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Kresse selber ziehen

Ein neues kleines „Projekt“. Sogar witterungsunabhängig und absolut vor den Eisheiligen sicher. Wir essen gerne Kresse zum Frühstück. Bisher haben wir uns immer mal wieder ein Schälchen im Supermarkt gekauft. Jetzt sind wir die Tage auf Kressesamen von Alnatura bei DM gestoßen und irgendwie wanderten sie mit in den Einkaufswagen zu duftigen Lotionen und Entkalkungstabs für die Waschmaschine…

Unser neues Kressesieb direkt nach dem Auspacken
Unser neues Kressesieb direkt nach dem Auspacken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die Kresse möglichst sauber und gut anzuziehen, haben wir uns jetzt eine Art Kresseanzuchttablett bestellt. Ich habe immer noch die Kresseanzuchtversuche aus meiner Kindergarten- und Grundschulzeit vor Augen. Auf Watte herangezogen war es doch irgendwie eine ziemliche Sauerei und irgendwann müffelte das Ganze auch noch. Ein Grund, warum ich jahrelang keine Kresse essen wollte… Nun, um dies zu vermeiden haben wir dieses Anzuchtset bestellt. Man weicht die Kressesaat zunächst 15 Minuten in Wasser ein und gießt dann alles einfach durch das kleine Sieb. Das gequollene Saatgut wird dann glatt gestrichen. Für zwei Tage deckt man nun alles mit einer Glasschüssel ab. Man muss jedoch zwei mal täglich alles schön durchspülen und das bis zur Ernte. Nach 6-8 Tagen sollte die Kresse ein verzehrfertiges Stadium erreicht haben.

Unser neues Kressesieb frisch befüllt mit Kressesaat
Unser neues Kressesieb frisch befüllt mit Kressesaat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UPDATE 05.05.2011: Heute früh konnte man schon sehen, dass die Kresse gekeimt hat und ihre Mini-Wurzeln bereits durch das Sieb gewachsen sind. Voll spannend.

UPDTAE 06.05.2011: Man kann deutlich Kresse erkennen. Zwar noch klein, aber seit gestern Nachmittag sieht man Grünes und heute früh waren deutlich Mini-Pflänzchen sichtbar.

Unsere Kresse an Tag 2
Unsere Kresse an Tag 2

Update 08.06.2011: Heute haben wir geerntet. Die Kresse ist ausgewachsen und ist sehr lecker. Und man kann sie wirklich komplett und ohne Abfall essen.

Unsere Kresse reif zur Ernte
Unsere Kresse reif zur Ernte

 

 

 

Die Eisheiligen

Oh je, da macht man schon seit Jahren Witze darüber, dass das Wetter bei weitem nicht mehr so „funktioniert“, wie man es aus der Jugend gewohnt ist.  Dass die Sommer immer früher kommen, die Winter immer kälter werden und es auf einmal Schneemassen in Regionen gibt, wo man sonst nur mal eine verirrte Flocke am Fenster beobachten konnte und jetzt scheint es dieses Jahr tatsächlich nach langer Zeit mal wieder Eisheilige zu geben.

Die Eisheiligen mit den Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie sind den Tagen vom 11. bis 15. Mai eines jeden Jahres zugeordnet. Die letzten Jahre war das eigentlich ein Witz. Es gab nie Nachfröste in dieser Zeit und somit konnte man schon Ende April dem großen „Blümeln“ fröhnen. Nachdem es rund um Ostern schon so schön warm war, habe ich das auch dieses Jahr getan. Jetzt muss ich böse aufpassen, denn tatsächlich werden für die nächsten Tage Nachtfröste angesagt.

Die Chilis sind bereits gestern ins Wohnzimmer gezogen und heute Nachmittag werden mein Mann und ich wohl alles reinholen, was irgendwie mobil ist. Ärgerlich. War doch gerade alles so schön an Ort und Stelle. Blöd das. Aber geräumt wird trotzdem, wir wollen ja nicht, dass uns die Blumenpracht erfriert.

Pflanzherz

 

Wanted: Urlaub

Wir brauchen Urlaub. Dringend. Ganz dringend. Die Motivation ist derzeit im Keller, die Laune schwankend. Noch genau 23 Tage arbeiten bis endlich unser erster dicker Urlaub für dieses Jahr kommt. 3 Wochen und 2 Tage. Mein Mann und ich können es kaum noch erwarten. Ob wir wegfahren? Nö. Wir kriegen nämlich einen kleinen Ofen/Kamin in die Wohnung gebaut. Das kostet ein kleines Vermögen und u.a. deshalb wird zu Hause geblieben. Nein, nicht schlimm. Ich schlafe nämlich total gerne in MEINEM Bett und liebe MEINE Badewanne. Wobei, ich würde so gerne mal wieder nach London. Ich kann mich an der Stadt einfach nicht satt sehen. Aber na ja, kommt Zeit, kommt Taler, kommt irgendwann nach Sofa und Auto auch mal wieder London. Würde ich ja gerne mal in der Weihnachtszeit sehen, mit den ganzen schönen Beleuchtungen.

Na ja, ich gebe mich auch mit Balkonien zufrieden. Hauptsache ausschlafen, gemeinsame Zeit mit meinem Mann haben und hin und wieder Tagestouren zu netten Orten machen, wo wir sonst nie Zeit für haben. Mal wieder einen Zoobesuch, mal wieder ausgedehnt bummeln und shoppen gehen. Freunde treffen und mit ihnen lange zusammen sitzen, weil man ja am nächsten Tag nicht arbeiten muss. Ich freue mich jetzt schon drauf. Jetzt ist nur durchhalten angesagt, irgendwie. *ächz*

Hochzeit bei „Königs“

Ich bin Royalistin und ich liebe Englands Land, Leute, Kultur und eben auch „Königs“. Wenn wir schon keine eigenen „Königs“ haben (nur irgendwelche „Peinlichkeiten“), dann wenigstens über den Zaun gucken und den Glanz und Glamour der Nachbarländer (leicht neidisch) bestaunen. Wir zahlen ja leider nur ständig wechselnde Politiker und deren Glamour- und Spaßfaktor hält sich bekanntlich in Grenzen… Leider kann ich heute nicht live zusehen, aber der Recorder ist zur Aufnahme programmiert. Wie immer ZDF, schon aus Tradition. Da habe ich alle Hochzeiten geschaut, seit ich denken kann.

Go for it, Kate and William - alles Gute.
Go for it, Kate and William - alles Gute.

Ich wünsche William und seiner Kate alles Glück der Erde und abgesehen davon, dass ich sie nur ein wenig um den Glanz und Glamour sowie die ganz große Show beneide (wie man sich das eben so als kleines Mädchen immer erträumt hat), hoffe ich, sie schaffen es dem Druck standzuhalten und eine glückliche Ehe zu führen. Wo unsere Sorgen vielleicht Geld und Arbeitsplatz sind, haben sie sicher auch Sorgen – nur eben ganz andere. Glanz und Glamour fordern einen hohen Preis. Ich hoffe nur, Kate ist sich dessen wirklich bewusst und zerbricht nicht auf Dauer doch noch daran.

Also noch einmal: Alles, alles erdenklich Gute den beiden.

Erste Erfahrungen mit den EReadern

Jetzt haben wir unsere EReader gut vier Wochen und ich habe die ersten zwei Bücher darauf gelesen. Eins auf Englisch und eins auf Deutsch. Eins auf dem Kindle, eins auf dem Sony. Vom Gefühl her ist es etwas anders so ein Gerät in Händen zu halten, als eben ein echtes Buch. Auch dass ich die Geräte nicht mit in die Wanne nehme, aus Angst sie zu versenken, ist eine Begleiterscheinung, mit der ich vorher gar nicht gerechnet habe. Dennoch bin ich nach wie vor durchaus begeistert.

Die Einkaufsmöglichkeiten bei verschiedenen Online-Händlern habe ich mit Hilfe meines Mannes getestet. Richtig cool kommt dabei Amazon mit Kindle weg. Das ist echt ein Klick und zack, man hat das Buch schon auf dem Gerät. Beim Sony ist es etwas anders, man lädt die Dateien runter und dann mit Kabel aufs Gerät. Finde ich jetzt aber auch nicht sonderlich schwer, ist nur nicht so fix wie eben der eine Klick bei Amazon.

Die Akkus halten beide sehr gut durch. Beim Kindle kann man prima das W-Lan ausmachen, wenn man gerade einfach nur liest oder das Gerät liegen hat, das spart auch noch mal Akkuleistung. Wir haben beide Geräte noch nicht nachladen müssen. Die Akkus sind noch halbvoll.

Insgesamt ist mein Eindruck bisher, ich habe noch gar nicht alles entdeckt, was eigentlich so geht. Gerade beim Sony. Da verbirgt sich noch soviel mehr hinter als einfach nur das „Lesegerät“. Ich denke, nach und nach werden wir alles entdecken. Die Menuführungen sind auf jeden Fall bei beiden Geräten logisch und selbsterklärend aufgebaut. Man muss also kein Technik-Freak für sein, um zu verstehen wie man z.B. ein Lesezeichen setzt und wieder löscht.

Der Sony E-Book ReaderDer Kindle 3 von Amazon

Schön ist, Amazon hat jetzt auch einen deutschen Kindle-Store. Ärgerlich zwar, dass die Hüllen, die wir teuer aus den USA importiert haben, jetzt deutlich günstiger auch in Deutschland zu haben sind, aber na ja, ich kaufe auch lieber in Deutschland als im Ausland ein – und wir hatten die Hüllen ja schon etwas länger jetzt. Schwamm drüber. Hoffentlich kommen jetzt noch mehr Bücher auf den Markt, die man dann mit den Readern lesen kann. Ich finde den Meldebutton bei Amazon toll. Da kann man jetzt melden, wenn man ein Buch auch als Kindle-Version lesen mag, sofern es noch nicht vorhanden ist. Amazon versucht dann wohl alles an die Verlage weiterzuleiten.

Alles in allem, wir sind immer noch glücklich und froh mit den Readern. Und man merkt so langsam, dass sich richtig was tut auf dem Sektor. Finden wir super.

Aufgerüstet und frohe Ostern

Zunächst einmal frohe Ostern. Ich hoffe, es gibt viele Ostereier und der Tag wird schön verbracht. Wir werden später zur Familie fahren und im Garten Kaffee und Kuchen und später Gegrilltes genießen.

An Karfreit gab es einen Aktionstag in unserer Lieblingsgärtnerei Fischer. Mit Glücksraddreh für Rabatt. 3 – 13 % waren möglich. Vorm Ostereierfärben mit Mama waren wir also bei Fischer, schon wieder… Leider habe ich nur den schlechtesten Prozentsatz von 3 % erdrehen können, aber man freut sich ja auch darüber. 😉 Vielleicht hätte ich doch die Dame vor mir drehen lassen sollen, die schaffte 10 %. Gelohnt hätte sich das bei unserem dicken Einkauf auf jeden Fall. Aber wie gesagt, man freut sich auch über 3 %. Einem geschenkten Gaul und so… 🙂

Wir haben noch einmal tüchtig aufgerüstet:

  • 1 Blumenampel für Mama und Papa, die hängt und ist wunderschön (orange Schwarzäugige Susanne, terrakotta-rot gefärbte Mini-Petunie, Husarenköpfchen und eine Überraschungspflanze, die gerade mit blühen anfängt und rötlich zu sein scheint)
  • 1 Petunien-Stämmchen in bunt, ohne Tunies geht es einfach nicht
  • 1 riesiges Terrakotta-Herz, wunderschön bepflanzt (das war mal teuer, aber es musste einfach mit, die Kombination war einfach zu bezaubernd)
  • 1 Terrakotta-Gießkanne, die ich selbst bepflanzt habe (Weihrauch, blaue Mauritius, Angeleyegeranie und ein Töpfchen wo Petunie, Husarenköpfchen und Schneeflocke direkt zusammen gesetzt war, habe ich vorher so auch noch nicht gesehen), unglaublich, was man alles in so ein Gefäß quetschen kann und noch doller ist, wenn es nett aussieht
Pflanzherz
Pflanzherz
Herz und Petunien-Stämmchen, die Tunies müssen noch etwas aus dem Quark kommen
Herz und Petunien-Stämmchen, die Tunies müssen noch etwas aus dem Quark kommen
Gießkanne
Gießkanne

Alles würdiger Ersatz für die beim RUMMS kaputt gegangen Lieblingsstücke.

Gestern gab es dann noch einen Topf Liebstöckel von meinem Mann. Und die heiß ersehnte Kapuzinerkressemischung „night and day“. Beim OBI gab es ja leider nur eine einzige Sorte. „Tip Top Alaska“, hellgrün-weiß panaschiertes Laub und niedrig wachsend. Im Netz bin ich dann auf die „night and day“-Mischung gestoßen und wollte sie direkt odern. Bis ich die Versandkosten gesehen habe. Eine Tüte Samen für 1,89 € plus 4,50 € Portokosten. Bei denen piept es wohl. Mein Mann ist dann netterweise extra zum Hornbach gefahren für mich. Und hat zwei Tütchen mitgebracht. Da gab es übrigens auch noch mehr Sorten.

Die Chilis haben wir auch direkt pikiert. Hoffentlich werden sie noch was. Wir hatten einen kleinen Unfall und ein Großteil der bereits gekeimten Pflanzen sind uns kaputt gegangen. 🙁 Wir mussten darufhin von vorne anfangen, weshalb die Pflänzchen noch so mini sind. Sie sehen heute übrigens schon nicht mehr so „umgefallen“ aus. Haben sich schön aufgerichtet und strecken sich gen Sonne.

Unsere Dahlie ist auch eingebuddelt. Bin gespannt, welche übrig geblieben ist von den dreien, die wir mal hatten. Auf dem Balkon ist das einfach nicht so ideal, leider. Im letzten Jahr sind uns zwei regelrecht zerregnet und weggefault. Wir haben kein Dach über dem Balkon und irgendwie trocken stellen war leider nicht möglich.

Liebstöckel und Chilis
Liebstöckel und darüber frisch pikierte Chilis, durchs Angießen etwas umgefallen

Jetzt ist unser Balkon eine kleine Oase.

Unsere kleine Oase
Unsere kleine Oase

Abgefegt bis in die letzte Ecke habe ich schon, wenn jetzt der nächste Regen kommt, wird hoffentlich der Hauptteil des gelben Pollenstaubs weg gewaschen. Danach wird mit Wurzelbürste geschrubbelt. Das Zeug sitzt einfach überall. Ich kann kaum dagegen anfegen und wischen. Und besonders fett sitzt es natürlich auf den gerade erst frisch geputzten Fenstern. Wie mich das fuchst.

Immerhin habe ich beim Abfegen und Aufräumen auf dem Balkon direkt meine zwei kleinen „Gießhilfen“ vom letzten Jahr wieder gefunden. Grillsoßenflaschen eignen sich nämlich gesäubert hervorragend dafür, kleinere Gefäße kontinuierlich zu bewässern. Habe ich direkt mal bei der Kanne und beim kleinen Terrakottaherz mit der blauen Mauritius gemacht. Hilft eindeutig und kostet nichts. Und wirklich blöd sieht es auch nicht aus. Ok, es ist keine bunte Kugel oder so, aber klein und unauffällig in einem Wust aus Blumen.

Winden-Töpfchen
Winden-Töpfchen
Lorbeer und Co.
Lorbeer und Co.

Sommerbepflanzung – endlich

Ich habe es nicht mehr ausgehalten und bin vorgestern mit meinem Mann Blumen kaufen gefahren.  Die Ausbeute war ordentlich: 13 Geranien (7 stehend, 6 hängend), 3 Verben, 1 Clematis, 2 schwarzäugige Susannen in gelb, 2 Lavendel, 1 Rosmarin (wird verschenkt), 1 blaue Mauritius. Und keine einzige Petunie. Das ist ganz neu für mich, waren doch bisher Petunien meine absoluten Lieblingssommerblumen. Geranien fand ich immer sehr altbacken. Aber mittlerweile gibt es so viele neue schöne Sorten, da musste ich es einfach mal probieren. Eigentlich wollte ich alles mit der dunklen Edelgeranie bepflanzen, man riet uns jedoch ab. Auf einen Südbalkon würde sie wohl schnell bleichen. Damit ich wenigstens eine davon habe, habe ich sie für den Susannenkasten gen Nachbarn ausgewählt. Ich hoffe, die Susannen beschatten sie etwas, auch wenn ich aufpassen muss, dass sie die Geranie nicht überwuchern.

Eine Baby-Sonneblume haben wir netterweise geschenkt bekommen. Die ist nun getopft mit einer zweiten, die aus dem Vogelfutter vom letzten Winter erwachsen ist. Mal sehen, wie groß sie auf unserem Balkon werden.

Die Hängegeranien kommen leider farblich nicht ganz richtig rüber, die sind nicht rot, sondern mehr pink-lila.

Hier ist unsere Ausbeute:

Eingebuddelt sah es dann kurze Zeit später dann so aus:

Schwärzäugige Susanne, Edelgeranie, grüne Puschel und Wächterzwerg Tungdil
Schwarzäugige Susanne, Edelgeranie, grüne Puschel und Wächterzwerg Tungdil
Stehende und hängende Geranien mit Verbene und grünen Puscheln. Links sieht man noch die Reste der Krokusse. Kein Unkraut also. ;o)
Lavendel
Lavendel
Rosmarin und namenlich unbekannte blaue Blume *googeln gehen muss*
Rosmarin und blaue Mauritius
Unsere neue Clematis Montana
Teppichflox und die neue Clematis Montana Fragrant Spring

Jetzt muss nur noch einmal alles ordentlich abgeschrubb werden. Pollen, Staub und Vogelfutterhaus haben ihre Spuren hinterlassen. Die Holzumrandung muss ordentlich gesäubert werden und der Boden auch. Ich wollte das ungern machen, bevor ich alles neu bepflanzt habe. Da kommt ja doch immer noch mal ordentlich Dreck bei rum.

Gestern habe ich noch in einer Schale Kapuzinerkresse ausgesät. Ich finde sie zum einen sehr hübsch anzusehen und zum anderen lecker. Wenn die Blattläuse sie heimsuchen werden sich dann unsere Frösche freuen. Für die sind Blattläuse nämlich wie Süßigkeiten.

Pasta mit Sahnesoße und knusprigen Schinkenwürfeln

Mein Mann mag gerne Spaghetti mit Sahnesoßen. Bisher haben wir die einfach als Tüte besorgt und angerührt. Aus irgendeinem Grund habe ich es nie selbst versucht, obwohl ich diese Soßen nie so richtig toll fand. Selber machen mit Sahne war irgendwie undenkbar, ganz im Gegensatz zu allen anderen Pastasoßen.

Neulich war dann mal ein Töpfchen Sahne da, das dringend weg musste. Gleiches galt für ein Päckchen Schinkenwürfel. Also googelte ich mich durch die Rezeptewelt und dachte mir: Carbonara, das ist es. Als ich dann vom rohen Ei in der Soße las, war ich nicht mehr so begeistert und dachte, ich versuche es einfach mal frei Schnauze und ohne das Ei. Dabei kam dieses kleine Rezept heraus. Für uns hat es Potenzial mit in die „Lieblingspasta-Ecke“ zu gelangen.

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g Spaghetti
  • 1 Becher Sahne
  • 1 große Packung Schinkenwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Chili
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise „Trüffelglück“ von Herbaria
  • eine große Ecke Parmesan

Zubereitung:

Die Pasta nach Packungsanleitung kochen. Währenddessen die Schinkenwürfeln in einer großen Pfanne auslassen und richtig schön knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und im Schinkenfett die in feine Würfel geschnittene Zwiebel, den Knoblauch und die Chili andünsten. Wenn alles schön glasig und gar ist, mit der Sahne angießen und kurz bei geringer Hitze einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Trüffelglück abschmecken.

Den Parmesan reiben und zur Seite stellen.

Die fertige Pasta direkt aus dem Abtropfsieb in die Nudelsoße geben. Die knusprigen Schinkenwürfel und den geriebenen Parmesan mit unterrühren. Alles gut vermischen und sofort servieren.

Ergibt zwei sehr große Portionen zum Sattessen.

 

 

Wir haben renoviert

Wir haben renoviert. Zwar erst einmal nur die halbe Wohnung, aber alles auf einmal geht halt nicht. Freitag wurde der Flur gestrichen, Samstag das Schlafzimmer. Dazwischen lag für meinen Geschmack zuviel Choas und zu wenig Wochenende. Der Freitag ging noch gut. Der Flur war schnell geräumt, es versteckten sich recht wenig Staubmäuse hinter Regalen und sonstigem Kram. Aber der Samstag… Oh man, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so unwohl fühlen kann, wenn es in der Wohnung aussieht, als wäre eine Bombe eingeschlagen. War so gar nicht meins und dann noch der Staub, der sich hinter Möbeln gesammelt hat. Überall war er, meine Hausstauballergie hat sich gefreut. Ich mich weniger. Am schlimmsten für mich war, nirgendwo konnte ich hin und viel helfen, außer hin und her räumen, konnte ich auch nicht. Der einzig normale Ort war eigentlich die Küche. Dort habe ich mich dann auch fast ausschließlich aufgehalten, während mein Papa fleißig gemalert hat. Ich muss Papa echt loben. Immer wenn es bei uns was zu malern gibt, dann ist er sofort da. Eigentlich wollten wir diesmal selber streichen, aber irgendwie, nö, Papa hat sich das nicht nehmen lassen. Gut, er ist auch Profi. Ist schon klasse, wenn man auch das richtige Zubehör direkt dabei hat. Die Abklebemaschine hat mich besonders beeindruckt. Ein richtig dolles Gerätchen. Da hat sich mal jemand Gedanken gemacht. Und sicher, Papa ist auch viel schneller mit allem, als wenn wir es machen würden. Mein Mann „Sgail“ war ebenfalls schwer fleißig. Abkleben, Sachen schleppen, Entrümpeln und einkaufen war er auch. Fand ich super.

Samstagabend haben wir dann soweit es ging mit dem Rückräumen und Putzen begonnen. Sonntagvormittag dann den Rest. Dabei kamen auch direkt drei Säcke für die Kleidersammlung zusammen und ein großer Sack Müll. Mit Space Bags haben wir direkt ganz viel Wäsche „geschrumpft“ und ordentlich verstaut. Eine geniale Erfindung, diese Bags. Auf einmal sieht unser Schlafzimmer richtig „clean“ und nicht mehr so vollgeramscht aus. Bin begeistert. Wenn jetzt noch das am Samstag spontan bestellte Plissee-Rollo in zart-gelb bald kommt und gefällt, dann bin ich richtig glücklich. Ich habe mich nämlich entschieden, die zwar sehr schönen, aber doch sehr staubanfälligen Gardinen nicht mehr anzubringen und zu gunsten eines Plissee-Rollos zu ersetzen.

Wunderbar ist alles geworden. Die Wände sind wieder schön weiß. Ich habe mich im letzten Moment doch noch gegen Farben entschieden. Ich setze dann lieber mit anderen Dingen Akzente.

Jetzt fehlen noch Wohn- und Arbeitszimmer. Ich denke, nach Ostern wird weiter gemacht. Mir gruselt schon etwas davor. Aber ich werde auch froh sein, wenn das Wohnzimmer endlich wieder so richtig schön hell gestrichen ist und im Arbeitszimmer endlich die letzten Räumarbeiten für die Froschanlage erledigt werden können. Bin es langsam leid. Die Anlage steht fertig beim Händler, müsste nur noch aufgebaut werden, aber na ja, vorher sollte schon noch gestrichen werden… Hm, 10 Hände müsste man haben und mehr Zeit. *seufz* Zumindest haben wir dieses Chaoswochende erfolgreich hinter uns gebracht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

*man stelle sich an dieser Stelle strahlend weiße Wände vor* 🙂

A. Lee Martinez – Diner des Grauens

Ein tolles Buch, was mein Mann als Hörbuchversion gelesen von Oliver Rohrbeck (der Sprecher von Justus Jonas, ???) angeschafft hat. Ich habe es die letzten Abende beim Kochen laufen lassen und mich des öfteren Kringeln müssen vor lachen. Darum geht es:

Die zwei Freunde Earl und Duke, ihres Zeichens Vampir und Werwolf, fahren mit ihrem alten Pick up und jeder Menge Bier, von dem sie leider nie betrunken werden können, durch die Gegend. Als Duke mal wieder etwas Hunger hat, kehren sie in „Gil’s all fried Diner“ Irgendwo im Nirgendwo ein. Kaum hat ihnen Loretta, die Kellnerin der etwas pfundigeren Art, das Chili hingestellt, als eine Horde Zombies das Diner angreift. Mit Hilfe von Earl und Duke können die Zombies geschlagen werden und Loretta schüttet den Jungs ihr Herz aus. Offenbar war das nicht der erste Angriff dieser Art und Duke und Earl beschließen, Loretta unter die Arme zu greifen. Dies ist auch bitter nötig, waren die Zombies doch erst der Anfang. Offenbar versucht nämlich irgendwer mehr als rabiat, Loretta aus dem Diner zu vertreiben und es in seinen Besitz zu bringen. Earl und Duke müssen sich unter anderem noch mit Vampir-Kühen, Ghulen und dem Teenager-Paar Tammy und Chad herum schlagen.  Und Earl verliebt sich nach gut 90 Jahren untoten Darseins in ein Geistermädchen namens Cathy, die als Friedhofswächterin auf dem Friedhof gegenüber des Diners ihr Darsein fristet und dort nicht weg kann. Nach und nach wird klar, wer immer das Diner in seinen Besitz bringen will, ist mehr als nur böse, nein, dieser jemand will das Ende der Welt herbeiführen und die alten Götter zurückholen. Das wollen Loretta, Duke und Earl natürlich mit aller Macht verhindern.

Die Hörbuchversion gefällt mir sehr gut. Ich musste mich jedoch manchmal erst etwas mit Oliver Rohrbecks Interpretation von „Earl“ anfreunden. Er spricht ihn schon arg schräg. Ansonsten finde ich das Buch wirklich unterhaltsam und es hat Spaß gemacht, mit den Protagonisten mitzufiebern.