Fenchelsalat mit Zitrusfrüchten

Nur noch Parmesanspäne drauf und fertig ist der Salat.

Aus unserem neuem Kochbuch „Meine Sonnenküche“ haben wir gestern direkt ein Rezept ausprobiert bzw. etwas abgewandelt. Uns fehlten leider Grapefruit, eine rote Zwiebel, Basilikum  und so richtig gerne mag ich Olivenöl in Salatsoßen ehrlich gesagt auch nicht. Unser Rezept ist ein klein wenig anders, auch von den Mengenverhältnissen, aber auf jeden Fall total lecker.

 

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 dicke Knolle Fenchel
  • 2 Bio-Orangen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • Keimöl
  • frisch gehobelte Parmesanspäne

Zubereitung:

Den Fenchel waschen, putzen und in feine Streifchen schneiden. Die Orangen filetieren, den Saft direkt mit in die Salatschüssel fallen lassen. Die Zitrone heiß abwaschen und dann die Schale abreiben und in die Schüssel geben. Anschließend auch die Zitrone filetieren und den Saft ebenfalls in die Schüssel fallen lassen. Die Zwiebel schälen und in ganz feine Scheibchen schneiden/hobeln und dazu geben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Einen guten Schuss Keimöl zufügen und alles gut vermischen.

Den Salat kurz durchziehen lassen und dann auf Teller geben und mit den frisch gehobelten Parmesanspänen bestreuen.

***

Im Originalrezept ist das alles etwas weniger rustikal. Dort wird erst der Fenchel auf einen Teller gegeben, darauf die Zitrusfruchtfilets dekorativ arrangiert. Dann einen Hauch Zwiebeln darüber verteilen und alles mit der in einem extra Schüsselchen gerührten Salatsoße begossen und mit Parmesan bestreut. Sicher sehr schön, wenn man Gäste bekommt. Bei uns musste es nach der Arbeit aber schnell gehen und daher die eher rustikale, aber nicht weniger schmackhafte Variante.

Hier die Zutaten des Originals für 4 Personen:

  • 2 große Fenchelknollen
  • 1 Orange
  • 1 Grapefruit
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Parmesan, grob gehobelt
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Basilikumblätter und Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone  zur Garnitur

Zuwachs im Kochbuchregal

Wir haben wieder neue Kochbücher. Im Moment könnte ich davon noch ganz viele anschleppen. Es gibt einfach sehr viele, die mich gerade reizen. Um die zwei neuen bin ich jedenfalls Monate lang herum geschlichen und habe sie uns dann letztes Wochenende gegönnt.

  1. Meine Sonnenküche von Virgiene Besançon
  2. Food for the Soul von Anna de Leeuw, Marianne Luning und Barbara van Stek

Beide Bücher sind aus dem Münsteraner Verlag Hölker und kosten 24,95 € das Stück und bestechen durch wunderschöne Bilder der Fotografin Anna de Leeuw.

In „Food for the Soul“ bereichern auch noch schöne, sinnige Sprüche und Weisheiten den Band. Der Untertitel „Genießen mit allen Sinnen“ ist Programm. Die Rezepte in beiden Büchern sind beinahe bzw. gänzlich vegetarisch und ich bin ganz begeistert. Allein die Optik ist ein Knaller. Alles ist bunt, fröhlich und stilvoll gehalten.

Tolle Rezepte, wundschöne Bilder, fröhliche Farben, geradezu „Poesie fürs Auge“ – einfach alles, was Sgail und mich so anspricht. Wieder ganz viel zum ausprobieren. Hach, es macht Spaß darin zu blättern, zu stöbern und garantiert auch daraus zu kochen. Ich werde berichten, sobald wir was ausprobiert haben. Für das 1. Rezept ist quasi schon eingekauft.

Prunkbohnen „Lady Di“

Ich bin ja ein begeisterter Sonntags-Shopper bei Blumen Risse. Herrlich, dass es diese Ladenöffnungszeit für uns gibt. Es gibt kaum etwas Schöneres für mich und Sgail, als Sonntags nach dem Frühstück zu Risse (oder einer anderen geöffneten Gärtnerei) „Blümeln“ zu fahren. Allein der Duft der vielen Blumen macht mich immer schon ganz zufrieden. Besonders dann, wenn es draußen grau und trüb ist.

Heute waren wir mal wieder los und haben neben ein paar Umtopfutensilien wie frische Blumenerde, ein paar schicke neue Übertöpfe (nein, man kann niemals genug Übertöpfe haben) und wie immer ein wenig Deko (ist ja bald schon wieder Ostern) auch beim Saatgut einen Stopp eingelegt.

Wir haben uns überlegt, wir möchten gerne mal mit Bohnen auf dem Balkon experimentieren. Ein Rankgitter ist vorhanden, viel Sonne gibt es bei uns im Sommer normalerweise auch. Also wenn die Sonne selbst denn mitspielt… Außerdem blühen Bohnen sehr hübsch in rot und es wäre neben Kräutern und Chilis eine echte Bereicherung für unseren kleinen Balkongarten.

Also, um es mit Jamie Olivers Worten zu sagen: „Seid mutig.“

Ok, sind wir dann mal und so wanderte ein Tütchen Saatgut der Prunkbohne „Lady Di“ in unser Körbchen. Wir hoffen, der Name ist Programm und uns erwarten neben schmackhaften Bohnen auch wunderschöne, einer Prinzessin würdige Blüten. Da wir ja nur ein paar Körnchen verwenden werden, wandert der Rest einfach zu Mama und Papa. Die haben einen Garten und somit sicher auch ein Plätzchen für „Lady Di“.

Die Aussat erfolgt ab Mitte Mai bis Juni direkt im Freiland, bei uns dann also in einem Blumenkasten. Mal sehen, was wir da noch so im Keller haben. Keimdauer 8-14 Tage bei 12-18 °C. Man gibt 2-3 Körnchen auf eine Saatstelle, der Abstand sollte gut 30-50 cm betragen. Das wird bei uns auf dem Balkon also nicht viel, aber egal. Wir probieren einfach mal aus. Geerntet werden soll ab Ende Juli. Wenn alles gut geht. Wir schauen dann mal und werden natürlich berichten.

Bloggeburtstag: 1 Jahr Little Green Planet

© wet nose/shutterstock.com

Happy Birthday, kleiner Blog.

Unser Blog hat heute Geburtstag. Ein Jahr gibt es unseren kleinen, grünen Planeten. Ein Jahr, in dem wir sinniges und vielleicht auch unsinniges verblogt haben. Ein Jahr, auf das wir nun zurückschauen können. Ich bin fasziniert, was im letzten Jahr so alles passiert ist und was ich jetzt sogar mit Bildern noch einmal Revue passieren lassen kann. Finde ich irgendwie cool. Wenn ich bedenke, wie selten wir früher mal mit einer Kamera hantiert haben und wie oft ich nun Sgail bitte, etwas für mich zu fotografieren. Ich finde es schön, so zurückblicken zu können. Und ich finde es total schön, meine Lieblingsrezepte und Ausprobierversuche nun quasi immer griffbereit und auch vorzeigbar zu haben. Dolle Sache, so ein Blog. Außerdem finde ich es toll, dass ich über den Blog ein paar nette Kontakte knüpfen konnte. Finde ich echt prima.

Überbackener Chicorée

Habe heute wieder ein Rezept aus dem Biokisten-Buch probiert und es beim Kochen direkt etwas abgewandelt. Statt nur Chicorée zu überbacken, habe ich noch eine Lage gekochte Nudeln in die Auflaufform gegeben, um nicht nur Gemüse zu haben. Dann habe ich Knoblauch hinzugefügt und bei den Gewürzen auch noch Muskatnuss für die Soße. Ist sehr fein geworden.


Zutaten für 2 Personen:

  • 500 g Chicorée
  • Salz
  • Zucker
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1-2 EL Butter
  • 1/2 l Milch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Den gewaschenen Chicorée halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden. Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen und eine Prise Zucker beifügen. Den Chicorée darin etwa 2 Minuten vorkochen. Abtropfen lassen.

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen (Umluft 180 °C). Den Chicorée in eine Auflaufform legen.

Falls man nun mag, 250 g Nudeln kochen und unter den Chicorée geben.

1 EL Butter in einem Topf zerlassen und darin 1 EL Mehl unter Rühren kurz andünsten. Nach und nach mit der Milch aufgießen und die Soße andicken lassen.

Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Schalotte und den Knoblauch schälen und fein hacken. Schalotten- und Knoblauchwürfel kurz in ein wenig Butter andünsten. Im Originalrezept wird darauf verzichtet, ich fand es ohne Andünsten aber nicht ganz so fein.

Die angedünstete Schalotte und den Knoblauch zusammen mit der Petersilie und 50 g Parmesan in die Béchamelsoße rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Soße über den Chicorée geben und den restlichen Parmesan darüber streuen.

Etwa 20 Minuten im Ofen backen, bis alles schön goldbraun ist.

Kürbis-Orangen-Suppe mit Chilihack

In der letzten „Lecker“ gab es wieder ein Kürbisrezept, das uns ansprach. Ein Süppchen für zwei in recht kurzer Zeit zubereitet. Eine von Sgails neuen Curry-Mischungen von Herbaria konnten wir dann auch direkt ausprobieren. Total lecker. Ein paar frische Frühlingszwiebeln fürs Servieren sollte man sich außerdem aufheben, das gibt echt einen feinen Kick in der Kombi Suppe/Hack.

Zutaten:

  • 500 g Hokkaido
  • 200 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine rote Chili
  • 20 g Ingwer
  • 2 TL Öl
  • 1-2 TL Curry
  • ¼ l Orangensaft
  • 1 TL Gemüsebrühepulver
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 150 g Rinderhackfleisch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Kürbis waschen, entkernen und grob würfeln. Die Kartoffel schälen, ebenfalls grob würfeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Chili entkernen und in feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken.

1 TL Öl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebel und die Hälfte Chili andünsten. Kartoffeln und Kürbis hinzugeben und ca. 5 Minuten dünsten. Dann Curry und Ingwer beifügen und kurz mitdünsten. Mit Orangensaft und gut einem 1/8 l Wasser ablöschen. Aufkochen lassen, das Brühepulver einrühren. 15-20 Minuten köcheln lassen.

Die Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. 1 TL Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack darin krümelig braten. Die Lauchzwiebeln und die andere Hälfte Chili mitbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann mit der Hackmischung anrichten.

Es tut sich was…

Erster!!!

„Erster!!!“ Ich kann mir regelrecht vorstellen, wie das Chili-Baby-Pflänzchen das im Anzuchtshäuschen ruft. *lach* Lange wird es aber nicht alleine bleiben, man kann schon deutlich weitere grüne Köpfchen aus der Erde drängen sehen (siehe z.B. oben rechts). Es tut sich also was im neuen Anzuchthäuschen. Das 1. Chili-Pflänzchen 2012 ist da. Es ist übrigens ein Tondo Calabrese-Pflänzchen.

Sellerieschnitzel mit Parmesanbröselpanade

Inspiriert vom Biokisten-Kochbuch haben wir uns an ein Sellerieschnitzel gewagt. Gewagt deshalb, weil Sgail mag nicht besonders gerne Sellerie. Ganz im Gegensatz zu mir. Was soll ich sagen? Er ist seit heute Fan der Knolle. Zumindest dann, wenn ich sie ihm als Schnitzel serviere.

Im Buch wird dazu Brot oder Bratkartoffeln als Beilage empfohlen. Ich fände einen schönen, frischen Salat auch mehr als passend. Weiterhin wird laut Buch dazu eine Kapern-Apfel-Remoulade gereicht. Wir waren jedoch heute sehr faul und haben uns mit normaler, gekaufter begnügt. Die Remoulade machen wir dann gerne ein anderes Mal selber. Sicher bald, denn Sgail fragte direkt nach dem Essen, ob wir morgen nicht noch eine Knolle Sellerie kaufen könnten. So für demnächst, eh Sonntag?

Sellerieherz – ganz von allein entstanden

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Knolle Sellerie, geschält/geputzt
  • ein großzügiger Spritzer Zitronensaft
  • 5-6 EL Mehl
  • 2-3 Eier, aufgeschlagen, gewürzt mit Salz und Pfeffer
  • 100 g Semmelbrösel
  • 50 g frisch geriebener Parmesan
  • Sonnenblumenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den geputzten Sellerie in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einem Topf Wasser aufsetzen und dieses mit Salz und Zitronensaft „würzen“. Den Sellerie ca. 4 Minuten darin „ankochen“. Herausnehmen, abschrecken und abtropfen lassen.

Eine „Panierstation“ bestehend aus einer Schale Mehl, einer Schale mit den aufgeschlagenen und mit Salz und Pfeffer gewürzten Eiern sowie einer Schale mit der Mischung aus Bröseln und Parmesan bereitstellen.

Ausreichend Öl in einer Pfanne heiß werden lassen. Dann die Selleriescheiben zunächst in Mehl wenden, durchs Ei ziehen und schließlich mit einer Panade aus Bröseln und Parmesan versehen. Die Scheiben dann von jeder Seite gut 4-5 Minuten bei mittlerer Hitze knusprig und goldbraun braten.

Don’t call me Schnitzel, I’m Celery! – Und was für einer. *yummi*