “Dankeschön, dass Ihr mich gerettet habt.”. Ich hoffe, die Pflanze erholt sich weiter und ich werde mich bezüglich der Pflege noch einmal genau einlesen, damit es ihr dauerhaft gut geht.

orchidee

Blümeln

Und? Juckt es Euch auch in den Fingern, bei den milden Temperaturen irgendwas zu blümeln? Ich denke, die nächsten Tage wird sich entscheiden, ob wir noch Chilipflanzen vorziehen oder nicht. Außerdem würde ich gerne noch einmal Tomatenpflanzen probieren. Diesmal aus Saatgut, das wir selbst gewonnen haben, weil uns die Tomaten einfach so unglaublich gut geschmeckt haben im letzten Jahr. Mal sehen, was das dann für gigantische Pflanzen werden, die dann leider doch wieder nicht alle dauerhaft auf den “Hänger” passen. Und generell, für eine gewissenhafte Anzucht muss man sorgfältig vorgehen und Zeit aufbringen. Derzeit ist Zeit bei uns ein echtes Manko. Wir arbeiten beide viel und die wenige Zeit nach Feierabend und an den Wochenenden ist oftmals schnell verplant. Aber trotzdem, wir würden ja so gerne…

priemelchen

Primelkörbchen von Mutti aus dem letzten Jahr. Die Farbe war der Knaller und macht Lust auf Frühling.

Ich muss gestehen, der viele Sonnenschein der letzten Tage weckt so richtig meinen Buddeltrieb. Auch wenn die letzten Tage temperaturmäßig wieder etwas kühler waren, der Sonnenschein weckt mich quasi aus dem Blümelwinterschlaf. Vielleicht sollte ich die Tage mal für ein oder zwei Töpfchen draußen ein paar Primeln oder Stiefmütterchen besorgen. Dazu ein paar vorgetriebene Zwiebelblüher wie Narzissen oder Hyazinthen. Die bringen Farbe und Fröhlichkeit ins Spiel. Nur ein paar Farbkleckse für den Hänger, denn die Winterkästen sehen immer noch top aus und ich werde sie nun nicht direkt bei den ersten frühlingshaften Momenten umbauen. Einige unserer Nachbarn haben wie so oft schon radikal die Kästen von Winterheide und Scheinbeeren befreit. Ich kann ja die Sehnsucht nach Sonne, Farbe und entsprechenden Pflanzen verstehen, nur frage ich mich immer, wozu sie überhaupt eine winterliche Bepflanzung anlegen. In der Regel sind die Pflanzen kaum in den Kästen angekommen, da fliegen sie auch schon wieder raus. Ich stehe nicht so auf diese Kauf- und Wegwerfaktionen, da ich lieber Pflanzen habe, die auch länger bei uns bleiben können. Der Kauf von Gräsern und einigen kleinen Efeupflanzen war ein erster Schritt in diese Richtung, nachdem die Thujen ja leider zu groß für die Kästen geworden sind und ausziehen mussten. Bei den Gräsern könnte ich mir vorstellen, dass ich ein oder zwei Pflanzen sogar teilen muss, da sie so ordentlich gewachsen sind. Ich muss mich dazu mal etwas schlau machen, wann man das genau machen. Ansonsten werden wir sehen, wenn es etwas mehr nach Frühling aussieht und es ab Ende April/Anfang Mai an die Sommerbepflanzung geht, was ich dann werkeln kann. Jetzt ist mir das alles noch zu früh und es sieht noch soooo schön aus. Bis auf die Farbe, nach der verlangt es mir doch gerade sehr. Also, let’s blümel! Zumindest ein bisschen.

Schwedischer Julschinken (Weihnachtsschinken)

DSC02278Dieses Rezept wollte ich schon sehr lange vorstellen, eigentlich schon im November letzten Jahres. Leider haben wir beim 1. Ausprobieren das Foto vergessen. Mittlerweile ist Weihnachten zwar vorbei, aber der Braten ist nicht nur im Dezember ein Genuss. Das Rezept habe ich bei Lecker online gefunden und es hat uns total begeistert. Den Braten haben wir mit Fleisch von unserem Hoflädchen um die Ecke gemacht, wo wir sicher sein konnten, dass das Schwein bzw. Rind ein glückliches und artgerechtes Leben hatte.

DSC02276Der Braten lässt sich übrigens auch gut vorbereiten. Wir hatten den Braten beim 1. Mal bis auf die Kruste am Vortag zubereitet und am nächsten Tag den Rest erledigt. Man hat das absolut nicht bemerkt. Das Fleisch war saftig und ganz zart. Hier auf dem Bild sieht  man noch ein paar Kartoffeln, die wir direkt mitgebrutzelt haben.

Zutaten für 6 Personen:

  • 2 kg gepökelter Schweineschinkenbraten aus der Nus
  • 3 Lorbeerblätter
  • 15 Wacholderbeeren
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 2 TL Pimentkörner
  • 150 g ca. 2-3 Tage altes Weißbrot
  • 2 Bio-Eier der Klasse M
  • 125 ml mittelscharfer Senf
  • Salz

Zubereitung:

Zunächts wird das Fleisch gewaschen und in einen großen Topf gelegt. Wasser zugießen, bis das Fleisch bedeckt ist.

Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfeffer- und Pimentkörner zugeben und bei schwacher Hitze 2 1/4 – 2 1/2 Stunden köcheln lassen.

Das Weißbrot mit einem Blitzhacker fein zerhacken. Die Eier und den Senf zugeben und alles zu einer feinen Paste rühren.

Den Ofen vorheizen (E-Herd 200 °C / Umluft 175 °C). Den Braten aus dem Fond heben, etwas abtropfen lassen und auf ein tiefes Backblech legen. 10-15 Minuten ruhen lassen.

Ca. 300 ml Fleischfond abmessen, den übrigen Fond auskühlen lassen und für spätere Zwecke in Gläser füllen oder einfrieren (beim Einfrieren die Gefäße nicht zu voll machen, da sich der Fond im Eis noch ausdehnt und die Gefäße ja nicht platzen sollen).

Die Weißbrotpaste nun auf den Schinken streichen und mit einem Esslöffel ein wenig andrücken. Im heißen Ofen 18-20 Minuten backen, bis die Kruste goldgelb ist.

Derweil die 300 ml Fleischfond bei starker Hitze 10-15 Minuten einreduzieren. Eventuell mit etwas Salz abschmecken.

Den Weihnachtsschinken aus dem Ofen nehmen und aufschneiden. Dabei darauf achten, dass man nicht zu dünne Scheiben schneidet, da die Kruste sonst leicht abfällt.

Den Schinken anrichten und mit etwas Fond (bzw. einer Soße aus dem Fond hergestellt) beträufeln.

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Maronenrosenkohl

Rosenkohl spaltet bekanntlich die Gemüter. Die einen lieben ihn (wir), die anderen hassen ihn (wir Gott sei Dank nicht). Nigella Lawson hat in ihrem Weihnachtsbuch ein schönes Beilagenrezept für Maronenrosenkohl, das wir an Silvester einfach mal zu Raclette gemacht haben. Maronen in Rosenkohl? Ich habe das schon vorher ein paar Mal gehört und mir lecker vorgestellt. Jetzt hatten wir ein tolles Rezept und haben es einfach mal probiert. Einfach nur super-lecker und fix gemacht. Der Rosenkohl ist natürlich eine super Beilage zu Braten. Also, einfach mal ausprobieren, es lohnt sich. Für Vegetarier kann man sagen, einfach die Schinkenwürfel weglassen. Das Gemüse wird auch so noch genügend Geschmack haben. Für uns ist es ein weiteres Rezept, das einem verkanntem Gemüse zu neuen Höhen verhilft.

Wir haben das Ursprungsrezept noch mit ein wenig Zwiebel und Knoblauch verfeinert und Chili darf natürlich bei uns auch nicht fehlen.

Zutaten:

  • 1 kg Rosenkohl
  • 250 g gekochte, vakuumierte Maronen
  • 3-4 EL Butter
  • 150 g Schinkenwürfel
  • 1 Zwiebel, geschält und in feine Würfel gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und in feine Würfel gehackt
  • 1 Chili, entkernt und in feine Ringe geschnitten / Chiliflocken
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen und die Enden kreuzweise einschneiden.

Nun den Rosenkohl 4-5 Minuten in gesalzenem Wasser bissfest garen, abgießen.

Sofern es sich bei den Schinkenwürfel um welche mit Fett handelt, diese in einen Bräter geben und schön das Fett ausgehen lassen und alles schön knusprig anbraten. Sollten es magere Schinkenwürfel sein, zuvor ein wenig Butter in den Bräter geben und gleichfalls den Schinken braun anbraten.

Die gehackten Zwiebeln, den Knoblauch und die Chili mit anschwitzen, bis die Zwiebeln schön glasig sind.

Die Maronen leicht zerkrümmelt dazu geben und kurz durchwärmen.

Nun den Rosenkohl in den Bräter geben und eventuell noch etwas Butter nachgeben.  Gut durchschwenken, das Gemüse sollte nicht zu trocken sein. Alles mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

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Röstkartoffeln nach Nigella Lawson

ultimative-roestkartoffeln-negella-lawsonUff, es ist schon Februar und eigentlich wollte ich das Rezept direkt nach Neujahr gezeigt haben. Es ist aus dem tollen Weihnachtskochbuch von Nigella Lawson und dort Teil eines Weihnachtsdinners . Ein super-tolles Rezept für Röstkartoffeln, vielseitig verwendbar, für Kartoffelliebhaber was ganz tolles.

Das Gänsefett kann man super durch Ghee ersetzen, dann ist es das Rezept auch vegetarisch. Wir haben das direkt mal gemacht und es funktioniert ausgesprochen gut. Ich gebe die Mengenangaben aus dem Buch an, dort wird für 10-16 Personen als Beilage gerechnet. Man kann das entsprechend runter rechnen. Auch als Hauptgericht mit Kräuterquark sind die Kartoffeln ein Hochgenuss. Die sind so kross, die sausen beim Reinpieksen quer über den Teller, wie bei Pretty Woman die Schnecken.

Zutaten:

  • 2 Cups Gänsefett oder Ghee
  • 6 engl. Pfund überwiegend fest kochende Kartoffeln
    (ca. 2.7 kg)
  • 2 Esslöffel Grieß

Zubereitung:

Den Ofen gut auf 260 °C vorheizen. Volle Pulle, zack, zack.

Das Fett in einen großen Bräter geben und diesen in den Ofen stellen und gut 20-30 Minuten vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in Wedges schneiden, möglichst schön dreieckig.

Nun die Kartoffeln in kaltem Salzwasser aufkochen lassen und gut 4 Minuten kochen, abgießen.

Die Kartoffeln nun in eine Schale geben und mit dem Gries besprenkeln und durch hin und her schütteln gut umhüllen.

Den nun glühend heißen Bräter aus dem Ofen nehmen und die Kartoffeln nun vorsichtig hineinlegen. Ruhig einzeln einlegen, damit die Kartoffeln nicht übereinaner liegen und alle schön braun geröstet werden. Reingießen empfielt sich überhaupt nicht, das dürfte fürchterlich spritzen. Also schön vorsichtig sein, man agiert da mit einem sehr heißen Bräter und noch schlimmer, heißem Fett.

Nun den Bräter wieder in den Ofen schieben und die Kartoffeln zwischen 25 und 45 Minuten goldbraun und knusprig werden lassen. Dabei einfach mal ein Auge drauf werfen und schauen, wie sie so werden, da dies je nach Ofen schneller oder langsamer passieren kann.

Den Bräter aus dem Ofen nehmen, sobald die Kartoffeln den gewünschten Bräune- und Knuspergrad erhalten haben.

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R.I.P. Blue, welcome McCreamy

nespresso-fna1-krupsVor Weihnachten hat sich bei unserer Nespresso Maschine Blue leider das Alter bemerkbar gemacht. Plötzlich ging nichts mehr, nur noch ein zartes Brummen war zu hören und wir mussten sie dann leider vom Kundendienst abholen lassen. Eigentlich waren wir guter Dinge, dass sie ratz-fatz wieder bei uns ist, hatten wir doch mit dem Service schon bei Blue2 super Erfahrungen gemacht. Diesmal war es jedoch anders. Blue kam zurück und nach einem (letzten) Espresso ging nichts mehr. Hm. Also erneut den Service kontaktiert und diesmal kam dann leider die schlechte Nachricht, Blue sei nicht mehr reparabel. *schnief* Da wir jedoch die erste Reparatur schon gezahlt hatten und die Maschine wirklich sehr lange hatten, hat uns die Firma Krups auf Kulanz eine neue Maschine zur Verfügung gestellt. Man bot uns eine Umilk pure cream an, die ich zunächst gar nicht haben wollte, so nett das Angebot auch war. Meine Eltern haben nämlich eine Lattissima von Delonghi, die auf Knopfdruck auch Milchschaum produziert. Wie ein kleiner Vollautomat. So etwas  hatten wir eigentlich als nächste Maschine anvisiert, sollten uns Blue und Blue2 mal verlassen. Ich wollte eigentlich keine Maschine mehr, wo man mit dem Aeroccino extra Milch aufschäumen muss. Auch wenn das bei der Umilk nun alles an einem Gerät hängt. So ein Ding haben wir ja auch schon. Nur blöderweise ist die Lattissima eben eine Delonghi und logischerweise hat die Firma Krups kein Interesse daran, uns ein Modell von einer Konkurrenzfirma anzubieten. Nach etwas überlegen haben wir die Umilk dann aber angenommen und kurze Zeit später kam das Gerät dann auch sicher verpackt mit DHL.

Blues sterbliche Überreste haben wir gestern erhalten, das Austauschgerät, eine kleine Pixie, hat uns wieder verlassen. Auch wenn das nur ein Haushaltsgerät ist, irgendwie hat uns das ganz schön mitgenommen. Unzählige Espressi haben wir miteinander geteilt, mit dem Aeroccino Milch geschäumelt und uns daran erfreut, wie nett Blue zu unserer Küche passt. Klar, wir haben noch Blue2 und sie hat uns den Verlust auch etwas angenehmer gestaltet. Aber dennoch, wir hingen an Blue. Nun mag man darüber den Kopf schütteln oder nicht, aber das ist eben so bei uns.

mac-creamyNach etwas hin und her haben wir dann die Umilk näher angesehen, ausgepackt und zunächst “probeweise” hingestellt. Blue2 macht so lange Siesta in Umilk-Kiste. Die neue Maschine ist weiß und sieht hübsch aus. Sie kann auch Dinge, die Blue und Blue2 nicht können. Einstellbare Tassengrößen und so, schon ein Fortschritt, wenn man das bisher manuell gemacht hat. Der Kaffee schmeckt sehr gut und was mir prima gefällt, die Maschine hat nicht so eine riesigen Wassertank, den man doch nie ganz voll macht. Ist schon durchdacht vom Design und den Funktionen (stellt sich z.B. automatisch nach einer gewissen Zeit aus, sofern man das nicht selbst macht, so kann man das nicht mehr vergessen und spart Strom). Alles in allem gewöhnen wir uns gerade aneinander. Wir befinden uns in der Beschnupperungsphase, nähern uns aber langsam an, sind überrascht, was die kleine Maschine uns alles an Extras anbietet, die man gar nicht vermutet hätte. Seit ein paar Tagen hat sie auf jeden Fall auch einen Namen, ein gutes Zeichen bei uns. Wir haben sie McCreamy getauft, werden sie behalten und sie nun weiter nutzen. Blue2 wird auch nicht in die Ecke verbannt, ich denke, wir werden sie wohl im Büro zum Einsatz bringen. Mal schauen. Es ist beruhigend zu wissen, dass es sie gibt. Deshalb schließe ich mit dem Satz: R.I.P. Blue, welcome McCreamy, auf ganz viele schöne gemeinsame Jahre und gaaaanz viele leckere Espressi.