Winterbepflanzung und Adventsgesteck 2017

Puh, gerade war noch Mai und schwups, schon ist das Jahr fast wieder um und wir sind im Dezember angekommen. Lange war es still hier auf dem Blog, irgendwie hatten wir nicht so wirklich viel blogtaugliches zu berichten.

Heute möchten wir einen schönen 2. Advent wünschen.

Wie in jedem Jahr möchte ich kurz erzählen, wie unser Balkon gerade aussieht. Alle Pflanzen wurden winterfest gemacht, mit Flies und einer isolierenden Styroporplatte vor Kälte geschützt. Ich habe dieses Jahr auch nichts reingeholt, die Olivenbäumchen sind dick eingemummelt, statt in Balkontürnähe dann doch irgendwann leidend ihre Blätter zu schmeißen. Mal sehen, wie es ihnen bekommt.
Was die Winterbepflanzung angeht, haben wir es dieses Jahr relativ einfach gehalten. Wir haben eine schöne Sorte Heide gekauft, die 4 Farben in einer Pflanze vereint. Fand ich sehr spannend und auch schön. Dazu Stacheldraht und ein neues grünes „Puschelchen“. Keine Heucheras oder Scheinbeeren.
Wir hatten leider das Problem, dass unsere schönen Heucheras von Dickmaulrüsslern heimgesucht worden sind. Der komplette Wurzelbereich der wirklich üppig gewordenen Pflanzen ist abgefressen worden. Die Pflanzen hingen nicht mal mehr an einem „seidenen Faden“. Ich kannte diese Käferart noch gar nicht, die ihre weißen, madenartigen Larven in die Erde bringt und die sich dann an den Pflanzen wie an einem Buffet laben. Zunächst dachte ich, der stürmische Herbst hätte die Pflanzen entwurzelt. Dann fiel jedoch relativ zeitnah eine weitere Pflanze aus und wir haben mal etwas nachgeprüft und fanden dann diese fiesen Maden überall in allen Kästen. Wir haben daraufhin alles komplett neu gemacht. Alle Pflanzen wurden entsorgt, die Erde ebenso. Es blieb uns einfach nichts anderes übrig. Ich hatte einen Versuch mit Nachpflanzen gemacht und da war die Pflanze innerhalb von gut zwei Wochen ebenso vernichtet. Fieses Getier, wirklich. Dabei waren die Heucheras dieses Jahr wirklich wunderschön breit und üppig geworden. Nun ja, schade auch. Irgendwann mal wieder…

Die Lichterkette ist drin und die rostigen Sterne habe ich dieses Jahr mal in die seitlichen Kästen gesteckt. Und wir haben einen kleinen Tannenbaum auf dem Balkon, den wir auch mit einer Lichterkette geschmückt haben. Sieht sehr kuschelig aus, wenn abends alles fein leuchtet.

Unser Adventsgesteck ist ein dauerhaftes, das wir schon seit ein paar Jahren besitzen. Es hat in diesem Jahr eine  dieser schönen Kerzen in einem grün-petrol mit Silberglitzer von Depot im Ombre-Style bekommen. Gefällt mir total gut, sieht mal ganz anders aus, als bisher. Irgendwie sind wir in diesem Jahr auch gar nicht so richtig dazu gekommen, eine Adventsausstellung zu besuchen. Das Familienleben war uns irgendwie etwas wichtiger und wir haben ja schöne Dinge genug, wir müssen sie nur mal wieder rauskramen.

Geht Euch das auch so? Wir haben reichlich Kisten mit schönen Dingen und vor lauter Sachen, weiß man manchmal gar nicht, was man dekorieren soll oder generell wohin mit allem. Und trotzdem kauft man schon gerne etwas Neues. In diesem Jahr sind ein paar Anhänger für unseren Weihnachtsbaum dazu gekommen. Wir waren nämlich in Bayern, in Bayreuth auf dem Weihnachtsmarkt und haben von dort drei schöne Glasschmuckanhänger mitgenommen. Ich freue mich schon darauf, den Baum bald aufzustellen und zu dekorieren. Schade, dass uns quasi eine Woche Adventszeit genommen ist, weil der 4. Advent und Heilig Abend an einem Tag sind, finde ich blöd. Aber was will man machen… Und dann diese Diskussion, ob an Sonntag/Heilig Abend noch Läden geöffnet sein müssen. Ne, nicht wirklich, oder?

Genießt die Weihnachtszeit mit Euren Lieben. Einen wunderschönen 2. Advent, bei uns schneit es übrigens gerade. Welch seltenes Phänomen hier im Ruhrgebiet.

Antje Krause – Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde

Ich weiß, ich habe schon länger nicht mehr über ein Buch geschrieben. Das möchte ich heute wieder einmal machen. Es geht diesmal um ein Buch zum Thema Lifehacks.
Um Ostern herum war ich mal wieder in einer großen Buchhandlung und bin – vor lauter Sommer- und Blümchensehnsucht – mit diesem Buch wieder heraus gestiefelt. Lifehacks kennt man ja aus dem Internet schon reichlich. Manchmal sind ja auch richtig tolle und kreative Sachen dabei, die mich wirklich beindrucken. Deshalb war ich durchaus interessiert. Ich gestehe, ich wusste nicht mal, dass man darüber schon Bücher schreibt.  Ein Buch über Lifehacks im Bereich Garten und Balkon, das hat mich direkt angesprochen. Ich habe nur grob durch geschaut, muss ich gestehen. Vielleicht hätte ich mir noch einen Moment mehr nehmen sollen.

Grundsätzlich ist das Buch nicht (ganz) schlecht, es gibt wirklich den einen oder anderen nützlichen Tipp, den ich noch nicht kannte. Was mich jedoch stört, es wird nicht sonderlich detailliert berichtet, wie man etwas machen soll, es wird quasi nur so angerissen und alles recht groß, meist auf zwei Seiten präsentiert. Mehr Bildchen und „Sprüche“, als wirkliche „Instruktionen“ oder Anleitungen.  Dazu öfter eine Leerseite mit Raum für eigene Notizen. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber würde ich mir wirklich eigenen Ideen in so ein Buch schreiben? Ne, eher nicht, muss ich gestehen. Da würde ich mir wohl eher eine eigene Kladde anlegen… Dann total bescheuerte Tipps wie z.B.: „Nicht mit rot lackierten Fingernägeln Erdbeeren pflücken, Verwechslungsgefahr…“ Ehm ja. Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Typ Mensch für dieses Buch. Zum Durchblättern und inspirieren lassen ist es prima, aber so richtig viele neue Tipps habe ich leider nicht erhalten und wie gesagt, mir mangelt es an detaillierten Beschreibungen. Nun sind Lifehacks nicht unbedingt total kompliziert, so dass man immer eine Art Gebrauchsanweisung benötigt. Jedoch würde ich mir schon etwas mehr richtigen „Inhalt“ wünschen für die stolzen 17 Euro, die das Buch dann am Ende doch gekostet hat.

Hier greift für mich wunderbar der gute alte Spruch: „Never judge a book by it’s cover.“ In diesem Fall habe ich mich blenden lassen von Thematik und ansprechender, bunter Gestaltung.

Ich bin sicher, das Buch wird seine Liebhaber finden, für mich ist es am Ende jedoch nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Und wäre ich nicht so vorschnell gewesen und hätte mich vor lauter Sehnsucht nach Buddeln, Sonne, Blümchen und Sommer hinreißen lassen, ich hätte es angeschaut, es als „nett“ abgelegt und wäre weiter gezogen. Insofern, ich werde es  verkaufen.

Balkonien 2017 – Blümeln und „Balkonbesetzer“

Bisher konnte ich aufgrund der Wetterlage recht gut verdrängen, dass die Tage der offenen Türen bei uns in den umliegenden Gärtnereien anstanden. Ich habe sie brav verstreichen lassen. Am letzten Wochenende habe ich es jedoch nicht mehr ausgehalten und wir sind auch los und haben nach Blumen geschaut. Dank einer Nacht herumwälzen, weil ich einfach nicht wieder einschlafen konnte, hatte ich immerhin schon eine Idee, wie unser Balkon in diesem Jahr aussehen könnte. Also nicht so ganz planlos und dieses Mal habe ich mich auch nicht von anderen Pflanzen „ablenken“ lassen.

Zunächst war jedoch das Ausbuddeln der alten Pflanzen angesagt. Mag ich ja nie so sonderlich, aber muss ja sein. Die Stacheldrahtpflanzen wanderten direkt auf den Kompost. Bei der Heide hingegeben waren die Pflanzen noch so schön, quasi wie neu, dass ich sie im Vorgarten meiner Eltern untergebracht habe, wo sie sich ausgezeichnet machen. Bis auf 4 Stiefmütterchen, die noch bleiben dürfen und die roten Heucheras, sind die übrigen Pflanzen auch auf den Kompost gewandert. Etwas Erde war auch noch da. Also los zum Blümeln.

Bei der örtlichen Gärtnerei Tensmann wurden wir direkt fündig. Alles, was ich gerne haben wollte, war vorrätig. Und ich war tapfer, ich habe nicht nach dem sonstigen Angebot geschaut. Nein, ich hatte schließlich einen Plan.

Gekauft haben wir am Ende dann folgendes:

  • 2 schwarzäugige Susanne in gelb
  • 6 weiße Geranien, stehend und klassisch in der Form
  • 3 Männertreu
  • 3 Husarenköpfchen

Ok, ich habe noch ein wenig im Innenbereich geshoppt, aber das zählt jetzt nicht zur Sommerbepflanzung…

Wenig, wenn ich die Vorjahre so sehe. Ich möchte auch gerne noch Portulakröschen und Kräuter kaufen, wenn es etwas wärmer vom Wetter her wird. Hier und da muss was ersetzt werden. Die Kräuterwand soll wieder voller werden, ich habe die Erdbeeren nun vollkommen raus geschmissen. Es hing zu wenig dran. Hat sich irgendwie nicht so richtig gelohnt. Und wenn es mal eine Frucht gab, waren die Vögel auch gerne Gast…

Nachdem alles eingepflanzt war, konnten wir den sonnigen Samstag auch prima genießen.

Wir haben den kleinen Grill rausgeholt, ein paar Kerzen angemacht, Deko aufgehängt und einfach noch den Rest Sonne  genossen. Der Tag war viel zu fix durch dies und das verflogen.

Hin und wieder wunderten wir uns, weil ein winziger Vogel hier und da um uns herum sauste. Sehr schnell, quasi aus dem Nichts kommend, Kamikaze… Gedacht haben wir uns jedoch erst einmal nichts dabei.

 

Am Sonntag entdeckten wir dann, nach einer weiteren Kamikaze-Flugaktion dieses winzigen Vogels, dass wir „Balkonbesetzer“ haben. Unser Hänger bzw. unsere vertikale Pflanzwand, nur teilweise bepflanzt und notdürftig entrümpelt, ist wohl für ein Rotkehlchenpaar unwiderstehlich gewesen und es wurde ein niedliches Nest in der 3. Etage gebaut. Die Kuhle war quasi schon da, überdacht, windgeschützt und mehr oder weniger trocken ist es auch. Davor noch ein kleiner Vorhang von Oregano, der aus der Nische drüber herunter rankt. Was will Mama Rotkehlchen noch mehr??? Jetzt sitzt sie auf ihren 6 Eiern und kuschelt sich da nett hinterm Oregano in der Kuhle zusammen.

 

Deshalb gibt es in diesem Jahr erst einmal nur notdürftige Handybildchen und ein paar Paparazzi-Bilder vom Nest. Die richtigen Aufnahmen folgen dann, sobald die Familie ausgezogen ist. Wir möchten jetzt möglichst wenig stören. Die Mama in spe lässt uns zwar auf den Balkon, kommen wir jedoch in Nestnähe, schreckt sie hoch und saust für eine kurze Zeit davon. Muss ja nicht sein. Ich schätze, in 3-4 Wochen hat sich das alles erledigt. Ich habe mich mal schlau gemacht. 12-14 Tage Brutzeit, 12-14 Tage Nestlingszeit, dann Auszug. Damit können wir leben. Die Kräuterwand und auch die Ruhmeskrone werden dann erst nach dem Auszug angegangen. War dann erst einmal Buddeln auf Sparflamme, quasi. Aber gut, die sind so niedlich, da kann man gar nicht böse sein. Nur die Bewässerungsanlage, die muss auf jeden Fall noch in den nächsten zwei Wochen installiert werden. Da muss Familie Rotkehlchen dann leider durch.

Balkon ist startklar

Gestern habe ich mit meinem Mann das schöne Wetter genutzt und unseren Balkon startklar für die neue Outdoor-Saison gemacht. Ja, ich weiß, es war Sonntag und eigentlich war das Wetter auch viel zu schön, um so etwas zu erledigen. Aber wir hatten bisher leider gar keine Zeit, um uns um unseren kleinen Hänger zu kümmern. Und irgendwann möchte man doch auch draußen sitzen können. Bevor das der Fall ist, steht leider immer etwas (mehr) Arbeit an…

Zunächst hat mein Mann unsere „Holzumrandung“ mit Holzschutzöl bearbeitet. Es soll ja alles lange schön bleiben und halten. Das Holz hat das Öl wie einen Schwamm aufgesogen und es war alles in allem super-schnell „weg“. So konnten die Blumenkästen schon nach kurzer Zeit wieder in die Halterungen. Jetzt fehlt hier nur noch unser hölzernes Blumenrankgitter. Das ist zur Zeit bei meinen Eltern. Mein Papa hat es abgeschliffen und dann mehrfach fachmännisch mit neuem Lack gestrichen. Es war dringend nötig. Ich freue mich schon, wenn es wieder an seinem Platz befestigt ist. Ist immer toll, wenn man so engagierte Männer in der Familie hat. Dankeschön, Ihr Lieben.

Danach ging es an den Boden, was etwas länger gedauert hat.  Gott sei Dank haben wir von meinem Vater ein Reinigungsmittel, was auch gegen Algen hilft und es uns ein wenig leichter macht. Also haben wir uns mit Schrubber und kleinem Dampfi von Kärcher ans Werk gemacht. Aufsprühen, Dreck anlösen, etwas abspülen und ein paar Gänge mit dem Dampfi drüber. Der hat u.a. so etwas wie eine kleine Dreckbürste, mit denen man wunderbar Fugen angehen kann. Quasi die „Dreckpfräse“ eines Dampfis, so als Pendant zum Hochdruckreiniger. Gott sei Dank, dass es so etwas gibt. Wir haben wirklich schöne Fliesen, aber auch kleine Mosaike mit eingearbeitet und jeder der (draußen) Fliesen hat, der weiß, je mehr Fugen, desto mehr potenzielle Dreckstellen… Vor allem, wenn man keinen überdachten Balkon hat. Ich liebe unseren Südbalkon ja wirklich, wir haben generell am längsten Sonne vom ganzen Haus. Aber wenn so richtiges Dreckwetter vorherrscht, dann sieht unser Balkonboden immer aus… Und alle anderen können quasi noch den Wäscheständer rausstellen oder im Regen mal kurz frische Luft schnappen. Ist bei uns nicht, aber wie gesagt, wenn man alles wieder schön sauber hat, hat man immer sehr lange was davon. Nach etwa 1,5 Stunden war auch das durch. Am meisten hält eh immer auf, alle Sachen aus dem Weg zu räumen bzw. kurz im Wohnzimmer so zu parken, ohne alles zu verdrecken.

Als der Balkon wieder schön sauber und trocken war (das Trocknen ging ebenfalls super-fix), mussten nur noch unsere Balkonmöbel wieder aus dem Keller hoch geholt werden. Das ging recht flott und dann konnten wir auch noch einen schönen Restnachmittag bzw. die frühen Abendstunden genießen und direkt auch das erste Mal auf Balkonien essen. Indisch, das erste Mal seit längerer Zeit. Und total lecker. Wir waren quasi im siebten Himmel und haben so den arbeitsreichen Sonntag angemessen und entspannt ausklingen lassen.

 

Mein Heuschnupfen hat sich bei dem ganzen Gerödel natürlich etwas bemerkbar gemacht. Aber alles in allem, ich kann nicht klagen. Es geht gerade noch und ich hoffe, das bleibt auch so. Einen lieben Gruß an alle Leidensgenossen, standhaft bleiben. Man hat es nicht leicht, wenn man Natur, draußen sein, Garten/Balkon und Buddeln liebt und sich mit diesen fiesen Allergien herumschlagen darf. Da hat auch im Dreck spielen leider nicht geholfen, zumindest nicht bei mir und ich war ein sehr aktives „Draußenkind“.

Jetzt kann ich schon etwas von der Sommerbepflanzung träumen. Die Stiefmütterchen stehen gerade in voller Blüte, aber erfahrungsgemäß werden sie von den Trillionen Blattläusen, die die vielen Linden rund um unseren Balkon heimsuchen,  auch in Kürze als Dessert ausgesucht. Das ärgert mich immer etwas, aber am Ende, ich brauche ja den Platz wieder für neuen Pflanzen.

Jetzt heißt es also, auf schönes Wetter für Balkon und Garten hoffen und bald mit dem Buddeln beginnen.

Fensterbänke entrümpeln und vom Frühling träumen

Was macht man im Winter, wenn man noch nicht so richtig buddeln kann? Man guckt erst einmal, ob man alle seine Indoor-Pflanzen gut gepflegt hat, ob hier oder da nicht mal ein neues, größeres Töpfchen fällig ist oder ob etwas gar nicht so recht klappen will. Und man macht sich natürlich schon ein wenig Gedanken über die Frühjahrs-/Sommerbepflanzung des Balkons… Chilis ja oder nein und so etwas. Langsam mal Gedanken dazu machen. Und bis dahin ein paar Bilder vergangener Ernten genießen. Ja, die waren echt lecker.

In letzter Zeit habe ich einige Orchideen umgetopft, die dringend neues Substrat und Zuwendung brauchten. Dann muss ich mir auch derzeit eingestehen, dass ein paar Pflanzen einfach nicht mehr so recht wollen. Ich habe gerade schweren Herzens zwei Usambaraveilchen entsorgt, die einfach „auf“ und nicht mehr ansehnlich waren. Ich fürchte, das waren nur die ersten Pflanzen, die nun einfach die Gang auf den Kompost antreten werden. Das tut mir immer in der Seele weh, weil ich kein schneller „Wegwerfer“ bin. Ich hätschele, pflege, versuche und am Ende habe ich oft die Fensterbänke mit nicht mehr wirklich schönen Pflanzen vollstehen. Das möchte ich 2017 etwas ändern. Ich muss lernen, mich auch mal zu trennen. Soll doch auch noch nett aussehen, auch mal wieder ein wenig luftiger aussehen. Quasi ein „blumiger Vorsatz“ für 2017. Deshalb gehe ich derzeit sehr kritisch durch unsere Wohnung und gucke. Gucke noch einmal und noch einmal und dann muss ich wirklich schnell eine Tüte nehmen und mich selbst überlisten. Ich muss mir quasi selbst die Reaktionszeit nehmen. Aber wo nichts weicht, kann auch nie etwas neues kommen. Das Dilemma einer passionierten Buddlerin. Wenn ich könnte, wie ich wollte und Platz hätte… Habe ich aber nicht. *hmpf*

Vorgestern habe ich übrigens so gegen 17:00 Uhr das erste richtige Vogelgezwitscher des Jahres gehört. Es klang schlagartig nach Frühling. Und wenn ich auf der Arbeit aus dem Fenster gucke, dann sehe ich doch tatsächlich bei den vielen Weiden, die dort so stehen, bei einigen Sorten die ersten Kätzchenknospen, die sich öffnen. Also, durchhalten, es wird wieder mit Licht und Wetter. Und damit auch mit dem Buddeln.

Einen guten Rutsch und alles Gute für 2017

Bevor wir uns fein machen, um  Silvester zu feiern, möchten wir allen Besuchern des kleinen grünen Planeten ein schönes Silvesterfest zu wünschen.

Mögen Wünsche, Ziele und Träume sich 2017 erfüllen und alles von Gesundheit und Liebe begleitet werden. Mögen Unfrieden und Krankheiten fern bleiben und das Jahr 2017 viele kleine Wunder für uns bereit halten. Einen guten Rutsch und bis nächstes Jahr. Dann hoffentlich auch wieder mehr von uns.

Weihnachtliche Marmelade aus Trockenfrüchten

So etwas wollte ich schon ganz lange Mal selber machen. Eigentlich seit ich von meiner Mama ein Töpfchen so einer Marmelade aus dem örtlichen Wurstshöppchen geschenkt bekommen habe, das tatsächlich auch selbst gemachte Marmelade verkauft. Ich kannte so etwas bis dato noch gar nicht und war sofort begeistert, wie gut das doch schmeckte und dass es doch eine super Sache wäre. Hat nur eine kleine Ewigkeit gedauert, bis wir es ausprobiert haben…  Ich habe zunächst einmal im Netz geforscht und habe festgestellt, bisher habe ich wohl hinterm Mond gelebt, denn ganz viele Menschen scheinen das zu kennen. Warum nur ich nicht? Wo ich Marmelade echt liebe… Nun denn, hier nun unser Rezept, das man nach Belieben variieren kann. Ich finde, es lädt geradezu dazu ein, seine eigene Kreation zu kochen. Und natürlich war es Teil unseres diesjährigen „Geschenke aus der Küche“-Kistchens. 🙂 Fröhliche Weihnachten.

Zutaten:

  • 500 g ungeschwefelte Trockenfrüchte (z.B. Feigen, Aprikosen, Apfelringe/Apfelchips, Pflaumen, Cranberries, Rosinen, …), am liebsten in Bioqualität
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 30 ml Grappa
  • 2-3 Sternanis
  • 1 Zimtstange / Zimtpulver
  • ca. 3/4 l Cranberrysaft
  • 1 Packung Gelierzucker 3:1

Zubereitung:

Das Trockenobst in feine Stückchen schneiden und in einen Topf geben. Sternanis und Zimtstange / etwas Zimtpulver dazu geben.

Das Mark der Vanilleschote auskratzen und gemeinsam mit den Schoten zum Trockenobst geben. Den Grappa ebenfalls zufügen.

Die Orange und die Zitrone heiß abwaschen und dann vorsichtig die Schale abreiben. Den Abrieb zum Obst geben. Dann die Früchte auspressen und den Saft zur Mischung geben.

Nun den Cranberrysaft als letzte Zutat hinzugeben, alles gut vermischen und den Deckel auf den Topf auflegen. Über Nacht die Früchte so richtig schön aufquellen lassen.

Am nächsten Tag sollte das Obst schön aufgequollen sein und man alles in allem ein Gewicht von ca. 1,5 kg beisammenhaben. Notfalls noch ein klein wenig mit Cranberrysaft auffüllen.

Eine Marmeladenabfüllstation vorbereiten (sterile Gläser, Trichter, usw. …).

Nun die Mischung mit dem Gelierzucker in einem großen Topf verrühren und nach Anweisung des Zuckerherstellers die Marmelade zubereiten. Also sprudelnd aufkochen lassen und nach gut 3-4 Minuten die Marmelade in sterile Gläser abfüllen. Schon fertig.

Weihnachtliche Cantuccini

Hier das zweite weihnachtliche Rezept aus unserer 1. Backsession letzten Sonntag.

Wir lieben italienische Cantuccini und als wir in dem wirklich schönen Backbuch „In 24 Plätzchen um die Welt“ von Silke Martin dieses Rezept entdeckt haben, waren wir sofort sicher, dass wir es ausprobieren würden. Das Rezept ist etwas zeitintensiver, weil man etwas Kühl- und eine zweite Backzeit mit einplanen muss, aber es lohnt sich. Und wenn man gut vorbereitet ist, kann man das quasi nebenher machen oder in den Wartezeiten was anderes backen. Und auch hier verwenden wir Dinkelmehl und braunen Zucker. Auch hier auf die Backzeit achten, die Kekse müssen richtig schön durch und fest sein.

cantucini-schoko

 

Zutaten für ein Blech mit ca. 50 Stück:

  • 250 g Dinkelmehl, Typ 1050
  • 25 g Kakao
  • 1 TL Backpulver, bevorzugt Weinstein
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 120 g braunen Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Bio-Zitrone
  • 75 g Pistazienkerne
  • 75 g geschälte Mandeln
  • Puderzucker zum Bestäuben, optional

Zubereitung:

Mehl, Kakao, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zucker, Vanillezucker, Salz sowie Butter und Eier zu einem glatten Teig vermischen.

Die Bio-Zitrusfrüchte einmal abwaschen und dann vorsichtig die Schale abreiben, unter den Teig mischen.

Die Pistazien und Mandeln grob mit dem Messer oder dem Blitzhacker anhacken. Auch diese Zutaten zum Teig geben und vermischen.

Den Teig in Frischhaltefolie geben und 1 Stunde gut durchkühlen. Oder wie wir es gemacht haben, für 30 Minuten in den Froster. Dann lässt er sich gut weiter verarbeiten.

Nach einer Stunde aus dem Teig vier gleich große Rollen formen (das geht super mit Hilfe von Frischhaltefolie), wieder in Folie packen und erneut für 30 Minuten kühlen.

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, das Backblech mit Backpapier belegen.

Die Teigrollen mit ausreichend Abstand auf das Blech legen und für ca. 15 Minuten vorbacken. Anschließend auf dem Blech auskühlen lassen.

Dann mit einem Sägemesser schräge, fingerdicke Stücke abschneiden und diese wieder aufs Backblechh legen und weitere 8-10 Minuten zu Ende backen.

Am Ende die fertigen Cantuccini auf einem Kuchengitter endgültig abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.

Cranberry-Zimt-Streifen

cranberry-zimt-streifen2Einen wunderschönen 1. Advent wünschen wir Euch. Der kleine grüne Planet ist natürlich just in time wunderschön geschmückt und nachdem wir die Kerze angezündet haben auf unserem Adventsteller (leider dieses Jahr zeitbedingt quasi nur ein Variation des Tellers aus dem letzten Jahr), haben wir ein wenig gebacken. Das erste Kekslein in diesem Jahr ist ein Cranberry-Zimt-Streifen, den wir im letzten Jahr im Niederländisch-Kurs bei unserer Mitkürslerin Gudrun probieren durften. Total lecker und recht einfach zu machen, wir waren sofort sicher, das ist was für uns. Vielleicht auch für Euch?

Nachtrag: Wir haben festgestellt, wir hätten unsere Streifen etwas länger backen müssen. Sicher, weil wir die super-dicken Eier aus unserem Hofladen verwendet haben. Also darauf achten, dass die Streifen gut durch sind. Lecker sind sie so oder so. 🙂

cranberry-zimt-streifen1

Zutaten für ca. 55 Stück:

  • 200 g weiche Butter
  • 190 g braunen Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder auch gerne selbst gemachten Vanillezucker)
  • 2 Eier
  • 100 g Dinkelmehl, Typ 1050
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • 45 g getrocknete Cranberries (angehackt)
  • 20 g geschälte, gehackte Mandeln

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine eckige Spring- oder Brownieform (23 cm Seitenlänge) mit Backpapier auslegen/vorbereiten (oder ein Backblech entsprechend herrichten, dass die Maße am Ende passen, also einen Rand aus Alufolie basteln).

Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren und dann nach und nach die zwei Eier hinzu geben und untermischen.

Mehl und Zimt vermischen und nach und nach untermischen.

Die Mandeln und die Cranberries vermischen.

Den Teig in die Form füllen und mit der Mischung aus Mandeln und Cranberries gleichmäßig bestreuen. Dann im Ofen ca. 20-25 Minuten backen.

Abkühlen lassen, bis der Teig nur noch lauwarm ist. Dann 1,5 x 5 cm große Streifchen schneiden und diese endgültig auskühlen lassen (sie werden dann auch noch fester).

In einer mit Backpapier ausgelegten Blechdose (die einzelnen Lagen bitte auch sorgfältig mit Papier trennen) halten sich die Streifchen ca. 2 Wochen, sofern man sie nicht schnell auffuttert.

Herbst-/Winterbepflanzung 2016

Pünktlich zum 01. November habe ich unsere Balkonkästen neu bepflanzt. So richtig mit vollem Programm, sprich die alte, stark durchwurzelte Erde raus, neue rein. Was ein Dreck, Gott sei Dank hatte ich da tatkräftige Unterstützung von meinem Mann.

Ich war mit meinem Mann bei Adameit (die leider zum Jahresende schließen) und habe mich dort mit zwei verschiedenen Heidearten in hellem grün und ganz dunklem grün-violett, Stacheldraht, dunkelroten Heucheras und Stiefmütterchen eingedeckt. Dazu ein Carex Gras und eine Heideart für die Terrakottagießkanne, die ich nie als solche erkannt hätte. Sie sieht in etwa aus wie eine Scheinbeere ohne Beeren. Dafür färbt sich ihr Laub aber ganz zauberhaft. Die Heide ist auch nicht die übliche, die ich sonst gekauft hätte. Sie blüht mit winzigen Blüten weiß oder eben pink-violett. Man sieht die Blüten kaum. Irgendwie niedlich und mal anders.

Leider standen auf den Töpfen keine exakten Bezeichnungen, weshalb ich nur vage beschreiben kann. Dafür habe ich ein paar Bilder. Und wie immer habe ich unsere kleinen Fliegenpilze aus Ton zwischen den Pflanzen verteilt. Mag ich einfach. In Kürze kommt schon die Lichterkette dazu, die Zeit rast. Deshalb schnell, hier sind die Bilder…