Birgits Herzwaffeln

belgische-herzwaffeln2Beim Geocachen lernt man wirklich liebe Menschen kennen. Diese Erfahrung haben wir jetzt schon öfter machen dürfen. Jetzt kennen wir auch eine zweite Birgit und diese hat bei einem Event diese wunderbaren Waffeln mitgebracht. Wir waren optisch wie geschmacklich sofort verliebt. So schöne Waffeln. Und der Teufel ist ein Eichhörnchen, nicht einmal eine Woche später gab es ein Herzwaffeleisen beim Discounter. Zumindest theoretisch, denn bei unserem war es natürlich schon wieder ausverkauft. Netterweise hat Birgit uns dann das Eisen (nebst Rezept) besorgt und wir konnten ihre tollen, erfreulich wenig süßen Waffeln direkt ausprobieren. Weil das Rezept so klasse ist und die Süße eben nicht so erschlagend ist, möchten wir das Rezept gerne teilen. Natürlich kann noch nach eigenem Geschmack nachsüßen, keine Frage. Aber ich muss gestehen, ich finde es wirklich prima so und es verträgt sich sogar sehr gut mit WW.

Die Waffeln bleiben lange frisch, ohne dabei trocken zu werden und man kann sie aufgrund ihrer Form ganz hervorragend im Toaster aufknuspern. Vielleicht auch mal eine Frühstücksidee? Ich denke derzeit darüber nach, ob man sie vielleicht auch einfrieren und dann einzeln entnehmen und aufknuspern könnte. Habe schon die eine oder andere Idee dazu. Hier aber nun das lang genug gepriesene Rezept. Einen lieben Dank an Birgit.

Zutaten für ca. 16 Waffeln:

  • 125 g Margarine oder Butter (Halbfettmargarine funktioniert auch super)
  • 2-3 Eier (je nach Größe)
  • 2-3 EL Zucker (bei uns wie immer Rohrzucker)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/4 l Milch
  • 250 g Mehl (bei uns wie immer Dinkelmehl)
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 50 g gehobelte Mandeln (gehackte gehen notfalls auch, keine geriebenen, sonst geht der tolle Crunch verloren)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen schönen Waffelteig herstellen, ihn kurz ruhen lassen und dann die Waffeln ganz normal im gefetteten Eisen abbacken und mit Puderzucker bestäuben.

Bei diesem Herzwaffeleisen sind es in etwa 2 EL Teig pro Herzchen, die benötigt werden, um die 16 Waffeln heraus zu bekommen.

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Balkonien 2015

Zunächst möchte ich gerne frohe Pfingsten wünschen und hoffe, wo immer Ihr auch gerade seid, Ihr habt es da warm und sonnig und könnt die freien Tage genießen.

Urlaubsbedingt haben wir dieses Jahr unseren Balkon etwas später fertiggestellt. Das Wetter war bisher eh wenig einladend, wenn ich ehrlich sein soll. Also, was gibt es in diesem Jahr auf unserem Balkon? Wir haben uns für eine bunte Mischung aus dekorativen und essbaren Dingen entschieden. Nebenher habe ich bei meinem bisher liebsten Blumenlieferanten (für Sommerblumen) einen herben Rückschlag in Sachen Kompetenz und Freundlichkeit hinnehmen müssen. Aber davon etwas später mehr…

Also, dieses Jahr haben wir folgendes in unseren 4 Kästen:

Kasten Nummer 1, seitlich, mit Rankgitter versehen:

  • 2 (hoffentlich) orangene Schwarzäugige Susannen, diesmal bei den lieben “Rimküssen” erstanden
  • 2 Mini-Petunien in gelb/pink, jeweils genau konträr gestreift
  • 2 blaue “Gänseblümchen”
  • 1 geschenkte weiße ??? – ich habe keine Ahnung

Dann kommt unsere schöne Terrakotta-Gießkanne mit zwei blauen Gänseblümchen. Ich mag die einfach sehr gerne. In den beiden blau glasierten Terrakottatöpfen habe ich je ein frisches Lavendelpuschelchen gesetzt. Sommer ohne Lavendel geht schließlich mal so gar nicht.

In den Kästen 2-4 (nach vorne raus) dann folgendes:

  • 2 hängende pinkfarbene Geranien, mit einem leichten hellen Streifen in der Mitte
  • 2 zartblaue großblühende Petunien
  • 2 orangene Mini-Petunien
  • 1 weiße Strukturpflanze, die irgendwas mit Snow im Namen hat und heftig nach Honig duftet
  • 1 Efeu, das schon länger bei uns wohnt und sich erst einmal erholen muss, die Pflanze sieht jeweils arg mitgenommen aus, aber ich denke, wir kriegen das wieder hin

Wir haben zunächst alle Pflanzen aus den Kästen “gebrochen”. Oder wahlweise geschnitten, es war alles total verwurzelt und wirklich ganz dringend neue Erde fällig. Zwei der Lavendelpflanzen und die Efeupflanzen haben wir behalten. Der Lavendel ging zu meinen Eltern in den Garten. Dankeschön, Mama und Papa, dass Ihr immer wieder Pflänzchen Asyl gebt. Also, Kästen geleert, gesäubert und dann los, um neue Pflänzchen einzukaufen und Erde zu besorgen.

Zunächst haben wir bei den Rimküssen vorbeigeschaut und dort die zwei Susannen erworben. Die sahen einfach wunderbar kräftig aus und auch wenn keine Blüte zu sehen war, wir sind optimistisch, dass es orangene sind. Und selbst wenn nicht, gelb ist auch schön.

Bei unserem üblichen Sommerpflanzendealer Fischer kam dann irgendwie eine leichte Ernüchterung auf. In der Regel gibt es ja immer Ende April/Anfang Mai zwei Wochenenden mit “Tag der offenen Tür”, wo dann dort auch wirklich der Bär steppt. Dieses Mal sind wir nicht hin, weil wir in den Urlaub fahren und vorher nicht groß pflanzen wollten. Als wir also zum “Blümeln” dort ankamen, hatten wir schon den Eindruck, irgendwie nichts Besonderes vorzufinden. Irgendwie hatte ich eigentlich bisher jedes Jahr einen “Wow”-Moment , wo ich am liebsten en Masse zugeschlagen hätte oder gestaunt habe, was es so alles gibt. Dieses Mal nicht. Ich habe mich sehr schwer getan mit der Auswahl der Pflanzen. Ich hatte mir eine Farbrichtung ausgesucht und dann einfach mal geschaut, was es wohl dazu passendes gab. Hm, die Auswahl war nicht so riesig und ich muss echt sagen, es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Es  gab dieses Jahr auch keine Blattschmuckgeranien, die ich die letzten 2-3 Jahre so gerne hatte. Hm. Also gut, nach einer großen Runde durch die Hallen, haben wir uns dann für die oben aufgelisteten Pflanzen entschieden. Weiterhin haben wir eine Runde durch den Gemüse- und Kräuterpflanzenbereich gedreht, dort aber erst einmal nur halbherzig geschaut. Erst die Kästen fertig machen, dann sehen wir weiter. So war unsere Motivation. Fehlte also zu guter letzt nur noch Erde. Und hier kam dann der Knackpunkt. Bei den Säcken mit Erde war nirgendwo torffreie Erde. Es gab auch eine Hausmischung, aber auf der war mal rein gar nichts verzeichnet. Also haben wir nachgefragt. Die nette Dame an der Kasse wusste leider nicht Bescheid und rief einmal quer durch die Halle zur Kollegin rüber, die wohl mehr Plan haben sollte. Die rief dann nur zurück: “Haben wir nicht.” Und einen Moment später kam noch ein recht patziges: “Torffreie Erde gibt es auch gar nicht.” Da ist mir die Kinnlade doch etwas runter geklappt. Nicht nett – und auch absolut nicht wahr. Da ist wohl klar Fortbildungsbedarf… Und ja, ich bin sehr nachtragend und werde die Augen nach einem anderen Blumendealer auf halten.

Nun fragt sich der eine oder andere vielleicht, warum wir torffreie Erde haben möchten und was nun das Problem (neben der patzigen Antwort) ist. Warum es wichtig ist, sich mal Gedanken zur Verwendung von Torf in Blumenerde zu machen, kann man prima beim NABU nachlesen. Dort gibt es neben der Aktion “Torffrei Gärtnern” auch viele Informationen, warum unsere Torfmoore geschützt werden müssen. Da ich in einer Behörde arbeite, die unter anderem für Umweltschutz steht, möchte ich gerne versuchen, wo es mir möglich ist, auch sinnvoll zu agieren. Mir ist schon klar, nicht  jeder kann sich (auch kulinarisch oder anderweitig) leisten auf Biosiegel oder sonstiges zu achten, aber dennoch würde ich gerne darauf hinweisen, dass es wichtig ist, hier und da mal die Augen nicht zu verschließen und sich ein paar Gedanken zu machen, bevor man z.B. losbuddelt.

Wir haben also nach etwas suchen auch eine torffreie Erde gefunden und nachdem ich mich gehörig über die Blödheit der Dame bei Fischer geärgert habe, durfte ich feststellen, dass viele Leute vom “Fach” offenbar gar nicht wissen, womit sie täglich pflanzen. Eine wirklich sehr nette Gärtnerin in einem anderen Gartenbaubetrieb hätte Stein auf Bein geschworen, ihre Erde wäre torffrei. Bis wir gemeinsam aufs Etikett geschaut haben. Da war sie schon etwas verblüfft.

Nun denn, Erde rein in die Kästen, Pflanzen gleich hinterher. Die Ergebnisse seht Ihr in den Bildern der Galarie.

Nachdem wir dann die Kästen fertig hatten, haben wir uns unserer Vertikal Gardening System zur Brust genommen. Zunächst haben wir uns einen Sack Tonkügelchen als Drainageschicht besorgt. Darüber kam wiederum die (torffreie) Blumenerde. Und hinein kamen dann:

  • 3 verschiedene Erdbeeren
  • 2 Tagetes (angeblich sollen das irgendwelche besonderen Sorten sein, kann ich jedoch nicht sagen, ich finde, die sehen nach “normal” aus, aber sicher war auch das wieder die absolute Fachkenntnis der Leute bei Fischer…)
  • 1 Zitronenthymian (ja, das war mein Kraut 2014 und ich wollte es unbedingt wieder haben)
  • 1 Thaibasilikum
  • 1 kleinblättriges Basilikum
  • 1 Zitronenbasilikum
  • 1 rotblättriges Basilikum
  • 3 verschiedene Chilipflanzen
  • 1 Oregano
  • 1 winzig kleine Tomate

Weiterhin haben wir zwei Strauchbasilikumpflanzen “Magic White”, 1 Pflänzchen zur Verstärkung beim Schnittlauch und 2 Blattpetersilien gekauft. Dann noch die bestehenden Kräuterpflanzen umgetopft. Die Ruhmeskrone wurde auch endlich eingebuddelt, wieder habe ich zwei Gefäße. Einmal der ursprüngliche blaue Terrakottatopf mit Rankgitter und zum anderen, weil es einfach viele Ablegerstücke gab, einen kleinen Kasten für unser Rankgitter, das mir mein Papa so toll vor einigen Jahren angebracht hat. Ich hoffe, es wird bei beiden wieder was. Dann ist dieser Bereich wieder schön begrünt.

Unsere Bewässerungsanlage ist auch installiert und wir haben schon ein paar Mal draußen gegrillt und es uns gut gehen lassen. Nun muss nur noch alles schön anwachsen und “Gas” geben. Aber mit dem richtigen Dünger und viel Liebe wird es schon werden. Also, auf geht es ins Balkon- und Gartenjahr 2015.

Windbeuteltorte nach Moni

windbeuteltorteOstern habe ich nach dem Rezept meiner lieben Kollegin Moni zum ersten Mal Windbeuteltorte selbst gemacht. Ich kannte sie bisher nur vom Kuchenbuffet, finde sie aber total lecker. Ich wollte gerne ein bewährtes Rezept und nicht einfach eins aus dem Netz. Monis Rezept ist klasse und sogar etwas anders, als ich die Torte ursprünglich kenne. Statt roter Grütze oben auf gibt es bei Moni einen Himbeerspiegel. Die Torte ist auch ganz prima geworden und so konnte sie stolz der Familie neben Gudruns Käsekuchen zum Kaffee vorsetzen.

Zutaten:

Boden

  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 2 Eier
  • 2 TL Backpulver

Creme

  • 2 Becher Schmand
  • 2 Becher Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 100 g Gelierzucker 2:1

Belag

  • 1-2 Packungen Tiefkühlfrüchte (je nach Packformat), z.B. Himbeeren
  • 2 Packungen TK-Mini-Windbeutel
  • 2 Päckchen roten Tortenguss

Zubereitung:

Eine Springform mit Backpapier bespannen und den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Rührteig herstellen, in die Form füllen und ca. 25 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Einen Tortenring um den ausgekühlten Boden legen.

Schmand mit Gelierzucker verrühren, Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und unter die Schmandmasse heben. Ein wenig Masse auf den Boden streichen.

Nun die gefrorenen Windbeutel auf der Cremeschicht verteilen. Darüber die restliche Creme streichen und alles schön glätten.

Die gefrorenen Früchte darauf verteilen. Tortenguss nach Anleitung herstellen und die Früchte damit überziehen.

Eventuell übrig gebliebene Windbteutel dekorativ oben auf setzen und mit Schokoraspeln oder sonstiger weiterer Deko verzieren.

Die Torte 2-3 h im Kühlschrank gut durchkühlen.

 

Tomatenzauber-Salz

tomatensalz2An Ostern gibt es neben Eiern nicht groß was an Geschenken bei uns. Ein kleines Mitbringsel zum Osterkaffee sollte es dennoch sein und ich habe ein wenig an einer Salzmischung gewerkelt.

In diesem Sinne frohe Ostern.

Zutaten für 3-4 Gläser:

  • 500 g Alnatura Meersalz, fein
  • 1 halbe Packung getrocknete Tomaten, von Seeberger z.B.
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 1/2 Töpfchen frischer Basilikum mit Stängeln
  • ein paar Tröpfchen frischer Zitronensaft

Zubereitung:

Tomaten, Knoblauch und Basilikum mit dem Zitronensaft in einemBlitzhacker zu einer geschmeidigen Masse zerhäckseln. Der Duft alleine haut einen schon um. Nun einfach die Masse in einer Schüssel nach und nach gut mit dem Salz vermischen. Das geht auch sehr gut in einem entsprechend großen Mörser, so kann man die Aromen ein klein wenig besser ins Salz einarbeiten.

In Gläser füllen, verschließen und eine gute Woche durchziehen lassen, bevor man es das erste Mal nutzt.

Kichererbsensalat nach Jamie

kicherebsensalatDieser Salat begeistert uns gerade restlos und wird sicher gerade im Sommer ein oft gesehener Gast auf unserem Balkon sein. Zum Grillen ideal, mal was anderes und einfach nur unglaublich lecker. Auch dieses ist ein Jamie-Rezept, im Moment entdecken wir bei ihm wieder mehr, was uns schmeckt. Und bitte nicht wundern, wir haben auf dem Bild tatsächlich den Feta vergessen… Schmeckt auch ohne, aber mit natürlich noch viel besser.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 große Dose Kichererbsen, ca. 400 g
  • 1 rote Zwiebel, geschält
  • 1 rote Chili, entkernt
  • 4-6 aromatische Tomaten, grob gehackt
  • 200 g Feta
  • 2 Bio-Zitronen
  • Olivenöl
  • 1 Hand voll frische Minze, fein gehackt
  • 1 Hand voll frisches Basilikum, je nach Blattgröße etwas zerzupft
  •  Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Chili und Zwiebel in feine Ringe schneiden Zwiebel und zusammen mit den Tomatenstücken (mit  Saft) in eine Salatschüssel geben. Nun den Saft von 1,5 Zitronen hinzu geben und ungefähr die dreifache Menge Olivenöl (etwas weniger tut es auch, wenn man auf Diät ist) sowie Salz und Pfeffer vermischen.

Die abgegossenen Kichererbsen in einem Topf wärmen. Fast alle Kichererbsen zur Tomatenmischung geben, einen kleinen Teil zurück behalten und diesen pürieren und erst dann zugeben (für eine schöne Konsistenz). Alles gut vermischen und ein wenig bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Kurz vorm Servieren Minze und Basilikum zugeben. Eventuell noch nachwürzen mit Zitronensaft und Salz/Pfeffer. Zum Abschluss den Feta drüber krümmeln/unterheben und genießen.

 

 

Linsensuppe mit Süßkartoffel und Spinat

linsensuppe-mit-suesskartoffeln-spinatDieses Rezept habe ich auf der Jamie Oliver Seite gefunden und es ist richtig toll. Es ist recht fix zubereitet und rein vegetarisch. Außerdem ein weiteres Rezept, wo wir Süßkartoffeln unterbringen können. Also gleich mehrere gute Eigenschaften für uns, die Suppe jetzt öfter zu kochen.  Am zweiten Tag schmeckt die Suppe übrigens noch besser. Wir kochen sie meistens am Sonntag, so haben wir am Montag den Luxus, das Essen nach der Arbeit einfach nur zu wärmen. Und es ist auch diätkonform, was mich echt freut.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knobizehen
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 kleines Püschelchen Koriander (weglassen, wenn man ihn nicht mag oder gegen Petersilie austauschen, schmeckt auch sehr gut)
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz und Pfeffer
  • 80 g frischer Blattspinat (TK geht auch prima)
  • 450 g Süßkartoffeln
  • 6 große, aromatische Tomaten, ca. 300 g, gestückelt (Dosentomaten gehen sehr gut)
  • 320 g rote Linsen
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 4 EL Griechischer Joghurt
  • knuspriges, frisch gebackenes Brot als Beilage

Zubereitung:

In einem Topf ein wenig Öl erhitzen und darin die gepellten und fein gehackten Zwiebeln und Knoblauch anschmoren. Den Sellerie etwas gröber klein schneiden und dazu geben. Vom Koriander die Stengelchen fein schneiden und ebenfalls beifügen. Für 8-10 Minuten sanft anschmoren, dann die Gewürze zufügen und gut vermischen, bis alles innig verbunden ist und gut duftet.

Die Süßkartoffeln schälen und grob stückeln, die Tomaten ebenso. Beides in den Topf geben. Die Linsen und die Gemüsebrühe direkt im Anschluss zufügen. Aufkochen lassen und dann die Temperatur runter regeln und mild 25-30 Minuten vor sich hin simmern lassen, bis die Kartoffeln gar sind und die Suppe angedickt ist. Sollte die Suppe zu dick geraten sein, einfach mit Wasser oder Gemüsebrühe verdünnen.

Den Spinat unterheben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und entscheiden, wie man die Suppe gerne essen möchte. Man kann sie pürieren, so lassen oder nur einen Teil pürieren und wieder zu geben. Dem eigenen Geschmack folgen. Außerdem hat die Suppe an sich schon fast die Konsistenz eines indischen Daals. Sie ist also dicker.

Zum Anrichten die Suppe in eine Schale geben und einen Klecks Joghurt in die Mitte geben. Mit gehacktem Koriandergrün bestreuen. Mit knusprigem Brot servieren.

Neues Hobby: Geocachen

Wir sind jetzt aktiv, sind jetzt voll outdoor, wir sind seit ein paar Monaten offiziell Geocacher. Yes, jawohl. Weg von der Couch, rauf aufs Rad, rein in die Stadt, rein in die Natur, rein in den Wald. Auf zu Muskelkater und Döschenjagen. Schnitzeljagd mal ganz anders. Mit viel Knobeln, Technik und einer Menge Bewegung. Da freut sich die Waage und am Ende die Figur. So der Plan, den wir die letzten Wochen auch recht konsequent verfolgen, so das Wetter es denn zulässt. Trendtechnisch sind wir mit diesem neuen Hobby sicher Lichtjahre “zu spä”t, ich glaube, der ganz große Hype ist schon länger vorbei. Jedoch verliert das Hobby dadurch nicht seinen Reiz.

Was ist Geocachen? Moderne Schnitzeljagd unterstützt mit GPS ist die Kurzform. Raus in die Natur, selbstverständlich mit vernünftigem Verhalten und Beachtung aller Regeln in Sachen Natur- und Tierschutz.
Die sogenannten Caches gibt es in unterschiedlichen Variationen und auch Größen, vom ganz einfachen Suchen und Finden bis hin zu Rätseln bis der Arzt kommt und die Koordinaten für das Endziel ausfindig zu machen. Dieses Endziel kann unglaublich klein sein und dann z.B. Micro oder Nano heißen oder eine richtig große Kiste sein. Wenn man sich so richtig informieren möchte, was Geocaching ist und wie es genau funktioniert, dann sollte man sich mal das große Portal dazu im Netz unter Geocaching.com ansehen. Hier wird alles so wunderbar und einfach erklärt, wie ich es nie könnte, muss ich gestehen. Außerdem meldet man sich als Geocacher in der Regel auch dort an, um seine Funde zu dokumentieren. Natürlich gibt es auch noch andere Websites dazu, jedoch ist Geocaching.com schon diejenige welche, würde ich sagen. Hier sind die meisten Caches gelistet und man bekommt prima Informationen zum Hobby.

Wir haben im letzten Oktober angefangen und sogar über den Winter nicht die Füße still gehalten. Entweder waren wir bei schönem/trockenem Wetter mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs oder mein Mann hat in einer Tour gerätselt, um an Zielkoordinaten zu kommen. Diese Rätsel haben es echt in sich. Ich gebe zu, ich bin da eine Niete. Mir liegt die reine Suche mehr, ich mag das im Wald herum zu hopsen und dort Verstecke ausfindig zu machen. Die Kamera ist auch hier und da mit dabei. Wir kommen an Stellen, wo wir sonst nie gewesen wären und lernen unsere Heimat in vielen Bereichen neu oder ganz anders kennen. Die Bewegung dabei tut uns eher unsportlichen Schreibtischtätern sehr gut und mittlerweile sind wir sogar regelrecht hungrig auf Licht, Sonne, Bewegung und frische Luft. Das finde ich gerade für mich persönlich ganz spannend. Ich war immer ein Bewegungsmuffel, von meiner Kindheit und draußen spielen einmal abgesehen. Spazierengehen fand ich immer total fad und langweilig, einfach nur bäh. Jetzt, mit einem Ziel vor Augen, sieht die Sache ganz anders aus. Auch was Radfahren angeht, wenn man ein schönes Ziel vor Augen hat, dann saust man nur so dahin. Außerdem scheinen wir beide in ein Alter zu kommen, wo man einfach lernt, die Natur zu genießen, die Augen weiter aufreißt für die Schönheit, die einem so begegnen kann, wenn man unterwegs ist. Ich bin zum Beispiel ein ganz großer Moosfan geworden und habe immer sehr viel Freude, wenn ich unterschiedliche Arten mit ihren wunderschönen Färbungen entdecke. Wenn dann noch das Sonnenlicht richtig drauf fällt, ist es meistens ein sehr, sehr schöner Anblick.

Wir haben mal ein paar Bilder unserer Funde gemacht, schaut mal, so unterschiedlich können diese “Schätze” beim Geocaching aussehen. Geocaching, vielleicht auch ein Hobby für Euch?

Quinoa-Eintopf mit Kirchererbsen und Süßkartoffeln

Wir wollten schon lange einmal Quinoa ausprobieren und haben bei DM neulich davor gestanden. Direkt neben dem Regal hing eines dieser kleinen Rezeptheftchen von Alnatura. Also kam beides in den Einkaufskorb und wir haben gestern dann dieses Rezept versucht. Es hat uns sehr, sehr gut geschmeckt. Es schmeckte fast wie ein Thai-Curry. Sehr fein, vegetarisch und mit Zutaten, die wir auch sonst gerne mögen. Besonders gefreut habe ich mich, dass wir hier auch ein Rezept gefunden haben, wo Süßkartoffeln mit verarbeitet werden. Bisher habe ich für Süßkartoffeln nämlich noch nicht viel Verwendung. Hier finde ich sie einfach nur prima.

quinoaeintopf-alnatura

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 20 g frischen Ingwer, fein gewürfelt
  • 1 entkernte Chili, in feine Ringe geschnitten
  • 300 g geschälte Süßkartoffeln, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
  • 200 g Quinoa
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 2-3 TL Currypulver
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Kokosmilch
  • 1 Dose Kichererbsen
  • Salz, Pfeffer
  • gehackter Koriander nach Belieben

Zubereitung:

Quinoa in einem Sieb heiß abbrausen und abtropfen lassen.

Das Olivenöl erhitzen und darin Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer anschwitzen. Quinoa und Süßkartoffel hinzu geben und kurz mitdünsten.

Das Currypulver hinzu geben und mit Brühe und Kokosmilch angießen, den Deckel auflegen und gut 15 Minuten garen.

Die Kichererbsen abgießen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und noch ein paar Minuten sanft vor sich hin köcheln lassen.

Mit gehacktem Koriander bestreuen und genießen.

Rita Falk – Die Franz Eberhofer Krimis

In letzter Zeit hatte ich nicht wirklich die Ruhe und die Zeit mich mit einem guten Buch zurückzuziehen. Mein aktives Lesen beschränkt sich derzeit nämlich nur auf ein paar elektronische Seiten mit Kindle in der Badewanne. Nur leichte Kost, bloß nichts zu komplexes. Etwas, was man fix zur Seite legen kann, wenn die Zeit schon wieder davon rinnt. Also habe ich derzeit nur sehr seichte und leichte Lektüre, die mir eher ein müdes Lächeln abringt, als große Freude bereitet. Damit ich jedoch trotzdem etwas Gutes “konsumiere”, höre ich seit einigen Monaten immer Hörbücher beim Kochen. Ja richtig, beim Kochen. Wenn ich nach der Arbeit wieder zu Hause bin, schmeiße ich das Ohrenkino an. Das klappt ganz prima bei mir. Neben dem Kartoffelschälen und dem Kleinschnippeln von Gemüse bespaßt mich also je nach Laune ein anderes Genre mit zum Teil wirklich grandiosen Sprecherinnen und Sprechern. Es gibt so unglaublich gute Vorleser, die aus einer Lesung oder einem Hörspiel wirklich ganz großes Ohren- und Kopfkino machen können.

Die letzte Zeit bin ich zu Gast in Niederkaltenkirchen, der Heimat von “Dorfpolizist” Franz Eberhofer mit seinem Ludwig, der Oma, dem Papa und dem Leopold, der alten Schleimsau. Und ich muss sagen, es ist toll da. Vor meinem inneren Auge sehe ich die ganze Bagasche mit ihren Mucken und Macken, wie sie in idyllischer Dorfgemeinschaft mit mal mehr oder weniger Harmonie agieren. Ich sehe den Flötzinger, den alten Gas, Wasser-, Heizungspfuscher (sagt der Franz immer) und den Simmerl, seines Zeichens Dorfmetzger mit den sicher weltbesten “Warmen” (Leberkäs’-Brötchen), die ich fast schon schmecke und grinse mir eins, wenn sie gemeinsam mit dem Franz beim Dorfwirt Wolfi einkehren und über das Leben (und die Frauen) lamentieren. Oder wenn der Franz mal wieder nach München fährt und seinen ehemaligen Kollegen Rudi Birkenberger trifft, der ihm hier und da mal ermittlungstechnisch unter die Arme greift, wo der doch jetzt Privatdetektiv ist und ganz andere Wege gehen kann, als der Franz.

Niederkaltenkirchen ist beschaulich und trotzdem – oder gerade deshalb – passieren hier die einen oder anderen Morde, Unfälle und sonstige Verbrechen, die den Franz auf den Plan rufen. Mit viel Lokalkolorit und Charme werden hier die Fälle gelöst. Ich bin ganz hin und weg von den Hörbuchversionen der Bücher, die Christian Tramitz einliest. Einfach nur perfekt und empfehlenswert. Also ran ans Ohrenkino, gerne auch bei so alltäglichen Fronarbeiten wie Fensterputzen und Flurwischen.

Die Reihe der Eberhofer-Krimis umfasst derzeit 5 Bände (2 wurden auch bereits verfilmt), die Lesereihenfolge ist wie folgt:

  1. Winterkartoffelknödel
  2. Dampfnudelblues
  3. Schweinskopf al dente
  4. Griesnockerlaffäre
  5. Sauerkrautoma
  6. Zwetschgenedatschikomplott

rita-falk-eberhofer-krimis

Noch mehr Informationen zu den einzelnen Büchern und Personen findet man auf der schön gestalteten Homepage zu Franz Eberhofer. Schaut mal rein.

Mich würde mal interessieren, was lest Ihr so, was läuft gerade bei Eurem Ohrenkino?

Rotöl / Johanniskrautöl

Und hier der letzte Beitrag zum Weihnachtspresentkörbchen 2014. Dieses Mal nichts zu Essen oder Trinken, dieses Mal was zur Pflege und Heilung. Rot- oder auch Johanniskrautöl ist eine ganz vielseitige und wunderbare Sache. Es hilft bei Muskelkater, Rückenschmerzen oder gar Hexenschuss, kleinen Verletzungen wie z.B. Schnitten, Verbrennungen oder auch Hautirritationen. Man reibt das Öl auf die zu behandelnden Flächen. Bei längerer Behandlung mit Rotöl muss man jedoch bedenken, dass die Haut lichtempfindlich wird.

Alles in allem ist Rotöl sehr schnell und einfach gemacht. Man benötigt dazu nur ein sauberes Schraubglas, Bio-Olivenöl (immerhin schmiert man sich das Öl an den Körper) und die  Blüten des Johanniskrautes. Sonnenblumenöl geht übrigens auch, jedoch hat Olivenöl noch weitere Eigenschaften, die sich lohnen. Es wärmt zum Beispiel.

Johanniskraut blüht in der Regel von Juni bis August. In dieser Zeit zupft man die voll erblühten Blüten behutsam von der Pflanze und wenn man mit den Blüten ungefähr ein halbes Glas füllen kann, gibt man die Blüten zunächst auf ein sauberes, weißes Küchentuch, um auch hier ungebetene Gäste “ausziehen” zu lassen.

Dann drückt man die Blüten entweder händisch oder im Mörser etwas an, damit sie ihren guten Wirkstoff Hypericin abgeben können. Dann gibt man sie ins Schraubglas. Die Blüten werden mit Olivenöl (oder Sonnenblumenöl) übergossen. Es sollte am Ende ca. 1 fingerbreit Öl über den Blüten stehen.

Nun lässt man das Glas verschlossen für gut 8 Wochen an einem möglichst sonnigen Ort stehen. Immer mal wieder schwenken, damit sich alles gut vermischt. Schon nach kurzer Zeit wird sich das Öl rötlich färben.

Nach 8 Wochen seiht man die Ölmischung durch ein feines Sieb ab und füllt das nun fertige Öl in dunkle Gläser. Kühl und dunkel lagern.

Übrigens, das Öl auf unserem Bild ist nicht richtig tiefrot geworden, weil es einfach an Sonne gemangelt hat. Ich hoffe auf dieses Jahr, wir werden einen weiteren Ansatz machen.

rotoel